Ourstats ist wohl abgekracht

Konnte heute abend fast gar nicht auf wiesel.lu zugreifen. Wie Leser mir berichten war das auch gestern schon so, Schuld hat der Statistikdienst ourstats.de. Z.Z. habe ich mal das Plugin abgeschaltet, hoffe aber es bald wieder benutzen zu können.

Search everything funktioniert wieder

Ich musste unter “settings” erst mal wieder die “attachments” auswählen, und das war das grösste Problem! Denn Search Everything verlangt dazu, dass man sich erneut einloggt und dann….
landete ich nicht auf der Settings page, sondern erneut auf der Seite “Plugins”.
Die Lösung: ich musste erst ALLE andern Plugins abschalten (mit irgendeinem verträgt sich search everythin nicht). Dann verlangte das Programm zwar immer noch für jeden Schritt eine Reauthentifizierung aber immerhin ging es dann überhaupt.
Jetzt macht das Plugin endlich wieder Sinn.

Die Gouverneure

Inzwischen habe ich auch begonnen, die Wappen der Gouverneure neuzuzeichnen. Viele sind noch im alten Stil, um die Jahreswende 2009/10 habe ich die meisten gezeichnet.
Zudem werden Beschriftungen und die Liste selber ständig erneuert. Die burgundische Epoche ist grösstenteils angehandelt.Als letztes habe ich nun das Wappen von DEM Gouverneur erneuert: Peter Ernst von Mansfeld.

Kantonswappen, fremde Autoren und andere Quellen

Zunächst eine Vollzugsmeldung: Die luxemburger Kantonswappen sind jetzt auch getaggt und beschriftet! Endlich bin ich mit dem Punkt “Kantonswappen” auf meiner Liste vom Oktober letzten Jahres fertig!

Dann noch eine unbedeutende Hausmitteilung:
Ich habe die mit dem Beginn der Digitalisierung des “cours abbrégé d’héraldique” eingeführte Astgabel Werke fremder Autoren, der ich bei einer späteren Umverteilung sogar noch einen eigene Ebene einrichtete wieder abgeschafft und führe die Werke nun wieder unter “Quellen“.

Bei der Gelegenheit habe ich den Text auf der entsprechenden Seite etwas ausgebaut.

Beginn der Umsetzung der Quelle H.L.T.

Schon mehrfach angekündigt1, habe ich nun mit der Umsetzung der Erkenntnisse begonnen, die aus der Quelle H.L.T. zu gewinnen sind!
Hinter dem Kürzel, H.L.T.2 steht ein Beitrag von Jean-Claude Loutsch aus dem Jahre 1966 in der P.S.H., die vollständige Bezeichnung lautet:

Complément à l’ARMORIAL des Duché de Luxembourg et Comté de Chiny
Extrait de l’ARMORIAL GÉNÉRAL DE FRANCE dressé en 1697 par CHARLES RENÉ d’HOZIER
Généalogiste de la maison du Roy
Publié et annoté par le Dr. JEAN-CLAUDE LOUTSCH membre de l’Académie Internationale d’Héraldique

Hierzu haben ich erst mal die folgenden Seiten angelegt:

  1. Eine Liste der Wappen aus der H.L.T.
  2. eine Sammelstelle für die Zwangswappen, welche dort vorkommen

Eine Besonderheit sind die Armoiries imposées. D’Hozier hatte den Auftrag alle Wappen im Königreich Frankreich, zu dem Luxemburg Ende des 17. Jahrhunderts gehörte zu erfassen und dafür eine Gebühr zu erheben. Wenn der Beauftragte des Königs für reich und würdig genug hielt ein Wappen zu führen, der aber keins hatte, dem hat er einfach eins aufgenötigt (und natürlich dafür kassiert), Zitat:

un arrêt du Conseil du 3 décembre 1697 qui ordonna la création de “roles”, sur lesquels seraient inscrits les particuliers et les communautés jugés capables de porter des armoires. Ceux-ci devaient, dans les huit jours suivant notification, faire enregistrer leurs armes, faute de quoi on leur en imposait d’office, en leur envoyant la note des frais

Diese Wappen waren nicht besonders anspruchsvoll in ihrer Ausgestaltung und sind daher auch leicht als Zwangswappen zu erkennen.

