alle weissen Flecken beseitigt, 76% Umsetzung

Zum Ende des Jahres habe ich noch ein letztes Mal Gas gegeben und jetzt am Wochenende noch ganz viele, leicht zu erstellende Wappen gezeichnet. Im Augenblick warten 229 Wappen darauf, dass sie getaggt werden und in der Wappendatenbank erscheinen können.
Hier ein paar davon:

Und so sieht die Tabelle jetzt aus:

– Seite Gesamt (Varianten) umgesetzt
A – 181 124 (30) 121 98%  
B – 201 428 (84) 363 85%  
C – 275 238 (74) 221 93%  
D – 311 129 (21) 112 87%  
E – 333 87 (12) 74 85%  
F – 349 157 (29) 129 82%  
G – 377 160 (28) 130 81%  
H – 403 324 (63) 275 85%  
I – 455 18 (6) 18 100%  
J – 458 50 (8) 47 94%  
K – 467 119 (19) 90 76%  
L – 489 308 (83) 174 56%  
M – 539 361 (72) 193 53%  
N – 601 111 (24) 97 87%  
O – 621 69 (23) 68 99%  
P – 632 164 (32) 139 85%  
Q – 658 1 () 1 100%  
R – 659 195 (44) 118 61%  
S – 695 348 (73) 178 51%  
T – 755 120 (32) 95 79%  
U – 775 23 (7) 23 100%  
V – 797 6 () 6 100%  
W – 799 175 (25) 149 85%  
X – 832 7 (1) 7 100%  
Y – 833 2 () 2 100%  
Z – 834 25 (10) 25 100%  
Summe 3749 (800) 2855 76%

So, tschüss 2011, du reiches Jahr.

Die Gefangenen von Baesweiler

Hier die angekündigte Liste mit den Wappen jener Luxemburger Ritter, welche in der Schlacht bei Baesweiler am 22. August 1371 in Gefangenschaft gerieten und dann eine Urkunde welche wohl diesen beklagenswerten Umstand festhielt siegelten. Jean-Théodore de Raadt hatte diese Siegelabdrücke in seinem 1898 erschienem vierbändigem Werk “Sceaux armoriés des Pays-Bas et des Pays avoisinants (Belgique, Royaume des Pays-Bas, Luxembourg, Allemagne, France)” aufgeführt und Loutsch hatte im AL. die entsprechenden Wappen gekennzeichnet, aber nicht aufgelistet; das war nicht der Zweck seines Buches. Sowas ist mit einer Internetpräsenz natürlich leichter zu bewerkstelligen, hier sind sie nun zusammengefasst:

Unglücklicherweise sind die meisten Wappen ohne Farbe. Klar, Siegelabdrücke sind nicht farbig und die Schraffuren kamen erst sehr viel später mit dem Siegeszug des Buchdruckes zum Einsatz. Lediglich von zweien wissen wir die Tingierungen, weil diese Familien noch in späterer Zeit Vertreter hatten, etwa Abt Eydel dessen Wappen auf dem Gemälde der Äbte der Abtei Münster wieder auftaucht.

vorgehabte, nie geschriebene Postings

Zum Jahresende ziehe ich immer gerne Bilanz und bei den Vorbereitungen zu dieser Bilanz “Wiesel.lu 2011” fiel mir ein Zettel in die Hände mit Titeln von Beiträgen, die ich noch verfassen wollte “wenn ich dazu komme” und das erfolgte dann nie. Neben den üblichen Begründungen (zuviel andere Anforderungen, eine unerwartete Operation etc.) mache ich für diesen beklagenswerten Umstand vor allem einen Mechanismus verantwortlich, der mich offenbar vom Schreiben abhält:

