Es geht etwas langsamer voran; Auszüge aus dem Rietstap

Lieber (unbekannter) Leser.

Möglicherweise, wie auch immer Du das angestellt hast, aber vielleicht hast Du bemerkt, dass der von mir erhoffte Entwicklungsschub ausgeblieben ist, den ich erhofft hatte, wenn ich das Projekt Armorial Loutsch denn mal abgeschlossen hätte. Von dem am 4. November skizzierten Plan ist noch nichts wirklich umgesetzt, noch nicht mal der erste Punkt, gleichwohl ich, als Vorarbeit begonnen hatte die Wappen der Länder der Habsburger zu modernisieren. Lediglich beim Digitalisierungsvorhaben gab es ein paar leichte Fortschritte.

Woher kommt das?

Nun, ich möchte folgende Phänomene belasten:

  • dass ich meine Arbeit seit Ende November letzten Jahres als deutlich stressiger erlebe und daher Tendenz habe, in meiner Freizeit lieber den mich körperlich fordernden, jedenfalls solchen Beschäftigungen den Vorzug die mir möglichst wenig Konzentration abverlangen,
  • dass ich Präsident der alten Aachener geworden bin.
  • dass mich die Heraldikprojekte vielleicht etwas anöden.
  • Und zu guter Letzt, kann ich erfreut berichten, dass ich dem belgischen Historiker Jean van Win der sich neulich bei mir gemeldet hatte doch helfen konnte! Zwar nicht so, wie von ihm erhofft, aber letztlich doch zu seiner Zufriedenheit. Wenn er seine Arbeit veröffentlicht hat, kann ich vielleicht dazu mehr sagen.

Auf einzelne angesprochene Punkte will ich aber noch eingehen:

Zu Aachen.lu

Die Mehrarbeit ergibt sich ironischerweise hauptsächlich dadurch, dass ich Arbeit an meine Kollegen abgeben möchte. Seit 2002 bin ich alleiniger Webmaster von aachen.lu. 2005 hatte ich kurz gehofft, durch Umstieg auf ein CMS wie WordPress meine Kollegen zur Mitarbeit bewegen zu können, aber die wenigsten wollten sich in die Software einarbeiten so dass in der Praxis ich selber nicht nur für die technische sondern auch die inhaltliche Seite verantwortlich blieb. Nun konnte ich zwei neue Mitarbeiter gewinnen, doch zunächst bedeutet ihre Bereitschaft mich zu unterstützen erst mal keine Entlastung. Ich muss erst noch die Dokumentation erstellen, wie das alles überhaupt geht. Im Ansatz hatte ich das am 12.3.2009 schon mal versucht und die Seite „Help“ eingerichtet. Jetzt versuche ich dort weiter zu machen und erstelle seit letzter Woche einige (hoffentlich) hilfreiche Seiten im beliebten Stil der FAQs.

Die Digitalisierung von Teilen des Rietstap

Ich habe begonnen, Teile aus der Einleitung des Rietstap zu digitalisieren. Seine Einführung ist schon online, sein Wörterbuch wird nachfolgen. Letzteres wiederum verweist auf, von Rietstap angegebenen Beispielen, daher muss ich diese Wappen alle erst mal erstellen. Ich denke, dies Unternehmen ist lohnender als das im Februar angedachte Projekt, die Zeichnungen aus der graphischen Umsetzung des Rietstapp durch Rolland und Bender von 1903. Ich finde, Bender und Rolland haben diese schlecht ausgewählt und legten zuviel Wert auf seltene Figuren. Hierin sind sie freilich Rietstapp gefolgt, der präsentiert aber wenigstens echte Wappen.
Ziel ist es, mit Präsentation eines weiteren „dictionnaire des termes“ quasi den Steinbruch für meine eigenen Vorhaben anzulegen.

