Die Einführung von Bender et Rolland wurde überarbeitet

Mit diesem Digitalisierungsprojekt hadere ich schon lange! Dabei waren Rolland und Bender als ich das Projekt Heraldik neustartete einer meiner Ausgangspunkte! Denn 2008 war ich, auf der Suche nach Inspiration ausgerechnet auf Bender und Rolland gestossen (1903), ein Werk das ich damals noch mit dem Armorial Général des J.B. de Rietstap identifizierte. In der frühen Phase des Neustartes lag mein Schwerpunkt auf dem Zeichnen und ich suchte Vorlagen, welche ich bei Rolland und Bender fand! Bald aber störte ich mich an der geringen zeichnerischen Qualität der Vorlage und inspirierte mich dann stärker bei Dr. Loutsch.


Je stärker ich mich mit der Heraldik und ihren Quellen beschäftigte, desto weniger überzeugte mich Rolland und Bender. Im Februar 2013 begann ich mit den Digitalisierungsprojekten und fasste eine Ausweitung der Beschäftigung mit B&R noch einmal ins Auge, fand bald danach das Original lohnender, zumindest als Vorbild für eine Einleitung.
Interessant blieben B&R noch wegen der Fremdsprachen, welche in meiner künftigen Umsetzung der Heraldiklexikons eine Prominente Rolle spielen sollen. Ich scannte die Seiten ein und gewann die französischen, englischen, deutschen, spanischen und italienischen Begriffe die ich in unmotivierter Form auch online stellte. Aber ich ignorierte das Projekt und führte es nur noch als Illustration zu Rietstap.
In den vergangenen Wochen verriet mir Jetpack welches ich jetzt schon ein Jahr benutze aber, dass sich die Seite im Netz aber wohl doch einiger überraschender Beliebtheit erfreut. Also beschloss ich, sie doch nicht abzuschalten, sondern ihre Präsentation zu verbessern:

  • die einzelnen Sprachen, zuvor hintereinander dargeboten, wurden übersichtlich in den einzelnen Spalten einer einzigen großen Tabelle angelegt.
  • In dieser Tabelle wurde jeweils der französische Begriff mit dem Lexikon verlinkt. Denn das ist ja letzlich das Ziel: der Aufbau eines ordentlichen französischen Heraldiklexikon, die Digitalisierungen als Untermauerung.
  • Die zuvor eingescannten Tafeln wurden beschriftet und zwar mit einem Auszug aus der Tabelle. Hierbei berücksichtige ich nur französisch, englisch und deutsch, die Sprachen die ich selber beherrsche und ggf. Anfragen beantworten könnte.

Ich präsentiere also hiermit im neuem Gewande:

Die einführenden Tafeln von Rolland et Bender (1903)

Es dürften noch Fehler drin sein, vor allem bei den italienischen, spanischen und englischen Begriffen, die mir nicht so ins Auge springen. Dieser werde ich von Zeit zu Zeit ausmerzen, sowie ich weitere Begriffe in mein Lexikon aufnehmen und dann in der Tabelle verlinken werden. Ich hoffe aber, die Leserschaft hiermit erst mal zufrieden stellen zu können.
Hiermit ist dann auch ein weiterer Punkt (5) meines neuen alten Planes zur Aufwertung des Lexikons abgehakt.

Seite mit Rietstaps Kreuzchen fertig

Gerade bei den Kreuzen (croix) gibt es in der Heraldik viele Varianten. Genau 24 verschiedene Arten, meinte einst Ménestrier, aber es sind deutlich mehr. Die meisten “grossen” Kreuze stellte Rietstap auf Tafel 3 vor.
Auf Tafel 6, in Reihe 5 beschäftigte er sich dann eher mit den Kreuzchen (die gerne im Feld wiederholt werden).


Diese habe ich nun fertig, sie stehen ab sofort, zusammen mit den zwei geläufigsten Formen des Turnierkragens (lambel) auf wiesel.lu bereit!

Aufgabe erledigt: Auch Planche V beschriftet!

Nach Planche II, sind nun auch alle Wappen von Planche V beschriftet und getaggt. Auf Planche V sind nur 42 Wappen, auf Planche I nur 49 Wappen, derweil die drei anderen Tafels jeweils enthalten. Dafür waren auf der Seite von Planche V ja noch die Chimären, Monster und andere Ungeheuer zu sehen; diese Zeichnungen präsentierte ich neulich….
Planche V beschäftigte sich mit menschlichen Körperteilen, Pflanzen, Vögeln und Fischen etc.


