Mit den Gemeindewappen des Saarlandes angefangen

Nach der Vulkaneifel und Birkenfeld, war es nun an der Zeit, sich endlich mal den Wappen des nahen Saarlandes zu widmen. Die Gemeindestruktur im Saarland ists anders als in Rheinlandpfalz. Die ehemaligen Ämter wurden hier nicht zu Verbandsgemeinden, vielmehr sind wohl die kleinen Gemeinden zu grösseren fusioniert.
Es gibt daher viel weniger Gemeinden also auch weniger Wappen und so bin ich mit am Wochenende mit dem Landkreis Neunkirchen schon fertig geworden, und zur Zeit mit dem Landkreis Saarlouis dran.
Als erste Einschätzung sag ich mal:
Im Saarland gibt es überraschend viele geviertete Wappen und die Zahnräder sowie Schlägel und Eisen sind hier so häufig, wie die Weintrauben an der Mosel und die Weizenähren in Eifel und Hunsrück.


häufig vertreten auch, der gestümmelte Adler, der aus dem Wappen der Herzöge von Lothringen entnommen wurde.

Verbandsgemeinde Herrstein fertig

Ich habe noch die letzten verbliebenen unbekannten Wappen der Gemeinde Herrstein nachgeliefert. Ich möchte drei davon beispielhaft hervorheben:

  1. Das Wappen des Hauptortes Herrstein selber, weil es die Schachmuster beider Sponheimer Grafschaften übernahm, der vorderen und der hinteren.
  2. Die Gemeinde Fischbach (an der Nahe), als weiteres Beispiel des doch sehr verbreiteten Sponheimer Schachs und die gekreuzten Hämmer.
  3. und schliesslich die Gemeinde Sien, weil sie völlig aus der Art schlägt. Die Siener haben mit Sponheim nix am Hut, sondern erinnern lieber an andere Adlige, wie die Herren von Sickingen (Kugeln), die den Ort evangelisch machten, an Salm-Kyrburg (Salme), und mit der unteren Schildhälfte an die Ritter von Sien.

Ein Wappen bereitet nach wie vor Schwierigkeiten Langweiler:


Neben der Zeichnung, die so auch auf der Homepage der Gemeinde http://www.langweiler.eu/ geführt wird, gibt es auf Wikipedia zwei konkurrierende Wappenbeschreibungen, welche beide nicht zur Zeichnung passen:
Unter https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Wappen_im_Landkreis_Birkenfeld#cite_note-31 steht:

Schild, durch ein schmales, weißes Kreuz in vier Flächen aufgeteilt. Das linke – obere, sowie das rechte – untere Viertel sind rot-silber geschachtelt. Im oberen – rechten Viertel ist auf gelbem Grund ein weißes Gefäß , im unteren – linken ein brennender Kohlenmeiler auf grünem Grund dargestellt.

und unter https://de.wikipedia.org/wiki/Langweiler_%28bei_Idar-Oberstein%29#Wappen hingegen:

Schild, durch ein schmales, weißes Kreuz in vier Flächen aufgeteilt. Das rechte obere, sowie das linke untere Viertel sind rot-silber geschacht. Im oberen linken Viertel ist auf goldenem Grund ein1 im unteren rechten ein brennender Kohlenmeiler auf goldenem Grund dargestellt.

Beide Male geht von einem weissen Kreuz die Rede, das aber nicht zu sehen ist, derweil die Beschreibungen ansonsten beim Schach die heraldischere Farbangabe “silber” benutzen. Einmal ist das Taufbecken weiss auf gelbem Hintergrund, was ein schwerer Verstoss gegen die Farbregeln darstellen würde, ein ander Mal fehlt seine Beschreibung völlig, dann ist ein gelbes Feld grün. Keine Ahnung wo die Beschreibung eigentlich herkommt, aber auf der englischen Wikipediaseite https://en.wikipedia.org/wiki/Langweiler,_Birkenfeld#Coat_of_arms schlummert noch eine Variante:

The German blazon reads: Schild, durch ein schmales, weißes Kreuz in vier Flächen aufgeteilt. Das linke-obere, sowie das rechte-untere Viertel sind rot-silber geschachtelt. Im oberen-rechten Viertel ist auf goldenem Grund ein schwarzes Gefäß, im unteren-linken ein brennender Kohlenmeiler auf goldenem Grund dargestellt.

