Die Einführung von Bender et Rolland wurde überarbeitet

Mit diesem Digitalisierungsprojekt hadere ich schon lange! Dabei waren Rolland und Bender als ich das Projekt Heraldik neustartete einer meiner Ausgangspunkte! Denn 2008 war ich, auf der Suche nach Inspiration ausgerechnet auf Bender und Rolland gestossen (1903), ein Werk das ich damals noch mit dem Armorial Général des J.B. de Rietstap identifizierte. In der frühen Phase des Neustartes lag mein Schwerpunkt auf dem Zeichnen und ich suchte Vorlagen, welche ich bei Rolland und Bender fand! Bald aber störte ich mich an der geringen zeichnerischen Qualität der Vorlage und inspirierte mich dann stärker bei Dr. Loutsch.


Je stärker ich mich mit der Heraldik und ihren Quellen beschäftigte, desto weniger überzeugte mich Rolland und Bender. Im Februar 2013 begann ich mit den Digitalisierungsprojekten und fasste eine Ausweitung der Beschäftigung mit B&R noch einmal ins Auge, fand bald danach das Original lohnender, zumindest als Vorbild für eine Einleitung.
Interessant blieben B&R noch wegen der Fremdsprachen, welche in meiner künftigen Umsetzung der Heraldiklexikons eine Prominente Rolle spielen sollen. Ich scannte die Seiten ein und gewann die französischen, englischen, deutschen, spanischen und italienischen Begriffe die ich in unmotivierter Form auch online stellte. Aber ich ignorierte das Projekt und führte es nur noch als Illustration zu Rietstap.
In den vergangenen Wochen verriet mir Jetpack welches ich jetzt schon ein Jahr benutze aber, dass sich die Seite im Netz aber wohl doch einiger überraschender Beliebtheit erfreut. Also beschloss ich, sie doch nicht abzuschalten, sondern ihre Präsentation zu verbessern:

  • die einzelnen Sprachen, zuvor hintereinander dargeboten, wurden übersichtlich in den einzelnen Spalten einer einzigen großen Tabelle angelegt.
  • In dieser Tabelle wurde jeweils der französische Begriff mit dem Lexikon verlinkt. Denn das ist ja letzlich das Ziel: der Aufbau eines ordentlichen französischen Heraldiklexikon, die Digitalisierungen als Untermauerung.
  • Die zuvor eingescannten Tafeln wurden beschriftet und zwar mit einem Auszug aus der Tabelle. Hierbei berücksichtige ich nur französisch, englisch und deutsch, die Sprachen die ich selber beherrsche und ggf. Anfragen beantworten könnte.

Ich präsentiere also hiermit im neuem Gewande:

Die einführenden Tafeln von Rolland et Bender (1903)

Es dürften noch Fehler drin sein, vor allem bei den italienischen, spanischen und englischen Begriffen, die mir nicht so ins Auge springen. Dieser werde ich von Zeit zu Zeit ausmerzen, sowie ich weitere Begriffe in mein Lexikon aufnehmen und dann in der Tabelle verlinken werden. Ich hoffe aber, die Leserschaft hiermit erst mal zufrieden stellen zu können.
Hiermit ist dann auch ein weiterer Punkt (5) meines neuen alten Planes zur Aufwertung des Lexikons abgehakt.

Neustart für meine eigene Einführung in die Wappenkunde und das Wappenlexikon

Hier, zum endlich auch spürbaren Frühjahrsanfang, noch mal ein längerer, programmatischer Artikel.

Einher mit meiner Entscheidung, der theoretischen Heraldik einen eigenen Ordner zu spendieren, in dem ich die Seite “Wappenkunde” umwidmete, ging mein Entschluss, die Bemühungen um dieses Thema wieder zu verstärken. Nachdem ich mich 2014 fast ausschliesslich dem Zeichnen von Gemeindewappen aus Rheinland-Pfalz gewidmet hatte, greife ich damit meinen im Oktober 2013 schon skizzierten Plan wieder auf.

Die Motivation zum aktuellen Plan

Zwischenzeitlich hatte ich vor, unter “Wappenkunst” nur eine Textskizze einer künftigen Einleitung zu präsentieren und hatte auf einer untergeordneten Seite eine “eigene Einführung” begonnen. Diese eigene Einführung sollte ein ausführlicher Text werden, der meine ganz persönliche Sicht wieder gibt. Da ich aber nie Zeit fand eine solche zu schreiben und daher der ausführliche Text nie all zu weit über die Skizze hinauskam, stampfte ich diesen Torso wieder ein und überlegte mir Alternativen:

  • Statt eines gesonderten Textes zur Einleitung, habe ich die Skizze auf der Astgabel Wappenkunde selber etwas stärker ausgebaut.
  • Weiter folge ich dem Grundgedanken, dass der Leser im Netz ohnehin nicht gerne lange Texte sich reinzieht, sondern es anschaulicher mag: Weniger Text, dafür mehr Bilder, und wenn es ausführlicher gewünscht ist, bitte einen weiterführenden Link (auf fremde, am besten aber eigene Beiträge) anbieten.

Eine solche Seite im Stil “weiterführende Links” hatte ich bereits vorher zum Thema Farbregeln angelegt. Wenn ich aber solche “weiterführende” Seiten für meine “Einführung” planen sollte, musste mir da nicht ins Auge springen, dass solche Seiten bereits existieren? Genau das taten sie, nämlich die, zur Zeit recht dürftigen Beiträge in meinem französischen Heraldiklexikon!
Das brachte mich auf die Idee, statt einer allgemeinen Einleitung in die Heraldik eine solche zu schreiben, welche sich weitgehend auf das französische Blasonieren beschränkt. Damit schaffe ich nämlich einen Mehrwert, denn eine solche ist in deutscher Sprache eher selten anzutreffen. Dafür werden dann auch die bisher eher ausgesparten die Oberbegriffe wie “figures, meubles, attributs” oder allgemeinere wie “blason, armoiries, armorial” eingeführt werden müssen. Für bestimmte Themen, etwa “der Ursprung der Wappen”, welche man auch andenken könnte, dürfen dann doch Unterseiten zu “Wappenkunde” geschaffen werden.

