Neues Wappen für die Fusionsgemeinde Wittlich-Land

Leider bin ich dieses Jahr nicht mehr viel dazu gekommen, mich um meine Homepage und sein grösstes Projekt, die Heraldik zu kümmern und so habe noch etwas nachzutragen:
Am 28.09.2016 um 15:29 Uhr schrieb mir Hans-Jürgen Neuhaus aus der Vulkaneifel um Manderscheid:

Hallo Herr Erpelding,
es ist endlich soweit. Die neue VG Wittlich-Land erhält ein neues Wappen. Man ist weitgehends meinem Vorschlag gefolgt, nur auf den “Preußenrand” wollte der Rat nicht verichten, das sonst das Wappen zu nackt sei.

Er fügte noch ein Zitat aus dem Trierer Volksfreund und eine “offizielle” Zeichnung an, welche ich aus Copyrightgründen hier nicht reproduzieren kann. Jedenfalls habe ich jetzt endlich meine Fassung des neuen Wappens erstellt und hier ist sie:


Herr Neuhaus war im April an mich rangetreten und mir davon erzählt dass er für die durch Zwangsfusion entstandenen neue Verbandsgemeinde einen Wappenvorschlag einreichen wollte und dafür eine Zeichnung bräuchte, er schlug vor:

Mein Vorschlag soll so aussehen: Geviertes Wappen mit Herzschild.

  • Im Herzschild das Kurtrierer Kreuz, da Trier für beide Gebiete große Bedeutung hatte.
  • Zwei Felder für die alte VG Manderscheid – Manderscheider Zickzackbalken und die Himmeroder Ringe.
  • Zwei Felder für die alte VG Wittlich Land – Silberne Lilie für Klausen und ein Wagenrad für Binsfeld (beide auch schon im alten Wappen)

Nicht mehr verwenden würde ich aus dem jetzigen Wappen der VG Wittlich-Land die Wittlicher Schlüssel und der schwarz-silberne Rahmen für Preußen.

Er fragte mich, ob ich ein gutes Programm zum zeichnen der Wappen kennen würde, leider musste ich passen. Weil ich aber für das was er vorhatte schon über reichlich Vorlagen verfüge, war es mir ein leichtes, ihm einen Entwurft schnell zusammenzuklicken, der dann so aussah:


Dann meldete er sich wieder am 22.07.2016 um 09:56 Uhr: Sein Vorschlag war geprüft worden vom Landesarchiv, die das Herzschild aber beanstandet hatten. Nun machte er einen neuen Vorschlag:

Demnach würde ich meinen Vorschlag so ändern, dass das Trierer Kreuz und die Klausener Lilie in einem Feld übereinander liegen, wie es schon im alten Wappen der VG Wittlich-Land der Fall war.

Auch hierfür machte ich ihm wieder eine Zeichnung:

Wie man sieht, wurde viel von seinem Vorschlag übernommen, wenn auch die Reihenfolge der Felder (in der Heraldik immer eine Frage der Wertschätzung) geändert wurde und der “Preussenrand” bleib.
Die Gemeinde wollte wohl Neuhaus Heimatort Manderscheid nicht so prominent in Feld II vertreten sehen und verwies sie auf den letzten Platz, derweil die Nimmeroder Ringe in der Wertschätzung gegenüber seinem Entwurf steigen durften.
Die Trierer Volkszeitung aus der ich ein letztes Zitat bringen will, hat den Einsatz von Herrn Neuhaus auch gewürdigt:

Fünf Vorschläge standen zur Debatte, zuletzt hatte sich der Rat zwischen Zweien zu entscheiden – dem Entwurf der FWG Wittlich-Land und dem der Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land. Letzterer erhielt 17 Stimmen der FWG-Entwurf acht Stimmen, zwei Ratsmitglieder enthielten sich.
(…)
Der Entwurf der Verwaltung orientiert sich teilweise an den Vorschlägen, die von Norbert Christian aus Großlittgen, Reiner Ernst aus Schladt und Hans-J. Neuhaus aus Manderscheid eingereicht wurden.