Übrigens sind bei allen Gemeinde aus dem Landkreis Birkenfeld, die englischen Wikipedia Seiten auskunftsfreudiger als die deutschen, die meisten geben das Wappen an. Das ist mir auch noch nie untergekommen :-)
Vielleicht kommt das daher, dass die Gemeinde (laut Wikipedia) in den 1960ern mal eingemottet wurde, und erst 1992 erneut selbständig wurde? Das Wappen von damals haben sie jedenfalls nicht übernommen:

Dessen Beschreibung lautete:

“In schräglinks geteiltem Schild vorne in Gold ein roter blaubewehrter und -gezungter Löwe nach links, hinten in Schwarz unter einem goldenen Wellenbalken ein goldenes Mühlrad.”

Zur Bedeutung fand ich bei Franz-josef Heyen und Theresia Zimmer im “Wappenbuch des Landkreises Birkenfeld”, Herausgegeben vom Landkreis Birkenfeld, Koblenz 1966:

Der vordere Schildteil verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft. Wellenbalken und Mühlrad versinnbildlichen die Mühlen in der Gemeinde.
Genehmigt durch Erlaß des Ministeriums des Innern vom 20. juli 1964.

Da das Wappen aber offensichtlich von der Gemeinde geführt wird, sah ich keinen Grund, die Zeichnung nicht nachzuempfinden und das Wappen in die Sammlung aufzunehmen.

  1. hier fehlt ganz klar etwas []

Verbandsgemeinde Birkenfeld abgeschlossen

Es sind zwei Elemente, die besonders oft in Birkenfelder Wappen zu finden sind!

  1. Der Pfälzer Löwe, immer nur halb dargestellt

  2. Und das Sponheimer Schach, in allmöglichen Feldern

So, bleibt jetzt nur noch die Verbandsgemeinde Herrstein…

Die Wappen mit dem Vogelhund

In der Verbandsgemeinde Rhaunen, führen einige Gemeinden, wie die Verbandsgemeinde selber auch ein seltsames Tier im Wappen. Die Beschreibung wird stets angegeben als:
in Gold ein rotes Fabeltier mit einem Wolfskopf und weit geöffneten Schwingen, belegt mit einem schwarzen Wolfshaken.

Da die anderen Wappen in der Verbandsgemeinde, entweder einen Rhein und Wildgrafen Löwen im schrägen Obereck hatten, oder ein Sponheimer Schach in der Schrägen führten, blieb nur noch eines zu erstellen, eines was ganz aus der Reihe schlägt:

Und damit sind wir mit der Verbandsgemeinde Rhaunen durch!

Die Wappengruppe mit dem schrägen Sponheimer Schach

Im Landkreis Birkenfeld dürfte ich jetzt alle Wappen mit schräggteiltem Feld haben, wo ein weiss-rotes Schach (échiqueté) drin vorkommt, gezeichnet haben. Das Schach erinnert an die Herren von Sponheim.

Wappen wo das Schach oben ist:


Das Schach unten haben:

Diese Wappen kommen im gesamten Landkreis vor.

Description des armoiries représentées sur une taque

Un de mes lecteurs francophones, Frédéric Warzée, m’a demandé, de l’aider à déterminer les armoiries sur une taque, dont il est devenu propriétaire.

La taque semble dans un bon état, et l’armoirie est en principe assez facile à déchiffrer, il s’agit, des armoiries du royaume d’Espagne, car avec un peu d’exercice on reconnait le château de Castille, le lion de Léon, les pals d’Aragon, etc.
Si on connait un peu l’histoire du pays, il n’est pas étonnant de retrouver les armes du royaume d’Espagne dans la grande-région étant donné que du 16e jusqu’au début du 18e siècle, le roi d’Espagne était bel et bien le souverain des « pays bas espagnoles », c.à.d. la Belgique et le Luxembourg.

Si nous regardons les armoiries de l’état espagnol moderne, nous retrouvons certaines figures semblables à ceux sur notre taque que nous cherchons à identifier, tel que le château, le lion, les pals et la grenade), mais dans une autre composition, ensemble avec d’autres figures et champs que nous ne retrouvons pas sur la taque.

https://fr.wikipedia.org/wiki/Armoiries_de_l%27Espagne
Les armes sont différentes, étant donné qu’elles viennent d’une autre époque!
En effet, nos armoiries sur la taque sont les armes de l’Espagne toute jeune, qui naquit de la fusion des anciens royaumes de la Castille et de l’Aragon, par le mariage de Ferdinand II d’Aragon dit le Catholique (1452-1516) et Isabelle reine de Castille (1451-1504) en date du 14 octobre 1469. En 1492, ce royaume réunit va conquérir la Grenade, dernière bastion des musulmans en Europe.. L’armoirie présente reflète cet historique de la constitution de l’Espagne. Mais regardons d’abord les éléments de l’écu.

