OTvH: Biographie und Werkeverzeichnis (1872)

Der nachstehende Text ist weder von mir, noch von Otto Titan von Hefner (1827-1870), sondern ein Nachruf der 1872, also zwei Jahre nach seinem Tod erschien. Es bemühten sich hier zwei Autoren:

  1. Die Biographie, also die Beschreibung seines Lebens, unterzeichnet ein gewisser Schönwerth, vermutlich handelt es sich um Franz Xaver Schönwerth (1810-1886).
  2. Viel sicherer scheint mir die Zuordnung des “Vereinskollegen” OTvHs, welcher die Zusammenstellung der Publikationen verfasst hat als
    Freiherr Edmund Oefele (1843-1902).

Meine Quelle des Textes ist: https://books.google.de/books/reader?id=ZwJaAAAAcAAJ&hl=de&printsec=frontcover&output=reader&pg=GBS.PP1.


Dr. Otto Titan von Hefner.
Abriß seines Lebens und Verzeichnis seiner Schriften.
Aus dem 32, und 33. Jahresberichte des historischen Vereines von und für Oberbayern besonders abgedruckt1.

München 1872.

Kgl. Hofbuchdruckerei von Dr. C. Wolf & Sohn.

Biographie

Wir erachten es als Pflicht der Dankbarkeit in unseren Vereinsschriften auch für dieses unser verdienstvolles Mitglied ein Gedenkblatt zu eröffnen, wenn wir gleichwohl bedauern nicht so ausführlich sein zu können, als wir wünschten da die chronologische Übersieht der vielen Arbeiten des Verlebten, welche sein Vereinsgenosse/ Herr Baron von Oefele, mit dankenswertem Fleiße und möglichster Genauigkeit zusammengestellt, an sich schon bedeutenden Raum in Anspruch nimmt.

Dr. Otto Titan von Hefners Sohn des in weiteren Kreisen rühmlich bekannten Philologen und Archäologen Professor Dr. Joseph von Hefner und seiner Gemahlin Katharina Straub, ist am 18. Jänner 1827 in München geboren. Die Liebe zum Studium der Geschichte und des Altertums ward ihm vom Vater als Angebinde in die Wiege gelegt. Damit lag auch die Bahn vorgezeichnet, die er im Leben betreten sollte. Umsonst war es sich ihr zu entziehen. Nach vollendeten Gymnasialstudien besuchte er wohl die Hochschule dahier gleichzeitig aber auch das Polytechnikum, um bald wieder das Rechtsfach zu ergreifen, ohne jedoch bei diesem zu verbleiben. Ein gewisser Zug der Unruhe der durch sein ganzes Leben sich bemerklich machte führte den Jüngling im Jahre 1849 nach Amerika. Auch hier litt es ihn nicht. Der Fremde müde und krank nach der Heimat aber reich an Erfahrungen, kehrte er nach Verlauf von anderthalb Jahren zurück.

Er war einer jener Geister die sich nicht in den Schulzwang fügen, und wenn auch mühevoll doch nach ihrer Weise in den Gebieten des Wissens Hausrecht gewinnen. So machte er sich jetzt sofort über die Bearbeitung einer Preisfrage der philosophischen Fakultät dahier, der Geschichte des Herzogs Albrecht IV von Bayern und der Versuch ward mit der Erteilung des Akzessites von einer auswärtigen Hochschule mit dem Doktorgrade gewürdigt. Hatte er schon vorherig besondere Vorliebe für Genealogie und Wappenkunde an den Tag gelegt in mehreren Arbeiten hierüber schon angedeutet wie hier neue Wege zu gehen wären und zunächst Geschichte und Diplomatik beigezogen werden müßten, so entschied er sich nun endgültig für diese Fächer. Er hatte seinen Beruf gefunden. Von nun an entfaltete er eine unermüdete, rastlose Tätigkeit.