An dieser Stelle will ich dann auch noch mal Herr Neuhaus gratulieren für seinen Einsatz. So wie es hier ablieft habe ich mir auch immer vorgestellt, dass Leser meine Seiten nutzen könnten. Aber dafür muss ich vermutlich noch viel schreiben.

Radfahren auf der provisorischen “Nei Bréck” (Pont Adolphe) in Luxemburg Stadt

Es war schon etwas später am letzten Mittwoch, so gegen 18:30. Ich kam von der Arbeit und wollte zum Bahnhof, denn da nehme ich jeden Tag den Zug nach Igel. Am Dienstag hatte es geregnet aber am Mittwoch war es trocken und so hatte ich mir an der Kreuzung Route d’Arlon/Rue des Aubépines ein Veloh ausgeliehen. Das Fahrrad war in einem ordentlichen Zustand, also das Licht funktionierte vorne und hinten und ich hatte mir noch eine gelbe Weste übergeworfen, war also gut zu sehen, als ich den Pont Adolphe befuhr. Etwa auf der Hälfte der Brücke wurde ich plötzlich ausgehupt!
Natürlich erschrak ich, und zugleich schoss mir durch den Kopf: Gott, sicher wieder so ein jugendlicher Testosteronbomber der sich an meiner blossen Präsenz auf der Strasse stört! Sehr viele Menschen hören im Theorieunterricht zur Vorbereitung auf die Führerscheinprüfung nämlich gar nicht richtig zu und die Irrmeinung, die Strasse wäre grundsätzlich nur für den Kraftverkehr reserviert und Radfahrer nur in Ausnahmefällen zugelassen ist weit verbreitet. Zu meiner grossen Überraschung sah ich dann aber, als ich nach links blickte, dass es ein Busfahrer war der gehupt hatte und nun wild gestikulierte! Und auch noch einer der staatlichen CFL! Ich machte ihm daraufhin den “bösen Finger” denn nun war offensichtlich dass er die Hupe missbräuchlich benutzt hatte. Das erboste ihn aber weiter und nun scherte er eng vor mir ein, so dass ich abbremsen musste.
An der Kreuzung vor dem Hauptgebäude der Sparkasse war die Ampel rot und er musste halten, so konnte ich zu ihm aufschliessen. Ich war nun sehr adrenalingeladen, denn ich hatte mich durch sein Manöver doch sehr bedroht gefühlt. Als ich neben ihm zu halten kam, öffnete er die Tür und schnautze mich auch noch an:

Do ass extra eng Velosspur fir Iech ageriicht ginn, fuhr gefälligst op deeër!

Jetzt war ich wirklich wütend!
Dat ass keng Velosspur, dat ass den Trottoir! Lies mol däi Code de la Route! Wéi hues Du iwwerhaapt de Führerschäin gepackt?” sprudelte es wütend aus mir raus und ich zeigte ihm auf das entsprechende Verkehrsschild und wies ihn darauf hin, dass dort drüben erst der Radweg beginnt, die Brücke aber ganz normale Strasse ist.


Als ich am Bahnhof ankam, war wieder mal keine Säule mehr frei um das Rad abzugeben! Hier hat sich seit 2010 nicht wirklich viel getan. Minderwertigerweise wird auch auf der neuen Veloh Station am Bahnhof NICHT angezeigt, wo die nächsten freien Säulen wären. Veloh hat es wohl einfach nicht nötig, die Radfahrer können kucken dass sie klar kommen…. Ganz so schlimm wie 2010 war es diesmal nicht, es ist ja auch Winter: An der Place de Paris fand ich noch eine freie Säule, vielleicht weil zur Zeit Weihnachtsmarkt ist und viele Benutzer irrtümlich glaubten, man könne das Rad dort nicht mehr abgeben? Dadurch verpasste ich wieder den 19:00 Zug und war entsprechend gut gelaunt. Es ist schliesslich eine Freude eine halbe Stunde in der Kälte auf seinen Zug zu warten.
Am nächsten Tag beschlich mich aber der Verdacht, dass ich vielleicht doch teilweise im Unrecht sein könnte. Immerhin war der Mann Berufskraftfahrer und zwar bei der CFL! Die sind nicht nur besser bezahlt sondern zumeist auch besser ausgebildet als normale Busfahrer und kennen sich oft erstaunlich gut im Verkehrrecht aus.