Heureusement elles sont assez faciles à reconnaître. Pour éviter de donner à deux personnes des armes identiques, on attribuait à chaque province un lot de pièces héraldiques déterminées, avec lesquelles on pouvait, en changeant les émaux ou la disposition des pièces, composer un très grand nombre de blasons.
Dans notre région il s’agit d’une pièce honorable (pal, fasce, bande chevron etc.) chargée d’un meuble de la couleur du champ (exemples N° 20 à 23, 37 à 47, 68, 69, etc.) ou d’un coupé, chargé d’une pièce honorable (ex. N° 120, 121, etc.). Mais parfois les commis faisaient un effort d’imagination, pour composer ces blasons et il est alors plus difficile de les distinguer d’armes réellement portées. (ex.: N° 122).

Loutsch verzichtete darauf, sie nachzuzeichnen denn er wollte nicht unnötige Seiten für diese historisch eher uninteressanten Schöpfungen opfern. Ich mache es anders, für mich ist der Aufwand für diese Zwangswappen sogar am geringsten also werde ich sie sogar als erstes zeichnen und beschriften!

  1. z.B. in meinem Beitrag von

    1. Arbeiten zur besseren Quellenangabe vom 2. Dezember 2011
    2. vorgehabte, nie geschriebene Postings vom 28. Dezember 2011
    3. Vorhaben nach Armorial Loutsch online vom 4. November 2012
    4. zuletzt in meinem Jahresplan 2014: Ziele für 2014 vom 1. Februar

    []

  2. wofür das Kürzel steht, entzieht sich meiner Kenntnis. ich vermute mal die beiden ersten Buchstaben bedeuten d’Hoziers und Luxembourg []

Die Äbtissinnen von Bonnevoie

oder ein weiteres unbekanntes Wappen aus Bonnevoie.

Auf dem Weg ins Fitnessstudio, den ich immer gerne mit dem Fahrrad zurücklege, komme ich an der Kirche von Bonneweg (Bonnevoie) vorbei und von Zeit zu Zeit entdecke ich dort Wappen in Stein. Diese zierten sicherlich alle irgendwann mal das eine oder andere Gebäude des ehemaligen Nonnenklosters Bonnevoie. Im Sommer letzten Jahres sah ich übrigens noch eins, über das ich berichten wollte aber nicht dazu kam:


Dass es sich aber lohnt bereits an die Öffentlichkeit zu treten, auch man noch nicht alles weiss und keinen druckreifen Text vorlegen kann, beweist der Umstand dass ich aufgrund eines Postings auf wiesel.lu erst kürzlich von einem Leser einen entscheidenden Hinweis erhielt (s.u.). Daher sei dies jetzt schleunigst nachgeholt!
Der Torbogen liegt auf der anderen Strassenseite von der Kirche, etwas weiter Richtung Bahnhof und ist z.Z. wieder von einem Gerüst verhangen.
Das Wappen ist, am Stab zu erkennen, ganz klar das eines Abtes. Da in Bonnevoie nun mal ein Frauenkloster sich befand, und die Form des Schildes die einer Raute zeigt, spricht vieles dafür es sich um eine Äbtissin handelt, wenngleich nicht jeder Träger eines rautenförmigen Schildes eine Frau sein muss, und die meisten anderen Äbtissinnen eher nicht diese Form wählten.
Das Wappen zeigt rechts ein dünnes Andreaskreuz begleitet von vier wiedergekreuzten Kreuzchen (croisettes recroisettées), und links Feh (vair). Im Loutsch ist es nicht enthalten, also wer hat es getragen?

Die Liste der Äbtissinnen von Bonnevoie

Am 02.02.2014 um 12:20 Uhr gab mir ein Leser, von dem ich jetzt nicht weiss ob ich seinen Namen nennen darf, folgenden hilfreichen Tipp, er schrieb mir per Mail:

Gudde Moien Här Erpelding,

duerch Zoufall hunn ech ären Artikel iwwer d’Wopen vu Bouneweg gelies (http://wiesel.lu/2012/04/29/unbekanntes-wappen-an-der-kirche-von-bonnevoie/)

Vläicht hëlleft et iech e bësse weider, dass ech Iech ka confirméieren, dass tatsächlech eng Äbtissin an der Zisterzienserabtei vu Bouneweg aus der Famill de Piromboeuf staamt, nämlech d’Marie-Agnès Piromboeuf, déi 1700 gestuerwen ass. (…)

Méi Detailer iwwert d’Äbtissin fënnt ee bestëmmt beim Wolff, Jean-Georges, Geschichte des Klosters und der Abtei Bonneweg bei Luxemburg, in: Publications de la Section historique de l’Institut grand-ducal de Luxembourg (PSH), 1896, vol. 45, p. 66-177.

