Nei Interessen: Velo an ASSOSS

Conter Raymond (1922-1923)

Conter Raymond (1922-1923)

Et ass nit esou, dass mat méngem Récktrëtt als Velosfuererfonktionär mäin Interessie um Velosverkéier nogelooss hätt, am Géigendeel! Nit méi gezwongen een, zweemol am Mount mir den Hënner an dem stënkege, muffige, spiessige Okocenter plattsëtzen zu mussen a mir humorlos Monologen unzelauschtern, ass méng Loscht op alles waat mat dem Vélo ze dinn huet ërem richtig opgeflaamt!

Dest Joër get nees méi Velo gefuer, a manner noglelauschtert!

Dofir hunn ëch eng Plaatz fir den Velo ënnert méngen Interessen op desem Site geschaafen. Nach ass die zwar zimlich egel, mee do kënnt nach eppes no *g*

Dann hunn ëch die Deeg dank méngem Frënd Jeannot Damgé eng schéin aal Brochure vun der ASSOSS an d’Hänn kritt, sou dass ëch denken, hei wier die richtig Plaatz, fir och dovunner ze berichten. D’ASSOSS waar een ganz interessanten lénke Studenteveräin, den vun 1912-1969 existéiert huet. De letzte Präsident war, wann ëch mëch richtig entsënnen den André Hoffmann vun der Lënkspartei. Och wann ëch am lënkskathoulischen Milieu aus dem ëch kommen bliwen sinn, huet de Club mëch dach stets faszinéiert. Nit zuletzt, wëll ëch jo och an der UNEL war. Ob d’ASSOSS sinn ëch gestouss wéi ëch 1994-1997 méng Recherchen zur Geschicht um AVL bedriwen, an du Rull de Waak geschriwen hunn.

Ee weidere Grond: Den Henri Wehenkel war zu ménger Schulzäit mäi Geschichtsproff, den ëch bewonnert hunn obwuel ëch wusst dass hien Kommunist ass an ëch demols nach ziemlich paafig wor. Die materialistisch Art a Weis, Geschicht z’interpretéieren, sou dass Ereignisser een Sënn kréien haat mëch faszinéiert an iwerzeegt! Daat wor eppes ganz aneschters, ass wéi einfach nëmmen Geschichten vum Jhang de Blannen auswënnig léieren. An den Henri Wehenkel huet eben och e puer Bäiträg zur Geschicht vun der ASSOSS geschriwen!

Rücktritt aus dem LVI Vorstand

Es ist vollbracht! Ich habe, nach unendlichen Querelen, gescheiterten Verhandlungen und Gesprächen die Nase voll und ziehe die Konsequenzen. Bei der LVI ist es wie bei den 10 kleinen Negerlein, nach Maryse Simonis-Brandenburger, Monique Schmit, Lilibeth Lorang und Georges Franck reiche nun auch ich meinen Rücktritt ein! Hier meine Erklärung:

Liebe Freunde und Kollegen aus dem Comité der LVI,
Liebe Mitglieder der LVI,
Liebe Radfahrer,

Mit diesen Zeilen schließe ich mich dem Schritt meines Kollegen Georges FRANCK an, und gebe meine Demission aus dem Comité der Letzebuerger Velosinitiative bekannt. Die Gründe sind:

  • Dass ich nicht daran glaube, dass ein Präsident Gust MULLER den Willen und das Vermögen hat, die notwendige Reform der LVI durchzuführen.
  • Dass ich überzeugt bin, dass sich unter einem Präsidenten Gust MULLER, keine Atmosphäre im Comité wiederherstellen lässt, in der eine Zusammenarbeit möglich wäre: arm an Streit und persönlicher Missgunst,
  • Dass ich nicht erkennen konnte, dass die Mitglieder der LVI überhaupt eine Alternative zu Gust MULLER als Präsidenten in Betracht ziehen,
  • Dass ich die beschlossene Professionalisierung, also die Übertragung von Vorstandsarbeit an bezahlte Mitarbeiter/Berufsfunktionäre für falsch halte und nicht mittragen will! Ihr wandelt damit unweigerlich die einst angesehene Bürgerinitiative in eine staatlich subventionierte Dienstleistungsfirma um! Noch ein meinungsmachender Verein am Tropf und im Sold des Staates, toll!

