Fünf sehr einfache Wappen

Also, eigentlich sind es nur vier, ich habe aber noch die Variante des Wappens der Brouchoven, nach ihrer Erhebung in den Adelsstand, durch ein Patent des Kaisers Rudolf, gegeben am 10 Februar 1607 zu Prag, zugefügt.

Mein Heraldiklexikon ist zur Zeit inhaltlich gesehen de facto noch kaum mehr als eine Abschrift von Dr. Jean-Claude Loutsch’s Liste von Begriffen, die er 1974 in seinem berühmten Armoirial du Luxembourg angab. Darin erwähnt er, zur Illustration einiger Begriffe, ein paar sehr einfache Wappen, in denen die Begriffe Anille, Aigle und Bande vorkommen.
Hier wären die denn mal:

Umorganisation Heraldik Lexikon

Meine Heraldikseiten sind, wie ich aus den Logs lesen kann, inzwischen ein größerer Publikumserfolg als die Hesperkutsch. Darum habe ich beschlossen, ihnen einen eigenen Ordner der Ebene 1 zu spendieren. Zuvor rangierten sie unter /interessen/ .

Leider habe ich im Übereifer auch die alten Texte mit gelöscht, was aber nicht so schlimm ist, sie waren reichlich überholt. Am Anfang habe ich alles mögliche zusammen gestellt, und die Wappen der Luxemburger Gemeinden online zu stellen war sehr viel mehr meiner Jugendzeit geschuldete Ehrensache, denn Projekt. Inzwischen aber finde ich, der Auftritt sollte sich bewusst beschränken, und zwar auf die Heraldik in Luxemburg, wobei wir großzügig sind, das gesamte Gebiet des alten Herzogtum Luxemburg (bis 1794) mit einbeziehen wollen.

Somit ergeben sich zwei Schwerpunkte:

  1. Wappenkunde Luxemburgs
  2. Die Wappenkunst in Luxemburg

Unter dem ersten Punkt sehe ich folgendes: Sammlung aller bekannten Wappen in meiner Wappendatenbank, und ihre Zusammenstellung in Listen, wie die Mutter aller Listen, die Liste der Luxemburger Gemeinden und die folgenden:

Die Migration des Heraldiklexikons

Zunächst einmal, wurde auch das Wappenlexikon anders eingeordnet, es findet nun seinen Platz unter dem Überbegriff “Wappenkunst“.
Für das Wappenlexikon wurde eine neue Software geschrieben, so dass die Einträge im Wappenlexikon jetzt anders gespeichert und entsprechend ausgelesen werden: Zuvor standen alle Einträge in einer .csv Tabelle. Vorteil: kompakt und übersichtlich bei der Ersterstellung, Nachteil: Unflexible Handhabung beim Verbessern oder Erweitern. Nun sind alle Beiträge “Pages” und zwar Unterseiten der Seite /heraldik/wappenkunst/lexikon/. Die Vorteile:

  • Sie können nun, wie jede Seite, einfach über den Browser angesteuert und editiert werden.
  • Jeder Begriff hat nun seine eigene URL, dass eine fusée ein rautenförmiges Teil ist, erläutet nun die Seite /heraldik/wappenkunst/lexikon/fusee/ und nicht länger /heraldik/wappenkunst/lexikon/?terme=fusee
  • Die WordPress-Suchfunktion kann nun den Inhalt der Beiträge finden, sie sind Einträge in der Datenbank und stehen nicht mehr abseits in einer externen .csv Datei.

Warum habe ich das nicht schon lange vorher gemacht? Nun,

  1. hatte ich keine Lust 181 Seiten von Hand anzulegen, und
  2. fürchtete ich, das “Page” Menu würde dadurch stark unübersichtlich werden

Problem 2, lässt sich so in den Griff kriegen, dass man die Seite bei wp_list_pages ausschliesst. Mit dem Flexible Page Widget geht das wunderbar!

Und für Problem 1) habe ich mir ein Script überlegt, das die Seiten mit
<?php wp_insert_post( $post ); ?>
automatisch anlegt. Die anderen Werte (wie die deutsche Übersetzung, die Illustration, etc.) werden als Custom fields angelegt.

Media Tags könnten helfen

Wenn ich meinen Log’s glauben darf, ist wiesel.lu inzwischen für zwei Sachen berühmt:

Zu letzteren gehört auch meine Sammlung von Wappenfiguren “die Meubles”. Ich zeichne diese Figuren nach und nach und lade sie dann hoch, wo sie dann in einer Gallery angezeigt werden.