Ech hoffen ech war eng kleng Hëllef, bonne Chance bei äre weideren Recherchen,

Ich war nun in der Nationalbibliothek, dort stehen die Bände der PSH und in der Tat war an der bezeichneten Stelle auch der genannte Artikel drin. Den habe ich mir kopiert. Über den Autor, der in dem Artikel Dr. Joh. Wolff, Pfarrer zu Contern genannt wird, fand ich folgenden Schnipsel im Netz1:

Wolff Johann Georg, ebenfalls2 aus der Neumaxmühle, war zum ersten Mal vom 30. September 1869 bis zum 21. September 1881 Pfarrer von Contern, wohin er ein zweites Mal am 20. Januar 1884 kam. Er starb in Contern am 18. März 1901.

Jetzt kann ich zumindest schon mal die folgende Liste der Äbtissinnen von Bonneweg nach Dr. Jean-Georges Wolff angeben. Dr. Wolff seinerseits stützt sich nach eigenen Angaben, einerseits auf eine Primärquelle von 1715, aus der Hand von Dom Antoine Nivart, Beichtvater der Äbtissin Marie Françoise de Chardelle und auf Arbeiten von Niklaus van Werweke und Wurth-Paquet.

  1. I. Judith (1200-1244).
  2. II. Methildis (1244-1277).
  3. III. Jutta (1277-1293).
  4. IV. Agnes von Diestorf (1293-1322).
  5. V. Jutta II., von Gymnich (1328-1335).
  6. VI. Katharina von Pittingen (1335-1337.).
  7. VII. Vrizendis (1342.).
  8. VIII. Gertrud von Wintringen (1344 —1357).
  9. IX. Ida von Brücken (1360-1363).
  10. X. Katharina II von Püttlingen (1363-1366).
  11. XI. Ida II, von Mühlenbach (1367-1371)
  12. XII. Gertrud II, von Duvenvelt (1380-1388).
  13. XIII. Gertrud III. von Weckringen (1399).
  14. XIV. Christine von Strassen (1404-1429).
  15. XV. Agnes von Bübingen (1436-1439).
  16. XVI. Margaretha von Dommeldingen (1441-1443).
  17. XVII. Anna von Bettingen (1452).
  18. XVIII. Anna II. von Oemeringen (1454-1470).
  19. XIX. Margaretha de Frenne (1498-1509).
  20. XX. Elisabeth von Brandscheidt (1509-1533).
  21. XXI. Franziska von Useldingen (1539).
  22. XXII. Irmengard von Haussen, gen. von Fremont (1541-1571).
  23. XXIII. Katharina II. von Kerschen (1571-1593).
  24. XXIV. Anna III. Bollaërts (1593-1602).
  25. XXV. Eva von Stein (1602-1626).
  26. XXVI. Anna IV. von Wassenburg (1626-1639).
  27. XXVII. Agnes II. de la Neuveforge (1640-1693).
  28. XXVI EI. Maria Agnès von Piromboeuf (1693-1700).
  29. XXIX. Maria Johanna Donlinger (1700-1707).
  30. XXX. Maria Franziska de Chardelle (1707-1735).
  31. XXXI. Maria Scholastika Bourquin (1735-1752).
  32. XXXII. Maria Ludwina Reding (1752-1764).
  33. XXXIII. Maria Scholastika II Crocius (1764-1781.).
  34. XXXIV. Maria Viktorine Dumont (1782-1794)

Eine von diesen Damen wird das obige Wappen getragen haben, ich will es rausfinden! Ein paar können wir bereits ausschliessen, denn sie führten ein anderes Wappen mit dem sie im “Loutsch” auch aufgeführt sind. Die Links auf die entsprechenden Wappen habe ich bereits gesetzt.

