Küntzig und Kerschen fusionieren also doch

Der Alptraum der meisten meiner Mit-Küntziger aus dem Schulbus in den frühen 80er Jahre wird wahr: Die Bürger von 2010 haben wohl eine andere Auffassung von Lokalpatriotismus oder sind für diesen einfach nicht so anfällig:Sowohl die Mehrheit der Wahlberechtigten in Kerschen (Kaërjhéng, Bascharage1 ) als auch die von Küntzig (Kéinzig, Clémency) votierten für die Fusion.


Der erwachsene Daniel hätte, wäre er noch Bürger von Clemency vermutlich auch dafür gestimmt: in Zeiten der Motorisierung und der elektronischen Vernetzung ist es nicht mehr so wichtig dass der Sitz der Gemeindeverwaltung im eigenen Dorf zu sein hat, dafür haben die Gemeinden mehr Geld und die Besetzung der begehrten Arbeitsstellen hängen bei den grösseren Gemeindeverbänden zumeist weniger offensichtlich mit dem Verwandtschaftsgrad des Bewerbers zu den Ratsmitgliedern im Zusammenhang.
Die Frage, wie die neue Gemeinde nun heissen soll, beantwortete der Artikel aus dem Wort auch: Käerjéng. Hat sich also doch das grössere Dorf durchgesetzt obwohl Kéinzig eine viel ältere Tradition hat *grummel*, egal. Lustige Alternativen sind mit dieser bodenständigen Bezeichnung freilich auch vom Tisch. Es kursierten:

  • Groß-Küntzig” bei den unbeirrbaren Lokalpatrioten
  • Linger” = das nunmehr zentralste Dorf der Gemeinde die daneben noch Küntzig, Fingig, Ober- und Niederkerschen umfasst
  • Mischville“, eine Anspielung auf den Namen des wahrscheinlichsten künftigen ersten Bürgermeisters, den ehemaligen Minister Michel Wolter
  • und im Falle einer weiteren Fusion mit Differdange noch: “DeBaCle” (Differdange, Bascharage, Clemency”)

Weiter vermerkte das Wort, die neue Gemeinde wäre damit die 8. volkreichste des ganzen Grossherzogtums!Allerdings entsteht sie nicht, wie in der Wortpresse zu lesen war “im Korntal“; die geographischen Begebenheiten wussten die Wähler mit ihrer Stimme nicht zu ändern: Auch weiterhin werden die Gebiete der ehemaligen Gemeinde Clemency im Eischtal und damit im Einzugsgebiet des Rheins liegen, derweil nur die Wasser von Linger, Ober- und Niederkerschen der Korn (Chiers) und damit der Maas zufliessen.

Ein Wappen für die neue Gemeinde

Natürlich braucht die neue Gemeinde auch ein neues Wappen! Es kann nicht angehen, dass Grossbascharage das kleine Küntzig einfach “schluckt” und Raoul de Sterpenichs Wappen, welches Bascharage bis jetzt führte dann künftig für die Fusionsgemeinde verwendet wird!
Ein paar Überlegungen:
Die beiden Gemeindewappen (s.o.) basieren auf nur drei verschiedenen historischen Wappen:


Das Wappen der Prévôts braucht in neue Entwürfe nicht einzufliessen, Marcel Lenertz hatte ihm 1984 nur die Burg entlehnt um nicht das alte Wappen der Herren von Küntzig 1:1 weiterzuführen. Diese Brisur sollte deutlich machen, dass es sich um eine völlig andere Einheit handelt, eine Gemeinde eines demokratischen Staates im 20. JH ist keine feudale Familie aus dem Mittelalter. 1969 war Bascharage noch einer älteren Mode gefolgt und hatte einfach das Wappen der Herren von Sterpenich wiederbelebt, die Familie war ja ausgestorben…

Mit diesem Vorgaben, mache ich einfach mal ein paar ad hoc Entwürfe, so:

  1. von den Jugendlichen aus den Nachbardörfern dereinst oftmals spöttisch als “Bass am Aarsch” referenziert []

P und E

Fortschritt beim Projekt Armorial Loutsch Online: Bis auf ein paar wenige Varianten, bzw. schwer zu zeichnende Ausnahmen sind alle Wappen der im Buch verzeichneten Wappenträger die unter E, bzw. P abgelegt sind, gezeichnet und hochgeladen.