Eine Abhandlung um die andere erschien, ein Werk reichte dem andern die Hand gleichsam im Gefühle und Drange, daß er für die kurzbemessene Dauer seines Lebens nachholen, aber auch vorarbeiten müsse wollte er nicht umsonst gelebt haben. Durch ihn sollte die Heraldik zu einer neuem selbständigen Wissenschaft werden, auf diese Stufe sie zu erheben war sein einziges Streben, für diesen Gedanken lebte er mit ihm starb er. Feind alles Zopfthums fand er gerade hier genug zu tun bei jedem Schritt und Tritt, um aufzuräumen, wegzuschneiden, zu ergänzen- zu beleuchten, Neues zuzuführen. In der neuen Ausgabe des großen und allgemeinen Wappenbuches von Siebmacher, auf welche er die schönsten elf Jahre seines Lebens (1853-1864) und die besten Kräfte unterstützt von der Gabe meisterhafter Darstellung der Wappen, verwendeter hat er sich, wenn er sie auch nicht vollenden konnte, ein ehrenvolles, unvergängliches Denkmal gesetzt. Bald ward er zur Autorität auf diesen Gebieten und die Errichtung einer eigenen Wappenanstalt im Jahre 1861- des heraldischen Institutes- machte seinen Namen durch Europa und drüber hinaus bekannt.

Als guter Bayer liebte er es, sein Wissen für das engere Vaterland zu verwerten. Das Verzeichnis seiner Schriften gibt den Beweis zu Händen. In seiner Begeisterung für das gewählte Fach stieg er bis ins Gewerbsleben zum Bürger, ja bis zur Kinderwelt herab. Überall suchte er für die geliebte Wissenschaft Freunde zu gewinnen, auf sie hinzulenken, ihr den Weg zur gebührenden Anerkenntnis zu bahnen. Das angestrengte Arbeiten, nicht unterbrochen durch notwendiges Ausruhen und Erholens musste zuletzt ihre Rückwirkung äußern.

War es schon von vorneherein in der natürlichen Anlage des Mannes begründete die fortriss mit oder ohne Willen, so noch mehr, als später äußerer Zwang hinzutrat. Die Vermögensverhältnisse hatten sich ungünstig gestaltet, es war für eine Familie zu sorgen, es kam zum Kampf ums Leben. Er der sich selbst herausgebildet, stand ganz auf sich gestellt, die Wissenschaft, welche ihm Brotherrin sein sollte, konnte nur wenig mit irdischen Gütern lohnen. So stellte sich Überreiz ein und damit eine gewisse krankhafte Bitterkeit, die umso empfindlicher eingriff, als er zu einem scharfen Verstande und zu einer schlagfertigen, schneidigen Ausdrucksweise sich gesellte. Namentlich sein Antiquarius stieß vielseitig an.

Selbstverständlich war v. Hefner Mitglied unseres Vereines und zwar von seinem Eintritte im Jahre 1849 an bis an sein Ende eines der eifrigsten und tätigsten. Nicht leicht fehlte er in einer Monatsversammlung, wo er, selbst vielfache Anregung empfangend, durch seine vielen interessanten, meist in engem Rahmen gehaltenen Vorträge – es werden deren an sechzig gezählt, anzog, belehrte, anregte. Eine nicht geringe Reihe von Aufsätzen brachte unser Archiv, zuletzt eine großartig angelegte Hauptarbeit- die „Altbayerische Heraldik“ welche er leider nicht mehr zu Ende führen konnte. Mit Liebe und Treue hing er an dem Vereine- mit Ausdauer wirkte er für ihn, freigebig suchte er dessen Sammlungen zu bereichern- vor allem die Büchersammlung- welcher er noch bei Lebzeiten seine gesamte Bibliothek mit Ausnahme weniger, für seine Facharbeiten unentbehrlicher Werke als Geschenk einverleibte. Sein Name wird im Vereine nicht vergessen, sein Andenken nicht verwischt werden, der Dank für das was er dem Vereine genützt, wird nicht erlöschen.

