Jahresbilanz 2014

Irgendwie komme ich nicht dazu, meine öffentliche Jahresbilanz 2014 zu ziehen. Damit die Zahlen aber nicht verloren gehen, publiziere ich jetzt trotzdem, halte ich es ganz kurz.

Das Wachstum 2014 in Zahlen

Daten 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
Pages 597 567 553 340
Posts 531 452 371 290
Categories 11 11 11
Tags 71 61 51 /
Comments 200 162 127 /
Attachements 6421 5593 4971 3682
Bilder 6400 5577 4961 3678
Wappen 5276 4779 4476 3357

Da es nun das vierte Mal ist, dass ich diese Zahlen festhalte, können wir uns auch die Entwicklung des Wachstums betrachten, das ist anschaulicher.


Das Wachstum ist also konstant.

Entwicklungen 2014

Vom Anfang des Jahres bis zum Sommeranfang, erledigte ich in erster Linie liegengebliebenes aus früheren Projketen. Konnte einiges erledigen, aber nicht alles.
Ab Mitte des Jahres, widmete ich mich den Gemeindewappen aus Rheinland-Pfalz, erst mal nur die Zeichnungen.
Daneben, begann ich, jeden Monat ein neues Layout auszuprobieren.

Habe die Domain heraldik.be aufgegeben

Die Tage, an 3 Königstag um genau zu sein, erreichte mich folgende Mail:

Wir sind eine Grazer E-Commerceagentur und sind dabei unser Domainportfolio zu verkleinern, sodass wir aktuell auf der Suche nach Interessenten für die Domain – heraldik.info – sind.
Im Zuge unserer Recherche hinsichtlich potentieller Interessenten sind wir auf Ihre Seite unter der Domain www.heraldik.be gestoßen.
Sollte Ihrerseits Interesse am Ankauf der Domain bestehen, würden wir uns über eine Rückmeldung Ihrerseits freuen.

Kurz danach erhielt ich die Mitteilung, dass die Zahlungen für heraldik.be fällig wäre. Diese Domain hatte ich vor fast genau fünf Jahren eingerichtet, weil ich den Provider wechseln musste, und kurz mit dem Gedanken spielte, für den wachsenden Heraldikanteil von wiesel.lu einen eigenen Auftritt zu betreiben. Auf wiesel.lu hätte ich dann die anderen Themen mehr betonen können, und meine eigene Person auf den Heraldikseiten mehr zurück nehmen können. Heraldik.lu war mir zu teuer ;-)

Da ich zuvor die Studentengeschichte, mein inzwischen nur noch zweites grosses Thema, längst nach aachen.lu ausgelagert hatte und ich über mein Privatleben inzwischen wieder weniger gerne schreibe, erwies sich aber, dass ich ohnehin quasi nur noch zur Heraldik poste. Da lohnte sich der Aufwand für einen eigenen Auftritt nicht mehr und ich stampfte Heraldik.be wieder ein. Nur die Domain blieb.
Broken Link Checker wird mir nun sagen, wo ich überall noch heraldik.be Links habe, die werde ich korrigieren und der Ausflug ist endgültig Geschichte.

Hier nix kopieren, das mag ich überhaupt nicht!

Broken Link Checker fordert ein weiteres Opfer ein. Ich hatte mal die Seite eines franzöischen Ahnenforschers verlinkt, weil er seinerseits auf eines meiner Wappen bei sich verwiesen hatte. Broken Link Checker zeigte die Seite als “Timed out” an, sie liess sich aber ohne weiteres aufrufen. Dann tat ich etwas was ich nicht hätte tun dürfen: ich wollte mir den Quelltext anschauen und bekam einen bösen Finger gemacht:


Das ist dumm! Wer was von der Seite “klauen” will, bekommt es auch so, notfalls mit einem Screenshot. In diesem Fall war es noch einfacher, Ausdrucken war dagegen ja erlaubt:

Clou armorie-Trouvailles-Antan

Ich weiss nicht, ob der Autor sich bewusst ist, wie sowas an Leute mit lauteren Absichten wie mich wirkt? Mich schreckt das ab, ich habe die Seite natürlich sofort entlinkt.

