Die Principautés

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Aus dem Projekt, die Wappen der Gouverneure zu zeichnen ergab sich ein weiteres, allerdings fragwürdigeres.
Viele dieser Gouverneure gehörten dem Hochadel an, und dieser führt gerne Wappen mit mehreren Feldern, wobei jedes dann eine Herrschaft (Principauté) repräsentiert, welches zu seinem Haus gehört, oder später auf die er zumindest meint einen Anspruch zu haben.


Nun sind diese Herrschaften keine Luxemburger Wappen, dennoch musste ich einige von ihnen als Vorarbeiten zu den Wappen der Gouverneure erstellen, besonders wenn es sich um Herzschilder handelt (eingeleitet in der Beschreibung oft mit sur le tout ). Diese waren mir dann schlicht zu schade sie einfach auf meinem Rechner versauern zu lassen.

Zeichnungen der Gouverneurswappen

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Alle Zeichnungen der Gouverneurswappen sind nun erstellt.
Das letzte war das von de la Fontaine, dem Vater des Nationaldichters, das letzte komplizierte das vom Prinzen von Sachsen Eisennach, das interessanteste (der letzten) jenes, des provinzalischen Adligen, der Napoleons Statthalter im Département des forêts war.


Ich kann jetzt aber wohl für einige Zeit keine Wappen mehr sehen 🙁

500 Wappen nun in der Datenbank

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Heute habe ich das 500. Wappen hochgeladen und in meine Datenbank aufgenommen. Das muss geféiert werden und zwar mit einem kleinen, ad hoc Software- Update. Die Wappenbeschreibungen können nun auch in Form einer Liste angezeigt werden. So lange es noch nur 500 sind, alle auf einmal. Aber auf Dauer werde ich mir da was überlegen müssen, etwa so wie beim Online- Rietstapp. wappen500

Das 500. Wappen ist jenes, eines böhmischen Adligen, der für kurze Zeit Gouverneur in Luxemburg war, vom Oktober 1729 bis zum Mai 1730. Sowohl sein Vorgänger Wallis als auch sein Nachfolger Neipperg sind berühmter und haben Ortsnamen in Luxemburg hinterlassen. Letzteren durfte Philippe-Henri de MAGAWLY, baron de CABRY denn auch noch mal vertreten, zwischen 22. Mai 1731 und dem 22. Februar 1732. Der Herr Neipperg war ohnehin kaum zulande, er musste Krieg für seinen Kaiser führen und ging sogar für ihn ins Gefängnis.

Magawly-Cabry

uploaded on 2010-01-20 15:32:54

D'argent au lion de gueules, accompagné dans les cantons du chef d'une main dextre et d'une main sénestre du même.

Armes:

D'argent au lion de gueules, accompagné dans les cantons du chef d'une main dextre et d'une main sénestre du même.

Cimier:

Le lion issant.

Supports:

Deux aigles de sable, le vol levé.

Sources du Dr. Loutsch:

(R./«Nouveau» Siebmacher: IV, 9. Abt.: Der böhmische Adel, 1886, p. 145).

Notes biographiques:

Commandant, assura l'intérim d'octobre 1729 à mai 1730, puis de nouveau, en l'absence du comte de Neipperg, du 22 mai 1731 au 22 février 1732.

Zitiert nach (Quelle): A.L. Seite 166

Das Wappen des Baron CABRY finde ich persönlich auch sehr gelungen! Wenige Elemente, nur zwei Farben und doch einprägsam.