Die Probleme welche in den letzten Jahren so vielen Menschen das Mitarbeiten im LVI Comité unmöglich machten, sind prinzipieller, struktureller Natur! Zu nennen sind hier, wenn auch nicht ausschließlich so doch an erster Stelle die Charakterfehler des Vorsitzenden Gust MULLER: Er ist uneinsichtig, unnachgiebig, sendungsbewusst und machtversessen, einhergehend mit abgrundtiefem Misstrauen gegen jeden, der es wagt ihm zu widersprechen.

Ich will aber nicht im Zorne gehen, ich bleibe der LVI als Mitglied erhalten, und möglicherweise beteilige ich mich ja auch an der einen oder anderen Arbeitsgruppe, sobald sie in der Realität und nicht nur in der Phantasie des Vorsitzenden und seiner streitlustigen Stellvertreterin existieren. Daher hier mein Abschiedsbrief:

Liebe Mitglieder,

Ihr seht es an meinem Nachnamen, ich bin ein „ Stackletzebuerger “ und doch schreibe ich diese Zeilen auf deutsch, denn es war meine Liebe zur deutschen Sprache und die Vergewaltigung derselben durch einige Damen aus dem Comité und durch einen befreundeten Journalisten, die mich ursprünglich in Rage und damit in Schwierigkeiten gebracht hatten. Doch waren dies nur Auslöser, nicht die Gründe des Streites. Streit und Missgunst beherrschten das Comité schon lange, bevor ich dazustieß.

(…. es folgen ein paar persönliche Worte an einzelne hervorstechende Protagonisten …)

Liebe Freunde des Humors und Liebhaber guter deutscher Texte,

ihr seid die größten Verlierer dieser Entwicklung, denn nun da Georges und ich aus dem Vorstand rausgeekelt wurden, kann ich die Redaktion des LVI-Info doch nicht wie vereinbart übernehmen. Für euch gehen die harten Zeiten weiter, denn man wird Euch auch weithin Fabeln wie die nachstehende als Höhepunkte des LVI-Humors vorsetzen (aus LVI-Info 65 (4/2006) S. 15):

Warum fahren blaue Hirsche1 in Luxemburg nicht Fahrrad?

  • Weil sie keinen Daumen zum Klingeln haben? NEIN!
  • (…)
  • Weil es dort keine Fahrradständer gibt? JA!!!

Wir hatten eigentlich erwartet, dass wenigstens grüne Hirsche wissen was
Fahrradkultur ist!

So ein Kalauer aber auch! Gut, ich erzähle euch dann auch noch eine Fabel:

Die Fabel von der Maus, der Katze und dem Rind

Eine Maus flüchtete sich vor der Katze in den Kuhstall und bat das Rind um Hilfe. “ Gut, stell dich zwischen meine Hinterbeine ” meinte die Kuh und ließ einen Fladen fallen, der die Maus ganz bedeckte, bis auf den Schwanz der raushängen blieb. Dann kam die Katze in den Stall, sah den Schwanz, zog die Maus aus dem Fladen heraus und verspeiste sie. Was ist nun die Moral von der Geschichte?

