Vorträge des AGV im WS 2008/09

Der Aachener Geschichtsverein hat auch in diesem WS wieder interessante Vorträge. Es ist allerdings fraglich dass ich daran teilnehme, denn Aachen ist doch nicht mehr gerade um die Ecke für mich…
Vorträge im Winterhalbjahr

2008/2009

24. Okt. 2008 Dr. Peter Dohms (Meerbusch)

Die Studentenbewegung an den nordrheinwestfälischen Hochschulen

(,68er Bewegung”)

28. Nov. 2008 Prof. Dr. Norbert Jers (Aachen)

Kirchenmusik am Beginn der NS-Diktatur.

- Eine Blütezeit in Aachen um 1934

09.Jan. 2009 Univ.-Prof. Dr. Bernd Schütte (Jena)

Karlsbilder in der hochmittelalterlichen Geschichtsschreibung

06. Febr. 2009 Dr. Beate Althammer (Trier)

Eine Stadt vor Gericht.

Der Prozess gegen die Teilnehmer an den Aachener Unruhen vom 30. August 1830

27. Febr. 2009 Dr. Gereon Schäfer (Aachen)
Medizin im Dritten Reich am Beispiel Aachens

Änderungen vorbehalten!
Ort der Veranstaltungen:

Aula des Städtischen Gymnasiums St. Leonhard (gegenüber dem Parkhaus in der Jesuitenstraße)

.
Beginn der Vortrüge: 19:00 Uhr (s.t.)

Vor allem der Vortrag über die 68er würde mich brennend interessieren.

Das Wappen von Clervaux

Wie ich bereits angekündigt hatte, will ich mindestens die fehlenden Illustrationen meiner Sammlung Luxemburger Gemeindewappen mit am Computer selber erstellten Zeichnungen ergänzen. Hierzu sollen dienen meine eigenen Vorlagen dienen, welche ich in den letzten Wochen erstellt und hochgeladen habe.

Hier, das fertige Ergebnis:

clervaux

Ich wollte mit einem “einfachen” Wappen beginnen, weil ich den Umgang mit Gimp selber nicht so gewohnt bin! Es ist nämlich so, dass ich nur freie und möglichst plattformübergreifende Software einsetzen will. Mit Inkscape habe ich noch keine Erfahrungen, es käme aber prinzipiell auch als, vielleicht sogar bessere Alternative in Frage. Wie geht man vor?

    Wappenanalyse

  1. Ausgangspunkt ist stets die Wappenbeschreibung. Die Wappenbeschreibung für Clervaux ist:

    De gueules au chef d’or chargé de trois merles de sable becqués et membrés de gueules, rangés en fasce.

    Das Wappen besteht also aus zwei Feldern: dem roten (gueules) Schild und dem goldenen Schildhaupt (chef) und hat drei identische Figuren, die in waagerechter Linie (fasce) aufgereihten schwarzen Amseln, mit roten Füssen und rotem Schnabel.

  2. Vorbereitung

    Wir laden uns also von Wiesel.lu die zwei Vorlagen runter. Am schnellsten finden wir sie über das Lexikon:

    1. Die Partition “Chef” (Schildhaupt)
    2. und das Tier (meuble) “merle”

    und speichern uns die .png Dateien auf unseren Rechner. Am besten legen wir dazu einen eigenen Ordner an, das überlasse ich aber dem Leser

  3. Das Schild einfärben

    • Benennen Sie die Datei chef.png um in clervaux.png
    • Starten Sie GIMP
    • Nun öffnen Sie die Datei clervaux
    • Doppelklicken Sie auf das Farbsymol und wählen Sie nun die rote Farbe.
      Der Farbton ist egal, in der Heraldik dürfen ohnehin keine verwendet werden! Ich wähle meistens das klassische rot, mit dem RGB-Hexwert FF0000. Ich verwende die folgenden Werte für die heraldischen Farben und Metalle (siehe wikipedia):

      argentargent silber #C0C0C0
      oror gold #FFD700
      or alternative gold #808000
      gueulesgueules rot #FF0000
      azurazur blau #0000FF
      sinoplesinople grün #008000
      sablesable schwarz #000000
      purpur #800080
    • Nun das Werkzeug “Zauberstab” wählen und einsetzen:
    • Klicken Sie in das Schild und wählen den unteren Bereich des Wappens aus, das nun rot eingefärbt werden soll.
    • Jetzt: ein Klick mit der RECHTEN Maustaste. und nun den Menupunkt, edition->mit Vordergrundfarbe füllen ausführen
    • So, und jetzt das gleiche für das goldene Schildhaupt!
  4. Den Vogel vorbereiten