  1. Mir kommt eine Idee: Hey, darüber müsstest Du was schreiben.
  2. Dann denke ich, eine kurze Mitteilung à la twitter liest kein Mensch, interessiert kein Mensch und wenn mich überzeugt habe, dass es mir sch.. reichlich egal ist ob es überhaupt wer liest, befinde ich: um sich damit zu befassen musst Du weiter ausholen und dem Leser, also im Zweifelsfall nur mir selber, etwas mehr bieten als eine Kurzmitteilung.
  3. Dann fange ich an zu recherchieren und schon erweitert sich ganz automatisch das Thema, zu leistende Vorarbeiten fallen mir ein, ich setze mich an die Umsetzung dieser Vorarbeiten und diese implizieren weitere, etc.
  4. Dann setzt die Selbstzensur ein: Und wenn es doch z.B. ein pensionierter aber streitlustiger Leser mit zu viel Zeit es liest? Vielleicht fühlt der sich angegriffen und ich “ernte wieder Sturm“. Oder möchte ich genau das? Lieber beschimpft als unbeachtet, oder ? Ach, später…
  5. Am Ende ist es soviel vorzubereiten und abzuwägen, dass ich “nicht mehr dazu komme”.

Um diesem Teufelskreis zu entkommen, zähle ich jetzt einfach alle Artikelchen die ich vorhatte auf, und erkläre. Zu folgenden Themen hatte ich vor, mich zu äussern:

Vereine und soziales

Zu melden gäbe es hier, dass ich, nachdem ich gehört hatte dass es den Verein doch noch gäbe, meine Mitgliedschaft für 2011 und 2012 bei der ALGH erneuert habe. Hintergedanke wäre ein Austausch mit in Luxemburg tätigen Heraldikern und der Wunsch nach Unterstützung bei meinen Heraldikprojekten. Bislang habe ich dennoch nichts vom Verein vernommen.
Weiter wollte ich melden, dass ich mir, nach jahrelangem Zögern nun doch ein Konto bei Facebook zugelegt habe. Obwohl ich nur zwei zu meinem Namen zusätzliche Angaben machte (meine Herkunft aus Clemency, und mein Diplom von der RWTH Aachen) wuchs sich mein Kreis virtueller Freunde binnen kurzem zum Konveniat meiner Aachener Studentenzeit aus und ich freute mich ganz besonders jene Freunde wiederzufinden, die nicht Mitglied bei der Amicale der “alten Aachener” sind.

Interesseschwerpunkt Geschichte

Im Jahre 2011 hatte ich mir zwei geschichtliche Vorträge angehört und fleissig Notizen genommen, welche ich eigentlich zu Artikeln verwerten wollte. Vor allem der erste, im Rahmen der Armut- Ausstellung gehaltene Vortrag über die Armut in der Antike von Prof. Dr. Elisabeth Herrmann-Otto, Uni Trier mit dem Titel “Wandlungen der Armut in der römischen Antike. – Von einer römisch-vorchristlichen zu einer römisch-christlichen Gesellschaft” war hochinteressant. Aber, ich brachte nichts zu Papier.
Zum Thema “AVLhistory” (http://www.aachen.lu/avlhistory) wäre zu melden, dass sich im Laufe des Jahres ein Dr. Wolf bei mir gemeldet hatte, der mich mit Frau Delperdange bekannt machte, welche mir einige Dokumente aus dem Besitz von Fritz Kintzlé gab, einer der ersten Luxemburger Studenten in Aachen (Abschluss 1876) und später Hüttenwerksdirektor von Aachen Rothe-Erde. Interessant dabei eine Zusammenstellung von Glückwunschtelegrammen die er zum 25. Dienstjubiläum 1904 erhielt, vier Jahre bevor er starb.

zur Heraldik

Fast alles was ich dieses Jahr zu dem Thema, ja überhaupt auf wiesel.lu anfertigte, lief darauf hinaus das Projekt Armorial Loutsch online umzusetzen. Ja ich mache Umfang und erforderliches Vorgehen dieser selbstgewählten Aufgabe mitverantwortlich dafür, dass meine Kreativität dieses Jahr so erstickt ist.