Umso mehr müssen wir bedauern dass er noch nicht 43 Jahre alt, in Mitte seiner Laufbahn, in Mitte seines Wirkens und Schaffens seinen wie unseren Hoffnungen entrückt wurde. Am 10. Jänner 1870 endete das viel bewegte bis zum Todestage rastlos tätige Leben nach kurzer leichter Krankheit. Er ruhe im Frieden! Der Verlebte hatte sich im Jahre 1853 mit Fräulein Sophie von Ziegler-Pürgen verehelicht. Sie bleibt als trauernde Witwe mit drei hoffnungsvollen Töchterchen zurück- von denen die eine die Kunst des Wappenmalens als Erbe empfing.

Schönwerth.

Chronologisches Verzeichnis der Veröffentlichungen Dr. Otto Titan v. Hefner’s.

*) Die mit einem Sternchen bezeichneten sind anonym erschienen. – Nicht zu den Veröffentlichungen aber doch als Anfänge zu wissenschaftlichen Leistungen zählen die kleinen Hefte archäologischen und geschichtlichen Inhalts welche v.H., wie er in seinem Antiquarius 2, 368 versichert, im Alter von dreizehn Jahren [1840] als Schüler der zweiten Gymnasialklasse und Vorstand eines unter seinen Mitschülern gegründeten Vereins für christliches Mittelalter herausgab. Ich fand nur zwei je einen Bogen starke autographierte, mit Abbildungen und einem illustrierten Umschlag, auf dem das Wort „Mittelalter“ erscheint, versehene Oktavheftchen im Besitze seiner Familie. Von den hierin enthaltenen Mitteilungen find die meisten mit v.H.‘s Monogramm unterzeichnet und diese handeln über:

  • das Grabmal Herzog Heinrichs IV. von Schlesien (gestorben 1290) zu Breslau, mit Abbild.;
  • Bestimmungen der Turnierordnung vom J. 1481;
  • 2 Banner über dem Grab Herzog Johanns von Bayern (gest. 1396 – vielmehr 1340 – Dez. 20) zu Raitenhaslach, m. Abb.;
  • das Siegel der im J. 1378 in Hessen gestifteten, 1381 aufgelösten Hörnergesellschaft, m. Abb.;
  • mittelalterliche Trutzwaffen, mit (hier fehlender) Abbildung;
  • die Familie von Hallerbruck, m. Siegelabbildung;
  • „Hanns Dollinger und Craco der Hunne”;
  • ein im J. 1502 bei Assalterbach erbeutetes Nürnberger Panier in der Rosenberger Kapelle zu Schwabach, m. Abb.;
  • ein Glasgemälde in der Kirche zu Limberg bei Haag, das markgräflich badensche und gräflich haagische Wappen darstellend. m. Abb. (vergl. Antiquarius 2. 79-80);
  • die Ordnung des Fußturniers zu München 1568.

1849

  • Siegel und Wappen der Münchener Geschlechter- historisch-heraldisch erläutert – im Oberbayerischen Archiv 11- 55 127 nebst einer Wappentafel.
  • Münchener Bilder aus dem XIV. Jahrhundert. Historische Skizzen – ebenda 11, 219-58.
  • *Transatlantische Lebensskizzen( Mit 3 Abbildungen — in der Leipziger Illustrierten Zeitung Bd. 13 Nr. 339.

1850

  • *Bilder aus Nordamerika – in der Beilage zur Allgemeinen Zeitung Nr, 54- 56, 60, 60, 119, 185, 224.
  • *Mein Schiffstagebuch – ebenda Nr. 13.4
  • *Die deutschen Flüchtlinge in Amerika – in der Bayerischen Landbötin Nr. 144.

