Ich habe mir ein Faltrad gekauft

Am Wochenende hab ich mir, wiederum beim Fahrrad Franz in Mühlheim Kärlicht ein Klapprad gekauft. Es war ein Spontankauf! Bin diese Woche damit zur Arbeit gefahren und es hat schon viel Spass gemacht. Vorteil: ich kann es nicht nur mit im Zug, sondern auch mit in den Bus nehmen. Es ist sehr leicht und lässt sich daher auch prima die Treppen rauf und runter tragen.

Das Studentenrad umgebaut

Seit ich in Langsur wohne, fahre ich jeden Tag mit Fahrrad und Zug zur Arbeit, denn mein Jahresabonnement erlaubt seit dem 1.4.2006 die kostenlose Fahrradmitnahme auf dem gesamten Streckennetz der CFL. Wenn es jedoch regnet, fahre ich lieber nur bis zum Zollhäuschen an der Römerbrücke über die Sauer bei Wasserbillig. Dann muss ich das dort abschliessen und den ganzen Tag unbewacht zurücklassen. Es ist klar, dass ich dazu nicht das teure KTM oder das Framework benutzen kann, die würden geklaut!

Also reaktivierte ich mein Fahrrad, das ich als Student benutzt hab. Allerdings habe ich dem Rad einen neuen geraden Lenker spendiert und das Vorderrad (27”) durch eine Standardgrösse (28”) ersetzt.

Hier ein paar Bilder, womit ich eine der neuen Fähigkeiten von WordPress 2.5 illustrieren will: Mehrere Dateien gleichzeitig hochladen und gleich noch ein Photoalbum draus machen

Händlerempfehlung: Bike Passion

Nun da ich umgezogen bin, muss ich mir für alle Dienstleistungen die ich so von Zeit zu Zeit in Anspruch nehmen muss neue Partner suchen. Am Samstag fuhr ich zufällig nach Konz. Mit dem Fahrrad ist das, eigentlich eher hässliche Städtchen von Langsur aus gut zu erreichen, mit dem Auto eher schlecht1.
Seit ich nach dem Hollandurlaub die Kette selber gereinigt habe (sowas machen Fahrradmechaniker nur ungerne für dich), hatte ich Schwierigkeiten, die drei letzten Gänge vor dem leichtesten drin zu behalten. Das ist besonders unangenehm, wenn man so einen Berg wie die “Areler Strooss” in Luxemburg-Stadt hochfahren muss: für das grösste Ritzel ist die Steigung nicht stark genug und der Radler strampelt sich tot, und das viertgrösste lässt sich nur treten.
So kam ich dann bei Bike Passion vorbei, und erlebte eine positive Überraschung! Der freundliche Mechaniker (vermutlich Franz Schmitt) stellte nicht nur in Null Komma Nichts die richtige Diagnose, er führte diese einfache Kalibrierung auch selber durch, obwohl ich das Rad bei ihm gar nicht gekauft habe! Meistens sind sich die tollen Radmechaniker dafür nämlich zu schade. Bravo! Weiter so!
Gut, über Layout seiner Homepage kann man streiten, aber die Philosophie gefällt mir ganz gut.

  1. man muss erst bis Grevenmacher oder gar bis nach Trier fahren, um über die Mosel setzen zu können, es sei denn, man nimmt die Autofähre Wasserbillig <-> Oberbillig []

Neues Fahrrad von Stevens

Mein neues Strada800 von Stevens

Ein Strada 800, hab ich bei Jan Ostergaard in Mersch gekauft. Wurde zwar schon im Februar bestellt, sollte für Ende April da sein, wurde aber erst am letzten Freitag geliefert. Waren wohl die Vorzieheffekte bei deutschen Radfahrern schuld an den Lieferschwierigkeiten von Stevens.