Problem: sie liegen dort kreuz- und quer, Sterne neben, Löwen; pelican neben der quatrefeuille, dem ancre, der quatrefeuille tigée, der balance, oder der Crosse d’Abbé, diese wiederum neben der aigle eployée und diese neben der croix ancrée, halt in der Reihenfolge wie ich sie zeichnete.

Wenn ich (und wohl auch der Leser) mal eine bestimmte Figur suche, weiß ich gar nicht, wo anfangen! Vor ein paar Monaten, hatte ich mir mal die Mühe gemacht und die Bilder etwas geordnet. Dazu benutzte ich die eingebaute Funktionalität der Gallery, mit der man die Bilder in eine bestimmte Reihenfolge bringen kann. Aber erstens sind inzwischen wieder viele dazu gekommen und zweitens ist diese Flash-Funktion von WordPress nicht unbedingt einfach zu bedienen und auch nicht stabil, wenn es ein paar mehr Bilder werden…

Ein zweiter Lösungsansatz war, neu erstellte Bilder ins Lexikon aufzunehmen. Aber auch das bedeutet, doppelter Aufwand: Die Beschreibungen müssen dann sowohl zum Bild, als auch in der Lexikontabelle erstellt werden!

Abhilfe verspreche ich mir jetzt von dem Plugin Media Tags 2.0 vom Codehooligan Paul Menard aus Austin, Texas. Google half mir ihn zu finden. Das Prinzip ist ganz einfach: jedes Bild kann mit mehreren Tags (so Schildchen) markiert werden. Z.B. wäre der Pelikan
[demo_attach_link id=”3421″ size=”thumbnail”]

sowohl ein “meuble”, ein Vogel, ein Lebewesen, usw. Natürlich bedeutet dies auch einen gewissen Aufwand, so dass der Leser sich noch etwas gedulden muss, bis ihm die neue Ordnung zur Verfügung steht.

Die "Meubles" geordnet

Die heraldischen “meubles” erstellte ich nach und nach, wobei ich am Anfang (September, Anfang Oktober) noch systematisch und im Akkord vorging:

Anfangs versuchte ich sie noch, mit dem Lexikon zu verbinden, doch sobald ich einen gewissen Grundstock an Standardfiguren hatte, gab ich mir kaum noch Mühe sie auch auf der Seite der meubles zu sortieren, so dass ich nun selbst den Überblick verlor. Gestern abend, nachdem mich die Luxemburger Verfassung anödete, gab ich mir dann einen Ruck und stellt Ordnung her! Besser gesagt, strebe sie an. Folgendermassen sind sie nun kategorisiert:

  1. Religiöse Zeichen

    • Kreuze
  2. Lebewesen

    • Löwen und Leoparden
    • andere Katzen
    • Hunde und Hundeartige
    • andere Vierbeiner
    • menschliches
    • Adler
    • andere Vögel
    • Fische
    • Pflanzen
    • Reptilien
    • Fabelwesen
  3. Gebäude

    • Türme
    • Burgen
  4. Gegenstände

    • Kronen
    • Waffen
    • Landwirtschaftliches
    • Gebrauchsgegenstände
    • Fahrzeuge
  5. Geometrisches

  6. Himmelskörper

    • Sterne

Neue Zeichnungen für die Gemeindewappen

Wie am 4. September angekündigt habe ich inzwischen neue Zeichnungen für die Wappen der Luxemburger Gemeinden angefertigt, welche meine Zeichungen aus Jugendtagen ersetzen. Dies war nötig geworden, nicht nur weil ich in den 80ern für einige Gemeinden gar keine Zeichnungen angefertigt hatte, sondern einige schlicht falsch waren und sich nicht an den Text hielten. Die hier jahrelang präsentierten Zeichnungen aus den 1980er beruhen auf einer Vorskizze (vor 1989), die ich, nachdem ich bessere Zeichnungen angefertigt hatte meinem Freund Jeannot Damgé geschenkt hatte. Mein Heraldikordner mit den Originalzeichnungen ging in Studententagen verloren, Jeannot stellte mir dann diese Skizzen wieder zur Verfügung.

Auch ist es so, dass die Gemeindewappenseite zwar schon in PHP geschrieben war, aber noch aus der Zeit, vor WordPress stammte und nie richtig eingebunden war.

