Viele Erkenntnisse für AVLhistory gewonnen

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Die letzten Wochen habe ich mich weniger mit der Heraldik und dafür wieder mehr, mit dem Projekt AVLhistory geschäftigt. Im Juni/Juli sind traditionnel die meisten Veranstaltungen der Aachener, daher musste aachen.lu auf Vordermann gebracht werden. Diese Arbeiten riefen mir in Erinnerung, dass mein Verein ja 2022 seine 125 Jahrfeier abhalten muss/müsste/sollte.
Die Erfolge konnten erzielt werden, durch Internetrecherchen auf der Seite:

http://www.a-z.lu

Folgende Typen von Mitteilungen von, oder über den A.V. d’Letzeburger konnte ich finden:

  1. Berichte von Festen des AVL, hauptsächlich aus den 1920er Jahren
  2. Berichte von Festen des Vereines der Luxemburger in Aachen, welche stets den AVL einluden.
  3. Einladungen des Altherrenvereins, der sich ebenfalls “A.V. d’Letzeburger” nannte, an seine Mitglieder zu Vereinsveranstaltungen, wie Restaurantbesuche und Brauereibesichtigungen.
  4. Mitteilungen, dass der und der Student in Aachen, sein Vordiploms- (!), sein Diplom- oder seine Promotionsexamen bestanden hätte, und wie gut. Manchmal ist angegeben, dass der AVL die Quelle war, es ist anzunehmen, dass er es meistens war.
  5. Aus den 1910er Jahren, hauptsächlich Mitteilungen, dass die Vorlesungen überhaupt stattfinden. Das scheint ob der Kriegswirren nicht so ganz eindeutig gewesen zu sein.
  6. Dann Berichte zu spezifischen politischen Problemen der 1920er Jahre, wie dem Separatistenaufstand 1923, der wohl zur Hochschulschliessung führte und unter den Letzebuergern eine ziemliche Krise auslöste. Damals lud der A.H.A.H. Verband alle in ein Restaurant und redete auf sie ein, dass sie bloss nicht an eine andere Schule wechseln sollten, nur weil die RWTH gerade die Tore zumachen musste.
  7. Aus der Kaiserzeit, ein paar wenige Berichte aus dem Hochschulleben, die auch interessant sind.
  8. Nekrologien (=Biographien)
  9. Und diverser Beifang, wie bestimmte Massnahmen der Purification. So erfuhr ich, von einigen meiner “Aachener” dass sie 1945 in Ungnade fielen, bei einem hat es mich sehr überrascht, aber ich fand so die Erklärung warum ich von der Person nie wieder was fand.

Ursprünglich hatte ich vor, diese Zeitungsartikel dann alle, um die OCRisierungsfehler bereinigt unter http://www.aachen.lu/avlhistory/quellen/zeitungen/ online zu stellen. Mit den ersten die ich fand, habe ich das auch so gemacht.

  • Aber erstens ist das rechtlich nicht ganz einwandfrei, weil jemand der in den 1920er Jahren einen Zeitungsartikel schrieb zwar tot sein dürfte, aber noch keine 70 Jahre!
  • Zweitens sind es aber so viele, dass ich mit dem Verbessern der Fehler nicht nachkomme und diese Form der Präsentation langweilig sein dürfte.

Da warte ich lieber noch etwas, und schreibe später selber ein paar Artikel, wo ich dann nur Passagen zitiere und die Links setze. Das wird dann eindeutiger und rechtlich einwandfrei sein. Die OCRisierungsfehler sind übrigens noch erheblich.
So fand ich einen Artikel aus dem Luxemburger Wort, vom 21. Juni 1909, wo der zweihundertse Eisenhüttenmann gefeiert wurde: Mathias Koener, also ein Luxemburger, wie der erste Diplomingenieur Pierre Mouris und der 100. Diplomhütteningenieurs Gustave Prussen.
So steht der Text zur Zeit online auf a-z.lu:

2uzemBurger in Aachen. Aus Aachen wirb
uns geschrieben: „3u Ehren bes zweihunberstten Diplomhütteningenieurs
veranstaltete bie Hüttenmännische Vereinigung
am 18. Juni einen glänzenb verlaufenen Festkom- mers in Gegenwart Seiner Magnificens bes Rektors, Hrn. ©eheimen Negierungsrat Professor Dr. W. Borchers, bes
Hrn. ©eheimen Regierungsrates Professor Dr. F. Wüst, sowie zahlreicher, anberer Mitglieber bes 2ehrerkürpers.