1851

  • *Yankee-Leben. mit 7 Abbild, – in den Münchener Fliegenden Blättern Bd. 14 Nr. 328. 329.
  • *Yankee-Tricks. mit 6 Abbild. – ebenda Nr. 331, 333, 336.
  • *Die Mäßigkeitsvereine in Nordamerika. M. 1 Abbild. – in der Leipziger Illustrierten Zeitung Bd. 16 Nr. 405.
  • Unser Lieben Frau in München. M. 1 Abbild„ – in Braun und Schneiders Haus-Chronik 1. 161-7.

1852

  • Leiden und Freuden in Amerika. Stuttgart. Becher (8° VII. 99 S.) *).
  • Originalbilder aus der Vorzeit Münchens. m. Abbild. – im Oberb. Arch. 13, 3-101.
  • Geschichte der Regierung Albrecht 17. Herzogs in Bayern – ebenda 13, 227-312.

1853

  • 6. J. Siebmachers großes und allgemeinen Wappenbuch in Verbindung mit Mehreren neu herausgegeben und mit historischen genealogischen und heraldischen Notizen begleitet. Nürnberg. Verlage von Bauer u. Raspe. Julis Merz 4° Bd. 1 Abt. 1 Die Wappen der Souveraine der deutschen Bundesstaaten (49 Seiten, 115 Tafeln.)

1854

  • Das Rathhaus zu München – in: Das Königreich Bayern in seinen … Schönheiten 2, 339-44.
  • 6. Siebmachers großes Wappenbuch usw. Bd. 2 Abt. 1: Die Wappen des blühenden Adels des Königreichs Bayern (132 S. 156 T.)
  • 7. Siebmachers großes Wappenbuch Bd. 5 Abt. 1.2: Die Wappen bürgerlicher Geschlechter Deutschlands und der Schweiz (69, 60 S. 100, 100 T.)

1855

  • *Ein offener Brief an den gesamten bayerischen Adel. München Dr. Wolf & Sohn. (8° 20 S.)
  • Siebmachers Wappenbuch Bd. 1 Abt. 1 Lieferung 17: Grundsätze der Wappenkunst. Für Leser seines Wappenwerkes besonders geschrieben (50 S. 14 T.)
  • Bd. 2 Abt. 7. Der Adel des Herzogtums Nassau (14 S. 15 T.)
  • Ein Beitrag zum Verständnis des Rautenkranzes [das Wappen der bayerischen Familie Teufel von Pichel] – im Correspondenzblatt des Gesamt-Vereines der deutschen Geschichts- und Altertums-Vereine Jg. 3 S. 83-4.

1856

  • Siebmachers Wappenbuch Bd. 1 Abt. 4 Wappen der Städte und Märkte in Deutschland und den angrenzenden Ländern. (32 S. 66 T.)
  • Bd. 2 Abt. 8: Der Adel der freien Stadt Frankfurt. (9S. 8 T.)
  • Zur Geschichte des deutschen Patriciats. Rezension über: Das Patriciat in den deutschen Städten von C.H. Roth v. Schreckenstein – im Abendblatt zur Neuen Münchener Zeitung Nr. 189.
  • 7. Siebmachers Wappenbuch Bd. 2 Abt. 3: Der blühende Adel des Königreiches Sachsen sowie der grossherzoglichen und herzoglichen sächsischen Staaten (59 S. 63 T.)
  • Bd. 3 Abt. 1.2: Der Adel des Königreichs Preussen. (148 S. 199 T.)
  • Bd. 4 Abt. 1: Der Adel in der gefürsteten Grafschaft Tirol (20 S. 23 T.)

1857

  • Bd. 1 Abt. 2: die Wappen der ausserdeutschen Souveraine und Staaten (48 S. 126 T.)
  • Bd. 1 Abt. 3: Hoher Adel Deutschlands. Erste Reihe. Ehemals reichständische, jetzt standesherrlich untergeordnete fürstliche Familien, denen in Folge Beschluss des deutschen Bundes vom 13. August 1825 das Prädikat „Durchlaucht“ zukommt (24 S. 54 R.)
  • Bd. 2 Abt. 5: Der Adel des Königreichs Württemberg (19 S. 25 T.)
  • Die Ritter-Capelle zu Haßfurt und ihre Restauration – im Abendblatt zur Neuen Münchener Zeitung Nr. 219. 220 (Vergl. die Gegenbemerkungen aus Haßfurt; ebenda Nr. 241.)