Geplante Teilvorhaben zum AL

..deren Umsetzung noch aussteht wenn ich nicht darauf verzichte sind:

  1. Erstellen und Veröffentlichen einer Liste der Herrschaften (Seigneuries), die im AL erwähnt werden
  2. Eine Liste der “Gefangenen von Bäesweiler“. Am 22. August 1371 gab es bei Baesweiler eine bewaffnete Auseinandersetzung, es war die entscheidende Schlacht in der Brabanter Fehde. Die Luxemburger und ihr Herzog Wenzel I, Sohn des Nationalhelden Johann des Blinden und Bruder des besten Luxemburger Kaisers aller Zeiten, Karl IV haben Schlacht und Fehde verloren und einige Luxemburger Ritter gerieten bei der Gelegenheit in Gefangenschaft. Wenngleich dies für sie ein persönliches Pech war, ergab sich daraus doch für den Heraldiker der Glücksfall, dass hier im Mittelalter jemand die Notwendigkeit sah, dass ihre Namen in einer Urkunde festgehalten wurden, die sie mit ihren Wappen siegelten. Hintergrund war der, dass dieser Sieger dem Verlierer seine Lösegeldforderung übergeben wollte und daher natürlich nachweisen musste, wen er alles in seiner Gewalt hätte.

l’Extrait de l’armorial général (de France) d’Hozier 1697

Weiter erstand ich letztes Jahr ein Exemplar des Bandes LXXXI der Publications de la Section Historique de l’Institut Grand-Ducal, Luxembourg 1966, darin ein Artikel von Jean-Claude Loutsch mit dem Titel “Complément à l’Armorial des Duché de Luxembourg et comté de Chiny.“. Es handelt sich dabei einerseits um eine Wiederaufnahme/Fortsetzung des Werkes seines Verwandten Adam-Even von 1936 und andererseits um eine Vorarbeit zu seinem Hauptwerk. Das besondere Interesse an diesem Artikel liegt aber darin, dass dort auch Wappen vorkommen die aus bestimmten Gründen NICHT in “Armorial Loutsch” eingeflossen sind, und zwar hauptsächlich einige Wappen der Korporationen (Loutsch nahm nur die Familienwappen auf).

Besonders kurios finde ich dabei die “armoiries imposées”. d’Hozier dessen Auftrag, alle Wappen des Königreichs Frankreichs (zu dem gehörte Luxemburg zum Ende des 17. JH kurz) zusammenzutragen lautete, hatte nämlich durchaus auch den Hintergedanken die königliche Kasse mit den Gebühren zu füllen, welchen die Wappenträger für den Eintrag in d’Hoziers Wappenbuch zu entrichten hatten. Da er im armen Luxemburg sehr viel weniger Wappenträger vorfand als erhofft, hat er einige Korporationen gezwungen sich eins zu zulegen, das seine Kommission denn auch gleich für diese entwarf.
Weil sie etwas fantasielos waren und sicherlich nie, oder spätestens nach Abzug der Franzosen nicht mehr geführt wurden, nahm Loutsch die Zwangswappen später auch nicht in sein Werk auf, weil sie historisch von nur geringem Wert sind.

Zu den Mediatags

Am längesten (seit März) brütete ich aber über einen Artikel, wie genau ich die mediatags zum Wohle der Heraldik einsetzen will. Ziel ist es, statistisch auswertbares Zahlenmaterial über bestimmte Elemente (Farben, Figuren) zu bekommen, aber auch Beihilfe zum Erstellen von Listen, etwa von zum sozialen Hintergrund (Pfarrern, Schöffen, ) oder herrschaftliche Zusammenhänge etc. Die Tags sind hier ganz vielfältig einsetzbar.
Ungelöste Probleme sind.

  • Die Umlautproblematik. Irgendwann zu Anfang des Jahres berücksichtigte der Texaner auch Umlaute. fasce und fascé können nun unterschieden werden. Das Problem ist, dass ich schon einige Wappen z.B. mit “accompagne” getaggt hatte, was nun ein anderes Tag als “accompagné” ist.
  • Dann sind die Informationen die man sammeln kann so vielfältig, dass mir einfach eine Systematik fehlt,
  • Zu guter Letzt sind die Blasonierungen auch nicht eindeutig. Ein bestimmtes Wappen kann auf unterschiedliche Weise beschrieben werden. Michel Pastoureau sah hierin einen der Hauptgründe, warum Informatiker und Heraldiker sich nicht verstünden und folgerte woraus folgte, dass es bis heute (1993) keine “application lourde”, also ein richtig gutes Heraldikprogramm gäbe, obwohl man schon in den 1960er Jahre überzeugt war, die Schaffung eines solchen stünde unmittelbar bevor.
    Er meinte dann, dass man entweder einen Informatiker zum Heraldiker umbilden müsste, oder einem Heraldiker die Beschäftigung mit der Informatik nahebringen müsste, bevor eine brauchbare informatische Heraldikapplikation entstehen würde. Er glaubte letzteres wäre einfacher, haha! Nun ja, 1993 konnte sicherlich noch mancher Metzgergeselle sich für Nichtfachleute glaubhaft als Informatiker ausgeben, sobald er einen Rechner gekauft und sein erstes Makro zusammengeklickt hatte.