Nachgeliefert wurden:
Beaufort (war falsch), Berdorf, Berg, Bourscheid (war falsch), Clervaux, Dudelange, Esch-sur-Sûre, Ettelbrück, Flaxweiler, Fouhren, Garnich, Heiderscheid, Hosingen, Larochette, Lenningen, Luxemburg Stadt, Neunhausen, Putscheid, Redange-sur-Attert, Schieren, Steinfort, Tuntange, Wiltz, Wormeldange.

Das Wappen von Clervaux

Wie ich bereits angekündigt hatte, will ich mindestens die fehlenden Illustrationen meiner Sammlung Luxemburger Gemeindewappen mit am Computer selber erstellten Zeichnungen ergänzen. Hierzu sollen dienen meine eigenen Vorlagen dienen, welche ich in den letzten Wochen erstellt und hochgeladen habe.

Hier, das fertige Ergebnis:

clervaux

Ich wollte mit einem “einfachen” Wappen beginnen, weil ich den Umgang mit Gimp (http://www.gimp.org/ selber nicht so gewohnt bin! Es ist nämlich so, dass ich nur freie und möglichst plattformübergreifende Software einsetzen will. Mit Inkscape (http://www.inkscape.org/) habe ich noch keine Erfahrungen, es käme aber prinzipiell auch als, vielleicht sogar bessere Alternative in Frage. Wie geht man vor?

    Wappenanalyse

  1. Ausgangspunkt ist stets die Wappenbeschreibung. Die Wappenbeschreibung für Clervaux ist:

    De gueules au chef d’or chargé de trois merles de sable becqués et membrés de gueules, rangés en fasce.

    Das Wappen besteht also aus zwei Feldern: dem roten (gueules) Schild und dem goldenen Schildhaupt (chef) und hat drei identische Figuren, die in waagerechter Linie (fasce) aufgereihten schwarzen Amseln, mit roten Füssen und rotem Schnabel.

  2. Vorbereitung

    Wir laden uns also von Wiesel.lu die zwei Vorlagen runter. Am schnellsten finden wir sie über das Lexikon:

    1. Die Partition “Chef” (Schildhaupt)
    2. und das Tier (meuble) “merle”

    und speichern uns die .png Dateien auf unseren Rechner. Am besten legen wir dazu einen eigenen Ordner an, das überlasse ich aber dem Leser

  3. Das Schild einfärben

    • Benennen Sie die Datei chef.png um in clervaux.png
    • Starten Sie GIMP
    • Nun öffnen Sie die Datei clervaux
    • Doppelklicken Sie auf das Farbsymol und wählen Sie nun die rote Farbe.
      Der Farbton ist egal, in der Heraldik dürfen ohnehin keine verwendet werden! Ich wähle meistens das klassische rot, mit dem RGB-Hexwert FF0000. Ich verwende die folgenden Werte für die heraldischen Farben und Metalle (siehe wikipedia):

      argentargent silber #C0C0C0
      oror gold #FFD700
      or alternative gold #808000
      gueulesgueules rot #FF0000
      azurazur blau #0000FF
      sinoplesinople grün #008000
      sablesable schwarz #000000
      purpur #800080
    • Nun das Werkzeug “Zauberstab” wählen und einsetzen:
    • Klicken Sie in das Schild und wählen den unteren Bereich des Wappens aus, das nun rot eingefärbt werden soll.
    • Jetzt: ein Klick mit der RECHTEN Maustaste. und nun den Menupunkt, edition->mit Vordergrundfarbe füllen ausführen
    • So, und jetzt das gleiche für das goldene Schildhaupt!
  4. Den Vogel vorbereiten

    Nun wird es “etwas” schwieriger, wir müssen die drei Vögel ins Schildhaupt bringen. Dafür öffnen wir nun die heruntergeladene Datei “merle.png”.

    • Als erstes malen wir die Füsse und den Schnabel rot, mit der oben gelernten Methode. Tipp: statt immer das Kontextmenü mit der rechten Maustaste aufzuklappen, können sie eine Auswahl auch ganz einfach mit der Tastenkombination + < , > füllen!
    • Jetzt müsste die merle kopiert und dreimal eingefügt werden, aber er ist viel zu gross! Er muss nun scaliert werden! Dazu drücken wir wieder die rechte Maustaste und wählen den Unterpunkt Ebenen -> Ebene skalieren.
    • Hier brechen wir die Breite von 399 auf 180 runter und drücken [skalieren]
  5. Die Vögel einsetzen

    • alles (von der merle) auswählen mit crtl+a
    • mit ctrl+c kopieren
    • ins Bild “clervaux.png” wechseln und mit ctrl+v einfügen,
    • und mit der Maus plazieren

    das ganze dreimal! fertig

Und die Geschichte?