  • Was, wenn ich über die zwei Jahre wo ich da schon fast täglich herfahre betriebsblind geworden bin, das “Vorgeschriebener Radweg-Schild” wurde nachgerüstet und ich sah es nicht? Denn ich bemerke schon, dass ich eher eine Ausnahme bin, die meisten anderen Radfahrer fahren auf dem Gehweg und bedrängen dort die Fussgänger. Sowas verachte ich und tue es nicht.
  • Was wenn in Wirklichkeit eine Verordnung erlassen wurde, welche den Radweg vorschreibt und die zuständige Behörde hat vergessen die Strecke auszuschildern, oder Vandalen haben sie entfernt? Und der Busfahrer hat dann aus seiner Erinnerung (an eine mögliche interne Schulung zur neuen Situation) zitiert? Wie sich rausstellen sollte, dann freiich in Unkenntnis der tatsächlichen Situation!

Freunde und Arbeitkollegen von mir war sich auch nicht so sicher, dass ich Recht hätte, sie hatten gehört es sei zumindest so geplant gewesen dass Radfahrer eine eigene Spur bekommen und bei der restaurierten Brücke würde sogar eine Hängebrücke eingehangen, extra für die Radfahrer. Freilich ist keiner von ihnen Alltagsradler. Auch wollte ich aber weder wissen wie es geplant war, oder wie es sein würde, ich wollte wissen wie genau es zur Zeit IST!

Also machte ich mich am nächsten Tag erst mal auf die Suche nach der zuständigen Behörde. Auch wenn ich selber Beamter bin, bin ich kein Lexikon für Behördenzuständigkeiten. Ich stiess erst mal auf diese Seite: http://www.pch.public.lu/fr/projets/ouvrages-art/pont-adolphe-rehabilitation/pont-provisoire-adolphe/index.html
Das blöde dabei ist, dass das Wort “Vélo” in französchen Texten fast nicht auffindbar ist, weil es in “Dévelopement” vorkommt und ohnehin Beamte gerne andere Wörter benutzen als die normale Bevölkerung. So kommt das Wort “bicyclette” im gesamten Code de la Route1 nicht ein einziges Mal vor.

Also rief ich dann bei der Brücken und Strassenverwaltung an, denen die Adolphe Brücke “gehört”, erfuhr dort aber, dass die Stadt Luxemburg für die Verkehrsführung zuständig ist. Dort rief ich dann an, und wurde sehr freundlich empfangen. Man versprach mir, dies nachzuschlagen und ich erhielt von der zuständigen Behörde der Stadt Luxemburg, der ich meine Fragen vortrug, noch am Donnerstag die Antwort!

Re-Bonjour Haer Erpelding,

Et huet sech bis elo nach näischt geännert wat Verkéiersführung fir d’Veloën iwert de provisoresche pont Adolphe ugeet, weider en “circulation mixte” mat dem Auto’s Verkéier, wuel verstan en direction Gare, net en direction Centre-Ville mat de Bussen.

Den Trottoir ass net ob fir de Velo.

Alternativ kënnt Dir awer och Passerelle benotzen wou d’Velofueren en site propre méiglech ass.