1858

  • Siebmachers Wappenbuch Bd. 3 Abt. 6: Der blühende Adel der Grossherzogtümer Mecklenburg (Schwerin und Strelitz). (24 S. 21 T.)
  • Wappen und Farben der Stadt München. Ein Bromemoria zum Jubiläum – im Abendblatt z. Neuen Münchener Zeitung Nr, 108.

1859

  • 9. Siebmachers Wappenbuch Bd. 4 Abt. 2: Der landeständige Adel im Herzogtum Krain (4, 31 S. 29 T.)
  • Bd. 3 Arth. 4 Der blühende Adel im Kurfürstentum, Grossherzogtum und in der Landgrafschaft Hessen (III, 31 S. 36 T.)
  • Ein kleiner Beitrag zum Verständnis der Sphragistik und der 1 . Kunstformen im vorigen Jahrhundert (Abbild. v. Siegel des Grafen Dietrich von Wasserburg 1202) .- im Correspondenz Blatt des Gesamt-Vereines der deutsch. Gesch.- u. Altertums= Vereine Jg. 7 S. 79.
  • Rezensionen über:
    • Sphragistisches Album hg. v. K. Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg Heft 1 (1859) – im Abendblatt z.R. Münch. Ztg. Nr. 116;
    • Römer-Büchner: Der deutsche Adler nach Siegeln geschichtlich erläutert. Frankfurt 1858 – im im Correspondenz Blatt des Gesamt-Vereines der deutsch. Gesch.- u. Altertums= Vereine Jg. 7 S. 55-6;
    • Rietstap: Armorial général – ebenda Jg. 8 S 21-2.

1860

  • Siebmachers Wappenbuch Bd. 2 Abt. 4: Der blühende Adel der Fürstentümer Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen. Der blühende Adel des Fürstentums Waldeck (5 S. 7 T.)
  • Bd. 6 Abt 1: Abgestorbene bayerische Adelsgeschlechter. (26 S. 22 T.
  • Abt. 2: Abgestorbene schwäbische Adelsgeschlechter. (16 S 8T.)
  • Abt. 8: Abgestorbene Tiroler Adelsgeschlechter (24 S. 6T.)
  • Die beiden letzteren Abteilungen erschienen ohne Angabe des Jahres, ihre Einreihung an dieser Stelle beruht daher nur auf Vermutung.
  • Die Chronik von Rosenheim enthaltend urkundliche Nachrichten über Entstehung und Ausbildung des Marktes. seiner Verfassung. Kirchen. Stiftungen und öffentlichen Gebäude; über Handel und Schifffahrt. Krieg und Frieden. Sitten und Gebräuche, sowie über die berühmten Männer Rosenheims und vieler adelicher und bürgerlicher Familien Stamm und Wappen. Im Auftrage und auf Kosten des Magistrates und der Gemeinde bearbeitet und herausgegeben. Mit einer Steindrucktafel und 27 Holzschnitten. Rosenheim. zu beziehen durch die Marktschreiberei (4° XIII, 279 S.)
  • Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland herausgegeben von einigen deutschen Edelleuten. (Der Vorbericht ist von v.H. unterzeichnet.) Regensburg. G.J. Manz (gr. 40). Erster Band A-F enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter, (X. 409 S.) Mitteilung, einen Pfäffinger von Salmannskirchen betreffend. Abendblatt z.R. Münch. Ztg. Nr, 16 S. 62.
  • Die Wappenrolle von Zürich (Rezension) – ebenda Nr. 75.
  • 1. Anfangsgründe der Wappenkunst; Heraldische Bilderbogen. München I.N. Strixner; Heraldisches Institut (20- 74 Bll. Abbildungen; mit Bl. 10 trat der Wechsel des Titels, mit Bl. 49 der des Verlages ein.)

