Bianca, der neue Hausserver

Letztes Jahr habe ich mir einen neuen Hausserver zugelegt, ich nenne ihn bianca wegen der weißen Farbe seines Gehäuses. Gekauft habe ich das Teil namens

Synology Disk Station DS209 Profi NAS Server – Workgroups

via Amazon bei Jacobs Electronik in Karlsruhe. Die NAS Disk Station hat, anders als der Name andeutet keine Festplatten eingebaut, also musste ich mir noch eine kaufen, und zwar eine

Western Digital WD10EADS Caviar Green 1TB interne Festplatte (3,5 Zoll, 7200RPM, 32MB Cache, S-ATA)


Die Synology Disk Station DS209 bietet auch einen Webserver samt PHP und MySQL an, so dass ich am 10. Januar dieses Jahres eine WordPress Instanz noch zufügen konnte. Bianca dient seither als Haustagebuch, nein eher als Testgerät, denn zum regelmässigem Tagebuchführen bin ich zu faul. z.Z. lauft auf bianca z.B. bereits WordPress 3.0 beta.

Dadurch ergeben sich jetzt zwei Dienstzugangspunkte für den Webbrowser der auf bianca zugreifen will:

  1. http://bianca:5000/ öffnet die Oberfläche zur Verwaltung der Synologie Disk Station, derweil
  2. ein einfacher Aufruf von http://bianca einfach das Tagebuch anzeigt.

Notwendig und zum Glück auch hilfreich war allerdings die Konsultation des Synologie Wikis.

Schon wieder Ärger mit 1und1

Mit meinem DSL Provider hab ich kein Glück! Nachdem ich nach Deutschland umgezogen war, hatte ich im September 2007 mit 1und1 einen Vertrag abgeschlossen, die erst nach einigen grösseren Problemen dann ab 21. November ihren Dienst auch aufnahmen. Seit dem 2. Juli nun ist meine DSL Verbindung nun unterbrochen und 1und1 hat das Problem immer noch nicht behoben! Was war passiert?

Am Mttwoch den 2. Juli muss es im Raum Langsur ein Gewitter gegeben haben. Ich bin kein Augenzeuge, ich lief befand mich zu dem Zeitpunkt auf meiner Radtour in Bayern. Als wir am Montag den 8. Juli wieder zuhause waren und ich mal schnell meine Emails abrufen wollte, bemerkte ich erst dass der Browser die Inhalte nicht anzeigen konnte, und dann die blinkende Diode der Fritzbox, welche anzeigt dass die Digital Subscriber Line gestört ist. Gut, Fritzbox neugestartet und Nachbarn befragt. So erfuhr ich vom Gewitter, und dass überall in der Strasse der Strom weg war. Jetzt wollte ich 1und1 anrufen, doch oh Weh! Das Telefon funktioniert ja auch nicht!

Es ist nämlich so, dass ich bei 1und1 ein sogenanntes Komplettpaket DSL und Telefonflat gebucht hatte. Und das war am 06.06.2008 ganz nach 1und1 portiert worden, so dass mein Telefon zwei Wochen nicht funktionierte. Da schon musste ich mich bei 1und1 fürchterlich aufregen bis sie mir eine zufriedenstellende Antwort gaben undich es wieder in Gang bringen konnte. Der Grund: Dachte ich “Inklusive Internet-FLAT: unbegrenzt surfen. Inklusive Telefon-FLAT (für Privatkunden): rund um die Uhr kostenlos ins deutsche Festnetz telefonieren (bei 1&1 Surf-FLAT 2.000 kostenlos im 1&1 Netz telefonieren, ins übrige deutsche Festnetz 2,9 ct/Min.).” heisse “wir erbringen DSL-Internetdienst und Telefondienst“, so musste ich erfahren dass das zumindest in meinem Fall heisst, wir stellen ihnen Internettelefonie zur Verfügung. D.h. keine DSL = kein Telefon, kein Fax.

Aber wie das nun 1und1 mitteilen dass sie was machen sollen? Mein Urlaub würde noch bis Montag den 14.7 dauern, solange würde ich nicht den Internetdienst meines Arbeitgebers zu dem Zweck nutzen können und das nächste Internetkaffee ist in Trier! Telefonzellen gibt es auf dem Land gar keine mehr, sondern nur noch Kartentelefone wo die gesamte Nachbarschaft zuhören und sich kapputtlachen kann, wie man sich durch den Sprachkomputer quält. Und eine Telefonkarte hab ich sowieso kein.