Was natürlich folgendes heissen sollte:

— Luxemburger in Aachen. Aus Aachen wird uns geschrieben: „Zu Ehren des zweihundertsten Diplomhütteningenieurs veranstaltete die Hüttenmännische Vereinigung am 18. Juni einen glänzend verlaufenen Festkommers in Gegenwart Seiner Magnifizenz des Rektors, Hrn. Geheimen Regierungsrat Professor Dr. W. Borchers, des Hrn. Geheimen Regierungsrates Professor Dr. F. Wüst, sowie zahlreicher, anderer Mitglieder des Lehrerkörpers.

Rückzug aus dem Beirat der Agulia Igel

Home / Vereine / Rückzug aus dem Beirat der Agulia Igel

Wie der aufmerksame Leser feststellen konnte, ist meine Aktivität auf wiesel.lu fast gänzlich zusammengebrochen. Unerwartete berufliche und private Erfordernisse rauben mir seit einigen Monaten Kraft und Musse für Vereine und Interessen. Da ich bei der Amicale der alten Aachener (http://www.aachen.lu) die Funktion des Vorsitzenden besetze, die sich nur entweder ganz aufgeben oder ausfüllen lässt und dieses Jahr auch noch die 120 Jahrfeier ansteht, musste ein anderer Verein dranglauben: die Agulia Igel.
Es war ohnehin so, dass ich als in Luxemburg Berufstätiger zumeist gar nicht an den Sitzungen teilnehmen konnte oder zu spät kommen musste. Meine Tätigkeit beschränkte sich dann aufs Flyeraustragen, bei Festen mithelfen und ein wenig Bloggen. Allerdings nur auf meiner privaten Homepage; das Thema “eigener Webauftritt”, vor Jahren gross angekündigt und für das ich mich ursprünglich in den Beirat gemeldet hatte, schaffte irgendwie es in den letzten beiden Jahren nicht wieder besonders weit nach vorne auf der Liste der Prioritäten.
Jedenfalls habe ich mein Mandat nicht wieder verlängert und schaffte es noch nicht mal auf die Generalversammlung am 24. März. Dafür nahm ich aber am traditionnellen Dreckwegtag teil, in der Mannschaft der Agulia 🙂

Ein paar Bilder vom Welterbetag in Igel

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Wir hatten ungeheueres Glück: Mitten im wochenlangen instabilem Tief über Mitteleuropa, herrschte den ganzen 5. Juni über in Igel die Frau Sonne. Niemand wurde nass.
Hier ein paar wenige Bilder, die ich an dem Tag gemacht habe:

Am Sonntag ist Welterbetag in Igel

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Am kommenden Sonntag, am Unesco Welterbetag organisiert der Heimat- und Kulturverein Agulia Igel an der Igeler Säule ein kleines Fest.
Bekanntlich gehört die Igeler Säule auch zum Weltkulurerbe, auch wenn unsere bescheidene kleine Veranstaltung es nicht ins offizielle Programm der Unesco in Deutschland1 geschafft hat. Ich hoffe aber, dass sich doch einige bei uns einfinden. Es findet im Garten hinter der Säule statt, der letztes Jahr vorgestellt worden war:
Hier das Programm:

Igel Agulia E.V. Heimat- und Kulturverein

Welterbetag am 5. Juni an der Igeler Säule
Am 5. Juni ist der jährliche Welterbetag, an dem die UNESCO-Welterbestätten in besonderer Weise präsentiert werden. Zum 30jährigen Jubiläum des Welterbestatus der Igeler Säule veranstalten wir erstmalig ein Fest rund um die Igeler Säule:

Programmauszug:

  • 10-10.30 Uhr: Führung zur Igeler Säule 10.30-12 Uhr: Musik mit H.W. und Freunden2.
  • Ab 11 Uhr: Mittagessen Hotel-Restaurant Igeler Säule
  • 12 Uhr: Begrüßung von Ortsgemeinde und Heimatverein 13-14 Uhr: Führung Säulengarten mit Silke Oeffling
  • 13.30-15.30 Uhr: Thomas Kiessling
  • Ab 14 Uhr: Kaffee und Kuchen
  • 15.30-16 Uhr: Führung zur Igeler Säule
  • 16-17.30 Uhr: Musikverein Lyra Igel
  • 17.30-19 Uhr: Singkreis Igel
  • Ab 19 Uhr: Gemütlicher Ausklang

Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt u.a. mit einem Weinstand der Igeler Winzer. Alle Auftritte und Führungen sind kostenfrei. Unterstützen kannen Sie uns mit einer Kuchenspende!
An diesem Tag werden Kunstwerke, Tassen und Broschüren zur Igeler Säule zum Verkauf angeboten!
Vorstand: Daniel Karl, Renate Mertesdorf, Helmut Moersdorf