So, das war es im Groben, wozu ich alles nichts geschrieben habe.

D’or à trois fasces de gueules

Erneut gelang es mir, einen begangenen Flüchtigkeitsfehler auszumerzen: Beim Wappen der Elisabeth Hartmann, seit dem 16 Juli dieses Jahres hier bereit gestellt, hatte ich die Farben der Streifen verwechselt! Statt “De gueules à trois fasces d’or“, wie die Wappenbeschreibung ausweist, zeigte meine Zeichnung “d’or à trois fasces de gueules“.

Eigene Fehler sieht man leider schwerer, jaja erneut musste ein Dritter mich darauf aufmerksam machen indem er selber der Versuchung erlegen ist, der Zeichnung mehr zu trauen als dem Text:

Dank Ourstats1 kann ich sehen, von welchen Internetseiten Leser zu wiesel.lu kamen, freilich immer nur für 30 Tage. Zumeist sind es aber nur Verweise aus Suchmachinen, oft von Facebook und gelegentlich aus Internetforen die ich nicht einsehen kann.

Gestern aber kam ein interessanter Verweis von der Seite von Fabrice genannt Gribouille. Der Amateurnumismatiker hatte hier einen interessanten bewappneten Nagel gefunden, der eindeutig drei rote Streifen aufzuweisen hatte. Nun hatte er wohl im Internet recherchiert und fand meinen Eintrag aus dem Armorial Loutsch zum Wappen Hartmann, den er als Kandidaten für den einstigen Träger des Wappens auf dem Nagelkopf fehlinterpretierte.

Sorry Fabrice, mit der Entdeckung meines Fehlerchens kommt das Wappen Hartmann nichgt mehr in Frage.
Aber wie wäre es mit dem Wappen der Valla ? Könnte doch auch sein, oder?

Eindeutig ist das aber auch nicht, denn das ist nur ein weiteres Wappen aus diesem einen Armorial, und das bezieht sich nur auf Luxemburg, aber wenn wir andere Regionen in Betracht ziehen, und nichts deutet darauf hin dass es überhaupt eine Verbindung zu Luxemburg gibt, kommen noch viele weitere Träger in Frage! Ich bin sicher, in der Onlineausgabe des Armorial de Rietstap von Euraldic würden wir auch fündig werden, wenn die Darbietung eine leichter zu bedienende Suchfunktion hätte…

Denn auch wenn es immer heisst: Es dürfen keine zwei unterschiedlichen (natürliche oder moralische) Personen dasselbe Wappen führen, ist dies nur eine Rechtsfiktion, die mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun hat. Um den Nagel identifizieren zu können muss man schon sehr viel mehr über ihn wissen. Etwa wo er aufgefunden wurde, wem er gehört hat, etc. Das hat Fabrice aber alles schon selber gemerkt, er hat noch weitere mögliche Träger aufgelistet.

Ferner bin ich mir noch nicht mal sicher, dass der Hintergrund unbedingt “d’or” sein muss?. Das Metall (Messing?) auf das die Farbe aufgetragen ist schimmert halt gülden. Das muss aber ursprünglich nicht so gewesen sein, vielleicht lautet die Beschreibung auch “d’argent à trois fasces de gueules” ? Dann hätte ich noch weitere Kandidaten aus Luxemburg anzubieten, auch eins aus Frankreich, die Familie der de Croy (siehe im Rietstap), welche immerhin zwei Gouverneure Luxemburgs gestellt hat.