Also musste ich es mit meinem Mobiltelefon versuchen. Da meine Telefonkontakte (Vereinskollegen, Arbeitskollegen) alle in Luxemburg arbeiten ist das logischerweise auch ein Luxemburgischer Anbieter (Tango). Und anscheinend macht der Zicken, wenn ich versuche eine Dienstnummer mit Sondertarif anzurufen (wie das Festnetztelefon meines Arbeitgebers übrigens auch). Einzige Ausnahme: die Bestellannahme von 1und1 (?!) Allerdings musste ich fünf mal anrufen, bis ich eine Mitarbeiterin überzeugt bekam, dass dies meine einzige Möglichkeit ist und sie mich durchstellte. Die anderen wollte nur immer nur andere Nummern andrehen, ein gewisser Micheal Keller machte mir sogar Vorhaltungen, dass es ja wohl mein Problem wäre wenn ich meinte “weil es billiger ist, oder was weiss ich?!” mir keinen deutschen Mobilfunkvertrag abschliessen wollte. Soll ich, extra weil 1und1 (mittlerweile) öfter mal ausfällt also künftig mit drei Handies durch die Gegend laufen (+ Diensthandy) ?

Dann begab ich mich nach Wasserbilligerbrück, dort im alten Zollhaus gibt es noch einen öffentlichen Sprechapparat der Telekom. Leider auch nur mit Karten. Aber die Dame von der Tourist Info war so nett und liess mich telefonieren, teilte mir auch mit dass sie (Telekomkunden) auch zwei Tage kein Internet hatten, die Telekom diese Störung aber, ohne dass sie tätig werden mussten diese wieder behoben hatte. Dann rief ich noch mal 1und1 an, und kam diesmal gleich an einen sehr kompetenten Mitarbeiter, der informierte mich über Details meines Vertrags und dass 1und1 die Leitungen nicht auf Funktionstüchtigkeit überwache sondern erst auf Kundenklagen hin aktiv wird.

Und seit dem 8. Juli ist 1und1 nun dran. gleich am Montag fand ich eine Email vor, man hätte versucht mich telefonisch zu erreichen (haha). Ansonsten gab der Tag Anlass zur Hoffnung: Per Email versprachen sie einen Technikereinsatz für Mittwoch, nur um gleich am Dienstag wieder abzusagen. Eigentlich ja zu begrüssen, wenn sie wenigstens absagen, jedoch haben sie trotz meiner bis heute morgen immer wieder, neu eingereichten  Terminvorschläge sich noch nicht gemeldet ausser um mir mitzuteilen.

Betreff:
Re: Fwd: Re: C********* Ihre DSL-Störung bei
der 1&1 Internet AG
Datum: Tue, 22. Jul 2008 10:36:13 +0200

Sehr geehrter Herr Dipl. Ing. Erpelding,

Ihr Sachverhalt wurde an die entsprechende Abteilung bereits weitergeleitet und befindet sich weiter in Bearbeitung.

Mit freundlichen Grüßen

********
Kundenservice

Seltsam. Normalerweise fühle ich mich ja geschmeichelt, wenn sich jemand an meinen akademischen Titel erinnert, aber hier klingt es wie Hohn! Ich muss mal versuchen, das Teil aus der Datenbank wieder zu löschen. Letzten Mittwoch musst ich also schon wieder (per Einschreiben) eine Frist von 14 Tagen setzen.

Freitag versuchte ich noch, ihr Herz zu erweichen mit folgender Mail:

Datum: Fri, 18 Jul 2008 08:45:35 +0200
Von: “Daniel Erpelding” <d.erpelding@gmx.net>
An: support@1und1.de
Betreff: Re: ********** hre DSL-Störung bei der 1&1 Internet AG

Liebe Leute von Kundendienst (Kundenservice), Unterstützung (Support) etc,

Ich möchte höflich mal nachfragen, ob sie heute noch was in meiner Sache unternehmen, oder ob sie auch diese Woche ungenutzt verstreichen lassen wollen?
Zur Erinnerung, da ich ja mittlerweile weiss, dass die Mails die man zurückschreibt nie vom selben sondern stets von einem anderen Mitarbeiter von 1und1 bearbeitet werden, der das Rad dann jedesmal neu zu erfinden hat, Seien Sie sich meines Mitleides versichert, ich weiss Sie persönlich, werter mir noch unbekannter Erstleser können nichts dafür:

– Kundennummer: **********

– 2.7.2008 um 20:31, Erstes Auftreten der Störung: Weder Telefon noch DSL funktionieren. An dem Tag gab es heftige Gewitter, vermutlich ist einer oder mehrere Dienstzugangspunkte bei der Telekom vom Blitz getroffen worden – Telekomkunden aus meinem Dorf hatten auch Ausfälle zu beklagen

Seither starte ich jeden Tag die Fritzbox neu, doch täglich blinkt die Leuchtdiode (keine Syncronisation möglich)

– Meldung der Störung durch mich: am 8.7.2008 unter widrigen Umständen, denn ich kann nur diese Internetverbindung (= email) nutzen, sowie ein ausländisches Handy +352.691.******
-14.7 Wir vereinbaren Technikerbesuch zum 16.7.
-15.7: Sie sagen ab, vereinbaren aber keinen Ausweichtermin

Bitte melden Sie sich umgehend bei mir, denn ich habe Ihnen bereits per Einschreiben eine Frist gesetzt, meine Geduld geht zu Ende!

Arbeiten mit Irfan View

Da hab ich jetzt mal einen sinnvolle Gebrauchsanweisung1 für Irfan View gefunden, sowas suchte ich schon lange!
IrfanView ist bekanntlich eine Freeware zur Bildverarbeitung, welche vielleicht nicht besonders ausgefeilt ist und auch kein schönes Preview ergibt, aber ein paar Vorteile hat sie schon, vor allem fürs Arbeiten im WEB:

  • dass sie schnell aufstartet (anders als Photoshop)
  • und vieles sich über Tasten regeln lässt
  • und Stapelverarbeitung beherrscht, man also eine bestimmte Operation (z.B. Bildgrösse reduzieren) gleich auf mehrere Dateien zugleich anwenden kann
  1. Edit 6.1.2015: Sie war unter http://www.igfsek2.de/HtmlKurs/irfan-htm/irfan.html zu finden, heute nicht mehr []

1und1: jetzt funktioniert es!

Die Fairness gebietet mir, nachdem ich mich über meinen DSL Provider wegen Nichterbringen des bestellten Dienstes beklagt hab, nun auch zu berichten dass seit gestern die DSL funktioniert. Kurz nach 12:00 rief eine automatische Stimme bei uns zuhause an und quäkte einen kryptischen Text. Sofort ausprobiert: immer noch kein DSL. Wenige Minuten später ein Anruf eines Technikers von der Telekom, siehe da, worauf wir mehr als einen Monat gewartet hatten war eingetroffen: die Fritzbox hörte auf zu blinken und es war möglich eine Internetverbindung über DSL zu bekommen.
Abends hab ich dann gleich mal alle Updates gemacht, die nun schon seit bald 2 Monaten nicht mehr möglich gewesen waren…

Wie von 1und1 gewünscht schrieb ich ihnen eine kurze Mail dass alles nun zu klappen schiene und siehe da: jetzt erhielt ich denn auch gleich Antwort! Von der Rechnungsabteilung die mir ungefragt 2 Monatsmieten erlassen will! Es ist natürlich zu früh schon dem Wunsch des Autors dieser Antwort nachzukommen und schon von einem wiederhergestelltem Vertrauen zu sprechen, aber die prinzipielle Bereitschaft finanzielle Entschädigung leisten zu wollen muss ich auf jeden Fall als guten Willen anerkennen und ausdrücklich loben!

Ab sofort: Linux auf meinem Desktop Computer

Meinem Vereinsbeitritt zu Linux Luxembourg musste ich irgendwann Taten folgen lassen: Am Samstag morgen erklärte ich meinen ehemaligen Hausserver “Mulles”, zu meinem neuen Desktop Computer. Denn nachdem ich vor drei Wochen meinen FSG Router-Fileserver in Betrieb nahm, wurde auch der Hausserver überflüssig. Ich hoffe nun auf Senkung der Energiekosten.
Ich erlöste Mulles also von seinem Dasein als, auf den Speicher verbanntem Fileserver, schlachtete ein paar ausser Betrieb gesetzte, bzw. herabgestufte alte Rechner aus, spendierte Mulles:

  • die nachgerüstete bessere Graphikkarte (mit DVI-Anschluss) aus meinem alten Windows-Rechner (gekauft: 2002) der mir mit seinem Krach schon lange auf den Geist ging
  • einen Satz USB-Anschlüsse für die Frontplatte.

Die grosse Western Digital Festplatte (250 GB) musste der Ex-Fileserver dagegen abgeben, sie wurde in ein Gehäuse mit USB Anschluss verbracht und wird künftig für Backup-Zwecke zum Einsatz kommen. Mulles wurde mit einem Racksystem ausgerüstet, so dass ich die Festplatte mit dem Betriebssystem schnell austauschen könnte.1.