Der Zwischenstand sieht so aus:

  • Wappen insgesamt: 1,728
  • letztes Wappen P am 2010/11/24: Putz d’Aldersthurn
  • letztes Wappen E, heute : Eberhard

Bei dem ersteren handelt es sich um einen hohen Beamten des 17. Jahrhunderts aus Igel1, bei dem zweiten um das Wappen einer Familie aus der immerhin der Bürgermeister der Stadt Luxemburg Théodore Eberhard hervorging.

  1. also nicht weit weg von meinem Wohnort []

les licornes – Einhörner

Zeit sich mal wieder mit den Wappenfiguren zu beschäftigen. Meine Wahl fiel auf eine etwas seltenere: die licorne, oder auf deutsch: das Einhorn . In seiner table héraldique verzeichnet Dr. Loutsch die folgenden:


Insgesamt also 5, das sind erst mal nicht besonders viele. So erwähnt die Liste z.B. alleine schon 26 Wappen mit einer Merlette. Das Fabelwesen Einhorn, dieses Mischwesen aus Pferd und Ziege mit dem imposanten Horn auf der Stirn scheint in Luxemburg nicht besonders beliebt zu sein. Viel nachgefragter ist das Einhorn dagegen als Helmfigur (Cimier) oder Träger (support): Seit ein paar Wochen habe ich eine Datei mit allen Wappenbeschreibungen aus dem Hauptteil des Armorial Loutsch, also suche ich mal nach “licorne, hierbei kamen weitere Wappen mit Einhörnern zum Vorschein, die Dr. Loutsch also sehr wohl kannte, allerdings nicht mehr in seiner table héraldique aufgenommen hatte.

  • du Lory,
  • Mareschal
  • Monschaw
  • de Scherff

Er hatte halt noch keinen Computer.

zwei unbekannte Wappen aus Hautcharage

Einer meiner Leser, Alphonse Wagner bittet die Lesergemeinschaft um ihre Mithilfe beim Bestimmen von zwei unbekannten Wappen, hier schon mal das Foto (von Alphonse Wagner):

Aber lassen wir Phons Wagner selber zu Wort kommen:

Moien

wollt mol just bei Iech nofroen op där mer weider helfen kënnt bei der Léisung vun engem Rätsel:

Ech besëtzen een Dubbel-Wappen am Steen dat mäin Papp Enn de 50er Joërern beim Ëmbau vun méngem Elterenhaus zu Uewerkärjheng fonnt huet an der Entréesdier.

Bedingt durch d’Verklengerung vum Giewel (stung 3 Meter ze wäit an der Strooss) als Oblag vun der Geméng beim Kaf vum Haus ass him bei den Ofrëssaarbechten dëst Wappen an Händ gefall.

Hien huet zu sénger Zeit probéiert eraus ze fannen (ech war mat him souguer am Musee demols) awer et sollt hi m ni méiglech sinn eppes eraus ze fannen doriwer, sou bleift et lo un mär dest ze machen.

Die Baugeschichte des Hauses in Hautcharage ist unbekannt, aber es ist anzunehmen dass es bei der Errichtung des bürgerlichen Hauses Bauschutt mitverarbeitet wurde. Der kann durchaus auch aus dem nahen Frankreich stammen.
Ich schliesse mich Phons Wagner an, dass es sich wohl um ein Allianzwappen handelt (Ehemann: das nicht gerade selten vorkommende Cor de chasse + Familie der Ehefrau führt ein Wappen mit einer Armbrust). Wenn es sich um eine Luxemburger Familie handeln sollte, wäre meiner Meinung nach die Familie Lombard der heisseste Kandidat. Wer kennt die Genealogie dieser Familie?

Wer kann uns hier weiterhelfen?

Die Wappen der Luxemburger Konstantinsritter

Ein wenig Abwechslung sollte niemals schaden und so unterbreche ich kurz die Arbeit am Projekt Armorial Loutsch online, und widme mich mal wieder der lebendigen Heraldik, genauer Privatleuten die meine Zeitgenossen sind und ein Wappen führen.