Neues Layout bei GMX

Der ernsthafte Produktbeobachter sollte nicht nur kritisieren was ihm übel aufstösst, nein er darf auch loben wenn der Anbieter etwas verbessert. So darf ich jetzt loben dass GMX, das wie ich letzte Woche berichten musste ja ein paar Verschlechterungen im Innenbereich seines Email Webclienten imposiert hat, wenigstens eine Verbesserung im Aussenbereich übers Herz gebracht hat:
Bis vorgestern war es beim Loginfenster zum Account von GMX so, dass die Inputboxen für E-mail/Kundennummer/ID etc. und Passwort nicht sofort beim Aufbauen der Webseite angezeigt wurden, sondern in der Voreinstellung erst mal zugeklappt blieben bis die gesamte Seite geladen war. Erst dann ging das Fenster unter “Freemail” zaghaft auf. Der Kunde sollte dann angeben ob er Free-, Pro-, Top- oder Sonstwas-Mailer sei. Man konnte aber stets auch als Promailer seine Credentials im “Freemail” Fenster eingeben und trotzdem an sein Konto kommen. Das habe ich meistens gemacht, denn diese Inputboxen waren immer als erste verfügbar. Ganz am Anfang habe ich manchmal noch auf “Promail” geklickt, in der Hoffnung dass die Boxen freigeklappt würden, noch bevor die ganze Seite reingesogen war. Das führte dann oft dazu dass es noch länger dauerte, weil die Seite trotzdem erst mal die Freemail-box aufschlug und gerade wenn ich tippen wollte, wieder schloss weil ich ja vielleicht ein Promail-Input geben wollte.

Warum sie das machten? Keine Ahnung! Vielleicht war mal angedacht aber nie umgesetzt worden, dass man die Kunden so schon vor dem Einloggen unterscheiden könnte. Mir erschien es immer so, sie täten dies um nicht nur dem Freemail “Kunden”1 sondern auch dem zahlenden Kunden wie mir so viel Werbung wie möglich aufzunötigen. Mir war dies ganz besonders lästig, da ich in IGEL nur über so eine minderwertige Zonenrandgebiets-DSL verfügen kann. Dadurch dauerte es ewig bis GMX alle Bildleins geladen und positioniert hatte. Ich hatte mich mehrmals bei GMX darüber beschwert, die Ausrede Antwort war immer: ja, bevor sie nicht eingeloggt sind, wissen wir doch gar nicht dass sie dafür bezahlen weniger beworben zu werden.. Soweit so trivial. Meinen Vorschlag dann doch eine Extra-Seite bereitzuhalten, die nur aus zwei Inboxen bestünde und nur von zahlenden Kunden genutzt werden könnte, griff man nie auf.

Jetzt aber entschied sich GMX dafür, diesen ganzen Wegklappblödsinn doch aufzugeben, so schaut es nun aus:
new-gmx-login

SUPER!

Natürlich wäre GMX nicht GMX wenn sie Ihre Wohltat nicht gleich wieder mit einer Zumutung verbinden würden! Sobald man seine Credentials eingegeben hat und Enter oder Login drückt, geht ein POP-up Fenster auf mit —- natürlich Werbung. Das ist dann natürlich ein Déjà-Vu.

  1. wie hieß es sinngemäß neulich so schön in einem Zeitungsartikel (Spiegel? Stern?) zu kostenlosen Onlinediensten: die Nutzer glauben gerne sie wären die Kunden, in Wahrheit sind sie die Ware! []

GMX wird immer minderwertiger

Vor ein paar Jahren schien GMX auf dem richtigen Weg. Zwar schufen sie ärgerlicherweise die geliebte Community Gimix ab, aber

  1. erstens fand ich in Ximig Ersatz für diese,
  2. zweitens schufen sie GMX2000!

Eine echt coole Oberfläche, wo sich Webmail so anfühlte wie ein echter Email-Client. Freilich erst, nachdem man eingeloggt war. Bis dahin muss man auch als zahlender Kunde ihre überladene, mit Werbung vollgepackte Aussenhome über sich ergehen lassen.