Der Lehrstuhl für Geschichte der Technik existiert wohl nicht mehr

Aus den Augen, aus dem Sinn. Dabei lese ich fleissig immer die Alumni News1 und es ist mir doch entgangen, dass Professor Walther Kaiser vor mehr als zwei Jahren emeritiert wurde. An seinem Lehrstuhl für Geschichte der Technik hatte ich nicht nur einen Schein belegt, sondern auch eine Studienarbeit angefertigt und er war der einzige meiner Hochschullehrer mit dem ich mehr als an einer Hand abzählbare pro forma Gespräch geführt habe. Die RWTH Aachen war und ist leider eine Massenuniversität, der Student bekommt in der Regel von seinem Hochschullehrer kaum was mit. Selbst mit Professor Hosfeld, der doch immerhin meine Diplomarbeit mit seiner Unterschrift sanktionierte führte ich nur drei Gespräche, das Einstellungsgespräch und die Wortwechsel, besser meine artige Antwort auf seine freundlichen Fragen während des Dipomvortrags eingeschlossen (ich habe ihn dennoch in sehr guter Erinnerung, auch wenn ich kaum noch weiss, wie er aussah).
Erst der Brokenlinkchecker machte mich dadurch dass die Homepage seit einiger Zeit unerreichbar bleibt darauf aufmerksam, dass der gesamt Lehrstuhl verschwunden ist! Beim Lehr- und Forschungsgebietes Wirtschafts-, Sozial- und Technologiegeschichte der RWTH Aachen fand ich immerhin den Eintrag, was aus seinem Forschungsgebiet wurde! Auf der Seite http://www.wisotech.rwth-aachen.de/?page_id=3574 steht unter ehemalige Mitarbeiter:

Der Lehrstuhl entstand 1969 durch die Umwidmung der Professur für Europäische Geschichte, die von 1964 bis 1969 von Prof. Dr. phil. Albert Mirgeler (1901-1979) besetzt wurde. 2012 wurden auf das bisherige Lehr- und Forschungsgebiet Wirtschafts- und Sozialgeschichte die Aufgaben des bisherigen Lehrstuhls für Geschichte der Technik übertragen. Das Institut trägt seither die Bezeichnung: Wirtschafts-, Sozial- und Technologiegeschichte. Lehrstuhlinhaber der Technikgeschichte war von 1987 bis zu seiner Emeritierung Univ.-Prof. Dr. phil. Walter Kaiser.

Prof. Walther Kaiser dürfte einem grösseren Publikum bekann sein, als Autor des zweiten Teils des 5. Bandes der Propyläen Technikgeschichte: “Technisierung des Lebens seit 1945″.

Aber es sind noch weitere Lehrstühle verschwunden. Seite http://www.elektrotechnik.rwth-aachen.de/go/id/qsj der Fakultät für Elekrotechnik klärt auf:

Name Professur/Institut Kontakt
Universitätsprofessor i.R. Dr.rer.nat.habil. Thomas Bemmerl Lehrstuhl für Betriebssysteme www.lfbs.rwth-aachen.de/
Universitätsprofessor i.R. Dr.-Ing. Bernhard Hill Institut für Farbwissenschaft und Farbbildbearbeitung
thematisch fortgeführt in der gleichnamigen Forschungsgruppe)
www.ite.rwth-aachen.de/
Universitätsprofessor i.R. Dr. phil. Walther Kaiser Lehrstuhl für Geschichte der Technik  
Universitätsprofessor i.R. Dr.-Ing. Bernhard Walke Institut für Kommunikationsnetze
(thematisch fortgeführt in der gleichnamigen Forschungsgruppe)
www.comnets.rwth-aachen.de/

Ich verzichte darauf die Links zu setzen, die Seiten werden vermutlich eh bald abgeschaltet.

  1. eine Abschrift der Alumni News stelle ich gelegentlich auf http://www.aachen.lu/tag/alumni/ []

Der Broken Link Checker wird zum Einsatz kommen

Die Anzahl an Links die man so auf seiner Homepage hat, kann mit den Jahren schon ins ungeahnte wachsen. Zur Homepagepflege gehört natürlich auch, von Zeit zu Zeit zu überprüfen ob dereinst gesetzte Links denn noch zielführend sind. Zum Glück gibt es dafür einen Helfer, das Plugin Broken Link Checker von Janis Elsts1.
Als ich ihn im Dezember (re-)aktivierte, fand der doch glatt erschreckende 684 zerbrochene Links.


Ein genauerer Blick offenbarte dann aber zum Glück, dass es (auch) am Weihnachtstheme lag, welches mit der Angabe http://www.wiesel.lu/?p=1234 nichts anfangen kann, auch wenn es einen Beitrag mit dieser ID gibt. Unglücklicherweise hatte ich mir angewöhnt, bei bestimmten Beiträgen (vor allem Bilder/Wappen) diese Notation bevorzugt zu verwenden, weil ich schon öfter in die Verlegenheit gekommen war, dass ich der Übersicht halber einige Blätter und Äste verhängen musste, damit mein Baum schon ausgeglichen bliebe.
Nun, da ich gestern twentyfifteen aufgetzt habe, ist die Zahl zum Glück schon auf 363 zurückgegangen. Hierzu kann ich warten, bis WordPress das selber merkt, oder mit “Recheck” dieses erzwingen.