Wer führt denn in Luxemburg heute überhaupt noch Wappen? Vom Gesetz (1972) vorgesehen sind die Wappen für den Staat mit allen seinen Behörden und Unterorganisationen, hier besonders die der Gemeinden. Deren Erstellung in den 1980er Jahren löste freilich einen gewissen Boom auch unter Privatleuten aus, so dass einige neue Wappen geschaffen wurden. Als Jugendlicher war ich selber von dieser Begeisterung ergriffen und legte mir selber auch eins zu. Aber wie findet man sie? Manchmal melden sich die Wappenführenden bei mir, wie etwa Marcel Herber, aber das ist selten, in der Regel muss man die Leute suchen. Am einfachsten finde ich sie, wenn sie sich in Vereinen zusammenschliessen und sie veröffentlichen. Als Beispiel wären hier die Wappen der Mitglieder der ALGH zu nennen.

Der Orden der Konstantinsritter

Als einen solchen Zusammenschluss muss man auch die Luxemburger Abteilung der Konstantinsritter ansehen. Jo Kohn, in Luxemburg vor allem bekannt als Förderer der Ex-Libris gehört auch zu diesem Orden und hat mir freundlicherweise das Jahr- und Wappenbuch 20101 zur Verfügung gestellt und ich beginne nun, die Wappen der Mitglieder zu zeichnen und online zu stellen.

Den Anfang machte natürlich der Präsident Istvan von Habsburg-Lothringen. Der hochadelige Jurist lebt in Luxemburg und sein Wappen gehört somit selbstverständlich in meine Sammlung2

Der Konstantinsorden heisst korrekterweise eigentlich Ordre sacré et militaire constantinien de Saint-Georges. Er selber will sich bereits von Kaiser Konstantin gegründet wissen, das erscheint nicht nur mir ziemlich unmöglich; Die Spätantike kannte noch keine Ritterorden. Die Ritter Roms waren eine soziale Schicht mit völlig anderen Aufgaben als die Kaste der mittelalterlichen berittenen Krieger. Der Orden hat militärische Wurzeln, er sieht seine Aufgabe heute wohl in erster Linie in der Unterstützung der römisch-katholischen Kirche.

Am wahrscheinlichsten ist dass der Orden auf dem Balkan entstanden ist, er verlegte seinen Schwerpunkt dann aber nach Italien, konkreter ins Königreich beider Sizilien (Neapel). Konsequenterweise sind auch unter den Luxemburger Mitgliedern besonders viele mit italienischer Herkunft zu finden, etwa Paola Aldobrandini.

Das Wappen Aldobrandini


Den Fehlerteufel konnte ich übrigens druckfrisch erwischen! Bei der Wappenbeschreibung der Prinzessin Paola ALDOBRANDINI, die das berühmte Wappen dieser alten Familie römischer Adliger führt, verschwanden ein paar Buchstaben bei der Angabe wie die Sterne angeordnet seien. Die Beschreibung behauptete nun, die Sterne wären “rangées en or“. Jo Kohn konnte dies mit Leichtigkeit berichtigen, es heisst selbstverständlich “rangées en orle“, also in gleichmässigem Abstand zueinander und zum Rand des Schildes. Das heisst dann allerdings auch, dass die Abbildung in der Broschüre, wie die meisten die im Netz zu finden sind, dieser Beschreibung nicht folgen, meistens werden die Sterne parallel zum Schrägbalken ausgerichtet.

Kleine Geschichte am Rande: Vor wenigen Monaten erschien im Geschichtsmagazin damals.de ein Beitrag über den Renaissance Maler Caravaggio, der hat eben diese Sterne aus dem Wappen der Aldobrandini geschickt in seinem Bild untergebracht, direkt unter den Arschbacken. Zitat aus Wikipedia:

Eines der berühmtesten Bilder Caravaggios ist Amor als Sieger (1601/02, Gemäldegalerie Berlin). Es zeigt einen beflügelten Knaben, der in provozierender Nacktheit, Geschlecht und Schritt lächelnd zur Schau stellend, über Musikinstrumente und Symbole von Macht und Gelehrsamkeit hinwegschreitet.

Die Aldobrandini waren damals eine einflussreiche Familie im Zeitalter der Kardinalsnepoten, die Sterne stehen demnach hier für die Macht, wie sie etwa Pietro Aldobrandini inne hatte.

