Schlußstein O

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O ist auch überprüft. O ist ein etwas “kleinerer Buchstabe”, daher hatte ich die Wappen schon früh gezeichnet (vgl. chronologische Ansicht).

Grösste Überraschung hier: Viele Wappen lagen offenbar seit Oktober 2010 unbeschriftet online. Ich war in jenem Monat wohl schwer eingespannt. Entdeckt wurden

  • eine weitere Harpie (Jungfrauenadler), davon habe ich nun zwei in meiner Datenbank.
  • zwei übersehene Brisuren des Wappens Orjo
  • dass ich ein Wappen der vielen Familien die Osbourg hiessen zweimal gezeichnet, und dafür eine Variante weggelassen hatte.
  • dass viele bedeutende Familien wohl von den Ouren abstammen, und wiederum andere gerne mit denen verwechselt werden.

Schlußstein J

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Er wurde schon am Donnerstag Abend gesetzt. Der Buchstabe ist schon bei den Wörtern weniger stark vertreten, bei den Familiennamen ist es auch so. Bei J wurden jetzt beim Überprüfen noch die folgenden zuvor mir nicht bewussten Wappen entdeckt:

So schaut es nun aus:

bekannt sind 3943
davon Varianten 901 22.85%

gezeichnet 3928 99.62%

fehlen noch 15

Überprüft 2453 62.21%

Neues Projekt: Digitalisierung alter Skripte

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Mein Ansatz die Entwicklung meiner Heraldikseiten voranzutreiben ist ein evolutiver: D.h. ich habe das Thema zwar eingegrenzt und mir vage Ziele gesteckt, aber ich habe keinen Masterplan! Es ist eher so, dass die Umsetzung eines Projektes das nächste inspiriert. Beispiel: als ich die Liste der Luxemburger Gemeindewappen online brachte, kam mir die Idee ein Lexikon der Heraldikbegriffe anzulegen, sowie eine Liste jener Wappen aus der Luxemburger Geschichte an denen sich Lenertz, Loutsch und Co, die Autoren der Gemeindewappen inspiriert hatten. Aus dem letzten Projekt entwickelt sich dann mein grösstes Projekt “Armorial Loutsch online“.

So ist es auch jetzt: Bei der Umsetzung des “Armorial Loutsch” wollte ich dem Leser möglichst viele Links bieten, nicht nur zu verwandten Wappen, sondern auch auf die Fachbegriffe. Dabei wurde mir bewusst, dass im Text doch reichlich viele Ausdrücke vorkamen die einer Erklärung bedurften (z.B. vergette) oder wo ich es wünschenswert fand, dass das Vorkommen gezählt würde (z.B. epis). In der Konsequenz habe ich das Lexikon weiter aufgebohrt. Das wiederum machte mir klar, dass eine eingehende Beschäftigung mit der Heraldik einen früher oder später auch nötigt, sich mit der umfangreichen und leider auch widersprüchlichen Theorie der Heraldik zu beschäftigen. Wohl kam er mir schon früh der Gedanke, dass ein Webauftritt zur Heraldik auch einige Beiträge zur theoretischen Heraldik bereithalten müsste. Einerseits reizte es mich schon, meine ganz persönliche “Einführung in die Heraldik” zu schreiben, andererseits fragte und frage ich mich: Wozu? – Es sind, auch im Netz wirklich hinreichend viele Einführungen zu dem Thema verfügbar, nicht zuletzt die Artikel auf Wikipedia! So dachte ich.

Leider entdeckte ich dann aber auch, dass bestimmte Begriffe doch nicht so selten sind wie ich Michel Pastoureau glauben wollte, so dass sie nicht behandelt werden müssen. Also doch ein Einstieg in die Theorie? Bloß, wann sollte ich diese Beiträge zur Theorie schreiben, ich finde ja knapp die Zeit die Wappen zu zeichnen und ordentlich zu beschriften? Da verfiel ich auf den Spruch:

Lieber gut kopiert, als schlecht selber geschrieben

Also schaute ich mir erst mal an, wie andere das machen. Der geschätzte Auftritt Blason Armoiries von Hervé Dupuis hat es auch so gemacht, er bediente sich bei folgendem Werk: “l’Alphabet et figures de tous les termes du blason” von L.-A. Duhoux d’Argicourt — Paris, 1899. Also bei einem vermutlich schon länger als 70 Jahre verstorbenem Autor. Da fiel mir ein: google und co. digitalisieren doch diese Werke der Vergangenheit, dieses oder ein ähnliches Buch müsste doch im Netz zu finden sein?! So stiess ich erst mal auf:

  • Pautet du Parois, J. F. Jules. Nouveau manuel complet du blason ou Code héraldique, archéologique et historique…. 1854.
    Source gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France

Das Resultat ist erschreckend, die Fehlerquote beim Digitalisieren ist viel höher als ich es erwartet hätte. ich zitiere mal kurz aus dem Werk, unbearbeitet, so wie ich es runter lud:

La Hollande a béni le nom de votre père Ce philosophe Roi , poèt Qui descendit du trône où le poité: ta gu- èrre D’amourç4yironnésv Et le grand empereur, l’Itiiigu.ste de notre àg se penche et ‘sourit , et sur votre_ ber’ rêve dans son coeur un subliine 11&Itagé-, Son ceil est un flambeau : – Son regard semble. allé r jus:quéS au fond ‘des e croit voir son étoile à orage pà1i’ 11 vous regarde et dit en pénétr Règne dans l’aveniii. Et celle qui porta la pourpre impériale Et s’en montra si digne auprès,- de.PE nut en elle , à son Sou ange protecteur ; . -votre .berceau quelle sple le auréole autour de votre Combien de noms brillants , d’ un éclat m Vous a.ecompa” gneront.

Und das ist noch aus dem Vorwort, der Widmung an Napoleon III, einem Fließtext in üblichem Französisch. Damit kommen die Texterkennungssoftware eigentlich am besten klar. Hier könnte man aber mit handelsüblichen Rechtschreibprogrammen, etwa einem Officeprodukt die Qualität von Hand nachbessern. Bei der Güte der Erkennung würde dies zwar schon recht zeitaufwendig aber möglicherweise noch im Rahmen bleiben.1
Schlimmer ist es wenn sich die unüblichen heraldischen Begriffe, oder eben die Eigennamen häufen, etwa bei einem Werk wie dem Renesse. Dieses speziell zur Rückwärtssuche entworfene Armorial2 des belgischen Freiherrn Theodore de Renesse3 ist auch so schon schwierig zu handhaben, in dieser elektronischen Fassung aber völlig unbrauchbar.
Und so machte ich mich auf die Suche nach etwas besserem und wurde in Luxemburger Nationalbibliothek fündig: É. SIMON, de Boncourt war jetzt kein Belgier sondern Franzose, genauer ein Lothringer aus Bar le Duc. Er veröffentlichte 1885 ein kleines Büchlein, genau richtig für meine Zwecke:

GRAMMAIRE DU BLASON

OU LA SCIENCE DES ARMOIRIES MISE A LA PORTÉE DE TOUS A L’USAGE DES ARCHITECTES, PEINTRES, ARCHÉOLOGUES TOURISTES, AMATEURS, CURÉS, INSTITUTEURS, COLLÈGES, SÉMINAIRES, ETC.

Die vorangehende Zeile ist der Untertitel.


Erstaunlicherweise war das Buch, trotz seines Alters in der Nationalbibliothek ausleihbar und ich hab zugegriffen! Nachdem ich es eingescannt hatte, liess ich Omnipage 17 die Texterkennung durchführen und war angenehm überrascht! Selbst die heraldischen Fachausdrücke erkannte Omnipage fast mühelos.
Obwohl der Inhalt jetzt nicht in allem für bare Münze genommen werden kann4, aber sein Aufbau ist gut gegliedert, übersichtlich und leicht nachzuvollziehen. Da er mit einem eigenen Kapitel auch stark auf die Oberwappen eingeht, den Teil eingeht, den ich hier immer ausklammere, habe ich beschlossen sein Buch zur Gänze in wiesel.lu/heraldik zu integrieren. Es bekommt dort seinen Platz unter “Wappenkunst5, einem Kapitel das ich mehr oder weniger der theoretischen Wappenkunde widmen will. Boncourt teilte sein Buch schon in zwei Teile6 und so werde auch ich es der Ladezeiten wegen aufteilen:

Selbstverständlich wird auch der de Boncourt von mir überarbeitet, die Zeichnungen neu erstellt und mit Links angereichert. De Boncourt selber verweist sehr viel quer in seinem Büchlein, natürlich mit Seitenangaben. Diese werden noch zu entfernen sein. Die Überarbeitung kann noch was dauern, Vorrang hat immer noch der Armorial Loutsch. Aber der Leser kann die Wiederauferstehung des Boncourt hier live verfolgen!
Gut, der Leser der sich öfter hierher verirrt könnte bemerkt haben, dass diese besprochenen Seiten schon länger, rudimentär bearbeitet online stehen, und zwar schon seit dem 2. Juni, so lange hab ich schon vor diesen Artikel hier zu schreiben. Das ist nun erfolgt, Also, viel Spass bei Lesen!

  1. Edit 1. Juni 2018: Später habe ich den Code héraldique dann doch veröffentlicht []
  2. eigentlicher Titel: Dictionnaire des Figures héraldiques []
  3. hier seine Nekrologie auf französisch []
  4. schreibt de Boncourt umstandslos plein für plain, und seine angegebenen Verhältnisse, immer ein Drittel des Schildes wären für die fasce, den chef etc. zu belegen, werden in der Praxis viel weniger orthodox gehandhabt. []
  5. Edit 1. Juni 2018: Damals ordnete ich noch alle Beiträge in Richtung “Theoretische Heraldik” unter “Wappenkunst” ein, heute stehen die unter “Wappenkunde.” Siehe http://wiesel.lu/2015/3/29/wappenkunde-heisst-jetzt-wappensammlung/ Mittlerweile setze ich alle Digitalisierungen zu den “Quellen“. Die Links habe ich entsprechend angepasst. []
  6. eigentlich drei: Er fügte dem Werk noch ein Lexikon an. Auf genau dieses habe ich es eigentlich abgesehen []

Schlußstein F

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Auch F abgeschlossen.
Hier ein paar Wappen aus dieser Auswahl, die ich besonders interessant finde:

  • Failly: die Bordure engreslée passt richtig gut zur Stechpalme “houx“.
  • Fossé: Ein menschliches Gesicht für einen Hahn ist originell
  • Fringan: das interessante hieran ist, dass es das erste Beispiel für ein Zwangswappen ist, das ich hier präsentieren werde. Ich werde in einem späteren Beitrag darauf eingehen.

Schlußstein B

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Jetzt sind, nach A, Z und Co, W E und Q, V und zuletzt D und C auch alle Wappen mit B überprüft. Dies war der dickste Brocken (z.Z. 460 von 3940)!
Gerade zu diesem Buchstaben gibt es sehr viele Namen und wegen seiner Stellung recht vorne im Alphabeth, war es beim Zeichnen auch einer der ersten deren ich mich angenommen hatte. Entsprechend viele Jugendsünden gab es zu bereinigen.
Wie immer, hier ein paar ausgewählte Wappen die in letzter Zeit zu diesem Thema bearbeitet wurden:


Die Überprüfung erwies sich als sehr notwendig aber auch recht erfolgreich.

  • Es konnten viele Zahlendreher beseitigt werden (z.B. bei Namen wie Budange, den so viele Familien trugen),
  • viele Brisuren und Varianten konnten entdeckt,
  • einige übersehene Wappen doch noch aufgefunden werden.
  • besonders erfolgreich: Bei Bestreben alle Wappen, die im Armorial Loutsch vorkommen und hier vertreten sind, das entsprechende Mediatag anzuhängen sind wir jetzt soweit dass nur nochetwa 4% fehlen, gegen 14,80 % Anfang August!

Kompliziertes Wappen gezeichnet: Billehé-Valensart

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Das Wappen war von einer Doublette versteckt beim ersten Durchgang übersehen worden. Ich entdeckte es am 13. August, habe es aber erst am 16. Oktober zeichnen können. Es hat ein sur le tout du tout, also ein Herzschild auf dem Herzschild. Bei so vielen Feldern ist meistens jede Figur neu zu zeichnen.