Teilvorhaben in naher Zukunft

  1. Als erstes gilt es sich einen Überblick über die französischen Heraldikbegriffe zu verschaffen. Mein Lexikon ist da alles andere als vollständig. Um die Lücken besser zu finden, diene die neu angelegte Seite Hierarchie der französischen Heraldikbegriffe. Diese inspiriert sich stark an der Struktur welche der Autor von Armoiries et blasons ausgemacht hat, und wird von mir aber noch überarbeitet werden.
    Hinzugefügt habe ich die “Attribute”, neben Farben und Figuren eine weitere, bislang von meiner Einführung eher vernachlässigte, wichtige Kategorie von Begriffen des Wappenwesens.
  2. Einer der sich stark mit diesen Attributen beschäftigt hat, war Henri Gourdon de Genouillac dessen Grammaire héraldique von 1853 ich daher unter die zu digitalisierenden Werke aufnahm.
  3. Dann will ich möglichst viele erläuternde Zeichnungen erstellen, was angesichts meiner mittlerweile umfangreichen Sammlung an Vorlagen kein Problem darstellen dürfte. Möglicherweise greife ich dann eine Idee auf, welche ich schon mal hatte, und stelle eine eigene Seite, nur mit Bespielbildern online.
  4. In dem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass ich die, wegen zu geringer Bedeutung des Werkes von Bender und Rolland eingestellten Digitalisierungsarbeiten wieder aufgenommen habe.
  5. Dann habe ich an einer weiteren Front die unterbrochenen Arbeiten wieder aufgenommen, und bin dabei, konsequent die Links auf (seine) Illustrationen und (meine) Heraldikbegriffe im Heraldiklexikon des Herren Rietstapps einzuführen. Einige Zeichnungen werden dabei sicher noch anzufertigen sein.
  6. Danach werde ich anfangen, zumindest schon mal die Zitate in die Heraldikbegriffe einzuarbeiten, wie beim Begriff Adler (aigle) schon vorgemacht.

Die aufgegebene Skizze zur Einführung in die Heraldik

Hier noch, um sie für die Nachwelt zu erhalten, die ursprüngliche Skizze zum meiner Einführung in die Heraldik, welche jetzt fast zwei Jahre unter “Wappenkunst” feilgeboten wurde, und aus der ich die aktuelle Fassung unter Wappenkunde nach und nach herausarbeiten will:

Ein langfristiges Ziel ist, dem Leser eine Einführung in die Heraldik zu bieten. Mein eigener Entwurf einer Einführung in die Heraldik der in diese Richtung zielt, ist noch nicht ganz fertig und muss noch überarbeitet werden. Nein, eigentlich steckt er immer noch in den Kinderschuhen! Ich versuche mal die folgende:

Kurzfassung meiner (angedachten) Einführung in die Wappenkunst

  • Ich habe ein Schild (écu) oder auch keins, welche Form dies auch immer haben möge,
  • dieses kann ich einfärben. Übliche “heraldische” Colorierungen (émaux) sind die beiden Metalle (métaux) Gold (or) und Silber (argent), sowie die Farben (couleurs) rot (gueules), blau (azur), schwarz (sable) und grün (sinople), seltener ist noch purpur (pourpre) zu finden. Es werden weitere Farbgebungen verwendet, lösen beim Heraldiker aber ein Naserümpfen aus, denn sie gelten nicht als klassische heraldische Farben. Heraldisch sind dagegen bestimmte Pelzwerke (fourrures wie Hermelin (hermine) und Feh (vair) welche auch als besondere Farbangaben verbreitet sind.
  • Dann kann das Schild durch sogenannte Teilungen1 (partitions) in mehrere Felder (champs) aufgeteilt werden. Die wichtigsten Teilungen sind die Querteilung (coupé), die Spaltung (parti), die Schrägrechtsteilung (tranché) und die Schräglinksteilung (taillé). Durch Superposition dieser Teilungen erhält man weitere: die Kombination von coupé und parti ergeben die wichtige Vierteilung (écartelé), tranché und taillé ausgeführt ergibt die Schrägvierteilung(écartelé en sautoir) und alle vier Grundteilungen übereinander gelegt führen zum geständerten Feld (gironné).
    • Diese Teilungen erfolgen durch Schnitte (traits oder lignes), welche mittels geraden Strichen durchgeführt werden, es sei denn, es wurde was anderes angegeben. Dann können diese Striche die unterschiedlichsten Formen annehmen. Hervorzuheben seien die häufigsten: das (vivré), das (engreslé) und das (dentelé).
    • Diese Operationen der Teilung können theoretisch beliebig oft wiederholt werden, in der Praxis aber seltener als 11 mal. Wiederholt man z.B. die Spaltung zweifach, erhält man eine Dreiteilung (tiercé) des Feldes. Etwas komplizierter ist es oft im französischen eine solche Mehrfachteilung korrekt zu “blasonieren”, also die Wappenbeschreibung anzugeben. Die Franzosen machen da ganz komische Verrenkungen, eine Erläuterung passt aber nicht in eine Kurzfassung.
  • Jedes der durch diese Schnitte erzeugten Felder, oder aber auch das ganze ungeteilte Schild kann mit Figuren (figures) belegt (chargé) werden. Bei den Figuren unterscheiden wir zwischen den Stücken (pièces) und den (meubles):
    • Die (pièces) müssen den Rand des Feldes berühren, es sei denn es wurde durch das Wort (alésé) oder anders vermerkt dass dem nicht so sei. Die 11 wichtigsten sind der Balken (la fasce), der Schrägbalken (la bande), der linke Schräg-Balken (la barre), das Schildhaupt (le chef), der Pfahl le (pal), das Kreuz (la croix), das Schräg- oder Andreaskreuz (le sautoir), der Sparren (le chevron), das Freiviertel (le franc-quartier), der Rand, auch noch Einfassung genannt (la bordure) und nicht zu vergessen das Herzschild (l’écusson).

      Wie bei den Schnitten der Teilungen kann auch die Berandung der Stücke entweder gerade oder auch krumm sein, also dieselben Formen annehmen wie bei den partitions.

      Überhaupt sind die Stücke (pièces) für den Laien auf den ersten Blick nicht von den Teilungen (partitions) zu unterscheiden, und auch viele Heraldiker weigern sich sie gesondert zu betrachten. Im französichen ist diese Unterscheidung aber üblich.