Pascal Nicolay

Zu den Konstantinsrittern gehört auch ein geschätzter Bekannter von mir, der Bibliothekar Pascal Nicolay, den ich bereits lange vor Jo kannte. Er sagte mir, dass er sich für ein sprechendes Wappen entschieden hat; was man aber erst beim Vollwappen erkennt. Ich zeichne an dieser Stelle aber immer nur das Schild (écu): Als Figur auf dem Helm (cimier) führt er einen heiligen Nikolaus, den vor bei Kindern so beliebten Bischof aus Myra in Kleinasien, von dem er seinen Nachnamen ableitet.

  1. Ordre sacré militaire constantinien de Saint Georges – annuaire et armorial de la délélgation des chevaliers luxembourgeois
    ISBN 978-287996-592-5 []
  2. Die Dynastie der Habsburger erfreut sich übrigens, auch Jahrhunderte nachdem die französischen Revolutionstruppen ihre Herrschaft in Luxemburg beendeten immer noch grosser Sympathien in Luxemburg. Vielleicht weil die Regierungszeiten von Maria-Theresia und Joseph II von wirtschaftlicher Prosperität gekennzeichnet waren? []

Zwischenstand: Loutsch online: B, C und O

Nun wo der Providerwechsel zu ovh.com abgeschlossen ist, kann ich mich wieder dem inhaltlichem Fortschritt meines Auftrittes widmen.


Vor etwa zwei Jahren verschob ich den Themenschwerpunkt zum Wappenwesen (Heraldik) und hier widmete ich mich vorrangig und in erster Linie einem Projekt, ich nenne es mal “Armorial Loutsch online“. Hierbei habe ich mir vorgenommen, jedes Wappen aus dem Hauptteil des Buches von Dr. Jean-Claude Loutsch aus dem Jahre 1974 nachzuzeichnen, und mit der Angabe der Wappenbeschreibung und der Quellen online zu stellen! Der Mehrwert gegenüber dem Buch wäre dabei:

  1. Die Zeichnungen sind farbig
  2. auch Varianten, die nur erwähnt aber nicht abgebildet worden sind, bekämen eine Zeichnung
  3. vor allem will ich, um es dem Leser leichter zu machen, alles unter einander verlinken,
  4. und zu guter letzt soll die Digitalisierung auch helfen, die Wappen statistisch auszuwerten und so Fragen wie etwa “wie verbreitet sind lions oder losanges?” und “in welchen Farben gibt es diese oder jene Figur und wie oft?” beantworten zu können.

Vorher aber, will erst mal alles eingegeben sein und hier zeigt sich wirklich: es ist ein Mammutprojekt! Im Augenblick kann ich nicht genau angeben, wieviel Prozent davon schon umgesetzt ist, und wie lange es noch dauernd wird. Eine Überschlagsrechnung:
Den Hauptteil des Buches machen die Seiten 181 bis 837 aus, das sind also 656 Seiten. 22 Seiten davon, sind Abbildungen (Fig. 44 bis Fig. 65), bleiben also 634 Seiten. Gehen wir davon aus, dass pro Seite im Schnitt 5 bis 6 Wappen vorgestellt werden, wären also zwischen 3170 und 3804 Zeichnungen anzufertigen.
Halten wir daher nur fest was bis jetzt erreicht wurde:

  1. Seit Freitag dem 22. Oktober sind alle 656 Seiten eingescannt, Gezählt habe ich die Wappen dennoch nicht
  2. Ich habe inzwischen 1.571 Wappen gezeichnet, von denen aber ein paar abzuziehen sind: 9 Wappen von Privatleuten (ALGH), 120 Luxemburger und 38 belgische Gemeindewappen, und 77 Wappen von nichtluxemburgischen Landschaften und Herrschaften. Ich habe also erst 1.327 von den geschätzten 3.170 bzw. 3.804 geschafft. Demnach sind erst zwischen 41% und 34% geschafft! Na immerhin, ein Drittel wohl sicher :-))

Wobei auch dieser Fortschritt noch zu relativieren ist: nicht zu jeder Zeichnung habe ich auch die anderen Angaben (Wappenbeschreibungen und Media-Tags) schon liefern können, und einige Zeichnungen werde ich neumachen müssen, weil sich Fehler eingeschlichen haben.

