Bilanz 2010 und Ausblick 2011

Vor einem Jahr machte ich mir an dieser Stelle ein paar Zukunftsgedanken über die Heraldik und diese Website. Es kam alles ganz anders:

  1. Zunächst zeigte sich, dass ich wegen Platzbedarf den Hoster würde wechseln müssen und die WordPress Migration erwies sich als nicht so trivial, wie ich es von früheren Gelegenheiten in Erinnerung hatte.
  2. Wichtiger aber noch, ich trat innerhalb meiner Behörde eine, wie ich zunächst meinte, verantwortungsvollere Position an. Dies bedingte eine völlige Umstellung meiner Lebensgewohnheiten.

Beide Veränderungen beanspruchten viel mehr Zeit, so dass ich nicht alles umsetzen konnte was ich mir vornahm. Und das obwohl ich recht bescheiden war bei meinen Vorsätzen für das neue Jahr 2010.

Was habe ich erreicht?

Beginnen wir mit dem Erfreulichen, es wurde in der Tat umgesetzt:

Nicht voran kam ich hingegen mit dem Vorhaben, wie Dr. Peters mir Bilder von Wappen aus dem Stadtbild vorzunehmen und zu dokumentieren. Wohl machte ich ein paar Bilder, etwa jene aus aus Vianden, aber es kam nicht zur Auswertung. Hierfür fehlen mir Zeit zur Inspiration.

ein paar Worte zu den Hindernissen

Beim Hosterwechsel fiel ins Gewicht dass erprobte Methoden dieses Mal nicht mehr klappten: Früher machte ich immer einen Datenbank-Backup mit Filosofos Backup Tool und spielte dieses dann auf dem neuen Webspace via PHPMyAdmin ein. Letzteres versagte dieses Mal, es wurden z.B. angeblich doppelt vergebene IDs bekrittelt?!

Mir blieb nichts anderes übrig, als erst mal die neue Site heraldik.be alleine (mit reinem Heraldik Inhalt) zu betreiben, und später dann mit der Export/Import Funktion zu arbeiten. Nachteil bei letzterer Vorgehensweise: die Informationen zu den Bildern gehen verloren, das Tool ist nicht in der Lage zu erkennen, dass die Bilder schon da sind… Es war also viel Handarbeit von Nöten. Wollte ich zunächst aus der Not eine Tugend machen und zwei Sites betreiben, fand ich das aber später zu unpraktisch und fusionierte beide wieder.

Bei der Gelegenheit fielen ein paar Postings meiner Selbstzensur zum Opfer. Vor allem in der Frühzeit von wiesel.lu als Blog veröffentlichte ich öfters eher private Beiträge, die kamen jetzt weg. Denn erstens glaube ich dass die wenigsten Leser wirklich wissen wollen, dass ich bei meiner Radtour in der und der Jugendherberge
schlecht geschlafen habe, und zweitens betreibe ich inzwischen einen netten kleinen Hausserver, auf dessen Blog mein privates Tagebuch viel besser aufgehoben ist.

Die zweite, wesentlich erheblichere Veränderung 2010 war mein Wechsel von der Informatikabteilung der ITM ins Inspektorat die Anforderungen änderten sich völlig:

  • Waren meine Aufgaben vorher eher technischer Natur, überwiegt nun das administrative: juristische Texte statt informatischer Code
  • Beschäftigte ich mich vorher vor allem mit Maschinen und Geräten, sind es nun die Menschen. Zuvor hatte ich vier Kollegen, einen Vorgesetzten und abgesehen von ein paar Technikern die sich gelegentlich um Computer, Drucker oder die Telefonanlage kümmerten kaum mit Auswärtigen zu tun. Nun stehe ich nominell selber sechs Inspektoren und zwei halben Sekretärinnen vor, muss meine Aktionen mit denen mehrerer Kollegen koordinieren die mich an Rang und Ansehen überragen, und muss mich zudem mit sehr viel mehr Auswärtigen beschäftigen und hiermit meine ich vorrangig Bürger und andere “Verwaltete” (frz. Administrés).
  • Früher habe ich mich gefreut, wenn ich mal eine Dienstfahrt antreten musste, endlich mal raus aus dem Käfig! Heute sind Ausseneinsätze sehr viel häufiger und im Augenblick mache ich sie noch gerne, auch wenn sie in der Regel zur Unzeit erforderlich sind.