Hier das Wappen mit drei weiteren, die in ihm enthalten sind.

Schlußstein C

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Vollzug!
Dabei wurden folgende Varianten entdeckt:

Als nächstes sind “B” und “F” dran.

Schlußstein zu D

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Gestern konnte ein weiterer Schlußstein gesetzt werden: D ist abgeschlossen!
Dabei wurde noch ein überlesenes Wappen entdeckt, das Wappen der Mutter von Henry Duchemin.

D hat etwas länger gedauert, denn es war beim Überprüfen der Wappen mit “D” als ich beim dem der Dasbourg hängen blieb, weil es auf das Wappen Veyder verwies, das mir fehlte. Dass irgendwas übersehen worden war vermutete ich schon öfter mal, aber die Seitenzahlen stimmten doch! Folgt 797 auf nicht 798?
Doch dann fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen! Es war mir Zahlendreher mit 779 unterlaufen: Fast der ganze Buchstabe V war gar nicht bearbeitet worden. Also musste dieses Versäumnis erst nachgeholt werden.

Mittlerweile sind gut 49% überpüft, als nächstes werden die Buchstaben B und C überprüft werden. Dann wird ein Grossteil der Jugendsünden bereits beseitigt sein.

Der Zwischenstand sieht nun folgendermassen aus.

– Seite Gesamt Varianten umgesetzt nachgesehen
A – 181 126 36   126 100%  
B – 201 457 114 1 344 75.27%  
C – 275 240 76   92 38.33%  
D – 311 130 22   130 100%  
E – 333 89 12   89 100%  
F – 349 156 29   23 14.74%  
G – 377 165 32   45 27.27%  
H – 403 331 69   60 18.13%  
I – 455 18 6   18 100%  
J – 458 50 8   7 14%  
K – 467 118 19   31 26.27%  
L – 489 314 86 3 103 32.8%  
M – 539 363 74 2 164 45.18%  
N – 601 111 24 2 13 11.71%  
O – 621 70 23 1 15 21.43%  
P – 632 165 34 1 27 16.36%  
Q – 658 2 1   2 100%  
R – 659 197 47 2 86 43.65%  
S – 695 359 85 5 206 57.38%  
T – 755 121 32 2 24 19.83%  
U – 775 24 7   24 100%  
V – 779 118 20   118 100%  
W – 799 177 27   177 100%  
X – 832 7 1   7 100%  
Y – 833 2   2 100%  
Z – 834 26 10   26 100%  
Summe 3936 (894) 3917 99.52% 19
Überprüft   1959 49.77%  

Zwei Wappen in Vianden gesehen

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Am Wochenende habe ich auf einer Wanderung in Vianden, zwei mir unbekannte Wappen gesehen:


Das erste ist kein unbekanntes, sondern ein modernes Wappen das offensichtlich eine Gastwirtsfamilie aus Vianden führt: die Nelissen-Beckers die wohl die Auberge du Château1 betreiben. Ich vermute eine Neuschöpfung, bin mir aber nicht sicher. Könnt ich in meine Sammlung unter “Zeitgenossen” aufnehmen.

Was das zweite darstellt weiss ich hingegen überhaupt nicht. Es befindet sich an der Wand des z.Z. offensichtlich unbewohnten Hauses 94,Grand-Rue L-9410 Vianden (Veinen).

Vor Augen habe ich es nicht, glaube jedenfalls nicht dass es im “Loutsch” drin ist, ich habe im Augenblick sogar Schwierigkeiten die Elemente des Wappen benennen:

  • Das Schild fehlt, dafür macht eine Schnur die Begrenzung
  • Die Buchstaben J und C sind klar zu erkennen (Die Initialien seines Trägers?)
  • Ein Anker an einer Stange ist noch zu erkennen,
  • aber was ist das drunter? Eine Spule?
  • und was ist das überkreuzt? Maiskolben? Boote?

Also, wenn jemand eine Ahnung hat, bitte melden.

  1. Hier die Website des Gastwirtes: http://www.auberge-du-chateau.lu/ Klicken Sie nicht drauf, die Website ist schrecklich! Braucht ewig zum laden, hält nicht den Mund und immer wenn man wohin klickt, bewegt sich alles?! Furchtbar. []