    • Die sogenannten gemeinen Figuren (meubles) berühren dagegen den Rand in aller Regel nicht, es sei denn es wurde mittels des Wörtchen “mouvant” genau so verfügt, oder höchstens noch wenn der Künstler Schwierigkeiten hat die Figur ganz aufs Feld zu bekommen. Daher ist ihre Position im Feld auch nicht festgelegt, sie sind sozusagen mobil, so bekam dieser Sammelbegriff auch seinen Namen (meuble). Bei den Meubles gibt es eine sehr grosse Vielfalt:
      • Tiere aller Arten, insbesondere Vierbeiner (quadrupèdes), hier vor allem der Löwe (lion), der Hund, dabei zumeist als Windhund(lévrier) oder als robuste Bracke (chien braque ) und der Bär (ours), Vögel (oiseaux), hier hervorzuheben der Adler (aigle) und die Merlette (merlette), aber auch Fische (poissons) in Luxemburg vor allem als Lachs (saumon) oder Barbe (bar), Insekten etc.;
      • Der Mensch (homme), von vielen, vor allem von älteren christlicheren Heraldikern gerne noch vor den Tieren genannt und von wiederum anderen, zumals späteren keck gar dem Tierreich zugeordnet, und seine Bestandteile! Hier besonders die dextro- und senestrochères genannten, meist aber nicht notwendigerweise bewaffneten Arme);
      • Pflanzen aller Art, als da wären Blumen und hier besonders zu erwähnen die Lilie (fleur-de-lis) und die Rose (rose), die Bäume (arbres) und ihre Blüten, Blätter (feuilles) und Früchte, usw.
      • Die Himmelskörper, wie die Sonne (soleil), der Mond (lune oder häufiger croissant), Kometen vor allem aber die Sterne (étoiles) mit unterschiedlicher Anzahl von Strahlen (rais).
      • die künstlichen Figuren,
        • wie Werkzeuge, Geräte, Fahrzeuge, Bauwerke – hier besonders die Türme (tours) und Schlösser (châteaux),
        • Kleidung, Waffen besonders die Schwerter (épées) und Helme (casques)
        • Dann gibt es Kreuze nicht nur als Pièce, sondern in ihren sehr vielfältigen Aussprägungen auch als meuble, sowie auch andere Zeichen (marques).
        • einfache geometrische Figuren, wie die Raute in vielerlei Abarten (z.B. als losange, macle, ruste..) und besonders die Kreise (als bésant oder tourteau).

        Bei dieser Unterkategorie sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt.

      • Zuletzt noch die Ungeheuer (figures chimèriques), Tiere welche die Menschen sich ausgedacht haben, hier besonders hervorzuheben die Greifen (griffons) wobei man bekennen muss, dass die Menschen im Mittelalter durchaus an die Existenz einiger dieser Biester geglaubt haben, die ihnen nicht märchenhafter vorkamen als Löwen, Tiger oder Krokodile.

      In jedem Feld kann nur ein einziges meuble sein, oder mehrere. Dann gilt es anzugeben wie sie angeordnet (ordonné, rangé), bei Tieren sind oft noch unterschiedliche Tierstellungen möglich die angegeben werden müssen: aufrecht (rampant), schreitend (passant), rennend (courant), schwimmend (nageant) oder bei Flugtieren noch fliegend (volant) etc.

  • Ein Wappen kann auch Elemente enthalten, welche ausserhalb des Schildes plaziert sind, wie der Helm (casque oder heaume), die Helmdecken (lambrequins), die Helmfigur (cimier), Schildhalter (Tenants wenn die haltende Figur zumindest teilweise menschlich ist, ansonsten Supports), der Wahlspruch (cri oder devise), bei hochadligen Trägern oder Staatswappen noch der Mantel und weitere Elemente.
  • Beim Verwenden aller dieser Elemente sind bestimmte Regeln zu beachten, vor allem die sehr wichtige Farbregel, dass Metall nicht auf Metall und Farbe nicht auf Farbe liegen darf.
  1. es gibt keine wirklich gute deutsche Entsprechung für “partition” []

Masterplan französisches Wappenlexikon

Gerne würde ich den Beitrag bereits Masterplan Wappenkunst nennen, denn sie ist es, die mit diesem Unterfangen vorangebracht werden soll, aber wir wollen bescheiden anfangen. Endziel ist es sehr wohl, eine eigene Einführung in die Wappenkunst zu schreiben, aber das wird mir zu viel auf einmal. Dann wenden wir eben einen alten Schriftstellertrick an: Wollen die Ideen für den großen Roman nicht kommen, schreibt man eben Reportagen oder Kurzgeschichten…
Mittelfristiges Ziel ist es, für jeden Wappenbegriff in einen eigenen Beitrag in meinem Wappenlexikon abzuhandeln. Bislang bestehen diese Beiträge oft nur aus der Nennung der deutschen Entsprechung, und der Liste der Wappen auf wiesel.lu in denen er nachgewiesenerweise vorkommt, gelegentlich noch einem Zitat von Dr. Loutsch. Da ich seit 2003 aber sehr viel mehr Material angehäuft habe, darf es inzwischen auch etwas ausführlicher sein. Ich habe mal mit dem Begriff aigle (Adler) angefangen:
So wie hier für den Adler sollen die folgenden Punkte bei jedem, oder zumindest den meisten Begriffen abgehandelt werden:

  1. Beschreibung

    1. Einige Beispiele
    2. Bezeichnung verschiedenen Sprachen
    3. Einordung
    4. Darstellung
    5. Sonderformen
  2. Beschreibung durch bekannte Heraldiker [fr]
    1. Dr. Loutsch (1974):
    2. Rietstapp (1887)
    3. Simon de Boncourt (1885)
  3. Häufigkeit in meiner Datenbank
  4. Weblinks

Ich experimentiere aber noch. Jedenfalls bedingt das Vorhaben noch einige Vorarbeiten, die im Hintergrund ablaufen werden, die ich dem Leser nun aber vorstellen will. Ich beabsichtige folgende Etappen:

  1. Das Lexikon von Simon de Boncourt (1885) wird überarbeitet, damit es besser zitiert werden kann
  2. Das Lexikon des J.B. de Rietstap, wird eingegeben (z.Z. sind nur die Begriffe mit A,B oder C online) und hochgeladen.
  3. Illustrationen zum Lexikon Rietstap werden erstellt und hochgeladen, die davon Wappen sind werden, nach “Planches” gruppiert dann beschriftet und in die Datenbank eingebunden.
  4. Dann werden im Lexikon Rietstap die Links auf die Abbildungen eingeführt.
  5. Danach wird eine Zusammenstellung aller Begriffe von mir durchgeführt. In welchem von mir verwendeten Lexikon kommen sie vor, in welchem nicht? Habe ich Entsprechnungen in anderen Sprachen vorliegen? Darauf wird meine Entscheidung aufgebaut werden, welche Begriffe ich in mein eigenes Lexikon aufnehme und welche nicht.
  6. Danach werde ich die Begriffe dann einen nach dem anderen überarbeiten. Bis dahin habe ich mir vielleicht auch ein System überlegt, wie man den Fortschritt markieren kann?