Das haben sie vor ein paar Wochen abgeschafft. Die neue Oberfläche kann sehr viel weniger. Z.B. kann man nicht mehr ohne weiteres zwei Emails gleichzeitig offen haben (z.B. die eine die man erstellt, die andere aus der man dazu per Copy&Paste zitieren muss).

Jetzt kann man minderwertigerweise mit GMX noch nicht mal mehr ordentliche HTML Mails versenden. So war ich z.B. gerade dabei, einer guten Bekannten zu erklären, wie sie ihren Firefox updaten kann. da erhielt ich folgende Meldung:
gmx-erlaubt-keine-Bilder

Der Webmailclient meinte:

Bilder die per Drag and Drop hinzugefügt wurden, können nicht versendet werden.

und verweigerte die Arbeit. Er bot nicht etwa an, die Nachricht ohne Bilder zu versenden oder sowas, er macht dann einfach gar nichts!? Dabei habe ich die Bilder gar nicht per Drag and Drop, sondern per Copy und Paste eingefügt.
Ja wie denn? Wieso ist es denn erlaubt Bilder einzufügen, wenn ich sie dann doch nicht versenden kann? Also ich weiß nicht, warum andere Leute E-mails schreiben, aber ich entwerfe meine ausschließlich zu dem Zweck sie auch zu versenden.

GMX, setzen, 6!
Nachbessern, aber dalli!

btw. Früher habe ich für sowas beim Support angerufen. Auch darin waren sie relativ fix. Aber mittlerweile gehören sie auch zu 1und1.

Ein paar Wochen mit Webmastertätigkeiten

Die vergangnen Wochen waren seit langer Zeit mal wieder mit Webmastertätigkeiten angefüllt.

  • Über mein Problem mit der CPU Auslastung auf wiesel.lu habe ich schon berichtet. Es hängt mit der Art und Weise zusammen, wie mein Hoster mit MySQL Anfragen zurecht kommt. Hab das auch schon nachgesehen, also am Code kann ich kaum was ändern. Es wäre an der Zeit unter den Mediatags aufzuräumen? Das ist aber eine Syssiphusarbeit. Da sich das Problem seither nicht wieder gestellt hat, habe ich die Mediatags wieder eingeschaltet.
  • Vor Jahren hatte ich mal den Walfer Huesen geholfen, ihren Auftritt zu lancieren. Auch eine WordPressinstallation. Damals hatte ich ihnen das Plugin “Cforms II” und meinen damaligen Hoster Luxhosting anempfohlen.Der Webmaster an den ich damals übergab, ist inzwischen verstorben, und der mit mir befreundete junge Mann der nur als Backup eingesprungen war muss den Auftritt nun alleine stemmen. Ich konnte ihm helfen, sich selbst zu helfen. Nur das Problem mit CForms war für mich nicht zu lösen:
    Wenn man das Formular ausgefüllt hat, erscheint immer die Fehlermeldung “one moment please”, das Formular wird aber nie abgeschickt. Auf aachen.lu hatte ich dieses Problem selber auch mal, dort musste die Datei abspath.php neu angelegt werden und das Problem war dann behoben.
    Hier funktionierte das nicht. Anscheinend kommt es öfter vor, fand auch einen genervten Autorenbeitrag unter den FAQ’s des Autors (find ich jetzt nicht mehr), aber die dort angedachten Lösungen halfen allesamt den “Huesen” nicht.
  • Nun bin ich immer noch Webmaster für den Auftritt der Luxemburger Absolventen Aachener Hochschulen aachen.lu. Hier waren mehrere Probleme aufgetreten:
    • Die Software PHP iAdressbook 1.1., mit der ich die Mitgliederdatei des Vereins verwalte, funktionierte zwar noch generierte eklige Fehlermeldungen die nicht nur die Logs, sondern auch den Bildschirm verpesteten.
    • Die Kalendersoftware All in One Calendar liess sich auch nicht vertretbar updaten. Dabei hatte ich in letzter Zeit voll auf die Software gesetzt und meine eigene Entwicklung abgeschaltet.
    • Das letztes Jahr neu entdeckte Plugin list of participants 3 bekam von seinem Autor ein Update verpasst. Dieses Plugin soll die Anmeldungen für die Events machen und das zu komplex gewordene Cforms II ersetzen. Es hat noch am meisten Optimierungsreserven, ist das amateurhafteste Fremdplugin das ich verwende. Vielleicht muss ich seinem Autor mal ein paar Bier spendieren?