    Nun wird es “etwas” schwieriger, wir müssen die drei Vögel ins Schildhaupt bringen. Dafür öffnen wir nun die heruntergeladene Datei “merle.png”.

    • Als erstes malen wir die Füsse und den Schnabel rot, mit der oben gelernten Methode. Tipp: statt immer das Kontextmenü mit der rechten Maustaste aufzuklappen, können sie eine Auswahl auch ganz einfach mit der Tastenkombination + < , > füllen!
    • Jetzt müsste die merle kopiert und dreimal eingefügt werden, aber er ist viel zu gross! Er muss nun scaliert werden! Dazu drücken wir wieder die rechte Maustaste und wählen den Unterpunkt Ebenen -> Ebene skalieren.
    • Hier brechen wir die Breite von 399 auf 180 runter und drücken [skalieren]
  5. Die Vögel einsetzen

    • alles (von der merle) auswählen mit crtl+a
    • mit ctrl+c kopieren
    • ins Bild “clervaux.png” wechseln und mit ctrl+v einfügen,
    • und mit der Maus plazieren

    das ganze dreimal! fertig

Und die Geschichte?

So, und jetzt noch ein wenig Geschichte. Clervaux wählte das oben beschriebene Wappen 1896, indem sie die Farben des Wappen der Grundherren unter dem Ancien Régime invertierte. Diese Grundherren waren die von Meisenburgs, und deren Wappen sah so aus:

Meisenburg

Meisenburg

Die Meisenburgs führten oben sog. “merlettes”, zu deutsch “gestümmelte Meisen”, ein sprechendes Wappen also. Es war also zu einem Übersetzungsfehler gekommen, die merlettes wurden zu merles. Ist aber nicht schlimm, denn das Volk, das noch viel weniger von der Heraldik verstand als der Gemeinderat, machte aus den Amseln sowieso “Raben”. Und schön sieht es ja auch so aus!

Armoirial de Rietstap

Letzte Woche besuchte ich die Nationalbibliothek und habe dort die von Bender und Rolland 1903 für das Institut Heraldique Universelle vorgelegte Ausgabe des Armoirial Général de Rietstap ausgeliehen.
Dort geben Bender und Rolland eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten heraldischen Begriffe, nach denen will ich mich vorläufig bei meiner eigenen Zusammenstellung richten:

Rietstap selber gab nur die französischen Blasonierungen der europäischen Familienwappen an. Erst Bender und Rolland boten die Illustration. Man kann also in jeder grösseren Bibliothek nachlesen, was hier “wegen der hohen Anschaffungskosten” nur gegen Gebühr möglich sein sollte.

Neues zur Heraldik: Schulfreunde, meubles, Lexikon

In den letzten 2 Wochen habe ich mich seit langer Zeit wieder mal mit meinen “Heraldik-Seiten” befasst und kann ein paar Neuerungen, bzw. Wiederherstellungen bekannt geben:

  1. Die Wappen meiner Schulfreunde wurden eingescannt, bearbeitet und bereitgestellt.
  2. Das Heraldiklexikon wurde repariert.
  3. Startschuss: Schablonen der “meubles” hochgeladen.

Auslöser all die Änderungen war die E-mail von Andy am 23. Juli! Andy hatte wiesel.lu über das luxemburgische Wikipedia gefunden, die mich irgendwann verlinkt haben, vermutlich weil mich CRWFLAGS.comverlinkt hatte. Er beklagte dass die ALGH seit mehr als einem Jahr nicht mehr im Netz präsent sei, und seine Frage war die folgende:

Kann man sein privates Wappen in Luxemburg in eine Wappenrolle eintragen und somit schützen lassen? Ein Kollege hätte ihm entsprechendes berichtet.