So, und jetzt noch ein wenig Geschichte. Clervaux wählte das oben beschriebene Wappen 1896, indem sie die Farben des Wappen der Grundherren unter dem Ancien Régime invertierte. Diese Grundherren waren die von Meisenburgs, und deren Wappen sah so aus:

Meisenburg
Meisenburg

Die Meisenburgs führten oben sog. “merlettes”, zu deutsch “gestümmelte Meisen”, ein sprechendes Wappen also. Es war also zu einem Übersetzungsfehler gekommen, die merlettes wurden zu merles. Ist aber nicht schlimm, denn das Volk, das noch viel weniger von der Heraldik verstand als der Gemeinderat, machte aus den Amseln sowieso “Raben”. Und schön sieht es ja auch so aus!

Neues zur Heraldik: Schulfreunde, meubles, Lexikon

In den letzten 2 Wochen habe ich mich seit langer Zeit wieder mal mit meinen “Heraldik-Seiten” befasst und kann ein paar Neuerungen, bzw. Wiederherstellungen bekannt geben:

  1. Die Wappen meiner Schulfreunde wurden eingescannt, bearbeitet und bereitgestellt.
  2. Das Heraldiklexikon wurde repariert.
  3. Startschuss: Schablonen der “meubles” hochgeladen.

Auslöser all die Änderungen war die E-mail von Andy am 23. Juli! Andy hatte wiesel.lu über das luxemburgische Wikipedia gefunden, die mich irgendwann verlinkt haben, vermutlich weil mich CRWFLAGS.com verlinkt hatte. Er beklagte dass die ALGH seit mehr als einem Jahr nicht mehr im Netz präsent sei, und seine Frage war die folgende:

Kann man sein privates Wappen in Luxemburg in eine Wappenrolle eintragen und somit schützen lassen? Ein Kollege hätte ihm entsprechendes berichtet.

Ich konnte Andy nur mitteilen, dass die ALGH in der Tat früher eine Wappenrolle geführt und Wappenprojekte im Familjefuerscher veröffentlicht habe, ich seit 1991 aber nichts mehr davon vernahm1. Meines Wissens sind private Wappen in der Luxemburger Gesetzgebung gar nicht vorgesehen, die commission héraldique befasst sich nur mit den Symbolen von Staat und Gemeinden. Ich erklärte mich also für inkompetent und verwies ihn an den Vorsitzenden von eben jener Kommission, René Klein. Der ehemalige Gymnasiallehrer hat mehrere Aufsätze zu heraldischen Themen verfasst, u.a. auch einen zur Herkunft des Luxemburger Wappens, und war zuletzt einem grösserem Publikum bekannt worden, als er in eben jener Eigenschaft als Vorsitzender der besagten Kommission ein Gutachten zum Gesetzesentwurf von Michel Wolter eingebracht hatte, die rot-weiss-blaue Staatsflagge abzuschaffen und durch den “roude Léiw” zu ersetzen (wiesel.lu berichtete)

Jedenfalls wurde mir durch Andys Anfrage bewusst, dass mit dem Abschalten der Seiten der ALGH, ich der letzte Luxemburger Autor bin, der zu heraldischen Themen auch was im Netz bereithält, und ich damit auch Verantwortung übernommen habe und dieses Thema ernster nehmen muss. Ich zog die Konsequenzen:

  1. Als erstes erinnerte ich mich daran, dass ich als Jugendlicher nicht zu jeder 118 Gemeinden von 1989 auch eine Zeichnung angefertigt habe, und dass ferner ein paar meiner Zeichnungen aus jenen Jahren sogar regelrecht falsch sind,z.B. die von Bourscheid!2. Das liegt darin begründet, dass:

    • einerseits, als ich 1986 aufgehört hatte zu zeichnen, noch keineswegs alle Gemeinden ihr Wappen legalisiert hatten,
    • andererseits mein “Heraldikordner” die Studentenzeit mit den vielen Umzügen nicht überlebt hat und verloren gegangen ist.