Das wäre es erst mal so im groben.

Vorhaben nach Armorial Loutsch online

Wenn man einem Projekt Priorität einräumt, bleiben die anderen liegen. Das ist einerseits eine Binsenweisheit, andererseits kann man hier sehr gut verfolgen, wie sehr sie sich bewahrheitet. Wohl ist längst der Endspurt eingeleitet, dennoch erstickt gerade dieses unkreative, mechanische Überprüfen alle anderen Impulse. Gelegentlich kommen mir aber trotzdem gute Ideen, und damit diese nicht in Vergessenheit geraten, wenn Armorial Loutsch online (ALO) voraussichtlich Ende des Jahres/Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein wird, will ich sie hier mal hinschreiben:

  1. Die Auswertung von ALO erzeugte den Wunsch, weitere Listen anzulegen, bzw. bestehende besser zu pflegen. Angedacht wären eine Liste des seigneuries (Herrschaften) inklusive nichtluxemburgischer Herrschaften auf welche aber Luxemburger Wappen Bezug nehmen, die Liste der Gouverneure müsste überarbeitet werden, etc.

    Die Zeichnungen müssten fast alle neugemacht werden.

  2. Dann gilt es weitere Quellen zu erschliessen. J.C. Loutsch hatte in seinem Armorial einige Wappen weggelassen, z.B. die der Korporationen. Er selber hatte aber 1966 diese Wappen in einem Werk, dass er “Complément à l’Armorial des Duché de Luxembourg et comté de Chiny.” nannte zusammengefasst. Er bezieht sich öfter auf diese Quelle unter der Bezeichnung H.L.T. . Diese will ich online bringen. Dieser Gedanke ist nicht ganz neu, ich habe das schon länger vor.
  3. Eine andere Wappenliste, die zugleich auch neue Quellen einschliesst wäre jene von Jean Kelekom und Jean-Claude Müller im Familjefuerscher 85 vorgestellte der abbesses de Clairefontaine.
  4. Das Lexikon wird von mir zur Zeit fast täglich um neue Begriffe erweitert. Dadurch wird es zwar vollständiger aber auch unübersichtlicher. Im Augenblick bestehen viele Artikel aus nicht viel mehr als der Nennung des Begriffs und einer Gallery mit dem Vorkommen. Ich will es später systematisch strukturieren. Bevor ich freilich bei einem solchen Vorhaben erfolgreich sein kann, muss ich erst etwas mehr theoretischen Ballast ansammeln, was mich zu meinem nächsten Punkt bringt.
  5. Zur Zeit bin ich schon dabei, die Zeichnungen für Simon de Boncourts Grammaire du blason von 1884 zu erstellen. Neumachen will ich nur jene, die Figuren des Wappenschildes betreffen. Der Hintergedanke ist auch der, dass ich dem Leser villeicht in Zukunft einen zweiten Satz an Vorlagen anbieten könnte. De Boncourt war Franzose und seine Zeichnungen benutzen alle das französische Schild, derweil ich mich (schon als Jugendlicher!) bei der Wahl der Schildform künsterlich an die Form angelehnt habe, die Loutsch gewählt hatte:

    Die französische Form hat aber vor allem bei geviertelten Wappen (écartelé) einige Vorzüge die sich nicht leugnen lassen
  6. Dann will ich es bei de Boncourt nicht bei den Zeichnungen belassen, ich will als nächstes auch Querlinks einführen und das Werk mit Kommentaren durchsetzen, bzw. eine Einleitung schreiben.
  7. Boncourt soll nur das erste Beispiel eines Uralttextes sein, das ich mir einverleiben will. Weiter geplant ist es einen Artikel von Felix Hauptmann († 1934) zehn mittelrheinische Wappengruppen aufzuarbeiten. Er wird von Loutsch sehr oft zitiert und die Arbeit erscheint mir grundlegend.
  8. Dann sind Arbeiten zur inversen Wappenkunde nötig. Darunter verstehe ich die Rückwärtssuche bei Wappen: Ich habe ein Wappen vorliegen und möchte den Namen des Trägers wissen. Theodore de Renesse hatte hier einen Ansatz, zu dem ich mir ein paar Gedanken gemacht habe, die ich dem Publikum vorstellen will.
  9. Oft bietet der Kompilator eines Armorials auch eine table héraldique, mit der zu einem gewissen Grad auch eine Rückwärtssuche möglich ist. Die table héraldique von Dr. Loutsch habe ich hier zwar auch nachgebildet, hier fehlen hier aber noch die Links auf die Wappen. Dies aus gutem Grund, hier wären 3017 Einträge zu überprüfen! Gut versteckt auf Seite 2 biete ich aber seit einiger Zeit eine heuristische Annäherung, ist aber nicht sehr zuverlässig.
  10. Zu guter letzt möchte ich auch endlich die sehr schöne Zusendung von Michael Schroeder auswerten. Hier bin ich mir noch nicht sicher, wie genau ich sie in meine Seitenstruktur einbauen will.

So, damit wären die Aufgaben für nächstes Jahr umrissen, ich werde den Vollzug dann durch einen Kommentar zu diesen Beitrag melden!

Neues Projekt: Digitalisierung alter Skripte

Mein Ansatz die Entwicklung meiner Heraldikseiten voranzutreiben ist ein evolutiver: D.h. ich habe das Thema zwar eingegrenzt und mir vage Ziele gesteckt, aber ich habe keinen Masterplan! Es ist eher so, dass die Umsetzung eines Projektes das nächste inspiriert. Beispiel: als ich die Liste der Luxemburger Gemeindewappen online brachte, kam mir die Idee ein Lexikon der Heraldikbegriffe anzulegen, sowie eine Liste jener Wappen aus der Luxemburger Geschichte an denen sich Lenertz, Loutsch und Co, die Autoren der Gemeindewappen inspiriert hatten. Aus dem letzten Projekt entwickelt sich dann mein grösstes Projekt “Armorial Loutsch online“.