    Ein Mitarbeiter von Visual Online hat den Server dann migriert und mir meisten Probleme gelöst.
    Dann habe ich mich noch dran begeben, auf Aachen.lu wieder etwas Ordnung reinzubringen, u.a. die Fotos, und die Comitéslisten von Amicale und AV d’Letzebuerger upgedated. Bei letzterem war Lisa, die neue Sekretärin vom AVL eine grosse Hilfe, sie hatte mir die Listen der drei letzten Jahre zusammengestellt. In der Zeit hatte ich dabei ziemlich geschlampt.

Präsident der Amicale

Seit Donnerstag abend bin ich jetzt Präsident der “Amicale des anciens étudiants de l’école polytechnique d’Aix-la-Chapelle”, also dem Verein der Absolventen Aachener Hochschulen.
Ich bin damit der Nachfolger von Freund Louis PHILIPPE, der seit 2003, also 10 Jahre lang Präsident war.
Interessanterweise wiederholt sich hier die Geschichte in dem Punkt, dass ich Jahre 1993 als Präsident des Studentenvereins AV d’Letzeburger ebenfalls Nachfolger von Louis Philippe war.

Die nicht zuzuordnenden Kommentare

Leserkommentare sind eine wichtige Bereicherung für diesen Auftritt und das Kommentieren wird von mir gefördert. So schuf ich erst letztes Jahr eine Funktionalität für Kommentare auf Bildern, wie Wappen es nun mal sind. Es ist beim Kommentieren allerdings wichtig, dass die Kommentare unter einem passendem Beitrag stehen auf den sie möglichst Bezug nehmen sollten. Viele Leser missachten dies jedoch, sie sehen was, surfen noch ein wenig rum und füllen irgendwann die Kommentarkiste aus.

Danach stünde dann, wenn ich ihn einfach nur freischalten würde, ein Kommentar unter einem Beitrag auf den er inhaltlich gar nicht eingeht, oder der sogar ein völlig anderes Thema abhandelt. Die Leser machen das aber nicht böswillig, vielen ist möglicherweise gar nicht bewusst, dass so ein Webauftritt auch eine Struktur hat. Wenn dann jemand einen Kommentar unter den “falschen” Beitrag gestellt hat, habe ich ihn bislang immer unter einen passenderen verschoben, dank des Plugins Move WordPress Comments von Nicolas Kuttler.

Jetzt aber hatte ich das Problem, dass eine Leserin ein Thema aufgriff, das auf wiesel.lu gar nicht behandelt wird! Und zwar stellte sie zwei genealogische Fragen, ich betreibe aber keine genealogischen Forschungen sondern beschäftige mich nur mit Heraldik. Wohin damit, fragte ich mich, und beschloss eine Extraseite für fehlgeleiteten Anfragen einzurichten. Aber in welchem Kontext soll ich die präsentieren? War ich unschlüssig, also schuf ich ihn: Es gibt jetzt eine Seite Dialog mit dem Leser. In diesen Kontext verschob ich auch die Seite Kommentare zu Bildern. Diese hatte ich vorher unter “Wappenkunde” eingereiht, was nicht völlig falsch war, weil bis jetzt vor allem Wappen einen Kommentar bewirkten. So nun ist es aber richtiger.

Provisorische Einschränkung: Mediatags abgeschaltet

Vorgestern erhielt ich eine seltsame Nachricht von meinem Provider:

Guten Tag,

unser Okillerd Monitoring-Tool hat festgestellt, dass eines Ihrer Skripte bei dessen Ausführung zu viele Server-Ressourcen in Anspruch nimmt.