Just war elo fir eng Woch – wéinst Chantier um Niveau vun der place de Bruxelles – d’Furt zou déi de Velo vun der avenue Marie-Thérèse riwer ob de boulevard F.D.Roosevelt bruecht huet, sou dat ob der Kräizung de Velo huet missen mam Verkéier fueren.

Hoffen des Informatioun ass Iech nëtzlech,

Mat frëndleche Gréiss,

DIRECTION MOBILITÉ
Service de la Circulation
Kofferfabrik
98, rue Auguste Charles
L – 1326 Luxembourg
www.vdl.lu circulation@vdl.lu

Ich hatte also Recht! Ich durfte nicht nur mit dem Rad auf der Brücke fahren, ich musste sogar!
Ich bin am Donnerstag Mittag noch mal hingefahren und habe mich auch vor Ort überzeugt, in der Tat da SIND KEINE Schilder, der Gehweg ist also ein reiner Gehweg auf dem man NICHT mit dem Rad fahren darf.

Und die Moral von der Geschicht?

  • Also liebe Radfahrer: immer schön die Strasse benutzen! Wenn Kraftfahrer so minderwertig sind dass sie hupen: daran denken: die sind im Unrecht! Schön weiter radeln und brav in der Mitte fahren, damit ihr nach bremsen und ausweichen könnt, wenn sie euch wieder zu eng überholen.
  • Also liebe Kraftfahrer: Nicht ärgern wenn ein Radfahrer vor euch fährt. Die Brücke ist kurz und sie biegen ja gleich ab, auf der anderen Seite haben die Radfahrer ja einen eigenen Weg. Einfach gedulden.
  • So lieber Busfahrer: Wie wäre es mit einer freiwilligen Selbstschulung? Einfach mal die Unterlagen zur Führerscheinprüfung noch mal würdigen, sodann Du sie nicht weggeschmissen hast.

Noch eine Bemerkung zur Alternative “Passerelle”. Natürlich kann man auch über die Passerelle zum Bahnhof kommen, so wie ein Autofahrer der von Luxemburg nach Metz fahren will, ja nicht unbedingt die verstopfte Dudelinger Autobahn benutzen muss, sondern auch über die Autobahn via Trier und Saarbrücken nach Metz kommt. Gehen tut das alles, ist aber in beiden Fällen ein erheblicher Umweg. Bei der Option “Passerelle” kommt noch hinzu, dass die nicht wirklich durchdacht ist. Man fährt von der Kathedrale aus üBer die Passerelle und steht dann vor der Avenue de la Gare, in die man aber gar nicht reinfahren darf. Wie nun zu fahren ist, ist keineswegs offensichtlich, fährt man nach rechts ist zudem ein abschreckender Anstieg zu bewältigen. Es hat nicht jeder ein Elektrorad!

  1. Hier kann man sich den Text des Strassenverkehrsgesetzbuches runterladen: http://www.legilux.public.lu/leg/textescoordonnes/codes/code_route/ []

Weihnachtstheme aufgeschaltet.

Rechtzeitig zu Nikolaus habe ich meine “Homepage” wieder weihnachtlich eingerüstet.


Leider konnte ich kein neues Theme finden, irgendwie scheint den Themeentwicklern dieses Thema nicht mehr so wichtig zu sein. Überhaupt gefallen mir die Themes in letzter Zeit nicht, wo ich mich früher oft gar nicht entscheiden konnte.
Dieses hier ist von echten Fachleuten, http://christmaswebmaster.com/ und ich hatte das 2014 schon mal.
Inzwischen habe ich ein Raster zur Besprechung von Themes entwickelt, das könnte ich bei der Gelegenheit mal zur Anwendung bringen, auch wenn mich wie gesagt, das Themeausprobieren nicht mehr so hinter Ofen hervorzulocken vermag, wie noch vor zwei Jahren.