Es handelt sich um ein sog. Fitnessbike, also ein Fahrrad das recht leicht ist aber ohne die für Rennräder typischen Elemente wie

  • Lenker der den Fahrer zum ausgeprägten Katzenbuckel zwingt. Böse Zungen sprechen daher ja auch von einer Radfahrermenthalität: nach oben buckeln, nach unten treten, obwohl diese ja nun beileibe nicht nur bei Rennradfahrern vorkommt! Auch Fahrradfunktionäre mit Speckrollen, die noch nicht mal ein richtiges Fahrrad besitzen sind davon betroffen.
  • Klickpedale, so dass man nur mit besonderen Schuhen damit fahren kann.

Also mit anderen Worten: ich habe mir ein Rad für Warmduscher gekauft!

Eingeweiht hab ich die Kiste natürlich auch schon: Wir sind am Sonntag die Florancy Rundfahrt in belgisch Lothringen noch einmal damit gefahren. Das Teil geht ab wie eine Rakete!! Ich brauchte noch nicht mal kräftig zu treten und hatte schon 20 km/h drauf.
Der Cyclo Club Messancy organisiert jedes Jahr im April seine “Florancy” Rundfahrt, die von uns ausgewählte 55 km Strecke führt von Messancy über Aubange, Aix-Sur-Cloie, Guelff, Habergy, Rachecourt, Musson, Baranzy, Mussy-La-Ville, St. Léger, Châtillon, Meix-le-Tige, udange, Wolkrange, Differt, Turpange (,Hondelange), Sélange zurück nach Messancy. Da wir nicht in Messancy sondern in Clémency starteten, liessen wir Hondelange links liegen und kehrten von Sélange gleich nach Clemency zurück

Schrotträder als Werbetafeln

Gestern stellte ich mein Fahrrad am vorbildlichen Radständer in der Judengasse (Grand Rue) ab. Da wo dem Lofi sein komischer Springbrunnen mit dem Kirmesmusikantenmotiv steht, wo bis letztes Jahr noch das traditionsreiche Kaufhaus Monopol Regenschirme, Hosenknöpfe und altmodische Schals verscheuerte. Es war gar nicht so einfach das Rad abzustellen, denn auch andere Radfahrer schienen diesen Ständer zu mögen und ausgerechnet zu dem einzigen verbliebenen freien Platz war der Zugang durch einen Mülleimer verstellt. So betrachtete ich mir die anderen Räder mal genauer:
Reklamm op Schrottvelo’en
Einer schien Werbung zu betreiben, sinnigerweise für ein Stock-Car-Rennen (“Knuppauto fir Erwuessener”). Das Rad sah auf den ersten Blick zwar etwas spartanisch aber sauber aus, schien frisch lackiert zu sein. Da macht wohl ein junger Student für sein Hobby Werbung, dachte ich, “Oh Klasse Idee!“. Es ist also nix dran an dem Gerücht dass nur fahrradferne pummelige Mittelschichtler ohne Schulabschluss diesem komischen Hobby nachgehen. Offenbar muss man dafür keine Umweltsau sein, es fühlen sich also Radfahrer zu diesem seltsamen Sport hingezogen, der freilich nicht im geringsten meinen Neigungen entspricht. Dabei bin ich weit davon entfernt Liebhaber von Autorennen zu verachten! Nein, mein geschätzter Großcousin und Spielkamerad aus Kindheitstagen ist ja auch dem Autorennsport verfallen und hatte es seinerzeit sogar zu einer gewissen lokalen Berühmtheit auf diesem Gebiet gebracht…

Aber dann sah ich noch genauer hin: Mit dem Teil ist ja schon ewig niemand mehr gefahren!
wierklich futti

  • Schlussleuchten -> defekt
  • Schläuche -> platt
  • rechtes Pedal -> verschwunden!!
  • Die Bremsen hab ich mir erst gar nicht mehr angeschaut.

Kein Wunder dass das Teil nur mit einem Billigschloss gegen Diebstahl abgesichert war. Wer sollte damit auch wegfahren? Der einzige Grund warum dieses Miststück hier einen begehrten Fahrradparkplatz an einem der wenigen besseren Ständer in der Innenstadt belegt, ist der, dass hier jemand versucht Werbung zu treiben!! Ich weiss nicht, wer auf diese minderwertige Drecksidee kam, und ich weiß auch nicht, ob sie wenigstens denselben Preis zahlen wie jene Konkurrenten die schön brav die Gebühr für die dafür vorgesehene Littfaßsäule bezahlt? Aber ich weiß für wen sie werben:

Stock Car TORNADO TEAM HAMM, Schutterange

schämt euch!

