Die ALGH ist wieder da

Am Freitag meldete sich überraschend ein alter Bekannter wieder: In meinem Briefkasten fand ich drei Ausgaben des Familjefuerscher (83,84,85), der Zeitschrift der ALGH meinem ersten Verein. Der Verein wird gelegentlich auch noch

  • déi vu Miersch
  • dem Müller säi Club

genannt. Vielleicht haben sie nach fast drei Jahren endlich die Notiz über meinen Umzug nach Langsur aufgearbeitet?

Nachdem mich ein gewisser Andy mich im Juli darauf aufmerksam gemacht hatte dass die Webseiten der ALGH (www.algh.lu und www.genealogie.lu) verschwunden waren, glaubte ich dass der Verein sich aufgelöst hätte, so wäre auch zu erklären, wieso ich schon zwei Jahre nichts mehr von ihnen hörte. Die Website war übrigens zum Schluss grottenschlecht! Die Netzmeister Fernand Emmel und Jhemp Biver hatten zwar viel Energie reingesteckt und sogar Javascript gelernt, waren aber zu lange beim veralteten Konzept der frames und der handgenerierten Seiten geblieben und hatten neben dem Aufkommen von Content Management Systemen auch die Entwicklung von anderen Browsern als dem Internet Explorer verschlafen! 2006 war ich einmal mit dem Webmaster aneinander geraten, weil ich in einem zugegeben nicht gerade freundlichem Ton (ich war wirklich SEHR wütend damals) auf einen Fehler in einem jener Javascripte wollte aufmerksam machen, den ich aber nicht näher lokalisieren konnte, weil der Verein peinlicherweise noch ein unnötiges Script laufen liess, das den kostbaren veralteten Code vor auslesen schützen sollte *grmpf*.

Der Verein machte nach aussen schon immer einen leicht desorganisierten Eindruck. Schon in den 90er Jahren hörte ich mal über Jahre nichts von ihnen, und dann wurden eines Tages zu meiner Überraschung drei Annuaires bei meinen Eltern abgeliefert. Die Ausgaben die ich jetzt in Händen halte, wirken auch ein wenig konfus. So wurde z.B. ein Artikel von Fernand Emmel gleich zweimal gedruckt, mit jeweils anderen nicht ausgemerzten Fehlern! Das wäre früher undenkbar gewesen, Emmel ist eigentlich ein von mir geschätzter Autor. Der Artikel trägt den irreführenden Titel “Computer und Verstand“, und ist wohl ein kulturkritischer Beitrag über mangelnde Sorgfalt und ungenügendes Fachwissen, bei den als “Internetjüngern” titulierten Menschen die sich für Ahnenforschung interessieren. Mich regen eigentlich eher die schlecht gestalteten Schnittstellen der Datenbanken im Internet auf, inklusive jene von luxroots.lu.

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ihnen vielleicht unter die Arme greifen wollen, denn vor allem J.Cl. Müller lese ich eigentlich immer wieder sehr gerne. Aber es zerren schon so viele Vereine an mir, nicht zuletzt der Dachverband der Ingenieurvereine http://www.aliai.lu die sich jetzt auch noch unnötigerweise, und wenn sie mich gefragt hätten gegen meinen Rat, einen weiteren eigenen Internetauftritt für ihre Zeitschrift http://www.revue-technique.lu zugelegt haben?! Ob sie demnächst vielleicht auch noch einen für das neue Haus und einen für die Benutzung der sanitären Einrichtungen während der Vorstandssitzungen anlegen werden?