Hier die Details des gestrigen Tages:

Numbers of kill : 14

Details :

- Action : kill (cpu) - Execution time : 6s - pourcent : 90.3
- Action : kill (cpu) - Execution time : 3s - pourcent : 95.0
- Action : kill (cpu) - Execution time : 3s - pourcent : 93.0
- Action : kill (cpu) - Execution time : 3s - pourcent : 94.0
- Action : kill (cpu) - Execution time : 7s - pourcent : 90.2
- Action : kill (cpu) - Execution time : 5s - pourcent : 91.4
- Action : kill (cpu) - Execution time : 5s - pourcent : 100
- Action : kill (cpu) - Execution time : 3s - pourcent : 109
- Action : kill (cpu) - Execution time : 4s - pourcent : 94.5
- Action : kill (cpu) - Execution time : 5s - pourcent : 95.6
- Action : kill (cpu) - Execution time : 3s - pourcent : 95.0
- Action : kill (cpu) - Execution time : 3s - pourcent : 94.3
- Action : kill (cpu) - Execution time : 3s - pourcent : 100
- Action : kill (cpu) - Execution time : 4s - pourcent : 106

Bitte optimieren Sie Ihr Skript, damit dieses in Zukunft weniger Ressourcen benötigt (dazu zum Beispiel die verwendeten Variablen überprüfen).

Mehr Informationen zum Okillerd Monitoring-Tool finden Sie hier: http://hilfe.ovh.de/MessageOkillerd

Bitte führen Sie die notwendigen Skript-Optimierungen möglichst zeitnah durch, um einen reibungslosen Betrieb Ihres Shared Hosting Pakets sicherzustellen.

Leider werden die Franzosen hier nicht präziser, ich warte noch auf Nachricht. Meine Vermutung ist die, dass ein Skript der Auslöser ist, das ich selber geschrieben habe um eine Gallery anzeigen zu lassen von allem Bildern die mit einem bestimmten Mediatag gekennzeichnet sind. Das benutze ich z.B. in meinem Lexikon bei fast jedem Begriff. So soll z.B. die Seite http://wiesel.lu/heraldik/lexikon/bretzel/ jene Wappen aufführen in denen eine Bretzel vorkommt. Ich habe in letzter Zeit festgestellt, dass die Aufrufe dieses Scriptes in letzter Zeit Schwierigkeiten machen. Es dauert dann einige Zeit bis das Ergebnis geliefert wird. Möglicherweise verwende ich eine veraltete Technik, die der Code Devil gar nicht mehr nutzt (günstigster Fall), oder aber die neue Version von WordPress arbeitet nicht mehr so gut mit den Mediatags zusammen.

Vorläufig habe ich also, schweren Herzens dieses vielgenutzte Plugin Mediatags abgeschaltet. Dadurch funktioniert leider auch die Wappendatenbank nicht mehr.
Bloss habe ich jetzt keine Zeit, zu einer gründlichen Fehleranalyse.

Prioritäten geändert

Diese Woche habe ich die Seite wo ich meine Heraldikprojekte vorstelle überarbeitet und dem Istzustand angepasst. Zum Projekt Armorial Loutsch Online hatte ich bereits den “Abschlußbericht” vorgestellt. Es fehlen noch die Wappen der Herrscher und ihrer Frauen, und die Liste der Gouverneure ist noch in Überarbeitung, aber das Projekt kann in der Priorität nun endlich zurückgestuft werden.

Priorität geniesst zur Zeit ein neues Projekt: die Digitalisierung uralter heraldischer Texte. Verwendung finden diese auf Wiesel.lu an zwei Orten:

  • Unter den Quellen, hauptsächlich zur Wappenkunde. Zweck dieses Projektes ist es, dem Leser Texte in welchen die hier vertreteten Wappen behandelt werden vorzustellen.
  • unter Wappenkunst, der Teil meines Auftrittes der sich mehr mit der Theorie beschäftigt. Hier treibt mich der Gedanke um, doch eines Tages eine eigene “Einführung in die Heraldik” zu schreiben, welche auf die Sitution Luxemburgs wie ich sie sehe, zugeschnitten sein soll: Die heraldischen Begriffe müssen auf französisch behandelt werden, die potentielle Leserschaft spricht aber besser deutsch. Die hier herangekarrten Texte und Abbildungen können als virtueller Steinbruch zu diesem Vorhaben dienen.