Anna von Wassenburg, die Priorin aus Clairefontaine.

WEnn wir das Foto noch mal genauer angesehen, da fällt die Inschrift über dem Wappen ins Auge.

O Mater Dei, memento mei.

Als ich das las, fiel der Groschen! Ja, auf Seite 160 schrieb Pfarrer Dr. Jean-Georges Wolff:

§ 39. — Die Kirche, ihre Heiligthümer und Feste.

Die Kirche nebst Kloster und Garten waren durch eine etwa fünf Meter hohe und 950 Mater lange Mauer umschlossen, welche noch haute zum grössten Theile besteht. In ihrer Westfront befindet sich das Eingangsthor, welches die Abtissin Anna von Wassenburg zu gleicher Zeit mit der Mauer hatte aufführen lassen. Der Schlussstein des Thores führt das Wappen der Oberin, die seitlichen Verbindungssteine die Jahreszahl 16-29 und das Architrav das kurze Gebet:
0 MATER DEI, MEMENTO MEI.
Wie ich vermuthe, lag dieses Thor dem Eingange der Kirche parallel, d.h. führte auf denselben zu.
Heutzutage ist die Kirche spurlos verschwunden -und ihre Lage schwer festzustellen. Sie soll ziemlich gross gewesen sein und hatte auf der rechten Seite zwei Seitenkapellen, zwischen welchen sich an der
Wand unter einem Schwiebbogen das Mausoleum des Johann von Rodemacher und seiner Gattin Irmengard von Bolchen befand. Sonst soll die Kirche wenig Bemerkenswerthes enthalten haben, was bei der fortdauernden Armuth des Klosters sich leicht begreifen lässt; jedenfalls hatte sie mehrere Altäre. Ob und wieviele Glocken sie gehabt, davon weiss man Nichts.

Es ist also das Wappen der Anna von Wassenburg! Über diese schrieb er weiter:

Nach Entfernung der alten Bewohner der Abtei bestellte der Generalobere von Cisteaux im Einvernehmen mit dem souveränen Rath von Brüssel, die Priorin von Clairefontaine, Anna von Wassenburg, zur Abtissin von Bonneweg, mit dem gemessenen Befehle, wieder strenge Clausur einzuführen.
Drei erprobte Schwestern begleiteten sie: Katharina von Foulon, als Priorin; Anna von Mouzai, aus Novizenmeisterin, und eine dritte, die nicht genannt ist, aus Kellermeisterin (cellerière). Doch kehrten alle drei bald nach Clairefontaine zurück.
(..)
Um das Kloster wieder zu bevölkern, nahm Anna sieben Novizinnen auf, von welchen sechs Chorschwester wurden, die siebente aber Laienschwester.(..)
Um die Clausur durchführen zu können, mussten die Klostermauern hergestellt werden 1). Anna ging weiter. — Früher lief die Klostermauer gen Norden parallel mit dem linken Ufer des Bächleins, das durch den Garten der Alzette zufloss und in seinem RinnsaIe den- Weg, zur Mühle barg. Jetzt schloss man die rechts des Bächleins gelegene kleine Anhöhe nebst einem dort befindlichen Hause, welches später die Äbtissin de Chardelle abbrechen liess, in die Clausur ein, verlängerte auf der Südseite (dem jetzigen Weg nach Itzig) die Mauer über altes Gemäuer hinaus, welches man dem Fräulein Binsfeld abkaufte, so dass sie, fast ein Viereck bildend, eine Länge von 2840 Fuss erhielt, und eine Höhe von ungefähr vier Metern. Zum grössten Theile steht sie noch heute. Das Portal stammt von 1629.
(…)
Es ist unleugbar,, dass Anna in der kurzeu Zeit ihrer Regierung sehr viel zur Hebung der geistlichen und materiellen Wohlfahrt ihres Klosters zu Wege brachte; hinterliess sie doch nach ihrem allzu früh erfolgten Tode noch eine hübsche Summe Geldes zu weiteren Verbesserungen. — Sie starb am 28. September 1639.

Schade dass die Farben weiter unbekannt sind.