  1. Der Dienst funktioniert nicht mehr, wurde wohl abgeschaltet. Damals war er unter http://stats.ourstats.de/v2/?ID=701228 verfügbar []

Die Suche nach Fehlern

Nichts hat mich dazu vorher bestimmt mich mit der Heraldik zu beschäftigten, es ist einer der wenigen Fälle wo ich eine wirklich freie Wahl getroffen habe. Die Voraussetzungen die ich für diese Beschäftigung mitbringe sind nicht die besten, denn ich beherrsche z.B. kein Latein, meine Lehrer hatten mich trotz bestandenem Aufnahmeexamen für habe ich das klassische Gymnasium nicht vorgesehen besucht. Und hätte ich es, ich glaube nicht dass meine Wahl damals auf Latein gefallen wäre.

Auch meine akademische Laufbahn bereitete mich nicht auf mein wiederaufgenommenes Hobby vor, denn obwohl ich mich für kaum eine Wissenschaft so sehr interessiere wie für Geschichte verliess ich die RWTH als Diplomingenieur und nicht als Historiker. Zu guter letzt führt auch mein Beruf als Arbeitsinspektor mich eher in wirtschaftliche Betriebe, und nicht in Büchereien oder Archive.

Andererseits: welche Heraldiker haben schon die “richtige” Vorbildung? Gut, May und Atten waren Archivare, aber Adam-Even war Jurist, Loutsch war Augenarzt, Lenertz Beamter wie ich…. Klein war zwar Lehrer, aber für Biologie und nicht für Geschichte, usw. Sie alle mussten für ihr Hobby ihre Freizeit opfern. Deshalb kann ich Sprüche à la “Schuster bleib bei deinem Leisten!” oder “à chaqun son métier” die gelegentlich abgesondert werden, zumindest bezogen auf die Heraldik einfach nur als kreuzdumm bezeichnen.

Somit bin ich ein wenig darauf festgelegt Epigone zu sein. Das einzige was ich mit vertretbarem Aufwand noch machen kann, ist Wappen aus Büchern nachzuzeichnen, die andere zusammengestellt haben. Doch nun zeigte mir Michael Schroeder vor ein paar Wochen in einem Gespräch auf, wie ich mich mit den minimalen Ressourcen die mir zur Verfügung stehen dennoch für die Heraldik nützlich machen könnte: als verspäteter Lektor!

  • Das Buch ist inzwischen vergriffen! Hinzu kommt, dass viele Leser erst mal im Internet suchen, bevor sie sich durch eine Bibliothek quälen. Schon alleine deshalb ist es sinnvoll die Wappen mit ihren Quellenangaben hier online zu finden.
  • Da ferner der Autor des A.L. verstorben ist kann er leider keine Neuauflage mehr herausgeben. Das ist sehr schade, denn einige Leser wie z.B. Felix Papier hatten mir berichtet, dass er weitere Wappen vorstellen wollte, das ist nun nicht mehr möglich. Sie können nun aber zumindest online präsentiert werden. Auch z.B. die, welche Loutsch bewusst wegliess, etwa die Wappen der Gemeinwesen (z.B. Abteien, Zünfte, staatliche Stellen)
  • Und was ist mit Druck und anderen Fehlern die das Buch notwendigerweise enthält? Denn entgegen weit verbreiteter Grundschullehrermeinung reicht es nicht einfahch nur maximal akribisch, exakt, trennscharf und fleissig zu sein, Fehler schleichen sich immer ein, und sei es durch beteiligte Dritte (Setzer z.B.). Hier kann ich helfen!

In der Tat waren mir selber beim Umsetzen auch gelegentlich schon mal Fehler bei der Drucklegung aufgefallen, ab sofort ich will es mir zur Aufgabe machen diese Fehlerteufelchen zusammenzustellen und hier zu veröffentlichen und zwar unter:

Inzwischen habe ich schon einige entdeckt, bei anderen bin ich mir nicht sicher. Fehler sollten aber so schnell wie möglich mitgeteilt werden, auch wenn ich noch nicht überprüfen konnte, wie es denn nun “richtig” ist. Daher werde ich zu jedem den ich finde eine Kurzmittelung hier machen. Ein solcher Beitrag bekommt dann das “Tag”: Fehler im AL

An dieser Stelle denn auch ein Aufruf an alle Leser: Wem Fehler in dem Werk bekannt sind, hier melden!