La composition de l’écu

On voit très bien, que certains éléments se répètent. Les 2 traits rouges coupent l’écu en quatre parties égales, ce qu’on appelle en termes héraldiques un « écartelé ». Nous voyons, que les figures du quartier 1 sont les mêmes, que celles du 4, et ceux du 2 se répètent au 3.
Les quartiers 1 et 4 (rouge) sont de nouveau écartelés d’une tour et d’un lion (Marqué bleu). Le terme héraldique d’un écartelé d’un champ de l’écartelé est « contre-écartélé ».
Les quartiers 2 et 3 sont chaque fois parti d’un champ avec des pals (colonnes verticales) et un deuxième, écartelé en sautoir avec des également des pals et des aigles.
Tous ces différents champs représentent les anciens royaumes réunis dans le nouvel royaume d’Espagne. On peut qualifier l’armoirie d’«armoirie d’alliance». Je vais d’abord présenter ces royaumes:

Les armoiries des anciens royaumes espagnols

Ferdinand, le mari représentait la partie catalane de l’alliance. Son royaume s’appelait Aragon dont les armes étaient les suivantes:

d’or à quatre pals de gueules.

Ferdinand était aussi roi de la Sicile, pour laquelle les rois d’Aragon adopteront les armes suivantes:

Écartelé en sautoir d’or à quatre pals de gueules, flanqué d’argent à l’aigle de sable.

cf. https://fr.wikipedia.org/wiki/Liste_des_rois_de_Sicile et https://fr.wikipedia.org/wiki/Couronne_d’Aragon
Isabelle était la reine d’un royaume en Espagne centrale s’appelant « Castille et Léon », qui était issu d’une fusion des deux royaumes de Castille et de Léon en 1230.

De gueules au château d’or sommé de trois tours, fermé d’azur et maçonné de sable.

Ce sont des « armes parlantes » (castillia=château en espagnol)
Dr. Loutsch a remarqué : «

Se représente malheureusement le plus souvent comme une tour ouverte dans les armes de la branche autrichienne

»… voir notre taque considérée.

D’argent au lion de gueules, armé, lampassé et couronné d’or.

concernant cette armoirie, Dr. Loutsch a remarqué au’à l’origine, le lion était de pourpre.

On remarque que c’est de nouveau le cas dans les armes modernes, ou on a choisi le pourpre comme émail pour le lion.
Ce sont aussi des « armes parlantes »

Une des techniques pour créer une armoirie d’alliance, est d’écarteler les armoiries des deux partenaires. Ainsi Isabelle portait un écartelé de Castille et de Léon en tant que reine de son royaume de départ.
Au 1ier et au 4e quartier, on va retrouvera toujours les armes du partenaire de l’alliance, qui est le plus puissant, en général c’est le mari. Comme nous pouvons le constater, dans notre exemple, c’était bien la femme qui tenait la partie la plus importante du royaume commun: la Castille. Il semble que Ferdinand, qui était le véritable roi, a respecté ce fait dans les armoiries, même après le décès de sa femme : Castille et Léon au 1 et 4.

Comme nous venons de voir l’état régis par le couple royale catholique va conquérir un territoire commun, qui intégra par le moyen de l« enté en pointe » dans les armoiries du nouveau état : la Grenade (5) :

D’argent à la grenade de gueules, tigée et feuillée de sinople.

De nouveau, nous voilà devant des armes parlantes. J’estime que les armoiries ont été crées après la conquista. L’héraldique n’était pas de coutume chez les musulmans.

Conclusion

Les armoiries des rois d’Espagne vont encore changer plusieurs fois plus tard, quand les espagnols auront conquis d’autres territoires. Peut-on donc en conclure qu’il s’agit des armes d’Isabelle et de Ferdinand, et donc d’un travail du début die XVI siècle ? Non, pas forcément!
A mon avis, ce sont les armes d’Espagne et la taque date de l’époque espagnole, mais dans une version simplifié des armes royales (tour au lieu d’un château, le lion n’est pas couronné, etc.), peut-être parce-que l’art métallurgique d’antan exigeait des formes plus simple.
On pourrait envisager de faire des recherches dans les catalogues et inventaires des taques connus, voir si cette taque ou pareil y figureait.
Mais, en général pour les taques, seulement une analyse métallurgique peut clarifier son origine.