  1. In der Zusammenstellung GEISTLICHE AUS MAMER unter http://www.mambra.lu/ki_geistliche.htm []
  2. “ebenfalls” meint hier wie “Wolff Heinrich, von der Neumaxmühle (Hemes), war vom 1.März 1834 bis zum 1. August 1869 Pfarrer in Contern.” War Heinrich der Onkel von Dr. Jean-Georges? Es schon auffällig, dass hier ein Wolff aus Mamer direkt auf einen anderen Wolff aus Mamer folgt, wie wenn die Pfarrei regelrecht vererbt worden wäre. []

Ziele für 2014

Seit ich 2008 beschloss, meine Heraldikseiten auszubauen, also ein grösseres Projekt anging verfolge ich nicht nur von Zeit zu Zeit, etwa mit den Jahresbilanzen, meine eigenen Fortschritte sondern stecke mir auch Ziele. Dann kann ich, in der Regel am Jahresende überprüfen wie realistisch meine Einschätzung war. Inspiriert bin ich dabei von den “guten Vorsätzen” an Sylvester. Da ich mir meine Ziele fürs neue Jahr jedoch immer erst nach der Rückschau auf das verflossene Jahr überlege, scheint es so zu sein, dass der erste Monat immer schon rum ist, wenn ich sie verkünde. Es geht an dieser Stelle selbstverständlich hauptsächlich um meine öffentlichen Ziele, also für diesen Auftritt und hier besonders für die Heraldik.
An dieser Stelle will ich jetzt keine weitere Liste der unerfüllten Aufgaben vorstellen, hierfür erinnere ich an diese beiden, an denen ich mich weiterhin gewissenhaft abmühen will:

Mit diesem Beitrag hier die Akzente für 2014 festlegen:

Pläne zur Heraldik

Lag 2013 mit der Digitalisierung alter Skripte, der Schwerpunkt mehr auf dem theoretischen Wappenwesen, also eher bei der Wappenkunst, so will ich mich 2014 auch wieder ums weitere Wachstum der Datenbank kümmern, also neue Wappen aufnehmen und ansonsten die bereits fertigen Seiten weiter konsoldieren. Im Einzelnen:

Zur Wappenkunde

..wie ich sie verstehe, meine Sammlung von Wappen mit Bezug zu Luxemburg. 2014 will ich endlich alle zeichnerischen Jugendsünden bereinigen, d.h. die Listen mit den Wappen die ich vor 2010 gezeichnet habe, müssen alle durchgesehen und die Zeichnungen erneuert werden. Besonders dabei ins Auge gefasst werden, in dieser Reihenfolgen: die Gouverneurswappen, Gemeindewappen der belgischen Provinz Luxemburg und ich plane wieder Beiträge zu den Wappen der Großherzoglich Luxemburger Gemeinden.
Überhaupt soll 2014 wieder ein Jahr der staatlichen, also hauptsächlich der Gemeindewappen werden:
Ich werde besonderes Gewicht auf die Wappen der deutschen Gemeinden legen, was ich eigentlich schon für 2011 vorgesehen hatte. Damals zog ich die Umsetzung von Armorial Loutsch vor.

In Bezug auf die Gemeindewappen, bin ich inzwischen der Meinung, das einfachste ist es, die gesamte Großregion zu berücksichtigen.

  • Also müssen neben den Wappen von Rheinland-Pfalz (2014/15) und dem Saarland (2015),
  • auch die Wappen der anderen belgischen Provinzen (2014)
  • und ganz Lothringens (2015/16) erfasst werden.

Den Ausgangspunkt werden die Bände von Klemens Stadler, und der Armorial Communal von der Dexia bieten.

Zur Wappenkunst und dem Blasonieren

Die erste Hälfte des Jahres 2014 bleibt aber noch der theoretischen Heraldik verpflichtet. Die oben vorgestellte Tasklist soll abgearbeitet werden. Ich möchte die Arbeiten an der Grammaire du blason und Rietstapps Einführung unbedingt vor Juni abgeschlossen wissen, damit ich mit den vergleichenden Studien der Heraldiklexika anfangen kann.
Parallel dazu arbeite ich weiter an meiner eigenen Einführung in die Wappenkunst, mit eigenen Bildern und einer hierarchischen Tabelle der Figuren.
Das Projekt “französisches Heraldiklexikon” nehme ich inzwischen ähnlich ernst wie einst Armorial Loutsch und es besteht sogar die Gefahr, dass es zum dominierenden Unterfangen wird. Das Tempo hierbei kann aber langsam bleiben, anders als einst bei Wappen aus dem Armorial Loutsch, besteht im Netz kein Mangel an Listen mit französischen Heraldikbegriffen, also drängt mich hier keine Nachfrage der Leserschaft voran. Also das Projekt wird 2014 Fortschritte machen, aber sicher nicht abgeschlossen werden.