Zur Zeit finde ich meine neuen Aufgaben sehr viel anstrengender als meine alten, auch wenn ich den Wechsel positiv bewerte. Jedenfalls bedingt dies alles, dass mir zur Pflege meiner Homepage sehr viel weniger Zeit bleibt als früher.

Von daher bewerte ich es als, unter dem Strich gar nicht so schlimm, dass ich bei der Aliai als Webmaster ausgewechselt wurde, auch [ ... Selbstzensur ...] .

Projekte 2011

Meine Vorhaben für 2011 möchte ich erneut unter das vorsichtige Motto “besser nicht zuviel” stellen. Denn meine Einarbeitung ins Arbeitsrecht wird mich auch 2011 noch beschäftigen, so dass in meiner Freizeit wohl nur eher anspruchslosere Beschäftigungen möglich sind, das schließt echte heraldische Studien aus.

  • Ich vermute, ich komme mit der Umsetzung von Armorial Loutsch online voran, möglicherweise kann ich das Projekt 2011 abschliessen. Zwar ist kaum die Hälfte geschafft, und das hat mich schon ein Jahr gekostet, aber ich werde zeichnerisch immer routinierter.
  • Gestern noch meldete sich der verehrte Code Hooligan bei mir, der Texanische Programmierer dessen Taxonomie Plugin “Mediatags” mir gute Dienste leistet. Vielleicht werde ich bald schon erste Statistiken veröffentlichen können, etwa zu Fragen wie “Welche Farben dominieren in der Luxemburger Heraldik?“, oder “welche Wappentiere kommen am häufigsten vor?“. Zur Zeit sind leider die Wappen noch nicht durchgängig getaggt. Das Zufügen, von Wappenbeschreibung und Mediatags ist teilweise zeitraubender als das Erstellen der Zeichnungen, besonders bei “einfachen Wappen” die aus Figuren bestehen, für die ich schon gute Vorlagen erstellt hab.
  • Dann will ich dieses Jahr unbedingt die Wappen der deutschen Gemeinden im Grenzgebiet zu Luxemburg1 zeichnen. Als Informationsquelle wird erst mal Wikipedia2 dienen. Die interessierenden Landkreise sind:

    Hier winkt als besondere Herausforderung, dass die Blasonierungen in französischer Sprache wohl von mir erstellt werden müssen. Kurze Zeit hatte ich meinen Auftritt unter dieses Motto “mich interessieren nur die Orte, die mal zum Herzogtum Luxemburg gehört haben” gestellt, es ist mir bewusst, dass nicht alle Gemeinden in diesen Kreisen die Bedingung erfüllen. Wollte ich das wirklich durchziehen, müsste ich aber erst mal mühsam herausfinden, welche Orte genau dies dann waren, und dann einige Löcher in meine Karte reissen. Ich wähle daher einen neuen, moderneren Ansatz und gehe davon aus, dass heute in allen diesen Gemeinden Menschen leben, die einen Bezug zu Luxemburg haben, weshalb sie alle auf Wiesel.lu vertreten sein sollten. Dies nicht zuletzt weil viele von ihnen, wie ich selber auch, ihren Lebensunterhalt im Grossherzogtum verdienen.

  1. Die belgischen nach ich mir schon Ende 2009 vor, die französischen hebe ich mir dann entsprechend für 2012 auf []
  2. auf Wikipedia sind schöne interaktive Karten eingebaut. Nur die Zeichnungen gefallen mir nicht so, ich werde sie in meinem Stil nachzeichnen. []

ab haut, préposé vun der Agence Lëtzebuerg

D’letzt Woch, de Mëttwoch huet den Direkter vun der Inspection du Travail et de Mines, der Administratioun fir déi ech schaffe mech zum Préposé vun der Agence Lëtzebuerg ernannt, a séng Decisioun en Donneschde bekannt ginn.