  • (Für Natalie Schmit): Nicht jeder der dich bescheißt (hier: kritisiert), ist auch dein Feind!
  • (auch für Nathalie): Nicht jeder, der dich aus der Scheiße wieder rausholt, ist auch dein Freund! und
  • (für Gust und Monique): Wenn ihr schon so tief in der Scheiße steckt, dann solltet ihr wenigstens auch den Schwanz einziehen.
  1. Der blaue Hirsch ist das Maskottchen der “Kulturhauptstadt 2007“ []

Zoff bei der Letzebuerger Velosinitiativ

Der geneigte Leser dieser Seiten weiß, dass meine Frau Heike und ich seit letztem Jahr Mitglied im Vorstand der Letzebuerger Velosinitiativ (LVI) , einem politschen Radfahrerverband in Luxemburg ähnlich dem ADFC in Deutschland, sind. Wir fanden im Januar 2006 eine bereits heillos zerstrittene Mannschaft vor und das ganze Jahr über schaukelten sich die Konflikte weiter auf. Unsere Versuche, uns aus den Streitigkeiten rauszuhalten misslangen, da wir ja auch aktiv mitarbeiten wollten so bei der Redaktion der Vereinszeitung “LVI – Info” und ich darüber in Konflikt mit dem herrischen Präsidenten Gust MULLER geraten bin. Denn ich tat das, was er behauptet hatte dass er begrüssen würde: Ich korrigierte ihre deutschen Texte, neben den Zeitungsartikeln1 hauptsächlich die Sitzungsprotokolle und die Pressemitteilungen2. Leider hatte er auch in diesem Punkt nicht gemeint was er sagt: meine Verbesserungen wurden zuerst nur zähneknirschend angenommen, später legte die Defacto-Sekretärin mir die Pressemitteilungen einfach nicht mehr vor (mit dem Erfolg dass sie auch nicht mehr gedruckt wurden 😛 ) und die Sekretärin weigerte sich weiterhin Protokolle zu verfassen *g*, sie konnten sich bei ihrer Verweigerungshaltung bald schon auf die Deckung durch den Vorsitzenden verlassen, auch wenn dieser notgedrungen immer wieder einräumen musste, dass meine Korrekturen angebracht gewesen seien.

Nun hat dieser Präsident Gust MULLER am 18.12.2006 einen Kommentar auf eine von mir mit entworfene vorstandsinterne, Positionsspapier genannte, Denkschrift veröffentlicht und dabei meine Kollegen und mich angegriffen. In dieser Notwehrsituation, angesichts der Tatsache dass ich kein so begnadeter Demagoge und Festzeltredner bin wie Gust MULLER sehe ich mich gezwungen, nun meinerseits meine Position an die Öffentlichkeit zu tragen. Auf seinen Brief erwiderte ich folgendes:

Lieeeebe Radfahrer,

Da trudelt also gestern die frohe Botschaft in meinen elektronischen Briefkasten:

Hurra! Unser herrlicher Präsident hat seine stetige Motivation wieder gefunden, nachdem er offenbar letztes Jahr ganz unbegründet erklärt hatte, unvermittelt den Vorsitz und damit sein Lebenswerk aufgeben zu wollen. Anschließend hat er, unter bis heute nicht glaubwürdig geklärten Umständen, den angekündigten sozialen Selbstmord dann doch nicht vollzogen.

Nun ist also die Katze aus dem Sack: Unser Präsident beweist seine Führungsqualitäten in dem er ein internes3 Dokument, das die Situation VOR dem Denktag zusammenfasste NACH diesem an Externe verschickt! Dies dann unter Verwerfung aller auf dem Denktag erzielten Kompromisse, unter Verstoß gegen alle Prinzipien die ihm zuvor heiligste Kühe waren (keine Diskussionen per Emailverkehr, keine Schmutzwäsche zum Aufhängen “nach draußen”), von den persönlichen Angriffen wollen wir gar nicht erst reden. Heißt es nicht: Pacta sund servanda, auf Deutsch Abmachungen sind einzuhalten? Zumindest für diesen Mittwoch (morgen), sehe ich mich daher außer Stande, mich mit diesem Wasserprediger und Weinsäufer4 den Comitéstisch zu setzen. Dies
auch, um die Möglichkeit zu eröffnen dass sich die Gemüter wieder
beruhigen.

