K überprüft

Damit sind zugleich mehr als 80% der Wappen überprüft. Bei K fiel mir auf, dass es hier recht viele Wappen mit unbekannten Farben gibt. Viele dieser “farblosen” Wappen sind bürgerliche Wappen. Diese waren oft Schöffen in den Städten Luxemburg, Remich, Thionville, Bastogne, Arlon etc. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass ich mich bei den neuzubeschriftenden Wappen jetzt auch bemühe, die Links auf die neulich angelegten Listen zu setzen.

Ein Wappen der Kerpen wurde noch “entdeckt”.

N überprüft – wie geht es weiter?

Bei N waren keine im Text versteckten Wappen übersehen worden, dagegen gab es einige Vertauschungen zu berichtigen (z.B. bei den vielen Bastarden der Familie Nassau).
Die Überprüfung ist gut fortgeschritten, wir sind bei 3116 überprüften von insgesamt 3949 Wappen angekommen, das sind 78.91%. Bleiben noch:

– Seite Gesamt Varianten überprüft in %
H – 403 331 69   190 57.4%  
K – 467 118 19   31 26.27%  
L – 489 314 86   108 34.39%  
M – 539 362 73   170 46.96%  
S – 695 360 85   248 68.89%  
T – 755 121 32   26 21.49%  

Welche von diesen Buchstaben sollte ich vorziehen? Nun, da alle Zeichnungen erstellt sind, ist meine Priorität die, dass der Leser so schnell wie möglich die vollständigsten Angaben zu den Wappen erhält, also auch die Quellenangaben. Diese sind am schlechtesten vorbereitet, je länger es her ist, dass ich die Zeichnung eingestellt habe. Das dürfte bei K am stärksten gegeben sein, M, S und T habe ich als letztes angefangen zu bearbeiten, ebenso wie H. Recht schubweise war ich bei L ans Werk gegangen. Das hatte ich schon 2010 begonnen, aber vieles erst 2012 wieder angegangen.
Also lege ich als Reihenfolge jetzt mal fest: K, L und H, dann M,S und zuletzt T.

alle bekannten Zeichnungen zum AL nun erstellt.

Anfang dieser Woche konnten auch die restlichen noch fehlenden Wappen gezeichnet werden. Damit existiert nun “offiziell” von jedem Wappen in der Umsetzungstabelle eine Zeichnung.


Das heisst aber keineswegs, dass von jedem Wappen das in dem Buch erwähnt wird nun eine Zeichnung vorliegt! Es werden immer noch gut im Text versteckte Wappen aufgespürt, wie das Beispiel Simonis zeigt. Das Wappen der belgischen Familie entdeckte ich, als ich die Variante beschriften wollte. Wohl wegen der Ähnlichkeit hat Loutsch es erwähnt, da es sich aber um keine luxemburgische Familie handelt, es nicht offiziell aufgenommen. Ich bin da nicht ganz so pingelig.

einige lange aufgeschobene Zeichnungen angefertigt.

Dieses Wochenende habe ich nicht nur meinen neuen PC in Betrieb genommen, sondern auch ein paar Wappen aus dem AL gezeichnet, welche bislang noch fehlten. Der Grund hierfür, wie für die fünf die immer noch fehlen ist der, dass ich für sie keine Vorlage habe (ausser für Neunheuser mit dem Stern). Bin daher auch nicht sicher, ob sie wirklich so ausgesehen haben:

Rolshausen war auch kompliziert zu zeichnen, aber das taucht in diesem Posting nicht auf, das habe ich vorhin schon behandelt.

R überprüft

R wurde erst spät von mir angefangen, daher war hier schon vieles fertig. Zwei Wappen mussten noch gezeichnet werden, eins war übersehen worden.

  1. Rolshausen-variante-erronée. Schwierigkeit hier, da Loutsch die Fassung ohnehin falsch hielt, gab es keinerlei Vorlage. Es ist das einzige mir bekannte Beispiel für Ruderboote in der Luxemburger Heraldik.
  2. Roussy war übersehen worden, der Name kommt oft vor.
  3. Bei Rienne – variante, bin ich mir immer noch nicht sicher, ob sich das au naturel nur auf die Farbe, oder auch auch die Darstellung bezieht!