1858-60

Ergänzungen und Nachträge: Zum bayerischen, Tiroler, Mecklenburger, Württemberger Adel; die neuen Wappen des russischen Kaisertums. Ergänzungen und Berichtigungen zum betreffenden Abschnitt im I. Band 2. Abt. S. 1-4 T 1-8; Zum sächsischen, Schwarzburger, waldeckischen Adel; Zu den Wappen des Grossherzogtums Baden (49 bez. S. 36 T.)

1861

Handbuch der theoretischen und praktischen Heraldik unter steter Bezugnahme auf die übrigen historischen Hilfswissenschaften in zwei Theilen und 25 Kapiteln- unter Anführung von 3125 Beispielen, erläutert durch 1949 Figuren auf 66 Tafeln in Steindruck- mit Erklärung der heraldischen Ausdrücke in sechs Sprachen nebst Wappen- und Wort-Register. (Mit dem photographischen Original-Porträt des Verfassers.) München. Heraldisches Institut. Leipzig: E. F. Steinacker (4°). Erster Theil. Theoretische Heraldik in XVII Kapiteln unter Anführung von 2873 Beispielen- erläutert durch XXXVI auf Stein gezeichnete Tafeln, mit 1457 Figuren, unter Aufsicht und nach Originalen des Verfassers gefertigt (VIII S. u. S. 1-189.)

1862

  • Neues allgemeinen Wappenbuch herausgegeben und mit historisch-genealogischen Erläuterungen und vollständiger Blasonirung versehen. München. Heraldisches Institut Leipzig: E.F. Steinacker. 1. Neues Wappenbuch des blühenden Adels im Königreiche Hannover und Herzogthume Braunschweig. (4° VIII, II, 33 S. 37. T.)
  • Die Wappen der Städte und Märkte des Königreiches Bayern in alfabetischer Ordnung: mit Angabe der Lage. Nach amtlichen und urkundlichen Quellen gesammelt- gezeichnet und herausgegeben in vier Tafeln, München: Heraldisches Institut (Imperialformat).
  • Rezension von: Rietstap: Armorial général. Gouda 1858-61. – im Abendblatt z.N. Münchener Zeitung Nr. 58.
  • 3. Heraldisches 0riginal-Musterbuch für Künstler, Bauleute, Siegelstecher, Wappenmaler, Bildhauer, Steinmezen etc. herausgegeben. 48 Tafeln in Farbdruck mit erklärendem Texte. München. Heraldisches Institut. Leipzig: E. F. Steinacker (4° V 42 S.)
  • 1863

    1864

    • Der Vaterlandsfreund. Organ für bayerische Geschichte, Kunst und Literatur, unter Mitwirkung von Mehreren herausgegeben (4°. 15 Nummern von April 6 bis Dezember 10. 76 S.; anfangs Beiblatt zum „Omnibus“.)
    • Unter den hierin enthaltenen Mittheilungen und größeren Aufsätzen vermag ich mit Bestimmtheit als vom Herausgeber herrührend zu bezeichnen:
      • Beschreibung der Grafschaft Oettingen 1692. S. 12-3.
      • Das Kirchenbuch eines altbayerischen Klosters (Benediktbeuern) 1714. S. 13-4.
      • Erste Reihe des bayerischen Antiquarius. S. 17-9 (in einer lithogr. Beilage die Stadt Wasserburg darstellend);
      • 25-8 (m. 1 lith. Beilage: der Schloßhof zu Amerang);
      • 37-8 (m. 1 lith. Beil.: Rathhaus zu Wasserburg);
      • 41-3. 45-6. 53-5. 61-2. 69-71, – Kurzer Bericht über die vom 12.-16. September zu Konstanz stattgehabte General-Versammlung der deutschen Geschichts- und Alterthums Vereine. S. 49-51.
      • Schutzbrief [Salva Guardia] des französischen Marschalls Turenne für das Kloster Steingaden in Oberbayern 1648. S. 66.
      • Rezensionen mit der Chiffre A*.