So ist es auch jetzt: Bei der Umsetzung des “Armorial Loutsch” wollte ich dem Leser möglichst viele Links bieten, nicht nur zu verwandten Wappen, sondern auch auf die Fachbegriffe. Dabei wurde mir bewusst, dass im Text doch reichlich viele Ausdrücke vorkamen die einer Erklärung bedurften (z.B. vergette) oder wo ich es wünschenswert fand, dass das Vorkommen gezählt würde (z.B. epis). In der Konsequenz habe ich das Lexikon weiter aufgebohrt. Das wiederum machte mir klar, dass eine eingehende Beschäftigung mit der Heraldik einen früher oder später auch nötigt, sich mit der umfangreichen und leider auch widersprüchlichen Theorie der Heraldik zu beschäftigen. Wohl kam er mir schon früh der Gedanke, dass ein Webauftritt zur Heraldik auch einige Beiträge zur theoretischen Heraldik bereithalten müsste. Einerseits reizte es mich schon, meine ganz persönliche “Einführung in die Heraldik” zu schreiben, andererseits fragte und frage ich mich: Wozu? – Es sind, auch im Netz wirklich hinreichend viele Einführungen zu dem Thema verfügbar, nicht zuletzt die Artikel auf Wikipedia! So dachte ich.

Leider entdeckte ich dann aber auch, dass bestimmte Begriffe doch nicht so selten sind wie ich Michel Pastoureau glauben wollte, so dass sie nicht behandelt werden müssen. Also doch ein Einstieg in die Theorie? Bloß, wann sollte ich diese Beiträge zur Theorie schreiben, ich finde ja knapp die Zeit die Wappen zu zeichnen und ordentlich zu beschriften? Da verfiel ich auf den Spruch:

Lieber gut kopiert, als schlecht selber geschrieben

Also schaute ich mir erst mal an, wie andere das machen. Der geschätzte Auftritt Blason Armoiries von Hervé Dupuis hat es auch so gemacht, er bediente sich bei folgendem Werk: “l’Alphabet et figures de tous les termes du blason” von L.-A. Duhoux d’Argicourt — Paris, 1899. Also bei einem vermutlich schon länger als 70 Jahre verstorbenem Autor. Da fiel mir ein: google und co. digitalisieren doch diese Werke der Vergangenheit, dieses oder ein ähnliches Buch müsste doch im Netz zu finden sein?! So stiess ich erst mal auf:

  • Pautet du Parois, J. F. Jules. Nouveau manuel complet du blason ou Code héraldique, archéologique et historique…. 1854.
    Source gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France

Das Resultat ist erschreckend, die Fehlerquote beim Digitalisieren ist viel höher als ich es erwartet hätte. ich zitiere mal kurz aus dem Werk, unbearbeitet, so wie ich es runter lud:

La Hollande a béni le nom de votre père Ce philosophe Roi , poèt Qui descendit du trône où le poité: ta gu- èrre D’amourç4yironnésv Et le grand empereur, l’Itiiigu.ste de notre àg se penche et ‘sourit , et sur votre_ ber’ rêve dans son coeur un subliine 11&Itagé-, Son ceil est un flambeau : – Son regard semble. allé r jus:quéS au fond ‘des e croit voir son étoile à orage pà1i’ 11 vous regarde et dit en pénétr Règne dans l’aveniii. Et celle qui porta la pourpre impériale Et s’en montra si digne auprès,- de.PE nut en elle , à son Sou ange protecteur ; . -votre .berceau quelle sple le auréole autour de votre Combien de noms brillants , d’ un éclat m Vous a.ecompa” gneront.

Und das ist noch aus dem Vorwort, der Widmung an Napoleon III, einem Fließtext in üblichem Französisch. Damit kommen die Texterkennungssoftware eigentlich am besten klar. Hier könnte man aber mit handelsüblichen Rechtschreibprogrammen, etwa einem Officeprodukt die Qualität von Hand nachbessern. Bei der Güte der Erkennung würde dies zwar schon recht zeitaufwendig aber möglicherweise noch im Rahmen bleiben. Schlimmer ist es wenn sich die unüblichen heraldischen Begriffe, oder eben die Eigennamen häufen, etwa bei einem Werk wie dem Renesse. Dieses speziell zur Rückwärtssuche entworfene Armorial1 des belgischen Freiherrn Theodore de Renesse2 ist auch so schon schwierig zu handhaben, in dieser elektronischen Fassung aber völlig unbrauchbar.
Und so machte ich mich auf die Suche nach etwas besserem und wurde in Luxemburger Nationalbibliothek fündig: É. SIMON, de Boncourt war jetzt kein Belgier sondern Franzose, genauer ein Lothringer aus Bar le Duc. Er veröffentlichte 1885 ein kleines Büchlein, genau richtig für meine Zwecke:

GRAMMAIRE DU BLASON

OU LA SCIENCE DES ARMOIRIES MISE A LA PORTÉE DE TOUS A L’USAGE DES ARCHITECTES, PEINTRES, ARCHÉOLOGUES TOURISTES, AMATEURS, CURÉS, INSTITUTEURS, COLLÈGES, SÉMINAIRES, ETC.

Die vorangehende Zeile ist der Untertitel.