Arbeiten zur besseren Quellenangabe

Um mein Versprechen vom 15. November halten zu können habe ich mit den dort erwähnten Arbeiten (Bearbeiten einer grossen Textdatei und Aufbohren des Lexikons) angefangen und bin schon weit damit fortgeschritten.

Der Leser bekommt das freilich nur mit, wenn er eins der neulich erst hochgeladenen Wappen konsultiert. Zum besseren Verständnis hier zwei ausgesuchte Beispiele erst neulich hochgeladener Wappen:

[alphabetic|in detail|synoptic|cronologic|gallery]

1 Picture Description
1

Colette, dit Lamormainy

Zusätzlich zur Familie Colette, dit Lamormainy gibt Loutsch noch an:
Le même auteur (Abry) et Limbourg donnent à une famille Colette:

Armes:

Parti au I coupé d’argent au lion de sable et d’or à la quintefeuille de gueules, au II d’argent à trois fasces de sable, au franc-quartier d’or au sautoir de gueules. Voir Bruck: Bourses d’Études.

Zitiert nach (Quelle): A.L. Seite 295

Diese Familie muss nichts mit Luxemburg zu tun haben, wird aber zitiert weil ihr Wappen dem der Colette, dit Lamormainy ähnelt. Siehe auch famille de Lamormainy.

Mediatags:argent, Armorial Loutsch, Armorial Loutsch 295, coupé, fasces, franc-quartier, gueules, lion, or, parti, quintefeuille, sable, sautoir, wappen,

2

de Custine de Wiltz – variante

Armes:

Écartelé: aux I et IV de Custine qui est d’argent à la bande coticée de sable, aux II et III de Lombut qui est de sable semé de fleurs de lis d’argent, sur le tout de Wiltz qui est d’or au chef de gueules Loutsch handelt das Wappen etwas kürzer ab, weil er zuvor die Wappen der einzelnen Herrschaften schon beschreiben hatte:

Armes:

Écartelé de Custine et de Lombut, sur le tout de Wiltz.

Sources du Dr. Loutsch:

(N./S.A.R. IV, P. 255.) Branche de la famille de Custine à qui échut par mariage la baronie de Wiltz, érigée en comté depuis 1629. Éteinte dans les Vassinhac d’Imécourt.

Zitiert nach (Quelle): A.L. Seite 310

Mediatags:argent, Armorial Loutsch, Armorial Loutsch 310, bande coticée, chef, écartelé, fleur de lis, gueules, or, sable, semé de fleurs de lis, sur le tout, variante, wappen,

Denn zwischenzeitlich sind in meiner Datenbank 3.048 Wappen, davon werden mindestens 2.587 bei Loutsch erwähnt. Um die Informationen nachzutragen muss ich im Prinzip jeden Eintrag einmal editieren. Nicht nur wird das viel Zeit in Anspruch nehmen, schlimmer noch ist dass mir dauernd neue Ideen kommen welche Informationen man noch verlinken oder taggen könnte. So z.B. welche Familie Herrin von welcher Seigneurie war, oder wer war Schöffe (Echevin), wer ist verwandt mit wem? Loutsch bietet hier ungeheuer reichhaltige Informationen.

Eine erste Vorarbeit ist inzwischen aber schon abgeschlossen: Damit die Links zu den Quellen nicht ins Leere laufen wurden in die HTML “Datei” unter /heraldik/quellen/armorial-loutsch/sources/ die Anker eingezogen damit seiteninterne Links funktionieren. Klickt man nun bei den Quellenangaben z.B. auf H.L.T. kommt man direkt zum zitierten Werk:

Jean-Claude Loutsch: Complément à l’Armorial des Duché de Luxembourg et comté de Chiny. Tiré a part du vol. LXXXI des Publications de la Section Historique de l’Institut Grand-Ducal, Luxembourg 1966.

Übrigens habe ich mir neulich ein Exemplar dieser Vorarbeit des Dr. gekauft.