Daneben werden weitere Digitalisierungen ins Auge gefasst, u.a. Arbeiten zum Renesse, den ich ganz ähnlich wie den Rietstap behandeln, und weitere Auszüge hier präsentieren will, aber auch andere interessante Quellen, wie die Titan von Hefner, oder heraldische Auszüge aus “Ons Heemecht”. Bei den Digitalisierung will ich mich aber nicht so fest legen.

Zum Hausputz

Die Aktion Astgabeln verstärken wird weiter gehen, auch 2014 soll ein Jahr des internen Hausputzes sein. Ab Oktober werde ich mich auch um die (verbliebenen) nichtheraldischen Seiten kümmern.

Der Verein der “alten Aachener” und besonders der von mir massgeblich gepflegte Internetauftritt aachen.lu werden 2014 wieder viel von meiner Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.
Ausser bei den alten Aachenern will ich mein Engagement bei Igel Aguilia verstärken und da mal die Mitgliederversammlung besuchen.
Als letzte “Vereinstätigkeit” seien die Arbeiten an der Liste der Beiträge im Familijefuerscher erwähnt, die ich 2014 hoffentlich abschliessen kann.

Zeichnungen der Luxemburger Kantonswappen erneuert

Vollzug von Punkt 1.7 der Aufgabenliste vom Oktober.
Es waren besonders zu erledigen, das Wappen des Kantons Esch, sowie die von Diekirch und Grevenmacher, die noch im alten Stil gezeichnet waren.


Wem diese Wappen unbekannt sind, hier zur Erklärung/Erinnerung: Offizielle Kantonswappen gibt es in Luxemburg nicht, denn die Kantone haben keine so rechte Bedeutung. Sie sind nur griffige Formulierungen um bestimmte Gemeinden zusammenzufassen, aber sie sind weder historisch gewachsen, noch all zu statisch: mit den vielen Gemeindefusionen haben ihre Grenzen in der letzten Zeit auch öfter sich geändert. Die meisten wurden Ende der 1940er Jahre erst vorgeschlagen, wobei die damaligen Heraldiker oft den Grundsatz dass für jeden zeitgleichen Wappenträger es nur ein Wappen geben darf vergewaltigten, indem sie, sodann es ein Wappen gab, für den Kanton gerne einfach das, ebenfalls zu der Zeit geführte Wappen des Hauptortes nahmen. Nicolas Lemogne veröffentlichte 1991 im Familjefuerscher Nummer 25 dann für einige Kantone dann Gegenentwürfe, wobei ich gerade das Wappen für den Kanton Esch sehr gelungen finde. Er ersetzte die beiden Schildchen (écusson) mit dem Nationalwappen im Wappen der Stadt Esch durch das Differdinger Wappen links, und ein Wappen mit einem Greifen das an die Gemeinde Kayl erinnert, rechts.

Die Zeichnungen der Kantonswappen sind die ältesten Wappen die ich nach dem Serverwechsel zu OVH aufgespielt habe. Jetzt müssen Sie nur noch ordentlich beschriftet werden.

Seite mit Rietstaps Kreuzchen fertig

Gerade bei den Kreuzen (croix) gibt es in der Heraldik viele Varianten. Genau 24 verschiedene Arten, meinte einst Ménestrier, aber es sind deutlich mehr. Die meisten “grossen” Kreuze stellte Rietstap auf Tafel 3 vor.
Auf Tafel 6, in Reihe 5 beschäftigte er sich dann eher mit den Kreuzchen (die gerne im Feld wiederholt werden).


Diese habe ich nun fertig, sie stehen ab sofort, zusammen mit den zwei geläufigsten Formen des Turnierkragens (lambel) auf wiesel.lu bereit!