Erstaunlicherweise war das Buch, trotz seines Alters in der Nationalbibliothek ausleihbar und ich hab zugegriffen! Nachdem ich es eingescannt hatte, liess ich Omnipage 17 die Texterkennung durchführen und war angenehm überrascht! Selbst die heraldischen Fachausdrücke erkannte Omnipage fast mühelos.
Obwohl der Inhalt jetzt nicht in allem für bare Münze genommen werden kann3, aber sein Aufbau ist gut gegliedert, übersichtlich und leicht nachzuvollziehen. Da er mit einem eigenen Kapitel auch stark auf die Oberwappen eingeht, den Teil eingeht, den ich hier immer ausklammere, habe ich beschlossen sein Buch zur Gänze in wiesel.lu/heraldik zu integrieren. Es bekommt dort seinen Platz unter “Wappenkunst, einem Kapitel das ich mehr oder weniger der theoretischen Wappenkunde widmen will. Boncourt teilte sein Buch schon in zwei Teile4 und so werde auch ich es der Ladezeiten wegen aufteilen:

Selbstverständlich wird auch der de Boncourt von mir überarbeitet, die Zeichnungen neu erstellt und mit Links angereichert. De Boncourt selber verweist sehr viel quer in seinem Büchlein, natürlich mit Seitenangaben. Diese werden noch zu entfernen sein. Die Überarbeitung kann noch was dauern, Vorrang hat immer noch der Armorial Loutsch. Aber der Leser kann die Wiederauferstehung des Boncourt hier live verfolgen!
Gut, der Leser der sich öfter hierher verirrt könnte bemerkt haben, dass diese besprochenen Seiten schon länger, rudimentär bearbeitet online stehen, und zwar schon seit dem 2. Juni, so lange hab ich schon vor diesen Artikel hier zu schreiben. Das ist nun erfolgt, Also, viel Spass bei Lesen!

  1. eigentlicher Titel: Dictionnaire des Figures héraldiques []
  2. hier seine Nekrologie auf französisch []
  3. schreibt de Boncourt umstandslos plein für plain, und seine angegebenen Verhältnisse, immer ein Drittel des Schildes wären für die fasce, den chef etc. zu belegen, werden in der Praxis viel weniger orthodox gehandhabt. []
  4. eigentlich drei: Er fügte dem Werk noch ein Lexikon an. Auf genau dieses habe ich es eigentlich abgesehen []

Halbjahresbilanz und Ausblick

Wie zu Beginn des Jahres versprochen, habe ich keine weiteren heraldischen Projekte mehr verfolgt als dieses eine und es konnten gute Fortschritte erzielt werden. Jedenfalls fühle ich jetzt schon die geistig befreiende Wirkung der Erwartung des nahen Abschlusses. Im Augenblick sind nur noch 62 Wappen zu zeichnen, nach den augenblicklichen Berechnungen wären folglich von 3766 bekannten Wappen (davon 827 Varianten, Brisuren etc.) schon 3704 gezeichnet das entspricht 98.35%! Wir sind also nahe dran! Die folgende Graphik veranschaulicht noch mal den Fortschritt:

Da inzwischen viel weniger Wappen noch zu zeichnen sind, als bereits hochgeladen wurden, habe ich zum besseren Überblick ein Code Schnipsel in PHP eingefügt, wo der Leser sich nur die noch nicht erstellten Zeichnungen anzeigen lassen kann.

Die genauen Zahlen habe ich zwar festgehalten, erspare ihren Anblick aber dem Leser. Die unterbreite ich dann, wenn ich das Projekt als abgeschlossen ansehe, was ja nun nicht mehr lange dauern dürfte. Nur soviel: am 10 Januar stellte ich folgende Berechnung an:

Wenn ich davon ausgehe, dass es bei im Schnitt 5 Wappen am Tag bleibt, es insgesamt 3750 Wappen gibt (…) bleiben 855 Zeichnungen anzufertigen, wäre das Projekt in 171 Tagen = 5.71 Monaten abzuschliessen.

171 Tage nach dem 10. Januar verhiesse uns den Stichtag 29. Juni, wir wären also noch im Zeitplan. Den Schnitt von 5 Wappen pro Tag konnte ich natürlich nicht einhalten, er liegt wieder bei etwa 3.5. Das Wetter ist, ausser Tagen wie heute, viel schöner und ich verbringe meine Freizeit wieder stärker in der freien Natur und weniger zeichnend am Computer. Auch muss, wie schon gelegentlich angesprochen für die letzten Wappen mehr Aufwand betrieben werden, denn ich liess sie nicht zufällig bis zum Schluss liegen.

Einer der Punkte ist der, dass ich von einigen gar nicht weiss/oder wusste, wie sie ausgesehen haben könnten, weil mir eine gute Vorlage fehlt, Loutsch gab nur die Blasonierung an. So tauchen immer wieder heraldische Begriffe auf, die etwas esoterischer sind (z.B. morné, oder vivre) und die ich gar nicht in meinem Lexikon führe, und zudem so leicht in den gängigen online verfügbaren Sammlungen finde!

Ausblick

Um diesem Problem zu begegnen, muss ich mich notwendigerweise auch mit den bislang gemiedenen esoterischeren Büchern früherer Jahrhunderte beschäftigen. Denn auch wenn ich mich den moderneren Autoren wie Michel Pastoureau anschliesse dass das Wappenwesen von diesen Relikten befreit gehört, in den Quellen findet man diese Begriffe noch und sie müssen daher auch erklärt werden. Man findet viele dieser Bücher aus dem 19.JH, deren Copyright ja abgelaufen ist inzwischen digitalisiert im Netz. Leider kann man sie dort dann nur in Auszügen lesen, oder in einer schauderhaften, fehlerdurchwogten Fassung. Beides ist für den Leser aber unbequem. Ich liebäugele daher mit der Idee, selber solche Werke zu digitalisieren! Das könnte ein Anschlussprojekt werden, ich will mich hier aber noch nicht festlegen ob ich das wirklich angehen werde.

Armorial Loutsch online wird ohnehin nicht abgeschlossen sein, wenn die 62 noch fehlenden Zeichnungen hochgeladen sind:

  • Viele neuerstellte Wappen müssen noch beschriftet werden (z.Z. 572)
  • diese müssen auch noch getaggt werden (Mediatags), damit sie von der Statistik erfasst und z.B. im Lexikon unter Vorkommen aufgeführt werden
  • Und es steht noch das “Big Review” an, wo alle Zeichnungen, alle Mediatags und alle Beschriftungen noch mal überprüft werden.

Letztere habe ich schon angefangen, unter “Umsetzung” wird der Leser über den Fortschritt informiert, er liegt z.Z. bei 227 überprüften Wappen, das sind 6.03%.