Tolles Plugin gefunden:CMS Tree Page View

WordPress ist immer noch in erster Linie eine Blogsoftware und ein Blog ist vereinfacht gesagt die moderne elektronische Form des Tagebuches. Einträge ins Tagebuch kennen keine Hierarchie und nur eine Reihenfolge: die zeitliche, ein Beitrag nach dem anderen. Recht früh wurden die Pages eingeführt. WordPress übernahm für sie die Datenstruktur der Posts, sie sind in derselben Tabelle $POSTS zu finden, es kamen nur ein paar Felder hinzu. Entsprechend behandelt WordPress die Pages im Adminbereich ähnlich wie Posts: sie werden linear aufgereiht, wenn die Seite voll ist, wird umgebrochen. Schwierig wird es, wenn man wie ich viele hat! Im Augenblick sind es All (329)|Published (329)|Trash (4), dafür braucht der Manager 17 Seiten um sie darzustellen. Und es werden, wie gestern angekündigt noch viele weitere dazu kommen, wie darin was wiederfinden? Ich weiß natürlich, dass die Page “défendu” unter Heraldik -> lexikon eingeordnet ist, aber ich käme nie darauf, dass der Manager sie unter Seite 10 eingeordnet hat!

Bislang ging ich, wenn ich eine bestimmte Seite editieren wollte immer so vor, dass ich im Frontend zu der entsprechenden Stelle navigierte, und dann, falls mein Themedesigner seine Pflichten erfüllte hatte, auf Edit drückte. Inzwischen gibt es seit Version 3.0 die eine weitere Möglichkeit sich zu behelfen:

Der schwedische Programmierer hat mit CMS Tree Page View das geeignet Mittel geschaffen das ich suchte. Nun werden die Pages auch im Admin Bereich strukturiert angezeigt und ich kann sie sogar sortieren! Damit wird das etwas in die Jahre gekommene MyPage Order im Prinzip überflüssig.

Versuch zur Verbesserung der Qualität bei Quellen und Links

Beim Bereitstellen des 3000. Wappen kündigte ich ja bereits an dass ich mir seit längerem Gedanken mache, wie ich nicht nur die Masse der hier vorgestellten Wappen vergrössern, sondern auch die Qualität des Dargebotenen verbessern könnte. Diese Gedanken treiben mich zwar seit längerem um, die Einzelaufgaben habe ich auch bereits als Projekte formuliert, wusste mir aber nie so recht die Zeit für die konkrete Umsetzung zu nehmen. In den letzten Tagen habe ich mir, angeregt durch ein Telefongespräch mit Michael Schroeder hierzu einige Gedanken gemacht, die ich den Lesern nun mitteilen will:

Um dem Leser langfristig mehr bieten zu können, als nur die Zeichnungen der Wappen aus dem “Armorial Loutsch” mit den Wappenbeschreibungen, sind ein paar zusätzliche Arbeiten erforderlich.
Die französischen Blasonierungen sind für den Laien schwer zu verstehen und ich bekomme öfter von Lesern zu hören, dass sie sich zwar für die Zeichnungen und die Geschichte die dahinter steckt begeistern können, die Fachsprache sie aber abschreckt sich mit der Heraldik zu beschäftigen. Genau das haben die standesbewussten Esoteriker die seit dem Ende des Mittelalters im Wappenwesen tonangebend waren vermutlich auch erreichen wollen. Doch auch wenn moderne Heraldiker versuchen den Wust an Fachausdrücken zurückzuschneiden, dessen Nichtbeherrschen einst wappenführende Emporkömmlinge entlarven sollte, ohne Blasonierung kommt die Heraldik in Luxemburg nicht aus. Damit es aber leichter wird diese Texte zu lesen schwebt mir als mein Beitrag zur Demokratisierung der Heraldik schon seit längerem vor, dass die Ausdrücke alle verlinkt wären: der Leser klickt bei einem Begriff in der Beschreibung einfach auf diesen und kommt auf eine Seite im Lexikon wo dieser dann erklärt wird.