Bislang sind bereits die folgenden Texte digitalisiert und so weit bearbeitet dass sie hochgeladen werden konnten:

Ein weiteres Vorhaben in diese Kategorie von überarbeiteten Texten fällt ist das vocabulaire abbrégé das Rolland und Bender 1903 ihrem 1. Band von 8 der Illustrationen des Armorial Général von J.B. Rietstapp vorangestellt haben.
Man kann dabei aber kaum von einem Text sprechen, die Reihe glänzte vor allem mit ihren graphischen Darstellungen. Dafür werden die Begriffe in 6 Sprachen behandelt, wobei ich aber echte Zweifel habe, ob sie korrekt wiedergegeben wurden. In der deutschen Fassung z.B. behandelten Rolland und Bender die Groß- und Kleinschreibung weitgehend nach dem Zufallsprinzip, etc. Italienisch und Spanisch kann ich nicht, wie soll ich dann wissen ob es richtig ist?
Aber mich reizt es, einen eher an Bildern orientierten Einstieg zu bieten, der sich vor allem an junge Leser richten soll. Ich selber bevorzugte 1985 bei meiner autodidaktischen Beschäftigung mit der Heraldik ja auch die Zeichnungen von R. Louis in der französischen Lexikonreihe Quillet.

Mein erstes Vollwappen: die Herzöge von Lothringen

Inzwischen ist die Abteilung Heraldik auf wiesel.lu erstaunlich gewachsen, die Datenbank weist nicht weniger als 4474 Einträge auf, und daneben gibt es unter Wappenkunde noch einige Abbildungen von theoretischen Wappen zu Lehrzwecken. Stets aber zeichnete ich nur das Wappenschild und seinen Inhalt, nie das “Drumherum”. In Luxemburg wird, wie im französischem Raum auf das Oberwappen weniger Wert gelegt und viele Wappen haben gar keine Elemente ausserhalb des Schildes und mir ist ein einheitlicher Eindruck wichtig!
Heute habe ich eine Ausnahme machen für:

Duché de Lorraine

Duché de Lorraine

Und zwar taucht das Vollwappen als Deckblatt (Frontispice) der “Grammaire du blason” von Simon de Boncourt von 1885. Im Herbst hatte ich begonnen diese in französischer Sprache verfasste Einführung in die Heraldik zu digitalisieren und hier auf wiesel.lu bereitzustellen, obwohl ich mir der Schwächen dieser Abhandlung bewusst bin.
Das Vollwappen wird dann im zweiten Teil des Buches zitiert, bzw. beschrieben um dem Leser die einzelnen Elemente ausserhalb des Schildes vorzuführen (heaume, cimier, tenants, bannière, ordres de chevalerie,…)

Simon de Boncourt meint, er habe das Wappen gewählt weil es eines der interessantesten wären und fast alle Elemente eines vollständigen Wappens enthielte.1 Meine Vermutung ist eher die, dass der Gelehrte aus Bar-le-Duc es aus regionalpatriotischen Gründen wählte, Bar-le-Duc war der Teil von Lothringen den die Franzosen nach dem verlorenem Krieg von 1870/71 nicht an die Deutschen hatten abtreten müssen.

Obwohl ich bei einem Autor aus den 19 Jahrhundert auch hätte einfach Simon de Boncourt Zeichnung hochladen können, reizte es mich, mal ein Vollwappen zu zeichnen, das ich anders als das Original, auch kolorieren kann. So zeichnete ich auch das Schild (écu) auf französische Weise, die bei so vielen Feldern echt Vorteile hat! Ich selber fand das Beispiel danach dann nicht so gut gewählt, die Beschreibung lässt vieles im Unklaren, etwa wie genau der Mantel, die Helmdecken, oder das gar nicht erwähnte Brett auf dem Schild und Träger stehen zu färben sind.