Zwei neue Heraldik-Projekte

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Die Heraldik-Seiten werden zur Zeit von mir aktualisiert und dabei, wie ich hoffe, logischer gestaffelt. Es sind aber auch ein paar neue Vorhaben dazu gekommen und hinter beiden lugt Dr. Loutsch hervor.
Wappenzeichnen entspannt mich, und ich wollte auch nach den Abtlisten weiter machen. Nun habe ich ja inzwischen den Armorial Loutsch gekauft, der würde weiterhin viel Stoff liefern. Aber alle Wappen daraus zu zeichnen, vielleicht noch mit den Varianten von denen Loutsch nur die Beschreibung, aber keine Zeichnung angab (der Leser hat ja Anrecht auf einen Mehrwert), das dürfte so lange dauern bis ich die Lust auf Heraldik wieder verloren hätte. Ich schätze dass das Werk etwa 3280 Wappen enthält. Gezählt hab ich sie nicht, aber wenn wir von einem Durchschnitt von 5 pro Seite ausgehen… Also galt es eine Auswahl zu treffen:

Die Liste der Gouverneure


Die Wappen des Herrscherhauses, das finde ich langweilig, jene der alten Herrscherhäuser Luxemburger, Burgunder, Habsburger, Bourbonen, Oranier und Nassauer – auch. Die sind auch so gut dokumentiert und im Netz vertreten, im Zweifelsfall auf Wikipedia.
Interessant dagegen die Liste der Gouverneure!
Praktisch gleich nachdem der erste Luxemburger als Heinrich VII Kaiser geworden war, hatten er und seine Nachfolger praktisch keine Zeit mehr, ihr Stammland zu verwalten. Sie, und ihre Nachfolger aus anderen Herrscherhäusern (zu nationalistischeren Zeiten sprach man gerne von “der Fremdherrschaft”) bestellten daher Stellvertreter, die ihre Rolle im Land übernahmen.
Ich hab schon vor ein paar Wochen damit angefangen und bin jetzt bei der ersten französischen Fremdherrschaft *g* angekommen. Es tauchen viele bekannte Strassennamen auf….

Die “Luxemburger” Gemeinden der Nachbarländer

Die grosse Zeit der Wappen war vor der französischen Revolution, und vor dieser Revolution war Luxemburg noch kein Groß- sondern ein schlichtes Herzogtum, dafür war sein Territorium grösser. Es bot sich daher an, Loutsch’s Beispiel sich anzuschliessen und diesen Großraum als Arbeitsfeld zu definieren. Der nächste logische Schritt ist folglich, die Wappen der Gemeinden dieser Nachbarländer ebenfalls zu zeichnen! Nicht zuletzt, weil Loutsch selber die Wappen der Gemeinwesen bewusst wegliess.

Die Liste der belgischen Gemeinden1


Den Anfang machen die Belgier, bei denen ist es am einfachsten! Denn

  1. Beliessen sie alle von Luxemburg erworbenen Gemeinden in ihrem administrativen Zusammenhang: Luxemburg wurde eine weitere Provinz. Ursprünglich (1839) hatte man sich vielleicht sogar vorgestellt, den Rest bald auch anschliessen zu können,
  2. Zweitens erschien hier vor kurzem ein Buch von der Dexia-BIL, welches ich besitze.

Letzteres ist auch der eigentlich Auslöser für mein Vorhaben: in dem Buch sind die Abbildungen nicht in einem einheitlichen Stil gezeichnet, sondern so, wie die einzelnen Gemeinden sie führen. Das stellt vielleicht diese Gemeindeväter zufrieden, macht das Werk aber irgendwie hässlich.
btw. Die meisten belgischen Gemeindewappen sind zwar inzwischen auch auf Wikipedia zu finden, dort aber oft fehlerhaft, weil von Laien gezeichnet die keine französische Wappenbeschreibungen lesen können.
So z.B.

  • Bertrix. In der Wappenbeschreibung steht “mal ordonné”, d.h. eins oben, 2 unten und nicht zwei links, und eins rechts.
  • Beispiel Bastogne, wie es zum blauen Umhang der Madonna kam, obwohl in der Beschreibung nur was von gold und der Gesichtsfarbe steht ( “de carnation”), kann ich mir nur so erklären!

usw.