Ich kann schon mal ein paar Hauptverdächtige ausmachen:

  1. Interne Fehlerquellen: Bilder und Verweise auf diese aus der Zeit vor dem Providerwechsel. Bilder kann WordPress nicht sehr gut migrieren.
  2. Das Heraldikwörterbuch ist noch nicht so ausgebaut, wie ich gerne schon annehme. Hier werde ich einiges an Pages wohl noch anlegen müssen
  3. Vor 2010 setzte ich gerne externe Links, gerne auch auf Zeitungsartikel. Diese sind inzwischen aber entweder abgeschaltet oder verlegt.

Wird eine grössere Affaire werden und mich wohl ein paar Wochen beschäftigen.

  1. Verfügbar unter https://wordpress.org/plugins/broken-link-checker/ []

Twenty fifteen zum Neujahrstag

Zum neuen Jahr erklärte ich die Weihnachtszeit für beendet und wählte ein neues Theme. Weil WordPress kürzlich mit seiner neuen Version 4.1 “Dinah” ja auch ein neues Standardtheme mitgeliefert hatte wählte ich dann dieses.


Gut, was soll ich dazu sagen? Es ist ein Standardtheme und ein paar Sachen funktionieren dann natürlich besonders gut, etwa das Ausdrucken von Beiträgen ohne die Navigation.
Ich vermisse den Breadcrump und das Menu. Letzteres muss man selber einstellen, ich hätte aber gerne das Standardmenu, also meine Pages gehabt. Ansonsten ist es gut platziert. Später vielleicht mehr über dieses Theme.

Über die Schwierigkeiten bei der Digitalisierung

Kleiner Zwischenstand meiner Arbeiten am Ende November gestarteten Digitalisierungsprojekt Otto Titan von Hefner. Derweil ich mit dem Musterbuch erstaunlich schnell zu vorzeigbaren Ergebnissen kam, stocken meine Bemühungen um das für meine Zwecke viel interessantere Handbuch (1861). Am Text des Handbuches ist unglaublich viel mehr zu ersetzen als beim Musterbuch, es sind unglaublich viele Fehler vorhanden, obwohl der Text auf den ersten Blick ganz Ok ausschaut, und man glaubt, es würde reichen nur die Überschriften rauszustreichen und die Fußnoten einhängen zu müssen. Der Text ist so voller Fehler, dass die automatische Fehleranmerkungsfunktion von Word sich schnell für überfordert erklärt hat.
Der Urgrund liegt in den gewählten Schriftsätzen liegen, dann damals verwendeten die Deutschen noch nicht westliche Schriftsätze, sondern liebten ihre eigenen, was letztes Jahr ja auch Jean van Win so viele Schwierigkeiten bereitete (und dann mir). Beim späteren Musterbuch griff OTvH bereits auf einen lateinischeren Schriftsatz zurück, weshalb meine bevorzugte OCR Software Omnipage 17 hier relativ gute Ergebnisse brachte, beim Handbuch versagt sie! Es ist dabei nicht einfach so, dass das Buch nur einen altdeutschen Schriftsatz verwendet: wenn OTvH englisch, französisch oder lateinische Sätze zitiert, verwendet das Buch wieder den lateinischen Schriftsatz, was die OCR Softwares wohl völlig aus dem Konzept bringt.

Am besten gebe ich hierzu ein Beispiel; z.Z. bin ich auf Seite 19 (von 264!):

posting-Dig-OTVH-Beispiel

Das machte Omnipage 17 daraus:

Go bal Siegel .enn Sigmunb4 »on ($ erolbê ed, teaêgauer elbelê »om 2. 1265 (IV. 23), runb mit breietigetn mit Sd)inbeln befdten Sd)ilbe, borin ein getrônter Mye (rotb in Eilber, , Ed)inbeln Wou), unb ber Unie ftbrift: S . SIMVNDI . DE . GEROLTESECICE eider gebôrt aucb baê Siegel eine. ®rofen Don Dettingen (IV. 27) mit ber Umfdnift: t SIGILLVM COMITIS . DE . OTINGEH auê bem 2. 1220, tueld)eê innen einen Sffilb , fongruirenb mit ber Siegelform , entbd1t. Zer (blaue) Scbilb bat eine eine faffung »on eifenbûtlein ober $elèmert 2) (rotb unb gon)) unb borner ge8ogen einen (filbernen) Sd)ragen.