Naja, wenn unsere Gurkentruppe von der LVI solche Eier hätte wie die belgischen Kollegen vom GRACQ, würden sie ein zu Schrott gefahrenes Stock Car kaufen, mit Werbung für Mamer-Miersch bedrucken und gut sichtbar auf einem der attraktivsten Parkplätze in der Innenstadt oder auf dem Park & Ride deponieren. DA würden die versammelten Autofahrer aber aufschreien! Schlimm genug dass man sich nicht auf die Behindertenparkplätze hinstellen darf, wo das doch die Filetstückchen sind, die zudem immer leer bleiben! Aber so eine Sauerei! Uns einen guten Parkplatz wegzunehmen um fürs Fahrradfahren zu werben? Sauerei!!

Ich wette, es würde zudem keinen Tag dauern, dann hätte die Stadtverwaltung – blau-grüner Schöffenrat hin oder her – den Bußgeldbescheid, samt Zahlungsaufforderung zur Kostenrückerstattung für die Entsorgung eines Unfallwagens dem Büro im Pfaffental zugestellt! (Habt ihr gelesen? Ich hatte gerade eine Schnapsidee, bitte nicht umsetzen! Danke.)

LVI Info 66 mit einem Monat Verspätung.

Nun ist es also angekommen, das neue LVI Info, Ausgabe 66!
Wir können nur spekulieren, wie diese Verzögerung von einem Monat zu Stande kam1, wo uns doch das Editorial verheißt die “Arbeitsgruppe LVI-Info” sei verstärkt worden:

Avec l’année 2007 nous avons aussi renforcé l’équipe du LVI-Info et les premiers résultats de leurs efforts se reflètent entre autre dans une nouvelle mise en page de notre périodique. Suggestions et critiques sont évidemment les bienvenues.

Da sie zuvor de facto nur aus Gust Müller höchstselbst bestanden hat, würde ein einziger weiterer Mitarbeiter schon reichen, um diese Aussage zu rechtfertigen. Denn das LVI Info bleibt der alten kommunistischen Tradition treu, dass die Leistungen des Einzelnen einem Kollektiv zugeschrieben werden. War diese Maßnahme ursprünglich mal angedacht um den Personenkult zu bekämpfen, so wird letzterer durch diese Praxis in Wahrheit nur befestigt! Erhält, bis auf die aufschlussreiche Ausnahme von Monique Goldschmit, niemand die Möglichkeit sich zu profilieren nimmt die Öffentlichkeit nur die bereits bekannten Persönlichkeiten wahr. Etwa den großen, großen wichtigen Vorsitzenden, der ja auch alle Sitzungen leitet und die Interviews gibt. Kritik und Anregungen sind also willkommen? Ok.

Kritik an dieser Ausgabe

Das Editorial gibt sich bescheiden: das erste Resultat bestünde nur in einer optischen und noch keiner redaktionellen Verbesserung. Vielleicht ist damit gemeint dass der professionelle Graphiker Lucien Hilger sich vielleicht des Layouts angenommen hätte? Möglicherweise verfügt er ja über eine eigene Lizenz für das doch recht teure Produkt “Adobe InDesign”, oder arbeitet ohnehin auch berufsmässig mit dieser Software? Heike hatte zum Üben nur eine im Funktionsumfang beschränkte 30 Tage Testlizenz und musste sich zudem erst einarbeiten.
Andererseits ist Lucien Hilger nicht nur Drucktechniker sondern auch Buchautor! Ich habe sein Buch “Peugeot et le cyclisme” (noch) nicht gelesen obwohl ich das das Thema ausgesprochen interessant finde; der Schmöker ist mir schlicht zu teuer. Allerdings kann ich mir bei keinem Schriftsteller vorstellen, dass er auf Dauer damit zufrieden sein wird, nur den Setzer zu geben. Mal sehen, wie lange dieser Graphiker es auf dem Posten aushält.