La taque est en tout cas très belle.

Voir aussi

  • Catalogue des taques de cheminée de la collection Edouard Metz, Luxembourg 1979

Prinsault digitalisiert

Als eine weitere Leistung bei der Digitalisierung von Quellen der Heraldik, kann ich folgenden Abschluß vermelden:
Im Juni hatte ich begonnen den Traité de blason digital zu bearbeiten, der allgemein einem gewissen Clement Prinsault1 zugeschrieben wird, über den sonst aber auch nicht so schrecklich viel bekannt ist. Wohl war er, wie Douet-D’Arcq schreibt, ein Kleriker im Umfeld des Jacques d’Armagnac (1433 – 1477)2. Dieser wiederum war ein Frondeur der tragisch endete; vielleicht ging Prinsault mit ihm unter und wir wissen daher so wenig über ihn?!

Otto Titan von Hefner jedenfalls folgte Douët d’Arcq, welcher Zweifel an der Autorenschaft Prinsaults hegte und die Lehrschrift für deutlich älter hielt, aber die untere Schranke für das Entstehungsdatum des Traité auf 1416 fest setzte. Dass wie wirklich so alt ist gilt aber als eher zweifelhaft.
Nachdem ich im Juni bereits meine Bearbeitung von Douet-d’Arcs Aufsatz über das Werk veröffentlicht hatte, hier nun der Traité selber. Das Werk zerfällt in zwei Teile, die nun auch online sind:

  1. Der eigentliche Traité de blason, mit bereits erstaunlich vielen Regeln, vor allem Farbregeln auf denen rumgeritten wird, sozialen Vorurteilen gegenüber Emporkömmlingen und bereits viel esoterischem Zeug.
  2. Und ein Armorial, hauptsächlich französischer Würdenträger, christlicher Könige und mythischer Gestalten wie den Musen und den Künsten!

Schwierigkeiten bereitet hatte mir vor allem die Frage, wie ich es mit den Abbildungen halten sollte?
Douet d’Arcq stand 1858 auch vor dem Problem, er “entschied” sich dafür, s/w Zeichnungen mit Schraffierungen anfertigen zu lassen, denn sein Artikel wurde gedruckt. Vermutlich hat er deshalb in seiner langatmigen Einleitung so lange darüber philosophiert, wer das System der Schraffuren erfunden hätte; was mit dem Gegenstand über den er schrieb nichts zu tun hatte. Ich hätte sie auch nachmachen können, aber hier war es so, dass sich von Hefner in einer Fußnote zum Unterschied zwischen Löwen und Leoparden Prinsaults Inkonsequenz beklagt:

Prinsault sagt: „Les lyons de leur nature sont rampans et les léopars passans, et c’est la première difference entre lyons et léopars. Et s’ils sont au contraire on dit: un lyon léopardé et un léopard lyonné. L’autre différence est, car le lyon en armes a seulement un oeil et une oreille, et le léopard en a deux, comme on peut veoir ey-dessoulz.“ Dabei gibt er vier Abbildungen mit darunter stehenden Blasonierungen, welche aber zu seiner oben angeführten Erklärung nicht passen, denn er nennt einen s. Schild mit aufspringendem r. Löwen vorwärsgekehrt „d’argent à un léopard de gueules“, und einen Schild mit schreitendem vorwärtssehenden Löwen # in S. „d’argent à un léopard lyonné de sable“

Daher war es mir wichtig, die Abbildungen so genau wie möglich wiederzugeben, was ein Nachzeichnen ausschloss. Leider ist die Aufflösung der Bilder auf Gallica nicht hoch genug, um jedes Bild einzeln einzuscannen, daher biete ich die Kopien seitenweise an.