    1865

    • Stammbuch u.s.w. Dritter Band M-Spaun enthaltend … Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter (400 S.)
    • Zwei Räuberbanden in Bayern. (Ein Beitrag zur Sittengeschichte des vorigen Jahrhunderts) – im Morgenblatt zur Bayerischen Zeitung Nr. 108. 109.
    • Originalbeiträge zur bayerischen Kriegsgeschichte.
      • I. Die Franzosen in Wolnzach 1796,
      • II. Der Stadt Augsburg Zeughaus und Rüstkammer im Jahre 1704.
      • III. Die Zerstörung des Klosters Plankstetten. Ein Beitrag zur Geschichte des dreißigjährigen Krieges im Morgenblatt zur Bayerischen Zeitung Nr. 293. 294. 297. 303.

    1866

    • Stammbuch u.s.w. Vierter Band Spaur – Z enthaltend … Nachrichten über 6530 Adels-Geschlechter (298 S.)
    • Des denkwürdigen und nüzlichen Bayerischen Antiquarius Erste Abteilung: Adelicher Antiquarius, welcher in unparteiischer und angenemer Weise erzält, von hohen und niedern, großen und kleinen. alten und neuen Adel im Königreich Bayern und den angrenzenden Ländern. Insbesondere vom waren Ursprung vieler erlicher Geschlechter des Herren-. Land-. Stadt-. Hof- und Beamten-Adels, von Erziehung, Sitten und Gebräuchen, Turnieren, Feden und Reiterei, Wallfarten. Ritterschaft und Orden, von Helden- und andern Taten, von Schlössern, Häusern, Residenzen, von Festlichkeiten und noblen Passionen, endlich auch vom adelichen Frauenzimmer. Liebes-Aventüren und was dazu gehört. Aus unverwerflichen Urkunden gearbeitet und herausgegeben. München. Heraldisches Institut (8°). Erster Band: Der große Adel. (Mit einem Tondruck: Haus Hefner in München (VI. 408 S)
    • *Sitzungsbericht über die Versammlung des historischen Vereins von, für und zu Weislingen am 29. Febr. 1865, mit 10 Abbildungen – in den Münchener Fliegenden Blättern Bd. 43 Nr. 1066, 1067.

    1867

    • Des . . . Bayerichen Antiquarius u.s.w. Erster Band … (Zweite. veränderte und mit Zusäzen versehene Ausgabe.) Mit einem Tondruck (Bayerische Hoftracht Anfang d. XVI. Jahrh. (408 S.)
    • Zweiter Band: Der altbayerische kleine Adel. Mit einem Farbendruck: Bayerische Hoftrachten (Anfang XVII. Jahrh.) (XXV, 408 S.)
    • Schloß Seefeld in Oberbayern, Born bayerischen Antiquarius (m. 2 Abbild.) – in der Leipziger Illustrirten Zeitung Bd. 48 Nr. 1248.

    1869

    • Altbayerische Heraldik. I. Hauptabtheilung. Propädeutik (m. 8 Tafeln und mehreren eingedruckten Abbildungen.) München (8°) – Separatabzug aus dem Oberbayerischen Archiv Bd. 29 (1869-70) S. 65-272.

    1871

    • Altbayerische Heraldik. II. Hauptabtheilung. Theorie (unvollendet; m. mehreren eingedruckten Abbild.) München (8°.) – Separatabzug aus dem Oberb. Arch. Bd. 30 Heft 1 (1871) S. 1-50.

    Freiherr Edmund Oefele.

    1. An dieser Stelle bemerkt von Schönwerth noch an: Siehe auch einen Lebensriß Hefner’s in den Mittheilungen der k.b. Central-Commission zur Erhaltung der Baudenkmale. Jahrgang x71, S. 145. []

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