Ich fasse mal die Verbesserungen zusammen:

  • Wir haben endlich mal ein schnuckeligeres Layout, yeah!!
  • Hurray Englishmen, wir schreiben jetzt auch englische Texte (aus dem Guardian) ab!

Letzteres dürfte eine Reaktion auf eine freundliche “Ihr-müsstet-aber-mal!” Kritik sein, die unseren verehrten Präsidenten auf der Generalversammlung zugetragen wurde, vermutlich verbunden mit einer “Oh-mich-dürft-ihr-das-nicht-fragen” Absage.: Es ward beklagt, dass das internationale Publikum der Europastadt Luxemburg bei der LVI nichts auf Englisch zu lesen vorfände, woraufhin der alte Populist ihm Recht gab! Schließlich gehört zu seinen Gefolgsleuten doch auch ein polyglottes Wunderkind das sieben Sprachen beherrscht, da dachte er wohl das könnte ihm doch sicher all seine Texte übersetzen. Nun ja, es blieb beim Abschreiben und ich fürchte, es ist auch besser so!

Bevor wir zu unseren eigenen Anregungen kommen, heben wir noch hervor was am neuen Heft dennoch lobenswert ist:

  1. Meine Kritik an der Pressemitteilung zum Radverkehr in Einbahnstraßen auf dem Limpertsberg fand wohl Gehör2
  2. Das Interview mit den Polizisten der Stadt Luxemburg ist ausnahmsweise ja mal ein etwas aufwändigerer Artikel
  3. Der neue Begleittext zum Impressum ist nicht mehr in ganz so grauslichem Deutsch verfasst wie der Vorgänger. Trotzdem wird auch in diesem Bettelbrief wieder versucht an der falschen Stelle Wörter zu sparen, so dass wieder richtig putzige Konstrukte entstehen wie z.B. “Bei Haushaltmitgliedschaft geben Sie bitte die einzelnen Namen an“.
    Hmm. Ist nicht irgendwie jeder von uns Mitglied in irgendeinem Haushalt? Es soll gar nicht mal so selten vorkommen, dass Radfahrer mit regelrechten rechtskonservativen Umweltsäuen in einem Haushalt zusammen leben, welche seit sie 18 sind nie wieder Bus oder Zug geschweige denn Rad gefahren sind! Und deren Namen soll der Beitrittswillige angeben müssen? Vermutlich ist das eine Schutzmaßnahme um ihn leichter in Sippenhaftung nehmen zu können. *g*

Verbesserungsvorschläge

Gust Muller wurde letztes Jahr nicht müde zu betonen, das LVI Info sei eine Vereinszeitschrift und quasi die handfeste Gegenleistung die ein Mitglied für seinen Beitrag erhält! Dies z.B. im Zusammenhang mit der Frage ob man das LVI Info nicht vermehrt bei offiziellen Veranstaltungen austeilen könnte. Und er hat Recht!
Leider steht auch in diesem LVI Info kaum etwas drin, das sich spezifisch an die Mitglieder richtet! Der Verkehrsgartenartikel könnte genauso gut im Kéisecker stehen, die Radtourenangebote richten sich an alle Radbegeisterten und ausgerechnet der neue englischsprachige Artikel ist ein peinliches Beispiel von “preaching to the converted“. Wer sich erst mal dazu durch gerungen hat Mitglied bei der LVI zu werden, weiß doch bereits um die Vorzüge des Radfahrens! Alles in allem ist der Charakter des Blattes der eines Propagandaorgans das sich an die Öffentlichkeit wendet, und nicht in erster Linie an seine Mitglieder:

  1. Wo erfahren die Mitglieder des Vereins denn z.B. dass es Arbeitsgruppen gibt, welche das sind was diese tun und an wen sie sich wenden sollten, wären sie von dem Gedanken besessen da unbedingt mitarbeiten zu wollen?
  2. Wo finden die Mitglieder eine Zusammenfassung der vielen Arbeit die der Vorstand für sie geleistet hat? Und nicht nur Artikel wie “Hallo wir waren ja auch noch bei Mamer-Miersch dabei”. Das erfährt der Leser schon aus der Tagespresse. Nein ich rede von Antworten auf Fragen wie diese:
    • In welchen Gremien ist die LVI denn überhaupt vertreten?
    • WER vertritt uns dort ? Und WANN traten diese Gremien zusammen ?
    • Vielleicht würde es uns auch interessieren welche Aussagen unser Mann (oder unsere Frau) dort in unserem Namen vertreten hat?
  3. Wo wir schon bei den Arbeitsgruppen sind: Das LVI Info wäre auch der Ort, wo zumindest die realexistierenden3 unter diesen Arbeitsgruppen ihre Berichte vorlegen könnten. Nehmen wir nur mal die Arbeitsgruppe “Politik”: Diese tagt seit über einem Jahr. Wäre es nicht an der Zeit den Mitgliedern mal zu erläutern, was bei ihren Zusammenkünften herausgekommen ist? Nachher denkt noch jemand es handele sich um einen Geheimbund, oder doch nur um eine gute Ausrede gegenüber der werten Frau Gemahlin um mal wieder einen Männerabend ohne sie verbringen zu können 🙂

Überhaupt nicht lobenswert

Sondern im Gegenteil, minderwertig und dreckig finde ich dann noch, dass auch in diesem LVI Info die Feierabendtouren meines, ebenfalls aus dem Vorstand geschassten Freundes Jean Klein offenbar schon wieder nicht berücksichtigt wurden, die von regimetreuen Mitgliedern dagegen sehr wohl! Wie Jang in seinem Protestbrief schreibt haben sie das jetzt schon dreimal in diesem Jahr mit ihm gemacht, das kann ja schon fast kein Zufall mehr sein! Da soll dem unbedarften Leser wohl suggeriert werden, wer nicht in Treue fest zu Kurs und Führungsstil von Gust Müller steht ist faul und motzig und tut nichts mehr für die LVI! Daran kann man gut sehen, wer hier rachsüchtig und nachtragend ist!

Auch nicht lobenswert: Gust Müller ist von seiner ursprünglichen, löblichen Position, dass die Online-Version der LVI-Infos keine Werbung enthalten offenbar abgerückt! So zahlen die Firmen ein einziges Mal und auf www.lvi.lu werden ihre Dienste und Produkte auf ewig beworben. Es ist halt immer eine zweischneidige Sache, wenn die Werbekunden selber im Aufsichtsrat einer Zeitung sitzen.

  1. eigentlich sollen ja 4 Ausgaben pro Jahr erscheinen, demnach alle drei Monate eine. []
  2. es sah ja
    ursprünglich so aus []
  3. Die LVI wimmelt von virtuellen Arbeitsgruppen. Gust Müller verleiht von Zeit zu Zeit besonders folgsamen und fleißigen Einzelpersonen , die ganz normale Verwaltungsarbeiten erledigen den Ehrentitel “Arbeitsgruppe” []

Radfahren in Einbahnstrassen

Radfahren in einigen Einbahnstrassen auf dem Limpertsberg, gegen die für andere Fahrzeuge vorgeschriebene Richtung ist nun erlaubt! Auch wenn das in anderen Ländern schon seit langem gang und gäbe ist, in Luxemburg gilt sowas immer noch als Pilotprojekt.
Die Unsicherheit, wie das wohl ankommen würde dokumentiert sich in dem regelrechten Schilderwald, den die Stadtverwaltung Luxemburg in den entsprechenden Strassen angepflanzt hat:

LVI, der Kampf geht weiter!