  1. https://www.unesco.de/kultur/welterbe/welterbetag/welterbetag-2016.html []
  2. Letztes Jahr habe ich mir mal einen Auftritt von H.W. und Freunden angehört. Hatte mir sehr gut gefallen []

Am Dreck-weg-Tag teilgenommen

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Anders als letztes Jahr, wo ich zum Beginn des Frühjahres längere Zeit schwer krank gewesen war, konnte ich dieses Jahr wieder am sogenannten “Dreckwegtag” der Gemeinde Igel teilnehmen.
Es geht dabei darum, dass freiwillige Helfer den Abfall aus der Natur entfernen, den gedankenlose und/oder skrupellose/dumme/faule/versoffene Mitmenschen das Jahr über in derselben deponiert hatten. Weil die Vegetation noch nicht voll erblüht ist, kommt man zu dieser Zeit noch recht gut an den “Dreck” dran, bzw. kann ihn gut erkennen. Zugleich sind die Temeraturen aber schon recht angenehm.
Auch dieses Jahr ging ich bei der Truppe des Heimatvereines mit, dessen Beirat ich seit letztem Jahr angehöre. Anführerin war wieder unsere Vorsitzende Renate Mertesdorf.


Eine kleine Änderung gab es. Dem Bürgermeister war aufgefallen, dass die Gruppe “Heimatverein” in den vergangenen Jahren einerseits zwar immer recht zahlreich vertreten, aber andererseits auch immer als letzte eingetrudelt war. Da wir mit 9 freiwilligen Helfern diesmal wirklich gut aufgestellt waren, teilte der Bürgermeister die Gruppe und die eine begann die Strecke ab der Waldstrasse abzulaufen, die anderen ab dem Friedhof den hohlen Weg rauf. Ich gehörte zur Truppe “Hohler Weg”. Dabei kamen wir auch am “Auswandererkreuz” auf der Schleet vorbei.


Kommen wir nun zum unappetitlicheren Teil, aber leider Kern dieses Beitrages. Gefunden wurden vor allem leere Glas- und Plastikflaschen sowie Blechbüchsen, zumeist ehemalige Behälter alkoholischer Getränke. Es sieht fast so aus, als ob da jemand jeden Tag sein Fläschchen austrinkt und dann aus dem Auto- oder LKWfenster in die Landschaft schleudert. Daneben natürlich auch Fastfoodbehältnisse. Besonderheit diesmal: Im Wald fanden wir Kinderstühle.

Unterwegs trafen wir auch einige hübsche Kühe an, Fleischkühe. Sollen sehr schmackhaft sein, haben Kenner mir berichtet, die den Besitzer wohl kennen und ein paar der Erzeugnisse schon kosten durften.

Zum Ausklang des Tages gab es wieder Grillwurst à gogo, gespendet von der Gemeinde den hungrigen Helfern, in der Feuerwehrhalle.

Nachtrag: Ein paar Fotos vom Igeler Säulenfest

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Nachdem ich Samstags beim Aufbauen für das Igeler Säulenfest mitgeholfen hatte, bin ich Sonntags natürlich auch hingegangen. Dabei machte ich ein paar Fotos, kam aber Ende September nicht mehr dazu sie hochzuladen. Ich war abends und am Wochenende immer zu müde, weil meine Arbeit zur Zeit sehr stressig ist, ein Stress der sich übrigens seit Jahresbeginn ständig steigert.
An jenem Tage aber war sehr schönes Wetter. Unten am Fuss der Säule gab es Verpflegung, die grösstenteils vom Restaurant “Igeler Säule” angeboten wurde:

Stieg man dann die Treppe etwas weiter rauf, war Platz für die Musikkapelle des örtlichen Musikvereines. Hier hatte man auch einen nachempfundenen römischen Streitwagen aufgestellt, von dem aus der Bürgermeister und andere ihre Ansprachen halten konnten, etwa zur Überleitung für die Führung durch die neue Anlage, zu der Dr. Georg Breitner, vom Landesmuseum und halt Silke Öffling, die ausführende Architektin dann vortrugen. Das war der Teil, für den ich mich am meisten interessierte; diese Führung wurde zu 3 verschiedenen Zeiten angeboten.


Nach ein paar einleitenden Worten “am Streitwagen” durch Dr. Breitner, stiegen wir alle die Treppe hinauf, wo dann Silke Öffling die ganze Geschichte noch einmal durchging, mit einer vorbereiteten Fotomappe, wo die Zustände vorher und nachher dokumentiert waren:

Danach genossen wir nach die schöne Aussicht und das wirklich feine Wetter.