Interessant ist es dennoch, weil es so richtig zeigt wie in so einem Wappen eines souverainen Fürsten des 18. Jahrhunderts nicht nur die Gebiete dargestellt werden die ihnen gehören (Lothringen und Bar), sondern auch solche, die ihnen mal gehört haben (z.B. im Mittealalter war Godefroid de Bouillon, Herzog von Lothringen erster “König” von Jerusalem), oder die sie nur gerne mal gehabt hätten.

  1. Sein Originaltext lautete: Nous avons choisi cet exemple parce qu’il est des plus intéressants et qu’il nous paraît renfermer presque tous les éléments héraldiques réunis ensemble. []

ALGH: communiqué 1/2013

Wer meine Heraldibeiträge regelmässig liest, weiß möglicherweise dass ich seit Jugendtagen auch Mitglied der Association Luxembourgeoise de Généalogie et d’Héraldique (ALGH) bin. Genauer gesagt, habe ich nach längerer Abstinenz meine Mitgliedschaft erneuert vor etwas mehr als einem Jahr.
Am Wochenende erreichte mich seit längerem wieder mal eine Sendung vom Verein und zwar enthielt sie den Familijefuerscher Nummer 88. Er besteht hauptsächlich aus einem, durch Jean-Claude Müller bearbeiteten Nachdruck einer Arbeit des Thüringischen Landeshistorikers Wilhelm Engel über den aus Luxemburg stammenden Historiker Johann Friederich Schannat.

Die ALGH betreibt schon seit einiger Zeit keinen eigenen Auftritt im Netz mehr. Nun kann ich die Wiederbelebung des Vereins natürlich nur begrüssen, denn sie hat sich als einiziger Luxemburger Verein auch der Heraldik verschrieben.
Um nun die ALGH mit den Mitteln zu fördern die ich mir erlauben kann, habe ich nachstehend den erhaltenen Rundbrief wiedergegeben. Der Vollständigkeit halber gebe ich noch die IBAN der Kontonummer des Vereins an: Lu76 1111 0008 7296 0000, Mitgliedsbeitrag sind 20 Euro/Jahr (s.u.).

Interessant ist zu sehen, dass die Vereine Luxracines und ALGH offenbar (wieder?) gut zusammenarbeiten, da sie gegenseitig ihre Mitglieder auf Veranstaltungen des jeweils anderen Vereins aufmerksam machen. Weiter interessant ist, dass fast alle Vorträge von Luxracines von (konkurrierenden?) Softwarelösungen zur Ahnenforschung handeln. Vielleicht ist Computergenealogie aber auch der diesjährige Themenschwerpunkt der Vorlesungsreihe.

Abschrift des Anschreiben

Association luxembourgeoise de généalogie et d’héraldique

B.P. 118

L-7502 Mersch (Luxembourg)

Sehr geehrtes Mitglied,

Beiliegend finden Sie Nummer 88 der Zeitschrift de Familjefuerscher, die letzte, welche im Jahresbeitrag von 2012 enthalten ist. Ihren Jahresbeitrag von 20.- Euro für 2012 haben wir zur rechten Zeit dankbar erhalten

Mit unseren Glück- und Segenswünschen zum Neuen Jahr möchten wir Sie informieren, dass auch im Jahr 2013 der Mitgliedsbeitrag der A.L.G.H. bei 20.- Euro stabil bleibt. Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie im Lauf der nächsten Wochen die entsprechende Postgiroüberweisung anhand des beiliegenden Formulars tätigen würden.