  • Darstellung von Standardelementen auf dem Bildschirm
    • Wie werden geschachtelte Listen (Aufzählungen) wiedergegeben?:
      Am besten eignen sich hierfür ja die Inhaltsverzeichnissen, z.B. das eines Publikumslieblings: http://wiesel.lu/heraldik/quellen/grammaire-du-blason/deuxieme-partie/:

      Sieht recht gut aus, ist ok.
    • Wie werden Tabellen wiedergegeben?:
      Die wichtigste Tabelle meines Auftrittes ist die Liste der Wappen im Armorial Loutsch.

      Nun, mit Tabellen hat ChristmasPress schon etwas mehr Schwierigkeiten, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass die Seitenbreite festgepinnt ist. Kann man aber mit leben, immerhin respektiert das Layout, dass es grundsätzlich unterschiedlich breite Spalten geben kann.
    • Wie wird die Schrift wiedergegeben?:
      Schrift ist originell gewählt, Schriftgrad angenehm.
    • Wie werden Links wiedergegeben?:
      Sind als solche erkennbar, ist ok.
  • Umgang mit Bildern und anderen Attachments
    • Wird das Bild in angenehmer Grösse wiedergegeben?:
      Kommt darauf an. Die Wappen finde ich zu gross, Fotos ok.
    • Gibt es auf der Attachment Seite Links zu anderen Bildern (voriges, nächstes, etc.):
      ja.
    • Wird bei Galleries die Bildunterschrift angezeigt?:
      ja.
  • Beim Ausdrucken
      Wird die Navigation leider mit ausgedruckt, wie mittlerweile bei den meisten. Ich werde auf Dauer von meinen wichtigsten Seiten wohl Druckfassungen erstellen müssen?
  • Navigation
    • Das Menu:
      Von sich aus, beherrscht Christmaspress das nicht, man muss ihm ein Menu vorgeben.
    • Die Widgets:
      Nur die Sidebar. Reicht aber
    • Das featured image:
      Wird unterstützt, und ist oberhalb des Kurzanrisses der Postings zu finden, sowie nicht wegblendbar oben beim einzelnen Beitrag. Ist für meinen Geschmack zu gross.
    • Breadcrump Navigator:
      • Hat das Theme einen eigenen? Nein!
      • Unterstützt es ein Plugin? Nein!
      • Gibt es eine geeignete Stelle für den Breadcrump NavXT? Ja, man kann den Code in die header.php Datei einfügen und dann sieht es auch recht gut aus.
    • Umgang mit Redirects (Links?):
      Der Aufruf der Seite http://www.wiesel.lu/?p=41 bringt den Leser, wie gewünscht auf die Seite http://wiesel.lu/heraldik/wappensammlung/etat/luxembourg/cantons/canton-wiltz/. Das hat vor zwei Jahre noch nicht geklappt.
      Zur Erinnerung, der Grund warum ich bestimmte Seiten lieber über Redirects ansteuere ist der, dass die Anordnung meiner Seiten evoluiert, insbesondere die Wappen werden von mir öfter umgehangen. Um dann nicht alle Referenzen aufspüren um ändern zu müssen, bediene ich mich gerne der Referenzierung über /?=Postnumber. Daher bin ich auch darauf angewiesen, dass die Themes das unterstützen.
    • Unterstützt das Theme Pages und Posts, die über mehrere Seiten verteilt sind (pagination)?: Ja!

Gemeindewappen aus dem Département Moselle (57)

Auch wenn ich mit dem Arrondissement Briey aus dem Département Meurthe et Moselle (54) noch nicht so weit gekommen bin, habe ich schon mal ein paar Wappen aus dem Nachbardépartement Moselle gemalt, damit die Seite nicht ganz so leer ausschaut 🙂

Angefangen mit den Gemeindewappen von Meurthe et Moselle

Nach der langen Winterpause, in der ich mich eher der Digitalisierung alter Skripte zur Wappenkunde gewidmet habe, nahm ich letzte Woche das Projekt Gemeindewappen wieder auf und habe ein paar Wappen aus dem Departement Meurthe et Moselle zu zeichnen:


Ich begann zunächst strikt alphabethisch, weshalb einige weiter von Luxemburg entfernt liegende Gemeinden vorgezogen wurden, werde aber nun dem Arrondissement Briey den Vorrang einräumen.