Haut war mäin éischten Dag op der Agence. D’ITM huet dräi regional Sëtz: Diekirch, Esch a Lëtzebuerg, woubäi d’Agence Letzebuerg fir d’Kantoner Letzebuerg, Miersch a Grevenmacher zoustänneg ass.

Sëtz vun der Agence ass Stroossen, sou dass ech just hu missten zwee Stäck no ënne plënneren, mee nit an een anert Gebei.

Ab elo, werd d’Informatik nees mäin Hobby, a nit méi mäin Beruff sinn.

mal was zu WordPress

HTML Seiten, CSS etc nicht mehr selber zu erstellen, sondern auf WordPress umzusatteln, sehe ich als eine meiner besten Entscheidungen zur Präsenz im Netz, die ich je getroffen habe. So kann ich mich auf Inhalte konzentrieren, und brauche nur gelegentlich kleinere Anwendungen zu schreiben. Ich habe zwar immer sehr gerne programmiert, aber umfangreichere Projekte übersteigen meine Möglichkeiten deutlich!
Hier ein paar Worte zu den Änderungen der letzten Monate:

  1. Zu WordPress allgemein

    Mit der Version 2.5 machte WordPress einen grossen Schritt in die für mich richtige Richtung: Sie bauten die Funktion zum Hochladen von Bildern (und anderen Dateien) grosszügig aus, so dass sie nun von “buildin Galleries” sprechen. Hier gibt es wohl noch viel zu tun, die MediaLibrary ist etwas schwerfällig in der Bedienung. Auch mutet es komisch an, auf “Add media” drücken zu müssen, wenn ich in Wahrheit keine Bilder hinzufügen, sondern nur vorhandene nutzen will. Aber ich setze grosse Hoffnungen auf Version 2.7, für welche WordPress jetzt Skizzen ihrer Pläne (sog. Wireframes ) vorgelegt hat.

    Ich habe denn auch gleich beschlossen, nicht mehr länger nach Fotoplugins zu suchen und auch meine selbergeschriebene Software wegzuschmeissen und das entsprechende plugin itm_lists_forms_and_pics zu entrümpeln. Prozess dauert noch an ;-)

  2. Zu den Plugins

    An sich sah das Konzept von WordPress mal vor, nur Basisfunktionalität zu liefern,wer mehr haben will müsse sich entsprechende Plugins, welche von Dritten geschrieben werden, installieren. Das wirft aber aber gleich mehrere Probleme auf:

    1. Kann ich den Plugins trauen? Sind sie getestet und fehlerarm? Telefonieren diese nicht nach hause? Sind sie sicher gegen böse Buben?
    2. Das Hauptproblem aber ist, dass die meisten Entwickler sich irgendwann anderen Themen zuwenden und ihre Plugins nicht mehr pflegen.

    Denn mit jeder neuen Version von WordPress tauchen aber solche Inkombatibilitäten auf, und so musste ich mich von einigen liebgewonnenen verabschieden:

    • Ganz gut gefiel mir immer themed login. Leider aber schliesst es die Option “user cannot register themselwes” kurz. Es tauchten plötzlich ganz komische Namen unter “users” auf, ich musste es schweren Herzens aufgeben
    • Eigene PHP Scripte auch in Postings (vor allem aber auf Pages) laufen lassen zu können ist mir sehr wichtig. Zuvor setzte ich hierfür immer RunPHP ein, jetzt bin ich auf PHP-Exec umgestiegen. Der Grund: es läuft auch, wenn HTML Schnipsel zwischen den Code springen, sein Autor hat sich noch nicht von seinem Werk distanziert und es ist besser dokumentiert! (Wichtig, falls Sören es sich doch mal anders überlegen sollte, und PHP Exec nach einem WordPress Update unbrauchbar würde.
    • Users Extra fand ich auch mal klasse, brauche es aber nicht mehr.
  3. Zu den Themes