Damit ist endlich Punkt 1.2 meiner Tasklist, meiner Vorhaben ursprünglich bis Ende des Jahres angedacht, abgeleistet, die Wappendatenbank wuchs dadurch auf 4777 Wappen an.

Planche II beschriftet

Noch eine Vollzugsmeldung. Alle Wappen von Rietstaps Tafel 2 sind nun beschriftet und getaggt.
Diese beschäftigte sich u.a. und vor allem mit Varianten des Balkens(fasce), des Schrägbalkens (bande), des Gironné und des Sparrens (chevron).


Damit bleiben nur noch die 50 Wappen von Tafel 5 zu beschriften, dann hätten wir endlich Punkt 1.2. meiner Todo Liste abgehakt.

Mit Planche 6 angefangen

Planche 6 der Illustrationen zu Rietstaps Einleitung enthält soviele Figuren, dass ich mehrer Galleries spendieren werde. Ich habe mit Reihe (rang) sechs angefangen, das sind lauter Türme:

Rietstaps Ungeheuer von Tafel 5 erledigt

Eine weitere kleine Zwischenetappe konnte genommen werden: Tafel 5 gab es im Rietstap nicht nur ein paar Familienwappen, sondern auch noch eine Reihe Chimären, oder Ungeheuer. Fantastische Figuren. Diese habe ich nun alle gezeichnet, hier eine Auswahl:


Lediglich die Fledermaus passt nicht in die Reihe der imaginären Figuren, Fledermäuse gibt es ja wirklich. Allerdings kaum in Wappen, da sind sie offenbar eher selten. Ich selber zumindest kenne kein einziges aus Luxemburg.

Planche IV überprüft

Es sieht im Augenblick nicht wirklich danach aus, als ob ich meine Wunschliste bis Ende des Jahres noch abgearbeitet bekäme.


Immerhin habe ich nun die Wappen von Tafel 4 (auf frz. Planche) beschriftet, getaggt und überprüft. Die meisten der Wappen zeichnete ich im März und April. Es ging vor allem um Bordüren, Rauten und bestimmte Schnitte.

“heraldische” Tiere

Zur Zeit arbeite ich Rietstaps Tafel 5 ab. Auf der gibt es vor allem Tiere, die es eigentlich nicht gibt, wie Jungfrauenadler (Harpie), Zentauren, Greife (griffon) etc.
Drei Tiere sind hervor zu haben, die es in der Natur sehr wohl gibt:

  • Die Antilope
  • den Tiger
  • und den Panther

Weil diese Tiere, so wie sie dargestellt werden mit den real vorkommenden Entsprechungen kaum etwas gemein haben, fügt der moderne Wappenkenner in seiner Beschreibung gerne noch das Adjektiv “héraldique” an, schliesslich gibt es ja vielleicht auch noch Wappen, wo diese Tiere in ihrer natürlichen Form vorkommen.
Im Mittelalter dachte man sich nichts dabei, Tiger, Panther und Antilope, waren wie der sehr viel verbreitetere Löwe Tiere, welche die Europäer nie zu Gesicht bekamen, entsprechende Vorstellungen machten sie sich über sie. Man beachte auch: der “heraldische” Löwe oder Adler hat mit den tatsächlichen Tieren ja auch nicht so viel Ähnlichkeit. Dem Ritter kam es auf eine Stylisierung an, bei der das Tier und damit sein Wappen gut zu erkennen und von dem seiner Gegner zu unterscheiden war.
In dem Zusammenhang gibt es in Rietstaps Liste noch ein Tier, das im Mittelalter zwar heimisch war, über das die Menschen aber völlig falsche Vorstellungen hatten: So glaubte man z.B, das Feuer könnte dem Salamander nichts anhaben, weshalb man ihn auch Feuersalamander nannte. Das ging so weit, dass die Menschen irrtümlich annahmen, ein Feuer löschen zu können indem sie Salamander hinein warfen.


Wie man sieht, auch der Salamander sieht als Wappentier nicht sehr vertraut aus.

Hab mit Rietstaps Tafeln der Figuren angefangen

J.B. de Rietstap gab seiner Einführung in die Heraldik, welche er seinem Wappenbuch vorangstellte nicht nur Tafeln mit einer Auswahl an Wappen zur Illustration der Begriffe bei, sondern auch einige Tafeln mit meubles. Ich habe nun angefangen diese Figuren zu zeichnen, die folgenden imaginären Meeresbewohner machen den Anfang.


Rietstaps Original war schwarz-weiss, die Farben habe ich mir also ausgedacht! Sieht im Netz einfach besser aus. Ich versuchte aber bei gebräuchlichen Kolorierungen zu bleiben, also sinople (grün) für die Fischschwänze und carnation für die Haut.