Ein paar Bilder vom Welterbetag in Igel

Wir hatten ungeheueres Glück: Mitten im wochenlangen instabilem Tief über Mitteleuropa, herrschte den ganzen 5. Juni über in Igel die Frau Sonne. Niemand wurde nass.
Hier ein paar wenige Bilder, die ich an dem Tag gemacht habe:

Am Sonntag ist Welterbetag in Igel

Am kommenden Sonntag, am Unesco Welterbetag organisiert der Heimat- und Kulturverein Agulia Igel an der Igeler Säule ein kleines Fest.
Bekanntlich gehört die Igeler Säule auch zum Weltkulurerbe, auch wenn unsere bescheidene kleine Veranstaltung es nicht ins offizielle Programm der Unesco in Deutschland1 geschafft hat. Ich hoffe aber, dass sich doch einige bei uns einfinden. Es findet im Garten hinter der Säule statt, der letztes Jahr vorgestellt worden war:
Hier das Programm:

Igel Agulia E.V. Heimat- und Kulturverein

Welterbetag am 5. Juni an der Igeler Säule
Am 5. Juni ist der jährliche Welterbetag, an dem die UNESCO-Welterbestätten in besonderer Weise präsentiert werden. Zum 30jährigen Jubiläum des Welterbestatus der Igeler Säule veranstalten wir erstmalig ein Fest rund um die Igeler Säule:

Programmauszug:

  • 10-10.30 Uhr: Führung zur Igeler Säule 10.30-12 Uhr: Musik mit H.W. und Freunden2.
  • Ab 11 Uhr: Mittagessen Hotel-Restaurant Igeler Säule
  • 12 Uhr: Begrüßung von Ortsgemeinde und Heimatverein 13-14 Uhr: Führung Säulengarten mit Silke Oeffling
  • 13.30-15.30 Uhr: Thomas Kiessling
  • Ab 14 Uhr: Kaffee und Kuchen
  • 15.30-16 Uhr: Führung zur Igeler Säule
  • 16-17.30 Uhr: Musikverein Lyra Igel
  • 17.30-19 Uhr: Singkreis Igel
  • Ab 19 Uhr: Gemütlicher Ausklang

Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt u.a. mit einem Weinstand der Igeler Winzer. Alle Auftritte und Führungen sind kostenfrei. Unterstützen kannen Sie uns mit einer Kuchenspende!
An diesem Tag werden Kunstwerke, Tassen und Broschüren zur Igeler Säule zum Verkauf angeboten!
Vorstand: Daniel Karl, Renate Mertesdorf, Helmut Moersdorf

  1. https://www.unesco.de/kultur/welterbe/welterbetag/welterbetag-2016.html []
  2. Letztes Jahr habe ich mir mal einen Auftritt von H.W. und Freunden angehört. Hatte mir sehr gut gefallen []

Angefangen mit der Digitalisierung einiger Werke von Ménestrier

Nun da der Winter vorbei ist, möchte ich den Leser noch darauf aufmerksam machen, dass ich während der langen Winterabende ein weiteres, etwas mühseeligeres Digitalisierungsprojekt gestartet hatte. Wegen der überragenden Bedeutung für die theoretische Heraldik, welche dem späteren Zeremonienmeister Ludwigs XIV zukommt, wollte ich unter den Quellen unbedingt auch das eine oder andere Werk von Ménestrier haben. Ich wählte als erstes die:

La nouvelle méthode raisonnée du blason, pour l’apprendre d’une manière aisée, réduite en leçons, par demandes & par réponses, Lyon,

Wer französisch kann und mehr über den verdienten Jesuitenpater wissen will, den verweise ich auf den Artikel mit Werkzusammenstellung, den die verehrte Anne BhD ihm gewidmet hat. Ihr habe ich aber nicht gehorcht, denn Anne meinte:

J’ai volontairement omis les ouvrages numérisés de manière particulièrement médiocre par Google.