Also, der Kampf der LVI mit der deutschen Sprache *lol*.
Am 29.3.2007 jedenfalls verkündigte die Arbeitsgruppe Webpublishing der LVI in allerbestem MouvEco-Deutsch1 monikanischer Prägung die, in der Tat erfreuliche Nachricht, dass man als Radfahrer auf dem Limpertsberg nun wohl endgültig bestimmte Einbahnstraßen in der (eigentlich verbotenen) Gegenrichtung befahren darf:

Am 29. März 2007 wurden die Einbahnstrassen mit Tempo 30 auf Limpertsberg für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet.

Hups, nur mit Tempo 30?! Schneller ging das mit dem Öffnen nicht?
Ach ja, ich vergaß, stimmt, richtig! Freund François Bausch hatte es zwar mit einer Notverordnung versucht, nur leider machte die Luxemburger Gesetzgebung hier einfach nicht mit *g*. Die Not konnten die anderen wohl nicht sehen und so erzielten durch die Bausch’sche Ungeduld und Überhast die oppositionellen Räte Mosar und Kollwelter ihren einzigen bescheidenen Erfolg in dieser Angelegenheit. Die zu dieser “Bauschlandung” führende mangelnde Sorgfalt bei der Anwendung von Gesetzen und Bestimmungen haben die Stadt Luxemburg und in deren Gefolge wir von der LVI damals dann als “Prozeduralfehler” verharmlost2

Die LVI begrüsst diese Tatsache und hofft dass dieser Schritt zur weiteren Öffnungen von Einbahnstrassen in Luxemburg Stadt führt.

Eigentlich sollte das Arbeiten in Gruppen ja dazu führen, dass einer dem anderen seine Fehler ausmerzt. Es ist zwar so, dass man bei der LVI durchaus auch schon mal Einzelpersonen zu Gruppen erklärt (wiesel.lu berichtete), wir können daher nicht angeben, ob hier nun ein(e) einzelne(r) Funktionär(in) oder mehrere reale Menschen in die Ausarbeitung dieser Pressemitteilung verwickelt waren. Auf jeden Fall konnte sich die Gruppe ganz offensichtlich nicht entscheiden ob sie lieber:

  1. Die LVI (…) hofft dass dieser Schritt zur weiteren Öffnung von Einbahnstraßen führt
  2. oder doch lieber Die LVI (…) hofft dass dieser Schritt zu weiteren Öffnungen von Einbahnstraßen führt

schreiben sollte. Vermutlich wollten die Mitglieder der Gruppe demonstrieren, dass sie durchaus zu Kompromissen fähig wären, gleichwohl dies nicht den üblichen Gepflogenheiten des Vorstandes entspricht.

Einbahnstrassen dürfen von Radfahrern dort im Gegenverkehr benutzt werden, wo diese klar ersichtlich mit einem entsprechenden Strassenschild gekennzeichnet sind.

das entsprechende Schild
Na gut, ich hätte zwar geschrieben, “Radfahrer dürfen Einbahnstraßen in Gegenrichtung befahren, dann wenn diese deutlich sichtbar mit einem entsprechenden Straßenschild gekennzeichnet sind.” , aber das ist Geschmackssache, der Satz ist ansonsten nicht zu beanstanden. Klar doch, ich bringe ein Maximum an Verständnis dafür auf, dass Verkehrspolitiker immer möglichst viel Verkehr haben wollen, notfalls eben in der Pressemitteilung.
Dagegen wäre es wirklich nicht schlecht gewesen, dem Leser zu verraten wie denn das “entsprechende Strassenschild” ausschaut?! Insbesondere da ja auch die zugehörige LVI Fotostrecke der Aktion dies nicht preisgibt.