    Praktisch jeden Tag veröffentlicht irgend jemand ein neues “Theme” für WordPress, so dass ich es völlig aufgegeben habe, das mich für ein bestimmtes Layout zu entscheiden. Ich lade mir ständig neue runter, probiere sie aus und verändere sie, passe sie meinen Bedürfnissen an. Auf der Seite Site, kann der Leser sie gerne ausprobieren und zwischen ihnen hin- und her schalten. Wenn Sie dann nachher nicht mehr wissen, welches eigentlich das Standardlayout für wiesel.lu ist, löschen sie einfach die cookies ihres Browsers ;-)
    Im Augenblick ist es 8some. Dies, weil ich etwas konservativ bin, und ganz gerne die Navigationsleiste links habe, es dafür schätze, wenn das Layout “fluid” ist, d.h. der Leser die Weite der Seite selber bestimmen kann. Dies ist mir besonders wichtig, weil ich gerne mit breiten Listen arbeite, wie z.B. bei den Gemeindewappen. Ein, ansonsten schönes Layout wie blog it750 schränkt mich da zu sehr ein.
    Ganz klasse fand ich auch Aggregado, hier gefiel mir besonders wie sie “das Archiv” organisiert haben. Eine Technik, die ich übernehmen werde!

ITM mit neuer Adresse

Die Behörde, deren Beamter ich bin, die Inspection du Travail et des Mines (ITM), ist seit Gestern mit einem “neuem” Webauftritt im Netz zu finden:
www.itm.lu
Auf den ersten Blick hat sich für den Betrachter kaum etwas geändert, ausser dass die Anschrift erfreulich kürzer ist. Neu an www.itm.lu gegenüber dem vorerst immer noch im Netz zu findendem alten Auftritt ist nicht die Struktur der Dateien, die unverändert blieb, neu ist nicht das Layout, das (fast) nicht verändert wurde, und neu ist schon gar nicht der Inhalt! Neu ist “nur” die Software die dahinter steckt. Jetzt ist es das Content Management System Zope / Plone, welche flexibler und ausbaufähiger als die alte Software zu sein verspricht.
Die ITM ist eine, den deutschen Gewerbeaufsichtsämtern vergleichbare Behörde, welche die Einhaltung des großherzoglich luxemburgischen Arbeitsrechts und der Gesetze und Bestimmungen zur Arbeitssicherheit durch die Privatwirtschaft überwacht. Ihr Name ist historisch bedingt: in früheren Tagen wurde in Luxemburg auch Eisenerz untertage abgebaut, in den Minen kam es sehr oft zu Unfällen und so wurde diese Behörde eingerichtet. Bewirtschaftete Minen gibt es in Luxemburg keine mehr, aber der Name der Verwaltung erwies sich doch als äußerst langlebig :-)

Studienarbeit überarbeitet

Ich habe den Text der von mir im Jahre 2000 angefertigten Studienarbeit "Die Entwicklung der Telephon-Vermittlungstechnik in Deutschland – Von den Anfängen bis zu den elektronischen Vermittlungsverfahren" überarbeitet. So kamen die zuvor unter den Tisch gefallenen Fussnoten 7, 64, 106 und 108 wieder zum Vorschein (Quellenangaben).