Wie man sieht ist der Text bestenfalls zu erahnen. Nur die lateineischen Siegelumschriften sind richtig erkannt (s.u.). Zunächst hatte ich mir vorgestellt, nach und nach bestimmte regelmässig wiederkehrende Fehler zu erkennen und im ganzen Text zu ersetzen, aber hier sind es so viele dass mir klar wurde, dass ich eine bessere Methode finden muss. oder aber das Projekt aufgeben muss.

Dann besah ich mir noch mal genauer, wie So wurde der Text von Google Books1 eigener Software digitalisiert:

So das Siegel Herrn Sigmunds von Geroldseck. wasgauer Adels. vom J. 1265 (l7. 23). rund mit dreiekigem mit Shindeln befäten Schilde. darin ein gekrönter Löwe (roth in Silber. Shindeln blau). und der Um fhrift: *- 8 . 8lb17dlyl . O14). ELLGUUWLEW. Hieher gehört auh das Siegel eines Grafen von Oettingen (l7. 27) mit der Umfhrift: *l* NEU-1.7111. 001141138 .1)1) . 011861-38 aus dem J. 1220. welhes innen einen Shild. kongruirend mit der Siegelform. enthält. Der (blaue) Schild hat eine Ein faffung von Eifenhütlein oder Velzwerk 2) (roth und gold) und darüber gezogen einen (filbernen) Shragen.

Wie wir sehen, ist Googles Software gar nicht mal so schlecht, man merkt schon dass hier Profis der Digitalisierung am Werke sind. Leider wird der Text immer nur Seite für Seite angeboten. Will man den vollständigen Text haben, muss man ihn Seite für Seite kopieren, was ich am Ende gemacht habe. Hier führt die Methode der Ersetzung sicherlich zum Erfolg, wenn wir häufige Wörter wie “faffung” durch “fassung” ersetzen, “fhrift” durch “schrift” etc.
Googles Software hat sich gut auf den “gotischen” Schriftsatz eingestellt und scheitert vor allem an der Ähnlichkeit von “s” und “f” in der altdeutschen Schrift. Schwierigkeiten bereiten ihr hingegen die in lateinischer Schrift gedruckten fremdsprachigen Einsprengsel, wovon es nicht gerade wenig gibt!

Letztlich gehe ich nun kombiniert vor, dass ich mir die fremdsprachigen Schnipsel aus der bei diesen Sätzen erstaunlich gut digitalisierten von Omnipage generierten Datei hole und in den von Google abkopierten Text einfüge.

Zum Schluss zeige ich noch, so möchte ich es haben:

So das Siegel Herrn Sigmunds von Geroldseck, wasgauer Adels, vom J. 1265 (IV. 23), rund mit dreieckigem mit Schindeln besäten Schilde, darin, ein gekrönter Löwe (rot in Silber, Schindeln blau), und der Umschrift: * S . SIMVNDI . DE . GEROLTESECKE. Hierher gehört auch das Siegel eines Grafen von Oettingen (IV. 27) mit der Umschrift: + SIGILLVM COMITIS . DE . OTINGEH aus dem J. 1220, welches innen einen Schild, kongruierend mit der Siegelform, enthält. Der (blaue) Schild hat eine Einfassung von Eisenhütlein oder Pelzwerk 2) (rot und gold) und darüber gezogen einen (silbernen) Schragen.

Man bemerke, ich bevorzuge der leichteren Lesbarkeit wegen, die heutige Schreibweise “rot” statt “roth”, oder “bloß” statt “blos”, “-ierend” statt “-irend”, etc.

  1. Das von Google Books bereitgestellt Rohmaterial kann unter http://books.google.de/books?id=qV8BAAAAQAAJ&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false konsultiert werden. Zum nachsuchen und zitieren eignen sich diese Darstellungen aber kaum, weshalb ich mein Versuch der Schaffung eines Mehrwertes ja auch angehe. []

Jean van Win hat sein Buch veröffentlicht

Kurz vor Nikolaus erreichte mich eine Mitteilung des belgischen Autors, Jean van Win1. Sein Buch über die Beteiligung der Freimaurer der Brüsseler Logen an den Revolutions- und napoleonischen Kriegen ist erschienen und er wollte mir ein Exemplar schenken! Das kam dann noch in der Woche vom 15. Dezember bei mir zuhause an und ich erhielt so ein hübsches Weihnachtsgeschenk.