Nun weiß es also jeder: im Comité liegt der Kamm auf der Butter! Wer wissen will warum, nähert sich dem Grund sicherlich am ehesten wenn er sich das inhaltliche Schlusswort des großen Vorsitzenden betrachtet. Hier erläutert er hellsichtig auf die Frage, wie die anstehenden Probleme bewältigt werden können:

Ganz sicher nicht indem man immer wieder neue Mitarbeiter sucht welche die
anfallende Arbeit ausführen sollen?

Genau das frage ich mich schon länger: Warum wollen nach und nach alle
Vorstandsmitglieder zwar noch als Bénévol für die Sache arbeiten, aber
nicht mehr ein- zweimal im Monat drei bis vier Stunden nach seiner
Dienstzeit opfern um Comitéssitzungen zu besuchen und sich die
"große-Gust-Show" antun? Das wird sich natürlich auch jeder fragen müssen,
der mit dem Gedanken spielte, vielleicht doch wieder zu kandidieren!

Daniel Erpelding,

volljähriger Radfahrer und Fremdernannter “Schriftgelehrter”5.

Hier noch die entsprechenden Dokumente, dem Leser zum besseren Verständnis

  1. Angeblich kamen meine Korrekturen immer zu spät und bei der neuen Nummer waren sie vergessen! Und so dürfen deutsche Leser sich nach wie vor Brüller wie diesen hier reinziehen: “90% unser Mitglieder unterstützen uns insbesondere wegen unserer Zielsetzung, die Bedingungen für Radfahrer im Alltag und in der Freizeit zu fördern“. Wer weiß, wenn man Bedingungen statt sie zu verbessern richtig gut fördert, dann werden sie bei guter Pflege eines Tages ja vielleicht mal ausgewachsene Rahmenbedingungen? []
  2. hier ein Beispiel für eine von mir dann nicht mehr korrigierten Pressemitteilungen. Die bekam ich nur noch “zur Kenntnisnahme” vorgelegt, hab aus Wut darüber meine blöden Kommentare dann doch nicht für mich behalten können. Zur Strafe für so viel Unverblümtheit sagte sie mir dann nicht, was ein “biologisches Croissant” ist. *g* []
  3. hier wäre das Synonym “innerlich” tatsächlich unangebracht []
  4. “Wasser Predigen und Wein saufen” ist eine deutsche Redenart und bedeutet: selber das Gegenteil von dem tun, was man öffentlich von anderen fordert! Hier: Gust fordert von mir, nichts ohne Rücksprache mit ihm an Aussenstehende weiterzuleiten, er selber verschickt seinen Kommentar aber wie selbstverständlich an genau jene. Zur Etymologie, der Spruch ist aus Heinrich Heine’s Gedicht “Deutschland, ein Wintermärchen” 1844), Beim zivilisierteren Heine wurde allerdings noch getrunken, nicht gesoffen. Diese studentische Steigerung ist meiner Wut zuzuschreiben .-) Erst später merkte ich, dass hier auch ein biblischer Begriff aus Mt 11,19 anklingt []
  5. Als Heike und ich ins Comité gewählt wurden hatten wir bereits einen Artikel fürs LVI Info nach den Wunschvorstellungen des Präsidenten aufgrund seiner Notizen geschrieben. Privat hat er sich zwar dafür zu bedankt, öffentlich aber höhnte er auf der Generalversammlung, nun würden ja wohl einige “Schriftgelehrte” in den Vorstand Einzug halten. Neben uns zwei’en traten noch Jo Simon, ebenfalls Ingenieur und Nathalie Schmit, zumindest mit den akademischen Weihen eines Baccelors (vergleichbar mit dem deutschen Vordiplom) ausgestattet, dem Vorstand bei. Möglicherweise erschreckte ihn diese Akademikerschwemme.