Dann spielte ich das neue Betriebssystem auf: Ubuntu 7.04 mit dem klingendem Namen “Feisty Fawn” (angriffslustiges Rehkitz). Die Installation verlief echt problemlos. Auf die Hilfe von Ubuntu brauchte ich bislang nicht zurückzugreifen, aber es gibt ja noch einiges zu tun. Das Vorgehen:

  1. Die DVD eingelegt. Der Rechner startet und nach längerem (5 Minuten) Geruckel meldete sich ein bereits voll lauffähiges Ubuntu.
  2. Nur noch auf Install gedrückt und ihm erklärt dass Ubuntu die gesamte 20 GB Festplatte haben kann (ich betreibe ein Hausnetzwerk: die gemeinsamen Dateien liegen alle auf dem Fileserver, somit konnte ich eine ältliche WD wiederverwenden.
  3. Passwort festgelegt, und
  4. Nach dem Booten war das System schon einsatzbereit. Nun musste nur noch mittels des Menuaufrufs “places->connect to Server” eine Verbindung mit dem Samba Fileserver auf meinem FSG hergestellt werden. Es ist zwar etwas seltsam, dass sich nun zwei Linux Rechner mittels eines Windows Protokolls verständigen*g*

Warum jetzt dieser Schritt?

Demnächst wird Microsoft versuchen sein neustes Produkt “Vista” zum Maß aller Dinge zu machen, neue Gebühren werden wieder fällig werden, etc. Mein Windows Rechner war nun schon reichlich getagt, ich wollte einen neuen kaufen und überlegte. Wozu brauche ich, nun da ich berufsmässig als Informatiker arbeite zuhause eigentlich noch einen PC? Wenn ich ehrlich bin, nur noch um:

  • zu surfen. -> der Firefox funktioniert auch prima unter Linux
  • ne DVD anzusehen. Hier hab ich noch keine sehr zufriedenstellende Lösung. Der Totem Movie Player kommt mit den meisten kommerziellen DVDs nicht klar.
  • Meine Mails abzufragen -> Mozilla
  • an meiner Homepage zu basteln -> ftp und mein Lieblingseditor laufen auch unter Linux
  • ganz selten mittlerweile: ein Textdokument zu erstellen -> OpenOffice ist bei der Standardinstallation schon mit dabei!
  1. Ich hab auch eine austauschbare Festplatte mit Windows XP bespielt. Diese hatte ich 1999 gekauft um meinen Pentium Rechner Oswald (gekauft 1997) aufzurüsten, der auch schon mal unter Suse Linux lief. Zu meiner grossen Freude konnte ich die Dateien zu meiner Diplomarbeit auf dieser Platte wiederfinden 🙂 Bis ich dieses System auf dem selben Rechner am Laufen hatte, verging mit all den Updates ein ganzer Tag! Und OpenOffice hab ich noch gar nicht installiert! Dagegen war die gesamt Ubuntu Installation innerhalb einer halben Stunde abgeschlossen. Fairerweise sag ich dazu allerdings auch: Das Runterladen der .iso Datei dauerte in meinem Fall auch 8 Stunden []

Mein Hausserver läuft noch

Nachdem ich mir vor zwei Wochen, von meinem bevorzugten PC Händler Mulles Gutenkauf die Bauteile für einen kleinen Hausserver hatte zusammenstellen lassen, bin ich jetzt erst endlich auf dem Punkt, dass ich sagen kann: der Server läuft!

Recht ordentlich ausgestattet für einen Fileserver, mit

  • Einem AMD Sempron
  • 1 GB an Arbeitsspeicherplatz,
  • Motherboard ASUS K8N
  • 200 GB Festplatte (Western Digital, hatte ich noch von einem früheren Projekt),
  • und einer Asus Graphikkarte
  • und als Betriebssystem Linux Mandriva Free Edition 2006

versagte der Rechner doch dauernd den Dienst?! Erst ein ausgiebiger Test mit Memtest zeitigte dann die folgenden Ergebnisse:

Mulles, dem zu Ehren der Computer in meinem Hausnetz nun auch diesen Namen trägt *g* tauschte mir am Samstag den Speicher denn auch anstandlos aus. Und welch eine Freude, den selber zusammengeschraubten PC dann ordentlich funktionieren zu sehen und (kaum) zu hören. Auf leise energiesparende Bauteile legte ich nämlich grossen Wert, auch wenn der Server auf der Mansarde vor sich hin surrt.