Die deutschen und die französischen Gemeinden werden mehr Probleme machen, hier ist (mir) nicht so ganz klar, welche überhaupt zu Luxemburg
gehört haben)

  1. welche zum Herzogtum Luxemburg gehört hatten []

Recently Updated Pages

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Vor ein paar Tagen entdeckte ich ein neues Plugin, das ich ausnahmsweise nicht nur ausprobieren, sondern auch verwenden will:

Recently Updated Pages von Ehsanul Haque.

Es macht ungefähr dasselbe wie mein eigenes Recent Post or Pages Widget, ist aber moderner und natürlich auch sophistiquierter. Hintergrund:

Auf wiesel.lu tut sich dauernd was, aber ich verkünde nicht gleich jede Micky Maus Änderung in einem neuen Post. Eher werden alte Beiträge, und hier vor allem Seiten aktualisiert, etwa z.Z. bei der Heraldik. Toll ist, dass man es auch so einstellen kann, dass Änderungen nicht nur auf den Seiten, sondern auch bei den Posts berücksichtigt werden. So kann der Leser leicht verfolgen wo in der letzten Zeit was auf den neusten Stand gebracht wurde. Dies ist auch eine besondere Erleichterung für mich selber, denn seit ich das Lexikon umgestellt habe, so dass jedem heraldischem Begriff (z.B. contre-écartelé) seine eigene Seite zur Verfügung steht ist die Zahl derselben explodiert, die Navigation im Admin Panel wurde reichlich umständlich. Das Plugin müsste noch die Attachments mit einbeziehen, dann wäre es perfekt 🙂

Amorial du pays de Luxembourg

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Seit gestern bin ich endlich stolzer Besitzer eines Exemplar von Dr. Jean-Claude Loutsch’s Armorial du pays de Luxembourg. Das 1974 von dem 2004 verstorbenen Augenarzt veröffentliche Werk enthält, laut Vorwort, alle Wappen

  • Des Luxemburger Herrscherhauses
  • der Souveräne anderer Häuser die in Luxemburg geherrscht haben
  • sowie ihrer Stellvertreter (Gouverneurs)
  • und aller adliger, bürgerlicher und bäuerlicher Wappenträger Luxemburgs

Wobei Loutsch, großzügigerweise die Wappenträger der Gebiete berücksichtigt hatte, die

  • 1659 an Frankreich
  • 1815 an Preussen (Deutschland) und
  • 1839 an Belgien

(bei den sogenannten luxemburgischen Teilungen) abgetreten worden waren.
soweit sie ausfindig gemacht werden konnten. Ein ungeheuer umfangreiches, Ehrfurcht gebietendes Werk, das mich als Jugendlichen schon fasziniert hatte! Jetzt kann ich endlich nachschlagen, wann ich will, ohne mich in die Nationalbibliothek begeben zu müssen.

Das Buch zu kaufen erwies sich als schwieriger als ich gedacht hätte, denn in Luxemburg gibt es keinen Buchhändler mehr, der sich dem Antiquariat verschrieben hätte. Jedenfalls keinen, der eine Buchhandlung betreibt. Stattdessen ist der interessierte Bücherfreund darauf angewiesen, die diversen Hobbymärkte, Charityveranstaltungen, aber auch speziellen Buchmessen, wie die Walfer Bicherdeeg, die ja demnächst wieder steigen werden, abzuklappern.  Mir war das in den letzten Jahren viel zu anstrengend und meine Freizeit ist ja nun schon recht ausgefüllt. Zum Glück konnte mir Freund Jeannot hier aushelfen und hat das Buch für mich besorgt 🙂

Damit meine Leser auch an meiner Freude teil haben können, will ich sie hier an dieser Stelle noch mit dem ersten Familienwappen aus dem Schmöker beglücken, jenes der Familie “van der AA

Auf Seite 181. Die Familie kam wohl aus Antwerpen, daher der flämische Name, gehörte aber im 16. JH zu den Landständen.