    Der Bibelkundige weiß natürlich um die negative Besetzung des Wortes Schriftgelehrter” im neuen Testament! Zumeist mit “Heuchlern und Pharisäern” in einem Atemzug genannt, tauchen sie als die spitzfinden Gegner von Jesus Christus auf und sind ihm doch unterlegen: Während sie, nur den Buchstaben des Gesetzes kennen würden, besitzt Jesus Wahrheit und lehrt mit Vollmacht! Oh mein Gott, er hält sich doch nicht etwa für?

    []

De 24 September: Velosrallye zu Suessem

Hei eng Annonce die mëch erreecht huet, zum Thema Velofueren:

(vu Suessem) organiseieren e

Sonndeg den 24 September

fir d’semaine de la mobilité en Velosrallye vun ~ 10 km. Dëse Ralley riicht sech och un Familien mat Kanner. D’Jogger sin selbstverständlech och härzlech wëllkomm.
Den Rallyestour féiert durch d’Noerhuelungsgebitt vun Suessem (duerch Onebenheeten net fir Skater an Coursveloën accessibel)

Alternativ oder zousetzlech stinn nach 3 weider Touren zweschen 15 an 20 km zur Verfügung fir dei Leit dei d’Gemeng Suessem entdecken wellen. Den greisten Deel vun desen Touren feiert iwwert Velospisten.

Rendez-vous ass beim CAFE AM CENTER bei der Kirch zou Suessem
Départ vum Rallye ass vun 14 – 15 Auer.
Equipen vu 2 bis 5 Leit
Participatioun 2,5 Euro pro Erwuessenen (Kanner sin frei), minimum 5 Euro pro Equip
Et gin flott Präisser ze gewannen.

Fir weider Informatiounen Patrick Horper Tél. : 59 14 20

Photos vun ALLES OP DE VELO 2006 – Mamer-Miersch

Letzten Sonntag war wieder “Alles op den Velo”, organisiert vom Mouvement écologique und der LVI. Heike und ich haben geholfen den Stand der LVI in Kopstal auf- und abzubauen, bzw. haben vormittags dort beim Canevassing mitgemacht. Also, die Teilnehmerkarten abgestempelt, Infobroschüren verteilt und soweit wir das in unserem ersten Jahr schon konnten, die Fragen der Teilnehmer beantwortet. Dabei hab ich ein paar Fotos gemacht, die man sich hier betrachten kann. Weitere Fotos auf den Seiten der LVI (von Paul Schieres) und des MouvEco.

Edit 10.7.2011:
Die Fotos sind der Migration zum Opfer gefallen und sind ohnehin nicht so gut gewesen, dass ich sie hier wiederreinstellen müsste.

Neues Fahrrad für die Stadt

In Mühlheim-Kehrlicht bei Fahrrad Franz (Homepage: http://www.fahrrad-franz.de habe ich letztes Wochenende ein neues Fahrrad gekauft. Es soll mein altes Studentenrad ersetzen und wird mir als Zweirad für den den Stadtverkehr dienen. Demnach ist dieses Rad, anders als mein Teramo Trecking Bike von KTM (Herstellerhomepage:http://www.ktm-bikes.at das ich mir im Herbst letztes Jahr gekauft habe, kein Sportgerät sondern in erster Linie ein Verkehrsmittel.
Auch dieses Mal war es ein Schnäppchen: Vorjahresmodell (2005), hat Magura Hydraulikbremsen und Shimano Deore XT Schaltwerk und ist eigentlich viel zu gut für den Zweck. Aber die Stadt Luxemburg ist viel zu hügelig um dort ein normales Citybike mit Rücktritt und Nabenschaltung einzusetzen, daher entschied ich mich für ein “billiges” Trekking Bike, denn ein bisgen Konfort sollte schon sein! Denn wenn man sich in seiner Freizeit, einmal an gefederte Gabel, gefederten Sattel, gute Bremsen etc. gewöhnt hat, will man auch im Alltagsverkehr nicht mehr darauf verzichten! Schliesslich fahre ich so gut wie täglich damit:

  • in der Mittagsstunde von meiner Arbeitsstelle zum Einkaufen oder Essenfassen
  • Gelegentlich sogar dienstlich zu unseren Aussenstellen, auch wenn wir anders als die EU noch keine Dienstfahrräder haben, hihi.
  • Oder halt doch noch mal im Einsatz für die Gesundheit zum nahen Fitness Center

Ja, mit 27 Gängen kommt man schon leichter in dieselben 😉

Radveranstaltungen bei unseren Nachbarn

  • 20. RTF(Radtourenfahrt) “Fahrt in den Frühling”, 02.04.2006
    111/71/41km, Serrig
    www.rad-net.de
  • Gerolsteiner Tour-Festival, 19.05.2006
    Gerolstein, Tour-Gelände
    Radsport-Messe,Unterhaltungsprogramm, Radrennen
    www.tour-festival.de
  • 13. Saar-Pedal, 21.05.2006
    Saar-Obermosel-Konz
    Autofreier Erlebnistag zwischen Merzig und Konz
    www.saar-obermosel.de
  • Familien Rad- und Wandertag Oberes Kylltal 28.05.2006
    Ferienregion Oberes Kylltal, Dahlem/Jünkerath/Stadtkyll
    www.obereskylltal.info
  • Ford Pfingst-RTF(Radtourenfahrt), 04.06.2006
    Saar – Lorraine, 120/80/46km, Saarlouis
    www.rad-net.de
  • Happy-Mosel, 11.06.2006
    Schweich-Cochem
    Autofreie Moselweinstraße
    www.happy-mosel.com
  • Lorraines en Voies Vertes, 09.07-17.07.2006
    4éme édition de la randonnée de promotion des voies vertes en Lorraine
    des Ardennes aux Vosges
    www.af3v.org
  • 5. Erbeskopf-MTB-Marathon,09.07.2006
    Thalfang-Erbeskopf
    www.erbeskopfmarathon.de

Leitartikel im LVI Info-Tourenkalender 2006

Diesen Artikel verfassten Heike und ich für den Tourenkalender des LVI Info, es sollte unsere Eintrittskarte ins Comité werden. Wer hätte gedacht, dass 2006 kein weiterer Artikel von mir in dieser Zeitschrift veröffentlicht werden sollte.

Ein unvoreingenommener Leser, der unseren Verein nicht kennt könnte beim Betrachten des vorliegenden Tourenkalenders dem Irrtum verfallen, bei der LVI handele es sich nur um einen Zusammenschluss von Sportlern die ihrem Hobby frönen! Viel mehr sind wir ein "Interesseverband von Radfahrern", deren durchaus auch politischen Forderungen der vorliegende Text zusammenfasse möchte! Uns schwebt nicht weniger als ein regelrechtes nationales Förderprogramm für den Fahrradverkehr vor, mit folgenden, in der angegebenen Reihenfolge zu verwirklichenden Zielen:

  1. Eine Radverkehrsstrategie in die Verkehrspolitik dauerhaft und gleichberechtigt integrieren.
  2. die Sicherheit der Radfahrer erhöhen
  3. Deutliche spürbare Steigerung von Leistungsfähigkeit und Qualität für den Langsamverkehr
  4. Substantielle Erhöhung des Anteils des Radverkehrs am alltäglichen Verkehr in Luxemburg, sowie
  5. die Initiierung weiterer Pilotprojekte auf kommunaler Ebene.

Wie können wir diese Ziele erreichen? Eine Reise beginnt immer am Ausgangspunkt, über diesen müssten wir klar werden doch genau hier hapert es: Hinreichend gesichertes statistisches Material ist gar nicht vorhanden, niemand hat die Daten erhoben. Vonnöten wäre zunächst einmal eine echte Bestandsaufnahme!