Nun, ich finde vor allem die Zeichnungen sind in der Tat wirklich schlecht rausgekommen, aber ich habe als Quelle sehr wohl einen Nachdruck von Google-books übernommen und nachbearbeitet.
Mein Verdienst ist also vor allem diese Nachbearbeitung, wo ich wirklich sehr viele Schreibfehler ausgemerzt habe!
Gegen die schlechte Qualität der Abbildungen aber war ich machtlos.

Lärmschutzdamm in Igel errichtet

Die ganze Woche hatte ich jetzt Probleme den Zug zu erwischen, denn es mussten etwa drei Minuten mehr eingerechnet werden, weil ich noch durch die Unterführung musste.
Da sieht der Schaffner auch keine verspäteten Passagiere angerannt kommen.
Der Grund: entlang eines Teiles der Gleise wurde noch eine niedrige Gabionenenmauer errichtet, die dem Schallschutz dienen soll.

Am Dreck-weg-Tag teilgenommen

Anders als letztes Jahr, wo ich zum Beginn des Frühjahres längere Zeit schwer krank gewesen war, konnte ich dieses Jahr wieder am sogenannten “Dreckwegtag” der Gemeinde Igel teilnehmen.
Es geht dabei darum, dass freiwillige Helfer den Abfall aus der Natur entfernen, den gedankenlose und/oder skrupellose/dumme/faule/versoffene Mitmenschen das Jahr über in derselben deponiert hatten. Weil die Vegetation noch nicht voll erblüht ist, kommt man zu dieser Zeit noch recht gut an den “Dreck” dran, bzw. kann ihn gut erkennen. Zugleich sind die Temeraturen aber schon recht angenehm.
Auch dieses Jahr ging ich bei der Truppe des Heimatvereines mit, dessen Beirat ich seit letztem Jahr angehöre. Anführerin war wieder unsere Vorsitzende Renate Mertesdorf.


Eine kleine Änderung gab es. Dem Bürgermeister war aufgefallen, dass die Gruppe “Heimatverein” in den vergangenen Jahren einerseits zwar immer recht zahlreich vertreten, aber andererseits auch immer als letzte eingetrudelt war. Da wir mit 9 freiwilligen Helfern diesmal wirklich gut aufgestellt waren, teilte der Bürgermeister die Gruppe und die eine begann die Strecke ab der Waldstrasse abzulaufen, die anderen ab dem Friedhof den hohlen Weg rauf. Ich gehörte zur Truppe “Hohler Weg”. Dabei kamen wir auch am “Auswandererkreuz” auf der Schleet vorbei.


Kommen wir nun zum unappetitlicheren Teil, aber leider Kern dieses Beitrages. Gefunden wurden vor allem leere Glas- und Plastikflaschen sowie Blechbüchsen, zumeist ehemalige Behälter alkoholischer Getränke. Es sieht fast so aus, als ob da jemand jeden Tag sein Fläschchen austrinkt und dann aus dem Auto- oder LKWfenster in die Landschaft schleudert. Daneben natürlich auch Fastfoodbehältnisse. Besonderheit diesmal: Im Wald fanden wir Kinderstühle.

Unterwegs trafen wir auch einige hübsche Kühe an, Fleischkühe. Sollen sehr schmackhaft sein, haben Kenner mir berichtet, die den Besitzer wohl kennen und ein paar der Erzeugnisse schon kosten durften.

Zum Ausklang des Tages gab es wieder Grillwurst à gogo, gespendet von der Gemeinde den hungrigen Helfern, in der Feuerwehrhalle.