Neben den oben genannten Aufgaben möchte ich mich, nach Abschluss von ALO vornehmlich der lange zurückgestellten Beschäftigung mit dem Thema “Wappenkunst” widmen. Im Augenblick sehe ich hier zwei Aufgaben für dieses Thema die beleuchten werden sollten:

  1. Die Theorie: Wie sind Wappen eigentlich aufgebaut, oder wie sollten sie aussehen? Stichwörter: Einführung in die Heraldik/Wappenhandbücher/Literatur/Wappenlexikon.
    Besonders die Pflege des letzteren müsste intensiviert werden, denn auf Begriffe aus dem Lexikon wird jetzt verstärkt in den Wappenbeschreibungen verwiesen.
  2. Die Praxis: Wie kann ich selber Wappen zeichnen oder gar entwerfen? (Anweisungen zum Zeichnen mit GIMP/Bereitstellen von Vorlagen)

Versuch zur Verbesserung der Qualität bei Quellen und Links

Beim Bereitstellen des 3000. Wappen kündigte ich ja bereits an dass ich mir seit längerem Gedanken mache, wie ich nicht nur die Masse der hier vorgestellten Wappen vergrössern, sondern auch die Qualität des Dargebotenen verbessern könnte. Diese Gedanken treiben mich zwar seit längerem um, die Einzelaufgaben habe ich auch bereits als Projekte formuliert, wusste mir aber nie so recht die Zeit für die konkrete Umsetzung zu nehmen. In den letzten Tagen habe ich mir, angeregt durch ein Telefongespräch mit Michael Schroeder hierzu einige Gedanken gemacht, die ich den Lesern nun mitteilen will:

Um dem Leser langfristig mehr bieten zu können, als nur die Zeichnungen der Wappen aus dem “Armorial Loutsch” mit den Wappenbeschreibungen, sind ein paar zusätzliche Arbeiten erforderlich.
Die französischen Blasonierungen sind für den Laien schwer zu verstehen und ich bekomme öfter von Lesern zu hören, dass sie sich zwar für die Zeichnungen und die Geschichte die dahinter steckt begeistern können, die Fachsprache sie aber abschreckt sich mit der Heraldik zu beschäftigen. Genau das haben die standesbewussten Esoteriker die seit dem Ende des Mittelalters im Wappenwesen tonangebend waren vermutlich auch erreichen wollen. Doch auch wenn moderne Heraldiker versuchen den Wust an Fachausdrücken zurückzuschneiden, dessen Nichtbeherrschen einst wappenführende Emporkömmlinge entlarven sollte, ohne Blasonierung kommt die Heraldik in Luxemburg nicht aus. Damit es aber leichter wird diese Texte zu lesen schwebt mir als mein Beitrag zur Demokratisierung der Heraldik schon seit längerem vor, dass die Ausdrücke alle verlinkt wären: der Leser klickt bei einem Begriff in der Beschreibung einfach auf diesen und kommt auf eine Seite im Lexikon wo dieser dann erklärt wird.

Beim Hauptprojekt sind nun zwei sich ergänzende Arbeiten nötig:

  1. In einer großen Textdatei (nicht online!) sind mittels einem Texteditor alle Fachausdrücke mit Links zu versehen.
  2. Damit dadurch keine Links entstehen die ins Leere zeigen, müssen einzelne Artikel im Lexikon erst angelegt werden, z.B. der zu den marques de marchand.

Die erste Aufgabe erledige ich mit einem Texteditor, hierbei benutze ich schlicht das Feature “replace”1 grob gesagt:

Weil ohnehin diese Textdatei zu überarbeiten ist, will ich mich bei der Gelegenheit dran begeben bei jedem Bild die Quelle explizit anzugeben. Bislang behalf ich mich mit dem allgemeinen Hinweis unter /heraldik/quellen, dass wenn nichts anderes angegeben wäre, das Wappen dem Loutsch entnommen wäre. Da ich vermute dass die meisten Leser nicht über meine Startseite sondern via Suchmaschine direkt zu den Wappen kommen (ganz viele über Google images), bekommen sie das so aber nicht unbedingt mit! Es soll dadurch auch besser kenntlich werden, welche Texte von mir sind, und wo ich andere nur zitiere, indem Zitate in

Blockquotes

gesetzt werden. In dem Zusammenhang will ich auch darauf hinweisen, dass ich letzte Woche auch eine Seite für ein paar Angaben zu einer weiteren wichtigen Quelle, dem Armorial Communal du Grand-Duché bereitgestellt habe.

Zur zweiten Aufgabe ist zu sagen, dass mein Lexikon ursprünglich auf jenem Kurzaufriss heraldischer Begriffe basiserte den Dr. Loutsch seinem Armorial 1974 beigefügt hatte. Er hielt diesen erfreulich kurz, schliesslich bot er kein Handbuch zu Wappenkunde sondern eine Wappensammlung an, also nahm er nur jene Begriffe auf die in seinem Buch auch wirklich vorkamen und liess zudem jene weg, wo der Begriff in der Fachsprache auch nicht viel anders ist als in der französischen Alltagssprache. Was sollte er seinem frankophonen Publikum auch erklären was ein cerf (Hirsch) oder chien (Hund) wäre? Mein Anliegen ist etwas anders gelagert und daher bin ich nun dabei, das Lexikon mächtig aufzubohren! Denn:

  1. wende ich mich an ein Publikum, dem die deutsche Sprache leichter von den Lippen geht und
  2. eröffnet mir dieses Vorgehen die Möglichkeit eine zentrale Sammelstelle für Informationen zu dem betreffenden Begriff einzurichten, etwa statistischer Natur (wie oft kommt der Begriff vor), Literatur- und andere Verweise, oder eine Stelle um Hilfestellung beim Zeichnen zu geben.

Diese Arbeiten werden einige Zeit dauern, und natürlich die Gesamtumsetzung des Projektes verlangsamen. Dafür werden in den kommenden Wochen viele Seiten zum Lexikon dazu kommen und andere überarbeitet werden. Da man in WordPress den Pages nicht so leicht wie den Posts ansieht dass welche hinzugekommen sind, habe ich vorübergehend ein zusätzliches Widget “vor kurzem überarbeitet” der Sidebar angefügt.

  1. ich ersetze also z.b. den String ” fasce ” durch “<a href="/heraldik/lexikon/fasce">fasce>/a&glt; “. Schwierigkeit: es sind recht viele, und im französischen sind noch Mehrzahl und weibliche Form zu berücksichtigen. Ausserdem folgende Punkte, Kommas, Semikolons etc []

Fünf sehr einfache Wappen

Also, eigentlich sind es nur vier, ich habe aber noch die Variante des Wappens der Brouchoven, nach ihrer Erhebung in den Adelsstand, durch ein Patent des Kaisers Rudolf, gegeben am 10 Februar 1607 zu Prag, zugefügt.