Dies alles nur mal so als Tipp, ihr könnt es ja jeder Zeit ändern 😉

  1. nicht umsonst sind die Veröffentlichungen des MouvEco Stammgast in den Spalten des Neie Feierkrops, in der Rubrik “erëmgekroopt” []
  2. Ich stehe nach wie bass erstaunt vor der Tatsache, daß Gust Muller und daraufhin seine Gefolgsleute sich auf mich eingeschossen hatten, ohne dass wir über echte ideologische Differenzen verfügen. Beispielsweise sehen immer noch, sowohl die Gustianer (Anhänger und Zweckverbündete) als auch ich den Fahrradverkehrsplan der Stadt Luxemburg als eine gute Sache an. []

Statuten vun der LVI

Nun bin ich nicht mehr im Vorstand der LVI vertreten, meine Frau ist zwar gewählt, wird aber an der Ausübung ihres Mandates gehindert. Sie wurde so zu sagen in Sippenhaft genommen für die offene Kritik welche ich geäußert habe und nicht sie. Sie ist aber nicht zurückgetreten, wie Monique Goldschmit fälschlich aus ihrem Protestschreiben geschlossen hat, sondern nimmt bis auf weiteres nicht mehr an den Sitzungen teil.

Nun dürfte man ja erwarten, dass nun da alle “Störenfriede” raus sind, der LVI Comité “mat ërem neiem Geescht1 loslegt, dennoch warten wir z.B. immer noch auf den Tourenkalender *g* und das Frühjahr steht doch schon vor der Tür!

Doch nun zur tatkräftigen Hilfe! Man kann als Opposition ja nicht immer nur meckern, ich will auch jetzt noch konstruktiv sein! Ich bat Präsident Gust Müller dereinst, mir doch eine Kopie der Statuten zukommen zu lassen, worauf hin er mich dringend warnte, ja keine Statutendiskussion auf der Generalversammlung vom Zaun zu brechen! Nachdem ich ihm in aller Aufrichtigkeit versichert hatte dass nichts mir ferner liege, da solche trockenen Diskussionen die Mitglieder immer nur nerven und langweilen, versprach er mir meinem Wunsch nachzukommen. Ja er glaubte sogar, eigentlich müsse jedem Mitglied des Comité ein solches bei Aufnahme seiner Tätigkeit ausgehändigt werden. Leider vergaß er auch diesen Vorsatz wieder, aber hier bin ich mir ganz ganz sicher: das tat er nicht absichtlich!

Mein Vorschlag, den ich hiermit umsetze, geht noch weiter: Warum nicht allen Menschen die so etwas interessiert diese zukommen lassen? Z.B, in Form einer Webseite! Das ist doch mal eine Idee, die von der Arbeitsgruppe Website also von Paul Schieres bestimmt liebend gerne aufgegriffen wird! Oder nicht?2

Zu bemerken ist hierbei allerdings, dass ich jene Seiten, welche, wie gesetzlich vorgeschrieben, die Privatanschriften der Mitglieder kundtun, auf Grund von Erwägungen zum Datenschutz bei Seite ließ.

Übrigens enthalten diese Statuten noch die Zusammensetzung des Vorstandes von 2004. Hier drängt sich ein Vergleich auf:

2007 2004
Président Gust MULLER Gust MULLER
Vice-Président Paul FABER Jean-Paul (dit JemP) WEYDERT
Trésorièr(e) Jo SIMON Maryse SIMONIS-BRANDENBURGER
Secrétaire Nathalie SCHMIT Robert BERG
Membre Monique GOLDSCHMIT Georges FRANCK
Membre Luss HILGER Jean KLEIN
Membre Alex TINES Alex TINES
Membre Paul SCHIERES Paul SCHIERES
Membre Ralf VIERSCH
Membre Lilibet LORANG-SCHAUSS

3
Man sieht, innerhalb von nur zwei Jahren und zwei Monaten, wurde der Personalbestand fast vollständig ausgetauscht! Sowas kennt man sonst eigentlich nur von Studentenvereinen, kommunistischen Splittergruppen und mittlerweile wohl auch von der Amiperas.