Beim Hauptprojekt sind nun zwei sich ergänzende Arbeiten nötig:

  1. In einer großen Textdatei (nicht online!) sind mittels einem Texteditor alle Fachausdrücke mit Links zu versehen.
  2. Damit dadurch keine Links entstehen die ins Leere zeigen, müssen einzelne Artikel im Lexikon erst angelegt werden, z.B. der zu den marques de marchand.

Die erste Aufgabe erledige ich mit einem Texteditor, hierbei benutze ich schlicht das Feature “replace”1 grob gesagt:

Weil ohnehin diese Textdatei zu überarbeiten ist, will ich mich bei der Gelegenheit dran begeben bei jedem Bild die Quelle explizit anzugeben. Bislang behalf ich mich mit dem allgemeinen Hinweis unter /heraldik/quellen, dass wenn nichts anderes angegeben wäre, das Wappen dem Loutsch entnommen wäre. Da ich vermute dass die meisten Leser nicht über meine Startseite sondern via Suchmaschine direkt zu den Wappen kommen (ganz viele über Google images), bekommen sie das so aber nicht unbedingt mit! Es soll dadurch auch besser kenntlich werden, welche Texte von mir sind, und wo ich andere nur zitiere, indem Zitate in

Blockquotes

gesetzt werden. In dem Zusammenhang will ich auch darauf hinweisen, dass ich letzte Woche auch eine Seite für ein paar Angaben zu einer weiteren wichtigen Quelle, dem Armorial Communal du Grand-Duché bereitgestellt habe.

Zur zweiten Aufgabe ist zu sagen, dass mein Lexikon ursprünglich auf jenem Kurzaufriss heraldischer Begriffe basiserte den Dr. Loutsch seinem Armorial 1974 beigefügt hatte. Er hielt diesen erfreulich kurz, schliesslich bot er kein Handbuch zu Wappenkunde sondern eine Wappensammlung an, also nahm er nur jene Begriffe auf die in seinem Buch auch wirklich vorkamen und liess zudem jene weg, wo der Begriff in der Fachsprache auch nicht viel anders ist als in der französischen Alltagssprache. Was sollte er seinem frankophonen Publikum auch erklären was ein cerf (Hirsch) oder chien (Hund) wäre? Mein Anliegen ist etwas anders gelagert und daher bin ich nun dabei, das Lexikon mächtig aufzubohren! Denn:

  1. wende ich mich an ein Publikum, dem die deutsche Sprache leichter von den Lippen geht und
  2. eröffnet mir dieses Vorgehen die Möglichkeit eine zentrale Sammelstelle für Informationen zu dem betreffenden Begriff einzurichten, etwa statistischer Natur (wie oft kommt der Begriff vor), Literatur- und andere Verweise, oder eine Stelle um Hilfestellung beim Zeichnen zu geben.

Diese Arbeiten werden einige Zeit dauern, und natürlich die Gesamtumsetzung des Projektes verlangsamen. Dafür werden in den kommenden Wochen viele Seiten zum Lexikon dazu kommen und andere überarbeitet werden. Da man in WordPress den Pages nicht so leicht wie den Posts ansieht dass welche hinzugekommen sind, habe ich vorübergehend ein zusätzliches Widget “vor kurzem überarbeitet” der Sidebar angefügt.

  1. ich ersetze also z.b. den String ” fasce ” durch “<a href="/heraldik/lexikon/fasce">fasce>/a&glt; “. Schwierigkeit: es sind recht viele, und im französischen sind noch Mehrzahl und weibliche Form zu berücksichtigen. Ausserdem folgende Punkte, Kommas, Semikolons etc []

neues Layout: zBench

zBench 1.3.1 von zwwooooo löst ab heute Neuro 1.1.4 von den CyberChimps ab.


Ich hatte mich in einem Punkt sehr geärgert: ich wollte eine Seite ausdrucken und stellte entsetzt fest, dass sogar die CyberChimps sich einer der typischen Unterlassungen von Themedesignern schuldig gemacht haben, die ich nicht verzeihen kann: die Navigation wird mitausgedruckt!

zBench ist ein sogenanntes “featured Theme”, besonders gefallen hat mir, dass es ohne Headerbild auskommt. Leider wird auch hierbei die Navigation mitausgedruckt. Werden wir wohl noch weiter suchen müssen…