Morgen ist Igeler Säulenfest

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Morgen ist es soweit, dann wird die Igeler Säule offiziell von der Ortsgemeinde Igel mit einem “Igeler Säulenfest” dem Publikum vorgestellt.


Die Igeler Säule war jetzt ein paar Jahre verhangen, weil sie “im Bestand gesichert”, in gewisser Weise renoviert werden musste.

Hier das

Programm für das Fest im Säulengarten im Steinwingert, den 27. September 2015

11.00 Uhr Begrüssung und Ansprachen
Igeler Singing Kids
12.00 Uhr
  • Einsegnung
  • Mittagessen im Hotel Igeler Säule
  • Siegerehrung “Lese Sommer 2015”
13.00 Uhr
  • Präsentation Landesmuseum: Dr. Georg Breitner
  • Landschaftsarchitektin Silke Öffling: “Säulengarten”
13.30 Uhr Musikverein Lyra Igel
14.00 Uhr
  • Präsentation Landesmuseum: Dr. Georg Breitner
  • Landschaftsarchitektin Silke Öffling: “Säulengarten”
14.30 Uhr Singkreis / Kirchenchor Igel
15.30 Uhr
  • Präsentation Landesmuseum: Dr. Georg Breitner
  • Landschaftsarchitektin Silke Öffling: “Säulengarten”
16.00 Uhr Musikalische Unterhaltung mit “HW und Freunde
18.00 Uhr “Dorle&Band”

Heute morgen schon, haben der Bürgermeister und die freiwilligen Helfer der diversen Vereine schon mal alles hergerichtet. Freuen wir uns auf morgen.

Wanderung mit der Agulia Igel

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Letzten Sonntag sind wir vom Heimatverein Igel dann, wie angekündigt, gewandert. Ich ging die 12 km Strecke mit, hier dann die Fotos von dieser.

Am 20. September: Wanderung mit der Agulia Igel

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Der September ist mein Monat der Vereine! An gleich zwei Wochenenden stehen nun Veranstaltungen mit dem Kultur- und Heimatverein Agulia Igel an. Heute habe ich den Flyer verteilt, der für nächste Woche zwei Wanderungen ankündigt:

Herbstwanderung Heimat- und Kulturverein Agulia e.V.

Am 20. September veranstaltet der Heimat- und Kulturverein Agulia e.V. seine diesjährige Herbstwanderung. Es werden zwei Routen angeboten. Die Startpunkte der beiden Wanderungen unterscheiden sich, gemeinsames Ziel ist das Gemeindehaus an der Igeler Säule. Dort werden bei einem gemütlichen Ausklang Gulasch mit Spätzle (4,00 Euro) und Getränke angeboten.

Wanderung 1: Durch Wald und über Höhen ins Igeler TaL


Start: Parkplatz am Feuerwehrhaus Igel, Am Feilenkreuz um 9.30 Uhr
Wegstrecke: ca.12 km (ca. 3 Stunden mit Getränke- und Obstpause)
Route: Zewener Wald, Herresthal, Kulturweg nach Liersberg, Grillhütte, Pièta Weg nach Igel, Gemeindehaus

Wanderung 2: Mosel- und Weinbergswanderung


Start: Igeler Säule, Trierer Straße um 10.30 Uhr
Wegstrecke: ca. 5 km (ca. 2 Stunden ) mit Getränkepause
Route: Igeler Säule, Moselradweg, Weinberge, Grutenhaus, Schauinsland, Gemeindehaus
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer.


Ich werde natürlich die 12 km Strecke mitgehen, denn Renate hat angekündigt, dass die Freunde vom Verein beim Freischneiden der Wege, weitere, den meisten bislang unbekannte Wegmarken entdeckt hätten.
Übrigens ist die Igeler Säule, welche noch letzte Woche zu Reparaturzwecken durch ein Baugerüst verhüllt war, wieder frei zugänglich. Das ist auch unbedingt erforderlich, denn gleich die Woche darauf, lädt die Agulia noch mal ein:

Am 27. September veranstaltet die Ortsgemeinde ein Säulen-Fest zur Einweihung des neu gestalteten Umfeldes der Igeler Säule.