  1. Artikel über Prinsault auf Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Cl%C3%A9ment_Prinsault []
  2. Siehe: https://fr.wikipedia.org/wiki/Jacques_d%27Armagnac, weit weniger ausführlich auf deutsch: https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_d%E2%80%99Armagnac []

Birkenfeld, oder der Löwen des Wildgrafen im schrägen Obereck

Letztes Jahr, als ich zügig die Wappen der Gemeinden in Rheinland-Pfalz zeichnete, hatte ich großzügig im September den Kreis Birkenfeld in meinen Wirkungskreis aufgenommen, wohl weil ich irrtümlich glaubte in dem Tempo weiterfahren zu können. Nachdem ich die Wappen der Verbandsgemeinden gezeichnet hatte, nahm ich noch die Verbandsgemeinde Baumholder durch. Je weiter der Herbst fortschritt und je strenger der Winter wurde, desto mehr erlahmte jedoch mein Interesse am Wappenzeichnen und ich widmete mich wieder stärker der Digitalisierung, hier vor allem dem Otto Titan von Hefner, und der Wappenkunde im allgemeinen.
Erst während eines längeren Urlaubs bekam ich wieder Lust auf das Zeichnen mit Gimp, gab aber dem “luxemburgischeren” Landkreis Vulkaneifel, den ich letzte Woche aber abschloss.
Der Landkreis Birkenfeld hat nie zu Luxemburg gehört, norddeutsche Protestanten tummelten sich dort gar rum, er grenzt aber an Trier-Saarburg und ich sehe viele Autos in Luxemburg mit Kennzeichen, die mit BIR anfangen. Auch ist der Hunsrück ein beliebtes Ausflugsziel und so nahm ich Birkenfeld wieder auf den Leisten. Schon im Oktober war mir aufgefallen, wie ungeheuer schematisch die Wappen der Gemeinden in Birkenfeld alle sind. Bestimmte Elemente kommen in so vielen Wappen der jeweiligen Verbandsgemeinde vor, dass man manchmal den Eindruck hat, sie würde sich nur durch Beizeichen von der Grundform unterscheiden. Vermutlich haben sie alle denselben Autor?
Um dies zu würdigen entschied ich mich diesmal etwas anders, nicht strikt nach Alphabeth sondern nach Wappenfiguren vorzugehen. Als erstes habe ich jetzt die Wappen gezeichnet, wo das Feld schräggeteilt ist und im Obereck der Schräge der rote, blaubewaffnet und bezungte Löwe im goldenen Feld sitzt. Es ist der Löwe der Rhein- und Wildgrafen.
In der Verbandsgemeinde Herrstein haben wir:


In der Verbandsgemeinde Rauhnen begegnen uns:

In letzterer Verbandsgemeinde finden wir den Rhein- und Wildgrafschen Löwe weiter noch gestreckt, im gespaltenem Feld, bei:

oder aus dem Schildfuss herauswachsend im unteren Teil, eines geteilten Schildes bei

Die Wappen waren entsprechend schnell gezeichnet nachdem ich einmal eine Vorlage für den Wildgrafenlöwen im Obereck hatte; es war ja immer stets mindestens ein Feld gleichbleibend.

Verbandsgemeinde Obere Kyll

Wieder war es, wie bei Hillesheim und Kelberg ein Heiliger, der von mir als letzter gezeichnet wurde, diesmal der heilige Petrus im Wappen von Esch. Ja, bei Gerolstein gibt es auch eins, nicht nur im Minette und an der Sauer:


Hervorheben will ich weiter keines der Wappen aus der kleinen Gemeinde an der oberen Kyll, ausser vielleicht Gönnerdorf, das irgenwie genauso aussieht wie das der de Gondersdorf, welches die Farben und eine Figur für das Wappen der Gemeinde Erpeldange lieferte. Erpeldange dürfte übrigens nach meiner Einschätzung der Ort sein, von dem sich mein Familienname ableitet; meine ersten nachgewiesenen Vorfahren tauchten um 1720 nicht weit davon weg, in Bourscheid auf.

Damit wäre der ganze Landkreis Vulkaneifel erst mal abgschlossen.
Was hier zu tun bleibt wäre, wie bei allen anderen deutschen Gemeindewappen, diese mal zu beschriften und zu taggen, wozu die französischen Wappenbeschreibungen zu erstellen wären. Bei der Vulkaneifel ist dies noch am leichtesten möglich, weil hier die deutschen Wappenbeschreibungen grösstenteils vorliegen. Ich führe dies darauf zurück, dass es in dem Kreis eine gesunde Heimatvereinskultur gibt oder zumindest gab, mit vielen fleissigen Autoren. Vorbildlich auch, das Heimatjahrbucharchiv des Landkreises http://www.jahrbuch-vulkaneifel.de/.