  1. Monikanische Formulierung aus ihrem Schreiben zum Denktag: Ein Sammelsurium an unrealistischen Wunschvorstellungen, weit davon entfernt als seriöse Diskussionsgrundlage dienen zu können. []
  2. Zur Erinnerung: Wir äußerten am “Denktag” die Kritik, dass bis auf eine einzige keinerlei Arbeitsgruppen wirklich funktionieren würden. Gust Müller und Monique Goldschmit, weit davon entfernt den Mißstand anzuerkennen, reagierten darauf in dem sie die Einzelpersonen Paul und Lilibeth zu Gruppen umdefinierten um dann tockskäppig zu behaupten, über “wunderbar funktionierende ” Gruppen zu verfügen. *LOL* Betrachten sie vielleicht diese Kollegen als gespaltene Persönlichkeiten? Also, ich würde mir eine solche Frechheit nicht bieten lassen. []
  3. Heike fehlt hier, sie gehört dem Comité zwar noch an, kann aber nicht mehr mitwirken []

Sophie Kieffer

Huet een Artikel iwert d’LVI Versammlung am Wort verfaasst. Am Géigensaatz zu mir, war hat wuel vum dem Kalauer mat dem bloën Hirsch dee keen Velo fiert ganz enchantéiert. Naja, Suum cuique. Cette blague circule dans les rangs de la LVI, mee et huet nit all Mensch aus der LVI driwer gelaacht. Sëcher hatt, brauch jo och kéng Comitéssetzungen mat dem Gust Muller ze erdroën, waat just machbar ass wann een ënnert dem Gust Muller schafft.

Waat natierlich nit an dem Artikel steet ass, dass d’Personalpolitik vun der LVI alles aaneschters wéi een Erfolleg war: Vun 12 Memberen aus dem Comité waren der 5 démissionär, awer nëmmen 3 (dovunner just een komplett frëschen) Neier hunn sëch opgesaat. Vun denen ërem gewielten ass mëttlerweil een weideren Member (Jang Klein) ebenfalls demissonéiert, an een Member vum Comité guff a Sippenhaft(ung) gehol: E puer prominent Memberen vum neie, a méngen Aën awer ziemlich reaktionäre Comité vun dem ëch kéng Reformen erwaarden, hunn ugekënnegt hatt boykottéieren ze wëllen an et opgefuerdert ebenfalls ze demissionnéieren. Guer nit wëll sie eppes géint hatt hätten, mee , wëll se säi Mann nit kënnen ausstoën a weder séng Reformvirschléi nach séng Kritik verdroën hunn! Dobäi sinn dach grad déi Mënschen, die zur Selbstkritik onfähig sinn, op Fremdreflektiounen ugewiesen! Schlëmm dass sou ondemokratisch Praktiken aus dem Mëttelalter (an och bekannt aus eiser jëngerer Geschicht) wéi Sippenhaft vu gebildete Leit dann nach als “ganz mënschlich” erklärt ginn. Vermutlich nennt hien Rassismus och natierlich, a Fraënhaass verständlich1

Mais soyons optimiste: Am neie Comité sinn zwee Memberen, die dem Gust Muller ganz bestëmmt méi Resistenz werten entgéing brengen, wéi mir daat konnten: De Grënnungspräsident Paul FABER, deen eng eegen Autoritéit an der LVI duerstellt, a wuel och de Jo Simon.

Mut an homäopatischer Doséierung mëcht mir, völlig onerward souguer d’Nathalie Schmit! Hatt huet vielläicht op der Generalversammlung een Ament geduecht: Merde, dee béisen, béisen Daniel haat jo vielläicht awer Recht! Ech haat him prophezeit, dass de Gust hatt nit giff sou matspillen loossen, wéi hatt sëch daat wënscht. A schéin: Wéi hatt och zur Versammlung schwetzen an de Programm 2007 virstellen wollt, do haat de Gust d’Vollek schon op de roude Wäin an op de Kéiss geschëckt. *g*. Mee hatt huet sëch heftig gewiert an huet säi Virtrach awer dierften haale. Bravo Nathalie!

  1. mee mäi Gott, et haaten och nëmmen 50,9 % am Joër 1937 géint d’Maulkuerfgesetz gestëmmt. Firwaat sollen hier Nokommen et am Joër 2007 nit ganz normal fannen, fir de Wielerwëllen ze vergewaltigen an Leit, die een nit ausstoën kann, einfach un der Ausübung vun hierem Mandat behënneren? []