Vorrangigste Sorge gilt der Sicherheit der Radfahrer, denn Gefahr droht durch die fehlenden fahrradspezifischen Strukturen und die Abwesenheit einer flächendeckenden Verkehrberuhigung. Dies gilt hauptsächlich innerorts, denn hier werden die Radfahrer fast nie als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wahrgenommen, obwohl jeder Fahrschüler lernt, dass der „Code de la Route“ eigentlich genau das vorsieht.

Gilt das Radfahrern wieder als sicher, kann eine systematische Förderung dieses Verkehrsmittel greifen und weitere Kreise der Bevölkerung ließen sich für den Umstieg aufs Fahrrad gewinnen! Zu denken wäre hier an die Schüler, neben den schon erwähnten fehlenden sicheren Radwegen, hält sie der Mangel an überdachten, sicheren Abstellmöglichkeiten für ihre Zweiräder davon ab, diese auch zu benutzen. Oder auch an die vielen Studenten der entstehenden Uni Luxemburg. Ohnehin sind wir der festen Überzeugung dass den öffentlichen Verwaltungen (Staat und Gemeinden) eine Vorreiterrolle bei Planung und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zukommt, die Betriebe könnten zur Nachahmung angeregt werden. Denkbar wären Betriebsfahrräder, Fahrrad-Parkplätze oder Kilometergeld für Rad fahrende Mitarbeiter! Überhaupt sollte man die gängige Praxis der Steuervergünstigungen bei Fahrtkosten überdenken.

Um Wirkung zeigen zu können muss die angedachte systematische Förderung von einer zentralen Stelle geplant und koordiniert werden! Daher steht ganz weit oben auf der Liste unserer Forderungen neben einem eigenen Budget für das bereits angesprochene Pilotprojekt, die Einrichtung der Stelle eines Fahrradbeauftragten und einer interministeriellen Arbeitsgruppe. Deren vornehmlichste Aufgabe wäre ohne Zweifel sicherzustellen, dass beim Um- und Neubau der Infrastruktur, der Radverkehr ganz selbstverständlich eingeplant wird.

Nun wohnt heutzutage selbstverständlich kaum jemand in der Ortschaft, in welcher er seiner täglichen Arbeit nachgeht. Der Anteil der Radfahrer am Verkehr kann daher nur im Zusammenhang des sog. Modalverbundes so richtig nachhaltig gesteigert werden: Das verlangt z.B. den Anschluss der städtischen Radwege ans Park&Ride. Das heißt, dass es einfacher, sicherer und vor allem durchgängiger möglich sein muss, sein Fahrrad im Autobus oder im Zug mitzunehmen! Alternativ kann das heißen, dass an Bushaltestellen und Bahnhöfen sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder einzurichten sind!
Eigentlich müssten es jedem einleuchten dass diese Maßnahmen vortrefflich in jedes, mittlerweile von fast allen Parteien gefordertes Mobilitätskonzept passen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Radfahren zur Arbeit bedeutet tägliche körperliche Bewegung und somit überaus gesund, weshalb in anderen Ländern (DK und D) inzwischen die Krankenkassen entsprechende Aktionen sponsoren.
  • Wie kann man die verkehrsbedingten CO2-Emissionen denn wirksamer senken als mit Förderung eines Verkehrmittels bei dem erst gar keine anfallen?
  • Vorausgesetzt es würde, wie in der Schweiz ein vernünftiges Marketingkonzept aufgestellt, sowie Infrastrukturen und Service in der Gastronomie auf diese Kundschaft und ihre Bedürfnisse angepasst, würde auch der Fahrradtourismus von den angestrebten Maßnahmen profitieren.

Soweit wäre, in groben Zügen, unser politisches Programm für die kommenden Jahre umrissen. Mehr Details hält der Webauftritt unserer Vereinigung www.lvi.lu dem interessierten Leser bereit.