In der Tat konnte ich ihm bei diesem Buch ein wenig helfen was mir van Win denn auch honoriert hat indem er in seinem Buch auf diesen, freilich bescheidenen Beitrag hinwies:
Eine der von van Win recherchierten und beschriebenen Geschichten handelte von einem gewissen von dem Horst, der am Vorabend der Schlacht bei Waterloo noch einer Brüsseler Freimaurerloge beitrat und von den Brüdern danach als in Schlacht gefallen galt. Van Win recherchierte und fand raus, dass von dem Horst keineswegs in Waterloo starb, sondern den Krieg überlebt hatte und 1816 sogar einen Bericht über diese Ereignisse veröffentlich hatte, den van Win auch auftreiben konnte. Leider erwies er sich als für ihn unlesbar, da er nur eine sehr schlechte Kopie bekam. Zudem verwendeten die Deutschen damals noch bevorzugt eigene Schriftsätze, die van Win gerne “gotisch” nennt.
Auf der Suche nach weiteren Spuren, welche von dem Horst im Netz vielleicht hätte hinterlassen können stiess van Win auf ein Wappen auf wiesel.lu, wo er einen Kommentar hinterliess. Dass Loutsch hier über das Familienwappen des niedersächsischen Offiziers aus der napoleonischen Zeit berichtet hätte, schloss ich rasch aus. Wir kamen so aber rasch ins Gespräch, und ich bot ihm an, mir den Text zumindest einmal anzuschauen, weil ich inzwischen einige Erfahrung mit Digitalisierungen hatte.
Es erwies sich dann zwar als schwierig, den OCRisierten Text in lesbares Deutsch zu giessen, aber van Win war sehr zufrieden. Einige, ihn besonders interessierende Stellen habe ich dann sogar für ihn übersetzt.
Nun da das Buch veröffentlicht ist, mache ich darauf aufmerksam, dass ich den Text inzwischen online gestellt habe.

Von dem Horst erzählt darin, wie er bereits bei einem Vorgeplänkel zur Schlacht bei Waterloo in französische Gefangenschaft gerät, weil er die Stärke des Gegners falsch eingeschätzt hatte, denn ein Teil der gegnerischen Truppe lag im Kornfeld versteckt. Und wie er dann nach Frankreich verbracht werden soll, wie es ihm gelingt seinen Charme und seine Französischkenntnisse einzusetzen, damit die Franzosen und vor allem die Französinnen ihn gut behandeln und vor allem zu essen geben sollen. Wie es ihm letztlich fliehen kann und, an den inzwischen geschlagenen und flüchtenden Resten der imperialen französischen Armee vorbei, sich zu seiner Einheit duchrschlägt. Dort eingetroffen erfährt er dann, dass er für in der Schlacht gefallen und tot gehalten worden war.

  1. Siehe den Wikipedia Eintrag über den Autor: http://fr.wikipedia.org/wiki/Jean_van_Win []

Verbandsgemeinde Cochem

Vermutlich meine letzte Vollzugsmeldung für 2014:
Nachdem ich die schwierigeren Figuren, also den Nikolaus, den Wolf und die Weinranke doch noch gezeichnet hatte, sind wir nun mit der Verbandsgemeinde Cochem durch.


Das wäre dann die erste von vier verbliebenen Verbandsgemeinden im Landkreis Cochem-Zell, wo ich für jede Gemeinde eine Zeichnung habe. Erstellt wären damit auch 27 von 87 Wappen, das sind 31.03% des Landkreises.
Angenehm fiel mir die Homepage der Verbandsgemeinde http://www.vgcochem.de/ auf, weil sie sehr auskunftsfreudig über die Wappenbeschreibungen ist. Die meisten Wappen dürfte demnach A. Friderichs aus Zell entworfen haben. Auch viele sind von einem gewissen Decku aus St. Wendel.
Cochem liegt doch schon ziemlich weit von Luxemburg weg, so dass der ganze Landkreis mir etwas fremd ist. Wenn ich Auffälligkeiten bei den Wappen berichten sollte, so sticht mir neben dem auch hier weit verbreiteten Trierer Kreuz besonders die Lilie des Kollegiatsstiftes Karden taucht mehrmals auf.

Als letzter Nachzügler beim Überprüfen entdeckte ich dann noch, dass ich die Gemeinde Moselkern nicht in meiner Liste hatte. Die hat auch eine interessante Figur im Wappen, einen Grabstein aus der Merowingerzeit.