Das sind doch 6, ja fast 7 Jahre her, warum muss der Text denn immer noch überarbeitet werden? Nun, wie ich im Vorwort zur Onlineausgabe schon anschneide, sind hierfür die technische Entwicklung in Kombination mit meinen Kenntnissen zu Methoden der Publikation im Web (HTML, SHTML, PHP) verantwortlich:

  • Den Text in eine einzige HTML Datei zu packen war 2000/2001 nicht möglich, Computer und Übertragungsgeschwindigkeiten im Internet waren noch viel zu langsam: ich hätte auf die wichtigen Abbildungen verzichten müssen. So wurde der Text auf mehrere Dateien aufgeteilt: eine pro Kapitel
  • Nach HTML, schlug ich 2003 den Irrweg SHTML ein.
  • Der Mehrwert von HTML bilden die Links. Vor allem für die Fußnoten sind sie ein schönes Feature. Im reinem HTML ist das Nachführen und Überprüfen der Links eine echte Qual! 2004 stellte ich dann erschreckt fest, dass

    1. es nun doch schon Leser gab, welche die Arbeit im Netz gefunden hatten und sich auf sie berufen wollten: eine Mitarbeiterin des Bundesministeriums für Telekommikation erbat Hilfe beim Auffinden, von mir angegebener Quellen.
    2. Teilweise noch Schreibfehler mit inhaltlicher Auswirkung (deshalb konnte Jana Busch die Quelle ja auch nicht finden ;-) , und durch das wiederholte Konvertieren/Editieren neue Fehler sich eingeschlichen hatten
  • PHP brachte dann den Ausweg und neue Probleme. Denn die alten HTML Datei bleiben erhalten wurden aber von mir, zu reinen Behältern degradiert, ohne Links auf Fussnoten und weitere Kapitel. Diese berechnen seither PHP Programme. Doch Die Suchmaschinen (Google + Co.) wissen das nicht zu würdigen und schickten immer wieder Leser in diese reinen Textdateien.
  • Nun müssten diese Probleme gelöst sein, die einzelnen Dateien wurden aufgelöst, zu einer vereinigt und in einem, für Bots unzugänglichem Ordner auf dem Server abgelegt

Die Arbeit erfreut sich übrigens wachsender Beliebtheit: das deutsche Wikipedia verweist auf sie, als Quelle für den Zeitzonenzähler (nein, ich hab den Link NICHT selber gesetzt *g*!!)

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Neues Fahrrad für die Stadt

In Mühlheim-Kehrlicht bei Fahrrad Franz habe ich letztes Wochenende ein neues Fahrrad gekauft. Es soll mein altes Studentenrad ersetzen und wird mir als Zweirad für den den Stadtverkehr dienen. Demnach ist dieses Rad, anders als mein Teramo Trecking Bike von KTM das ich mir im Herbst letztes Jahr gekauft habe, kein Sportgerät sondern in erster Linie ein Verkehrsmittel.
Auch dieses Mal war es ein Schnäppchen: Vorjahresmodell (2005), hat Magura Hydraulikbremsen und Shimano Deore XT Schaltwerk und ist eigentlich viel zu gut für den Zweck. Aber die Stadt Luxemburg ist viel zu hügelig um dort ein normales Citybike mit Rücktritt und Nabenschaltung einzusetzen, daher entschied ich mich für ein “billiges” Trekking Bike, denn ein bisgen Konfort sollte schon sein! Denn wenn man sich in seiner Freizeit, einmal an gefederte Gabel, gefederten Sattel, gute Bremsen etc. gewöhnt hat, will man auch im Alltagsverkehr nicht mehr darauf verzichten! Schliesslich fahre ich so gut wie täglich damit:

  • in der Mittagsstunde von meiner Arbeitsstelle zum Einkaufen oder Essenfassen
  • Gelegentlich sogar dienstlich zu unseren Aussenstellen, auch wenn wir anders als die EU noch keine Dienstfahrräder haben, hihi.
  • Oder halt doch noch mal im Einsatz für die Gesundheit zum nahen Fitness Center

Ja, mit 27 Gängen kommt man schon leichter in dieselben ;-)