Da können Einwohner und Gäste live in Augenschein nehmen, was Silke Öffling im Mai nur angekündigt hatte. Was ich letzte Woche begutachtete, sieht jedenfalls schon gut aus:

Musik und Vortrag zur Igeler Säule

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Wenn Igel für etwas bekannt ist, dann für seine Säule, einem Grabmal aus der römischen Antike. So muss alles was die Igeler unternehmen am besten etwas mit der Säule zu tun haben, so dachte wohl auch Dr. Hans-Werner Weisskircher, der ortsansässige Zahnarzt als der seine Mitbürger zu einer kleinen Veranstaltung einlud mit den Worten:

Infos und Musik im Innenhof bei der Igeler Säule
Am Samstag, den 23. Mai um 19 Uhr 30, findet im Innenhof hinter der
Igeler Säule/ Gemeindehaus ein kleines Event statt, bei dem mit
musikalischer Begleitung Infos zu den Bau- Maßnahmen um die Igeler Säule
präsentiert werden. Referentin: Silke Oeffling, Musik: HW und Freunde.

Mich erreichte die Einladung über den Heimat- und Kulturverein Agulia, und ich folgte ihr gerne. Wer sich nicht gut in Igel auskennt, hätte aber etwas Schwierigkeiten gehabt es zu finden, mir war der Innenhof auch unbekannt. Aber er konnte ja nicht weit sein.


Hier erwartete mich dann erst eine schwierige Sitzplatzsuche, denn die Veranstaltung war gut besucht. Zum Glück wurde ich von den Mitbürgern freudig empfangen und sie rückten für mich ein wenig zusammen.

Es wurden deutsche und englische Lieder vorgetragen. Die deutschen waren alle aus den 1930er und 1940er Jahren ausgewählt, oft Filmmusik rund um die Themen, Nacht, Mai und Freundschaft. Hier einige die ich mir merken konnte:

  • “Das gibts nur einmal, das kommt nicht wieder”, ursprünglich vorgetragen von Lilian Harvey in “der Kongress tanzt (1931)
  • “Ein Freund, ein guter Freund”, aus Die drei von der Tankstelle mit Heinz Rühmann, Willy Fritsch und Oskar Karlweis (der dritte, dessen Namen Dr. Weisskircher entfallen war – mir sagte er auch nichts-)
  • “Kauf dir einen buten Luftballon”, aus dem Film Der weiße Traum von 1943
  • “In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine” (Franz Grothe/Willi Dehmel) aus dem Tonfilm Die Frau meiner Träume von 1944 zu dem Dr. Weisskircher bemerkte: ”

    da stelle man sich vor, der sitzt mit den Nachbarn zusammen im Luftschutzbunker und dichtet dann, “in der Nacht ist der Mensch nicht gerne alleine..”

Bei den englischen Liedern habe ich den, sicherlich vorhandenen, roten Faden nicht erkannt. Es waren aber alles ruhige, passende Lieder. Leider bin ich zu unmusikalisch um sie richtig einordnen zu können, ich habe zwar alle gekannt, und doch keinen Titel mir behalten können.
Das Wetter, etwas kühl spielte aber insofern mit, dass es wirklich trocken blieb.
Es wurde gesungen, bis es dunkel genug war, damit der Lichtbildvortrag starten konnte. Die Landschaftsarchitektin Silke Oeffling, auch eine Igelerin, trug dann ihr Konzept zur Neugestaltung des Gartens hinter der Igeler Säule vor, bzw. erläuterte, was letzten Herbst/Winter schon alles erreicht worden ist.


In früheren Jahren, so um 1910, war hinter der Säule schon sowas wie eine Parkanlage, die Grundstücke gehören auch zum grössten Teil der Gemeinde. Es blieb in den letzten Jahren nur eine Treppe nach oben, welche auf beiden Seiten mit Zäunen eingeengt war, die Vegetation war so hoch gewachsen, dass man selbst von ganz oben, unterhalb der alten Kirche kaum noch etwas sehen konnte.
Das wurde alles bis Ende Februar gerodet, nachdem man einen Zugang für die Bagger hatte schaffen können.
Die Trockenmauern wurden freigelegt und restauriert, und einige Bäumchen angepflanzt! Die Auswahl fiel auf Pflanzen, welche die Römer mitgebracht: Quitten, Rosen und so eine Frucht, welche den Leuten heute selbst für Marmelade nicht mehr gut genug wäre und nur noch für Schnäpse beliebt, deren Name mir aber schon wieder entfallen ist.
Am nächsten Tag bin ich dann, bei strahlendem Wetter zur alten Kirche hochgefahren und habe ein paar Bilder gemacht, um mich zu vergewissern dass ich alles richtig verstanden hätte 🙂

Zum Schluss erhielten, sowohl die Referentin, als auch die Musiker ihren wohlverdienten Applaus! Letztere gaben dann noch “What a wonderful World” zu.