Wann zeichne ich welche Wappen?
Um nicht den Überblick zu verlieren, welche Zeichnungen ich schon erstellt habe, und welche noch anzufertigen sind folge ich in aller Regel dem Alphabet. Ich fing also an mit A, begann dann mit B (Seiten 201 – 274) und merkte aber, wie entmutigend das ist, zog erst mal ein paar weniger beliebte Anfangsbuchstaben vor. Auch lasse ich zu komplizierte Wappen (die mit den vielen Feldern) gerne erst mal weg.
Und so kommt es, dass ich B erst gestern Woche “abgeschlossen habe”1 C am 1. September, und O am 14 Oktober, und als nächstes fallen wohl P oder D, bei denen ich auch schon einige Fortschritte erzielt habe. Aber der dickste Brocken B ist geschafft, ufff!

Welche andere Reihenfolgen würden Sinn machen?

  • Vielleicht werde ich, wie ich das mit den Wolfswappen schon mal unterfangen hatte, mal ein anderes Vorgehen versuchen und nicht nach den Namen des Trägers schauen, sondern mehr nach der Gestalt des Wappens. Hierzu könnte Dr. Loutschs table héraldique hilfreich sein. Diese hatte er erstellt um das Bestimmen unbekannter Wappen zu erleichtern.
  • Oder, ich ziehe mal diejenigen vor, von denen in dem Buch schöne Abbildungen (Fig. 44 bis 65) vorkommen? Das könnte mir auch helfen, die Ziele für künftige Wanderungen zu bestimmen, wenn ich schon mal weiss, in welche Kirchen ich noch alles reinmuss/will :-)). Die Kapelle in Berbourg hab ich ja schon heimgesucht.
  1. einige Varianten und übersprungene komplizierte Wappen harren wohl noch ihrer Umsetzung []

wiesel.lu und heraldik.be wieder zusammen

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern: Ich habe meine beiden Websites wieder fusioniert. Der Grund ist einfach der, dass ich zu wenig Ressourcen (Zeit, Material, Ideen) habe um beide zu pflegen.

Es war allerdings eine schwierige Geburt, vor allem die letzte Phase. Beim Transfer von wiesel.lu vom Registrar dns.lu nach ovh ging irgendwas schief. wiesel.lu galt von Dienstag bis heute als “reserved” statt als “active”, bei dns.lu waren die Nameserver von OVH unbekannt. Es waren einige Mails und ein Telefonanruf in Roubaix nötig, um die Sache ans Laufen zu kriegen….

Am Montag war ich im Fernsehen

Nachdem die Journalistin Maria Louisa Giersberg mich aufgrund meiner Erfahrungen dazu eingeladen hatte, ihr am 30. Juli zum Thema Veloh ein “Interview” zu geben,1, wurde der Beitrag nun gesendet! Ist sehr gut geworden. Frau Giersberg hat objektiv berichtet.


Jetzt. wo der Beitrag gesendet ist, kann ich auch auf Details eingehen, ich wollte Louisas Berichterstattung zuvor nicht beeinflussen. Nervig war, dass ich an dem schönen, hellen Sommertag um 12 Uhr Mittags meine Sonnenbrille nicht tragen durfte. Dass das im TV einfach schlecht aussieht, sah ich ein. Die Szene mit meinem einzigen Satz wurde dann aber, wie bereits erwähnt, mehrmals wiederholt. Mal waren die Einstellungen nicht gut, es liess sich nicht richtig schneiden, vor allem aber war mein kurzes Statement immer zu lang. Und das, wo mir doch einige nachsagen, ich könnte die Dinge immer so gut auf den Punkt bringen. Ich kam mir vor, wie Herr Lindenmann der Lottogewinner im Sketch von Loriot. “Oh nein, Sie sind von mal zu mal besser geworden“, hatte mich Louisa Maria getröstet. Sehr erfreut war ich dann, dass Louisa sich für eine der längeren Fassungen entschied, obwohl ich auf den Aufnahmen doch sehr verkniffen dreinschaue (Sonne).

Weiter will ich nachtragen, dass mein Missgeschick, dass ich nach 18:00 das Rad am Bahnhof nicht mehr abgeben konnte, inzwischen noch dreimal passiert ist, allerdings nie wieder so schlimm wie im März; ich fand bei den letzten Malen dann spätestens an der übernächsten Nachbarstationen eine freie Säule.
Hier noch weitere ungünstige Situationen, in die mich Veloh inzwischen gebracht haben, Ort des Geschehens war diesmal die Station an der Kreuzung route d’Arlon – rue des Aubepines:

  • zweimal war die Verbindung des Computers zum System “nicht verfügbar”, ein Ausleihen also nicht möglich.
  • Und letzten Freitag war ich so spät (18:30) da, dass überhaupt kein Rad mehr da war, das ich hätte ausleihen können.