Diplomüberreichung bei Tripticon+

Gestern fand die Überreichung der Diplome an die Schüler statt, die in diesem und dem vergangenem Jahr Kurse bei Tripticon plus belegt hatten. Da Heike dieses Jahr den Kurs Excel I in der Internetstuff Wiltz unterrichtet hatte und die meisten ihrer Kursteilnehmer aus der Region “Clerf-Vianden” stammten, nahmen wir ebenfalls daran teil.
Wie das für Luxemburg üblich ist, bestand die Feier aus sehr vielen kleineren Reden der unterschiedlichsten Verantwortlichen. Zwar beteuerte jeder sich kurzfassen zu wollen, doch feuerten sie sich ständig gegenseitig an, immer wieder ans Microfon zu treten. Da auch den Verantwortlichen schon vorher klar war dass es so kommen würde, intermezzierten Musikschüler aus dem Konservatorium Clervaux die einzelnen Beiträge auf der Querflöte, wobei Sie von ihrem Lehrer am Spinett begleitet wurden. Die Namen konnte ich mir allerdings nicht merken. Natürlich ist diese Form für die Teilnehmer ermüdend, allerdings in Klein-Luxemburg kaum anders zu machen und so brachten alle Teilnehmer eine stoische Gelassenheit mit. Doch es lohnte sich, viel neues war zu erfahren:

  1. Den Anfang machte Charel Schmit, mit dem ich schon seit meiner Zeit als Studentenfunktionär befreundet bin, mit dem ich einst in der CSJ zusammenarbeitete und dessen Mitarbeiter am IEES ich ironischerweise später für einige Zeit wurde. Charel Schmit setzt sich nach wie vor sehr stark für seine Heimatregion, den Norden des Luxemburger Landes ein, obwohl auch er, wie die meisten Akademiker aus dem Ösling, längst nicht mehr dort arbeitet und auch nicht mehr dort wohnt. Das Tripticon ist quasi seine Schöpfung, er hat die Verantwortlichen der einzelnen Gemeinden aus dem Norden in jahrelange bearbeitet, zusammengebracht und bei der Stange gehalten, dass sie ihre Ressourcen zusammenlegen und das Tripticon unterstützen! Der Norden des Landes ist mit seinem Angebot an Computerkursen für einfache Bürger inzwischen nahezuvorbildlich für das ganze Land! Es stellte sich beim Ausrufen der Namen der erfolgreichen Schüler denn auch raus, dass auch nicht wenige Grenzgänger unter den glücklichen des Abends waren. Das Tripticon, das als ein Projet von Leader begann und inzwischen nebst Leader auch vom Unterrichtsministerium und von ELetzebuerg unterstützt wird, bietet inzwischen auch Sprachkurse an (daher “Tripticon PLUS” = plus Sprachen) und ist ein wichtiger Faktor im Bereich Erwachsenenbildung

  2. Das unterstrich auch Gaby Urbé, die Verantwortliche für die Erwachsenenbildung im Unterrichtsministerium. Sie liess es sich denn auch nicht nehmen, auf ihr eigenes Steckenpferd hinzuweisen: eBac (nein, nicht ebug!). Sie hob hervor, dass es sich bei dieser Möglichkeit mit den Mitteln des Internets, eine möglicherweise in Jugendtagen abgebrochene Schuldbildung incl. Abitur (auf frz. salopp “bac” genannt) nachzuholen, um ihre ureigenste Idee handelt, die schon länger in ihrem Kopf rumgespukt habe. Da Gaby Urbé (meines Wissens die Schwester des leider zu früh verstorbenen, sehr vielen alten Aachener noch gut bekannten Claude Urbé) selber aus dem Ösling stammt, sieht sie diese Möglichkeit als nahezu prädestiniert für den Norden an! Denn wie soll jemand, der schon eine Stunde Anfahrt in die Hauptstadt vor sich weiss, auf Dauer erfolgreich an Abendkursen teilnehmen?

  3. Dann stellte Julia Gregor-Rodrigues vom Leader, noch das hoffentlich zukunftsträchtige Nachfolgeprojekt des Tripticons vor, die Landakademie (nein, nicht das Landei!) vor. Besonders der Punkt “Mobilität” sprach natürlich uns frischgebackene Radfahrerfunktionäre (Heike und mich) unmittelbar an! Vielleicht ein Fall für die LVI ?