Ich konnte Andy nur mitteilen, dass die ALGH in der Tat früher eine Wappenrolle geführt und Wappenprojekte im Familjefuerscher veröffentlicht habe, ich seit 1991 aber nichts mehr davon vernahm1. Meines Wissens sind private Wappen in der Luxemburger Gesetzgebung gar nicht vorgesehen, die commission héraldique befasst sich nur mit den Symbolen von Staat und Gemeinden. Ich erklärte mich also für inkompetent und verwies ihn an den Vorsitzenden von eben jener Kommission, René Klein. Der ehemalige Gymnasiallehrer hat mehrere Aufsätze zur heraldischen Themen verfasst, u.a. auch einen zur Herkunft des Luxemburger Wappens, und war zuletzt einem grösserem Publikum bekannt worden, als er in eben jener Eigenschaft als Vorsitzender der besagten Kommission ein Gutachten zum Gesetzesentwurf von Michel Wolter eingebracht hatte, die rot-weiss-blaue Staatsflagge abzuschaffen und durch den “roude Léiw” zu ersetzen (wiesel.lu berichtete)

Jedenfalls wurde mir durch Andys Anfrage bewusst, dass mit dem Abschalten der Seiten der ALGH, ich der letzte Luxemburger Autor bin, der zu heraldischen Themen auch was im Netz bereithält, und ich damit auch Verantwortung übernommen habe und dieses Thema ernster nehmen muss. Ich zog die Konsequenzen:

  1. Als erstes erinnerte ich mich daran, dass ich als Jugendlicher nicht zu jeder 118 Gemeinden von 1989 auch eine Zeichnung angefertigt habe, und dass ferner ein paar meiner Zeichnungen aus jenen Jahren sogar regelrecht falsch sind,z.B. die von Bourscheid!2. Das liegt darin begründet, dass :

    • einerseits, als ich 1986 aufgehört hatte zu zeichnen, noch keineswegs alle Gemeinden ihr Wappen legalisiert hatten,
    • andererseits mein “Heraldikordner” die Studentenzeit mit den vielen Umzügen nicht überlebt und verloren gegangen war.

    Die Zeichnungen aus Jean Fisch’s Armoirial von 1989 einzuscannen verbot sich von selber, ich respektiere das Copyright anderer! Dann erwog ich, die Zeichnungen von Hand nachzufertigen, doch ist das bis’chen zeichnerisches Talent das Freund Jeannot mir zugesteht, wohl mit verloren gegangen. Und so kam ich auf die folgende Idee:

    Ich werde alle Zeichnungen direkt am PC entwerfen!

  2. Dazu brauchte ich aber auch erst mal Vorlagen. Da fiel mir ein, dass ich sowas schon mal gemacht hatte, und zwar noch seinerzeit mit dem C64! Jean Fisch war damals (1989) davon sogar so begeistert, dass er gar eine Geschäftsidee witterte. Der C64 lebt zwar noch, aber ich kann die 1987-1992 selbst geschriebene Software irgendwie nicht mehr bedienen, aber die Zeichnungen existieren noch als Ausdrucke (siehe nächste Seite): Und so kamen erst mal die Wappen meiner Jugendfreunde im Netz zu späten Ehren. Mit Paint und GIMP erstellte ich dann die nachcolorierten Fassungen.
  3. Mit den hierbei entwickelten Methoden ging ich nun dran, einzelne Wappenfiguren (frz. meubles) aus meinen Jugendzeichnungen heraus zu entwickeln. Sie sind im png Format unter meubles zu finden Ziel ist es, zu jeder Wappenfigur auch eine Darstellung zu liefern.
  4. Es lag nah, nun auch das Wappenlexikon zu reaktivieren und mit den Zeichnungen zu verknüpfen
  1. Dazu später mehr! Hier sind noch Nachforschungen von Nöten []
  2. Die Texte müssten aber, von Tippfehlern abgesehen alle richtig sein ! []