Mein Heraldiklexikon ist zur Zeit inhaltlich gesehen de facto noch kaum mehr als eine Abschrift von Dr. Jean-Claude Loutsch’s Liste von Begriffen, die er 1974 in seinem berühmten Armoirial du Luxembourg angab. Darin erwähnt er, zur Illustration einiger Begriffe, ein paar sehr einfache Wappen, in denen die Begriffe Anille, Aigle und Bande vorkommen.
Hier wären die denn mal:

Umorganisation Heraldik Lexikon

Meine Heraldikseiten sind, wie ich aus den Logs lesen kann, inzwischen ein größerer Publikumserfolg als die Hesperkutsch. Darum habe ich beschlossen, ihnen einen eigenen Ordner der Ebene 1 zu spendieren. Zuvor rangierten sie unter /interessen/ .

Leider habe ich im Übereifer auch die alten Texte mit gelöscht, was aber nicht so schlimm ist, sie waren reichlich überholt. Am Anfang habe ich alles mögliche zusammen gestellt, und die Wappen der Luxemburger Gemeinden online zu stellen war sehr viel mehr meiner Jugendzeit geschuldete Ehrensache, denn Projekt. Inzwischen aber finde ich, der Auftritt sollte sich bewusst beschränken, und zwar auf die Heraldik in Luxemburg, wobei wir großzügig sind, das gesamte Gebiet des alten Herzogtum Luxemburg (bis 1794) mit einbeziehen wollen.

Somit ergeben sich zwei Schwerpunkte:

  1. Wappenkunde Luxemburgs
  2. Die Wappenkunst in Luxemburg

Unter dem ersten Punkt sehe ich folgendes: Sammlung aller bekannten Wappen in meiner Wappendatenbank, und ihre Zusammenstellung in Listen, wie die Mutter aller Listen, die Liste der Luxemburger Gemeinden und die folgenden:

Die Migration des Heraldiklexikons

Zunächst einmal, wurde auch das Wappenlexikon anders eingeordnet, es findet nun seinen Platz unter dem Überbegriff “Wappenkunst“.
Für das Wappenlexikon wurde eine neue Software geschrieben, so dass die Einträge im Wappenlexikon jetzt anders gespeichert und entsprechend ausgelesen werden: Zuvor standen alle Einträge in einer .csv Tabelle. Vorteil: kompakt und übersichtlich bei der Ersterstellung, Nachteil: Unflexible Handhabung beim Verbessern oder Erweitern. Nun sind alle Beiträge “Pages” und zwar Unterseiten der Seite /heraldik/wappenkunst/lexikon/. Die Vorteile:

  • Sie können nun, wie jede Seite, einfach über den Browser angesteuert und editiert werden.
  • Jeder Begriff hat nun seine eigene URL, dass eine fusée ein rautenförmiges Teil ist, erläutet nun die Seite /heraldik/wappenkunst/lexikon/fusee/ und nicht länger /heraldik/wappenkunst/lexikon/?terme=fusee
  • Die WordPress-Suchfunktion kann nun den Inhalt der Beiträge finden, sie sind Einträge in der Datenbank und stehen nicht mehr abseits in einer externen .csv Datei.

Warum habe ich das nicht schon lange vorher gemacht? Nun,

  1. hatte ich keine Lust 181 Seiten von Hand anzulegen, und
  2. fürchtete ich, das “Page” Menu würde dadurch stark unübersichtlich werden

Problem 2, lässt sich so in den Griff kriegen, dass man die Seite bei wp_list_pages ausschliesst. Mit dem Flexible Page Widget geht das wunderbar!

Und für Problem 1) habe ich mir ein Script überlegt, das die Seiten mit
<?php wp_insert_post( $post ); ?>
automatisch anlegt. Die anderen Werte (wie die deutsche Übersetzung, die Illustration, etc.) werden als Custom fields angelegt.

Media Tags könnten helfen

Wenn ich meinen Log’s glauben darf, ist wiesel.lu inzwischen für zwei Sachen berühmt:

Zu letzteren gehört auch meine Sammlung von Wappenfiguren “die Meubles”. Ich zeichne diese Figuren nach und nach und lade sie dann hoch, wo sie dann in einer Gallery angezeigt werden.

Problem: sie liegen dort kreuz- und quer, Sterne neben, Löwen; pelican neben der quatrefeuille, dem ancre, der quatrefeuille tigée, der balance, oder der Crosse d’Abbé, diese wiederum neben der aigle eployée und diese neben der croix ancrée, halt in der Reihenfolge wie ich sie zeichnete.

Wenn ich (und wohl auch der Leser) mal eine bestimmte Figur suche, weiß ich gar nicht, wo anfangen! Vor ein paar Monaten, hatte ich mir mal die Mühe gemacht und die Bilder etwas geordnet. Dazu benutzte ich die eingebaute Funktionalität der Gallery, mit der man die Bilder in eine bestimmte Reihenfolge bringen kann. Aber erstens sind inzwischen wieder viele dazu gekommen und zweitens ist diese Flash-Funktion von WordPress nicht unbedingt einfach zu bedienen und auch nicht stabil, wenn es ein paar mehr Bilder werden…

Ein zweiter Lösungsansatz war, neu erstellte Bilder ins Lexikon aufzunehmen. Aber auch das bedeutet, doppelter Aufwand: Die Beschreibungen müssen dann sowohl zum Bild, als auch in der Lexikontabelle erstellt werden!

Abhilfe verspreche ich mir jetzt von dem Plugin Media Tags 2.0 vom Codehooligan Paul Menard aus Austin, Texas. Google half mir ihn zu finden. Das Prinzip ist ganz einfach: jedes Bild kann mit mehreren Tags (so Schildchen) markiert werden. Z.B. wäre der Pelikan
[demo_attach_link id=”3421″ size=”thumbnail”]

sowohl ein “meuble”, ein Vogel, ein Lebewesen, usw. Natürlich bedeutet dies auch einen gewissen Aufwand, so dass der Leser sich noch etwas gedulden muss, bis ihm die neue Ordnung zur Verfügung steht.