    Die Zeichnungen aus Jean Fisch’s Armoirial von 1989 einzuscannen verbot sich von selber, ich respektiere das Copyright anderer! Dann erwog ich, die Zeichnungen von Hand nachzufertigen, doch ist das bis’chen zeichnerisches Talent das Freund Jeannot mir zugesteht, wohl mit der Zeit verloren gegangen. Und so kam ich auf die folgende Idee:

    Ich werde alle Zeichnungen direkt am PC entwerfen!

  2. Dazu brauchte ich aber auch erst mal Vorlagen. Da fiel mir ein, dass ich sowas schon mal gemacht hatte, und zwar noch seinerzeit mit dem C64! Jean Fisch war damals (1989) davon sogar so begeistert, dass er gar eine Geschäftsidee witterte. Der C64 lebt zwar noch, aber ich kann die 1987-1992 selbst geschriebene Software irgendwie nicht mehr bedienen, aber die Zeichnungen existieren noch als Ausdrucke:

    Und so kamen erst mal die Wappen meiner Jugendfreunde im Netz zu späten Ehren. Mit Paint und GIMP erstellte ich dann die nachcolorierten Fassungen.
  3. Mit den hierbei entwickelten Methoden ging ich nun dran, einzelne Wappenfiguren (frz. meubles) aus meinen Jugendzeichnungen heraus zu entwickeln. Sie sind im png Format unter meubles zu finden Ziel ist es, zu jeder Wappenfigur auch eine Darstellung zu liefern.
  4. Es lag nah, nun auch das Heraldiklexikon zu reaktivieren und mit den Zeichnungen zu verknüpfen
  1. Dazu später mehr! Hier sind noch Nachforschungen von Nöten []
  2. Die Texte müssten aber, von Tippfehlern abgesehen alle richtig sein! []

Wappenbeschreibungen mit Links.

Vor einiger Zeit fügte ich meinem Heraldik Projekt ein kleines Wappenlexikon an, das die französischen Beschreibungen der Einzelteile eines Wappens angibt und sich auf das Werk von Dr. Jean-Claude Loutsch stützt.
Nunmehr hab ich bei der Ausgabe der Beschreibungen der Luxemburger Gemeindewappen eine kleine Funktion angefügt welche den Text der Beschreibung so aufarbeitet, dass das Wappenlexikon benutzt wird. Also z.B. die Wappenbeschreibung des Wappens der Gemeinde Erpeldange wie folgt angibt:

ecartelé en sautoir: au I et IV de gueules à une étoile à sept rais d’or; au II et III d’argent au tourteau de sable.

Gut, kann man noch verbessern, ist ja nur sehr rudimentär…

Alle Wappenbeschreibungen sind nun eingegeben.

Was ich vor mehr als einem Jahr begann ist nun abgeschlossen: Die Wappenbeschreibungen in französischer Sprache sind nun vollständig online. Nachvollziehen kann man dies am leichtesten mit der Synoptischen Sicht auf die Gemeindewappen.

Diese Wappenbeschreibungen haben es in sich! Wer französisch kann wird sich beim Lesen vielleicht wundern, warum er trotzdem kaum ein Wort versteht. Verfasst wurden sie in der heraldischen Fachsprache die so ihre Eigentümlichkeiten hat!

  • Statt rouge, bleu, noir, vert (nur diese sind erlaubt!) werden die Farben als gueules, azur, sable und sinople bezeichnet, derweil die sog. Metallfarben gold und silber (auch wieder nur zwei erlaubte) auch im Heraldikkauderwelsch ihre Bezeichnung or et argent behalten
  • Derweil ein Löwe auch in Heraldiksprech ein lion (bsp. Differdange) ist, ist aber Löwe nicht gleich Löwe! Je nachdem wie er rumliegt oder -steht, gilt er entweder als passant (siehe Heffingen) oder rampant, wobei letzters bei Löwen der Normalfall ist, so dass das Wort wiederum weggelassen werden kann, derweil das Adjektiv bei anderen Tieren (z.B. dem Sanemer Wolf) dringend vorgeschrieben ist, wenn diese Stellung angezeigt ist.
  • die Teile, die im Wappen am mickrigsten aussehen, erfordern oft die ausladensten Beschreibungen!

Wer sich dafür nun interessiert, den will ich noch mal an mein Heraldiklexikon nach Dr. J.Cl. Loutsch erinnern.