Unglücklicherweise ist gerade diese Station sehr weit, sowohl von den Bushaltestellen als auch von weiteren Veloh Punkten entfernt.

Erfreulich klingt dann zunächst, die gute Nachricht aus Louisas Beitrag “JCDecaux” hätte “reagiert”. Beim genaueren Hinsehen haben sie von allen möglichen Reaktionen, die nutzloseste gewählt: Die Hotline sei nun 24 h erreichbar?! Müsste man mal ausprobieren, was genau einem die Damen von Brüssel aus dann sagen können. Sinnvoller wäre gewesen, dass die Umverteiler noch länger arbeiten würden, (vielleicht bis 22:00 ?), oder aber wenigstens dass ich kostenlos AM Display erfahre, WO genau wieviele Säulen an welchen Nachbarstationen frei sind.

  1. ich hatte leider nur einen einzigen Satz” []

Meilenstein 1.250. Wappen: Corneille de Warck

Es ist wohl vor allem dem schlechtem Wetter der vergangenen Wochen geschuldet, dass so kurz nach dem 1000. schon das 1.250. Wappen erreicht ist, es senkte die Hemmschwelle auch noch Freizeit am Rechner zu verbringen. Andererseits habe ich auch meine Strategie ein wenig geändert:

Ich lasse die Festungen (schwer zu zeichnende Wappen, etwa solche mit vielen Feldern) erst mal links liegen. Dies bedeutete auch, dass ich in meiner freien Woche zwar auch viele Wappen mit Anfangsbuchstaben B mit vornahm, gleichzeitig aber auch auf anderen Feldern arbeitete. C ist fast ganz abgeschlossen, im Augenblick focussiere ich W. Für die kommende Zeit vorgenommen habe ich mir aber auch D und E.

Vorbereitende Arbeiten zur Migration

Demnächst werden wiesel.lu und heraldik.be wieder zusammengeführt, das Experiment eine eigene Website für ein bestimmtes Projekt zu betreiben gebe ich auf.
Voriges Wochenende habe ich damit begonnen, indem ich erstmal auf wiesel.lu einen Export durchgeführt habe, und dann die XML-Datei auf heraldik.be wieder importiert. Das hat besser geklappt als ich dachte, aber auch nicht genial:

  • die Metainformationen der Bilder wurden nicht mitimportiert, obwohl ich das Häkchen gesetzt hatte: connection refused by the remote server, darauf habe ich keinen Einfluss. Hierzu sollte man wissen, dass Bilder etc. in der WordPressdatenbank wie Postings oder Pages behandelt werden
  • Die GUID Informationen von einigen Seiten stimmen irgendwie nicht.
  • und natürlich fanden die Seiten hier, eine bereits existierende Struktur vor, die angepasst werden muss. z.B. Wurde der Bereich “Heraldik” logischerweise wieder auf eine Page zurückgestuft, hier stimmen nun einige Links nicht mehr.

Es wartet also noch viel Arbeit auf mich, bevor ich die DNS Einträge zu wiesel.lu bei Restena werde ändern können.

  1. Die Bilder müssen nachgeladen und bearbeitet werden. Dies gilt besonders für die Fotoreportagen. Ich werde die Gelegenheit nutzen und, da ich hier bei OVH sehr viel mehr Webspace für weniger Geld habe, dem Leser eine andere grössere Auswahl zu bieten.
  2. Die Links müssen angepasst werden. Broken Linkchecker sagt z.Z.:

    Found 325 broken links
    No URLs in the work queue.
    Detected 1214 unique URLs in 1352 links.

Eine weitere Verpflichtung ergibt sich aus meinen Fortschritten beim Entwickeln meiner Skripte: da ich nun voll und ganz auf die Mediatags vom CodeHooligan setze, muss ich sie auch setzen, sonst bekommen die ermittelten Zahlen keine Aussagekraft. Das Taggen geht am leichtesten im Dialog “Edit Media” (Bsp. /wp-admin/media.php?attachment_id=12049&action=edit“, hier fügt MediaTags eine Zeile ein, wo man die Begriffe einfach per Komma getrennt eingeben kann.