Einige Listen angelegt.

Wie letzte Woche angekündigt habe ich damit begonnen, Listen von Wappen anzulegen:
Die allermeisten funktionieren so, dass die von mir selber geschriebene Software [wsl-gallery mediatags=”tag” ] mit entsprechenden Mediatags versehene Wappen zusammenstellt. Zu finden sind sie unter /heraldik/wappenkunde/autre-listes/, zur Zeit wären das die folgenden:

Eine weitere Liste wäre jene der Wappen der Länder, die mal den Habsburgern gehöhrt haben, besser gesagt die Bestandteile von Wappen habsburgischer Herrscher waren. Luxemburg gehört seit dem Ausgang des Mittelalters dazu: die Habsburger hatten durch die Heirat Kaiser Maximilians die Burgunder beerbt. Erst unter den Spaniern, später den Österreichern, unterbrochen immer wieder von Perioden der Zugehörigekeit zu Frankreich war Luxemburg bis zu den französischen Revolutionkriegen habsburgisch.
Eine solche Liste hatte ich schon mal angelegt, die hatte den Serverumzug aber nicht überlebt.
Das besondere daran ist, sie funktioniert mit derselben Software, wie die Umsetzungstabelle zum Armorial Loutsch.

Schlußstein P

Pillich ou Billich – variante 3, die Familie der Vorsteher von Wasserbillig musste noch erstellt werden. Weitere interessante Wappen waren:

Die meisten Wappen mit “P” wurden Ende 2010 gezeichnet, daher waren hier bessonders viele Jugendsünden zu bereinigen, ablesbar daran dass z.B. die Anzahl der Wappen aus dem Buch, die noch nicht das Tag Amorial Loutsch trugen konnte von 121 auf 96 gedrückt werden.

Vorhaben nach Armorial Loutsch online

Wenn man einem Projekt Priorität einräumt, bleiben die anderen liegen. Das ist einerseits eine Binsenweisheit, andererseits kann man hier sehr gut verfolgen, wie sehr sie sich bewahrheitet. Wohl ist längst der Endspurt eingeleitet, dennoch erstickt gerade dieses unkreative, mechanische Überprüfen alle anderen Impulse. Gelegentlich kommen mir aber trotzdem gute Ideen, und damit diese nicht in Vergessenheit geraten, wenn Armorial Loutsch online (ALO) voraussichtlich Ende des Jahres/Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein wird, will ich sie hier mal hinschreiben:

  1. Die Auswertung von ALO erzeugte den Wunsch, weitere Listen anzulegen, bzw. bestehende besser zu pflegen. Angedacht wären eine Liste des seigneuries (Herrschaften) inklusive nichtluxemburgischer Herrschaften auf welche aber Luxemburger Wappen Bezug nehmen, die Liste der Gouverneure müsste überarbeitet werden, etc.

    Die Zeichnungen müssten fast alle neugemacht werden.

  2. Dann gilt es weitere Quellen zu erschliessen. J.C. Loutsch hatte in seinem Armorial einige Wappen weggelassen, z.B. die der Korporationen. Er selber hatte aber 1966 diese Wappen in einem Werk, dass er “Complément à l’Armorial des Duché de Luxembourg et comté de Chiny.” nannte zusammengefasst. Er bezieht sich öfter auf diese Quelle unter der Bezeichnung H.L.T. . Diese will ich online bringen. Dieser Gedanke ist nicht ganz neu, ich habe das schon länger vor.
  3. Eine andere Wappenliste, die zugleich auch neue Quellen einschliesst wäre jene von Jean Kelekom und Jean-Claude Müller im Familjefuerscher 85 vorgestellte der abbesses de Clairefontaine.
  4. Das Lexikon wird von mir zur Zeit fast täglich um neue Begriffe erweitert. Dadurch wird es zwar vollständiger aber auch unübersichtlicher. Im Augenblick bestehen viele Artikel aus nicht viel mehr als der Nennung des Begriffs und einer Gallery mit dem Vorkommen. Ich will es später systematisch strukturieren. Bevor ich freilich bei einem solchen Vorhaben erfolgreich sein kann, muss ich erst etwas mehr theoretischen Ballast ansammeln, was mich zu meinem nächsten Punkt bringt.
  5. Zur Zeit bin ich schon dabei, die Zeichnungen für Simon de Boncourts Grammaire du blason von 1884 zu erstellen. Neumachen will ich nur jene, die Figuren des Wappenschildes betreffen. Der Hintergedanke ist auch der, dass ich dem Leser villeicht in Zukunft einen zweiten Satz an Vorlagen anbieten könnte. De Boncourt war Franzose und seine Zeichnungen benutzen alle das französische Schild, derweil ich mich (schon als Jugendlicher!) bei der Wahl der Schildform künsterlich an die Form angelehnt habe, die Loutsch gewählt hatte:

    Die französische Form hat aber vor allem bei geviertelten Wappen (écartelé) einige Vorzüge die sich nicht leugnen lassen
  6. Dann will ich es bei de Boncourt nicht bei den Zeichnungen belassen, ich will als nächstes auch Querlinks einführen und das Werk mit Kommentaren durchsetzen, bzw. eine Einleitung schreiben.
  7. Boncourt soll nur das erste Beispiel eines Uralttextes sein, das ich mir einverleiben will. Weiter geplant ist es einen Artikel von Felix Hauptmann († 1934) zehn mittelrheinische Wappengruppen aufzuarbeiten. Er wird von Loutsch sehr oft zitiert und die Arbeit erscheint mir grundlegend.
  8. Dann sind Arbeiten zur inversen Wappenkunde nötig. Darunter verstehe ich die Rückwärtssuche bei Wappen: Ich habe ein Wappen vorliegen und möchte den Namen des Trägers wissen. Theodore de Renesse hatte hier einen Ansatz, zu dem ich mir ein paar Gedanken gemacht habe, die ich dem Publikum vorstellen will.
  9. Oft bietet der Kompilator eines Armorials auch eine table héraldique, mit der zu einem gewissen Grad auch eine Rückwärtssuche möglich ist. Die table héraldique von Dr. Loutsch habe ich hier zwar auch nachgebildet, hier fehlen hier aber noch die Links auf die Wappen. Dies aus gutem Grund, hier wären 3017 Einträge zu überprüfen! Gut versteckt auf Seite 2 biete ich aber seit einiger Zeit eine heuristische Annäherung, ist aber nicht sehr zuverlässig.
  10. Zu guter letzt möchte ich auch endlich die sehr schöne Zusendung von Michael Schroeder auswerten. Hier bin ich mir noch nicht sicher, wie genau ich sie in meine Seitenstruktur einbauen will.

So, damit wären die Aufgaben für nächstes Jahr umrissen, ich werde den Vollzug dann durch einen Kommentar zu diesen Beitrag melden!

weiterer Fehler bei Pallant: unbekannte Quelle v.w.

Nicht nur bei der Variante des Wappens Pallant muss es einen Fehler geben, auch beim Wappen de Pallant selber scheint sich der Fehlerteufel eingeschlichen zu haben: Hier zählt Loutsch eine Quelle V.W. auf, die er in seiner Liste der Abkürzungen aber nicht führt. Da diese Stelle, nach meinem Erkenntnisstand aber die einzige Stelle im Corpus des A.L. ist, wo er diese Quelle erwähnt tippe ich auf einen Tippfehler und die Quelle wäre dann nicht V.W. sondern V.M.:

«Wappenbuch der Mosel» (Armorial de la Moselle), vers 1500, Archives de Vienne No 2936, copié par M. Paul Adam, recopié chez lui en 1958.

Unglücklicherweise dürfte gerade diese Quelle für mich wohl nicht auftreibbar sein, da Loutsch und erst recht Paul Adam verstorben sind und ich nicht weiss, was aus ihren Archiven wurde. Folglich kann ich das nicht nachprüfen.