Rendez-Vous also im nationalen Genealogie- und Heraldikzentrum in Schloss Mersch zu einem der Termine, die Sie auf beiliegendem Informationszettel finden können. Vielleicht sind Sie auch an der Ausstellung in der «Belle Étoile» interessiert, vom 14. bis 19. Januar 2013, welche die Migrationen thematisiert und an der sich die A.L.G.H. mit 4 Schautafeln zur Banat-Auswanderung beteiligt.

  • Jean-Claude MULLER, Präsident
  • François SCHROEDER, Kassierer

En 2013 le Centre A.L.G.H. à Mersch est ouvert aux dates

Öffnungszeiten des Nationalen Genealogie- und Heraldikzentrums im Merscher Schloss im Jahr 2013

In 2013 the Genealogical Center at Mersch opens as follows

janvier / Januar /January 2013 Fermé-hiver Winterhalber geschlossen Winter Closing
février / Februar / February Mercredi 6. II. 14.30 – 17.00 h. Jeudi 21.11. 14.30 – 17.00 h. !
mars / März / March Mercredi 6. III. 14.30 – 17.00 h. Jeudi 21. III. 14.30 – 17.00 h. !
avril / April / April Mercredi 3. IV. 14.30 – 17.00 h. Jeudi 18. IV. 19.00 – 21.30 h.
mai / Mai / May Mercredi 1. V. fermé – festif Jeudi 16. V. 19.00 – 21.30 h.
juin / Juni June Mercredi 5. VI. 14.30 —17.00 h. Jeudi 20. VI. 19.00 – 21.30 h.
juillet / Juli / July Mercredi 3. VII. 14.30 – 17.00 h. Jeudi 18. VII. 19.00 – 21.30 h.
août / August /August Fermé-vacances Ferienhalber geschlossen Closed for holidays
septembre/ September Mercredi 4. IX. 14.30 – 17.00 h. Jeudi 19. IX. 19.00 – 21.30 h.
octobre / Oktober Mercredi 2. X. 14.30 – 17.00 h. Jeudi 17. X. 14.30 – 17.00 h. !
novembre / November Mercredi 6. XI. 14.30 – 17.00 h. Jeudi 21. XI. 14.30 – 17.00 h. !
décembre / Dezember Mercredi 4. XII. 14.30 – 17.00 h. Jeudi 19. XII. 14.30 – 17.00 h. !
janvier / Januar /January 2014 Fermé-hiver Winterhalber geschlossen Winter Closing

Programme des conférences 2013 de LUXRACINES

Seminar-Programm von LUXRACINES im Jahr 2013

Ort: Centre Prince Henri in Walferdingen
Zeit: 3./4. Donnerstag im Monat jeweils immer um 19:30

Montag 14. bis Samstag 19. Januar 2013

Ausstellung : Mali des Einkaufszentrums « Belle Étoile » in Luxemburg-Strassen. Thema: Auswanderung, Einwanderung und Rückwanderung in Luxemburg im Lauf der Zeit.

luxracines.lu hat einen Info-Stand zur Familienforschung; die A.L.G.H. zeigt Schautafeln zur Banat-Auswanderung im 18. JH.

Weitere Informationen auf www.luxracines.lu/expo.cactus

21. und 28. Februar 2013 — Walferdingen

Vortrag von Romain TRANCHIDA :

Windows, Textprogramm mit Schwerpunkt Familienbuchaufbau

21. März 2013

Vortrag von Jean Paul HOFFMANN :

Heredis, das meist verkaufte Genealogieprogramm in Luxemburg

18. April 2013

Vortrag des Historiker Jean Marie MAJERUS zum Thema

Luxemburg 1795-1890

23. Mai 2013

Vortrag von Tun JACOBY :

Die Luxemburger Henker und Nachrichter

20. Juni 2013

Vortrag von Rob DELTGEN :

Gen-_plus. Nicht nur ein komplettes Genealogie-Programm aber auch das Programm für die Herstellung von Familienbüchern

25. Juli 2013

Vortrag von Claude BETTENDROFFER :

GF Ahnen : Ein Familienprogramm mit Internet-Anbindung

August 2013 : Ferien / Vacances