Habe zur Zeit eine statische Frontpage.

Seit einiger Zeit schon bin ich unzufrieden mit den Layouts, die mir zur Verfügung stehen. Ich versuchte das neue Sanse, schaltete wieder auf Amalie Lite, aber irgendetwas stört mich immer, sogar an einem Theme wie MaryAnne, das wirklich fast alles hat. Am meisten ärgere mich ich über die Implikationen durch das “featured image”, ich finde einfach kein Layout, wo die von mir gewählten Bilder gut rauskommen. Dazu später mehr.
Auch ein hausgemachtes Problem auf dieser Ebene macht sich nun stärker bemerkbar, das ist die mangelnde Pflege die ich meinem Auftritt zukommen lasse:
Zwar schaue ich noch täglich rein, ob vielleicht ein Update zu machen oder ein Kommentar freizuschalten oder gar zu beantworten ist, aber, wie schon mehrmals beklagt, finde ich nach wie vor, immer weniger Zeit und Anlass zum Schreiben eines neuen Beitrages. Dadurch bekamen eher unwichtige Mitteilungen einen Stellenwert der ihnen nicht zukommt, da in einem Blog der zuletzt geschriebene Beitrag an der prominentesten Stelle oben stehen bleibt, bis ein neuerer Beitrag ihn nach unten drängt. Um diesen Effekt etwas abzumildern, beschloss ich, erstmals seit fast 10 Jahren, mein Blog wieder mit einer statischen Seite beginnen zu lassen. Falls es Wayne interessiert wie man das macht, es ist sehr einfach1:

Die Frage, welche Seite als Frontpage fungieren soll, war auch sehr schnell geklärt: Unter About biete ich, praktisch seit Anfangstagen eine Zusammenfassung der Inhalte meines Auftrittes. Diese Seite wird bei Neuanlegung eines Blogs automatisch generiert und es gilt auch als “best practice” dem Leser eine solche Seite zu bieten. Ich habe diese, nach und nach so sehr ausführlich gestaltet dass ich bestimmte Fragepunkte auf Unterseiten auslagern musste.
Eine Seite für “Blog”, auf der dann weiterhin die Artikel nacheinander aufgereiht sein sollten, wollte ich nicht (wieder) anlegen, da ich diese Massnahme hier als provisorisch betrachten und die Suchmaschinen nicht daran gewöhnen will, die Leser erst einmal auf diese Seite zu schicken, denn damit wäre ja nichts gewonnen.
Nun hatte ich aber das Problem, dass der Leser bei einer statischen Seite natürlich nicht so ohne weiteres erkennen kann, welche Beiträge im Blog zu finden sind. Üblicherweise lässt sich dieses Problem mit Widgets lösen, welche die Beiträge nach Themen und Stichwörtern kategorisieren, oder Listen anzeigen, etwas der letzten 5 Beiträge, oder der 10 beliebtesten, etc. Hierfür habe ich ein zusätzliches Plugin installiert mit dem man die Anzeigen von Widgets in Posts oder, wie hier Pages integrieren kann.
Auf meiner neuen Startseite wird nun unter /about/#toc-der-blog eine Zusammenfassung dieser Informationen gegeben.

  1. Wer es noch ausführlicher mag; Im Codex von WordPress gibt es eine gute, ausführliche Anleitung: https://codex.wordpress.org/Creating_a_Static_Front_Page []

Rückzug aus dem Beirat der Agulia Igel

Wie der aufmerksame Leser feststellen konnte, ist meine Aktivität auf wiesel.lu fast gänzlich zusammengebrochen. Unerwartete berufliche und private Erfordernisse rauben mir seit einigen Monaten Kraft und Musse für Vereine und Interessen. Da ich bei der Amicale der alten Aachener (http://www.aachen.lu) die Funktion des Vorsitzenden besetze, die sich nur entweder ganz aufgeben oder ausfüllen lässt und dieses Jahr auch noch die 120 Jahrfeier ansteht, musste ein anderer Verein dranglauben: die Agulia Igel.
Es war ohnehin so, dass ich als in Luxemburg Berufstätiger zumeist gar nicht an den Sitzungen teilnehmen konnte oder zu spät kommen musste. Meine Tätigkeit beschränkte sich dann aufs Flyeraustragen, bei Festen mithelfen und ein wenig Bloggen. Allerdings nur auf meiner privaten Homepage; das Thema “eigener Webauftritt”, vor Jahren gross angekündigt und für das ich mich ursprünglich in den Beirat gemeldet hatte, schaffte irgendwie es in den letzten beiden Jahren nicht wieder besonders weit nach vorne auf der Liste der Prioritäten.
Jedenfalls habe ich mein Mandat nicht wieder verlängert und schaffte es noch nicht mal auf die Generalversammlung am 24. März. Dafür nahm ich aber am traditionnellen Dreckwegtag teil, in der Mannschaft der Agulia 🙂

Jahresbilanz 2016

Die Jahresbilanz 2016 ist schnell gezogen: ich habe praktisch nichts veröffentlicht, weil mein Leben sich 2016 hauptsächlich offline abspielte und hierbei Themen im Vordergrund standen, über die ich hier traditionnell eher weniger berichte.

Die Entwicklung des Angebotes

Ich präsentiere mal gleich die Zahlen:

Daten Pages Posts Comments Attachements Bilder Wappen
31.12.2011 340 290 3682 3678 3357
31.12.2012 553 371 127 4971 4961 4476
31.12.2013 567 452 162 5593 5577 4779
31.12.2014 597 531 200 6421 6400 5276
31.12.2015 600 615 273 7462 7432 5799
31.12.2016 748 630 298 7950 7915 5845

Graphisch dargestellt sieht das dann so aus:


Ich habe also kaum etwas geschrieben und beim Wappenzeichnen nachgelassen. Wer diese Angaben mit denem im Jahresbericht von 2015 vergleicht, wird Widersprüche finden. Das kommt daher, dass ich einige Uraltpostings gelöscht habe, aber nur die Zahlen von 2015 angepasst habe.
Inhaltlich stellt sich meine Aktivität auf wiesel.lu so aus:

  1. Digitalisierungsprojekte im Winter/Frühjahr: Planché: Pursuivant of arms und Ménestrier: la nouvelle méthode raisonnée du blason.
  2. Schnell aufgegebener Versuch, die französischen Gemeindewappen zu zeichnen im Sommer.
  3. Zwischendurch ein paar Postings zu Igel.

Ab August brach mein Wille zu Posten ein, was Jetpack gut darzustellen wusste:

Die Lust am Wappenzeichnen verging mir irgendwie und das hat viel damit zu tun, dass mir immer klarer wird, dass ich mit GIMP auf die falsche Technologie gesetzt habe. Meine Leser fragen immer öfter nach Vektorgraphiken, aber das kann ich nicht, und das deprimiert. Gut, Wappen zeichnen mit GIMP musste ich mir auch selber beibringen, aber da war ich jünger und hatte noch keine so grosse Datenbank mit bereits gezeichneten Wappen. Jedenfalls kann keiner mir ein Tutorial für Inkscape empfehlen, mit dem ich auch was anfangen könnte.

Die Rezeption des Angebotes

Klassische Kommentare bekam ich 20. Weitere 10 Leser meldeten sich per Mail. Alle interessierten sich hauptsächlich für ganz bestimmte einzelnen Wappen. Einige habe ich gar nicht beantworten können.
Die beiden Jahre davor, hatte Jetpack mir eine Zusammenstellung zugestellt, die ich sehr begrüsst hatte, dieses Jahr blieb sie aus. Jetpack hat aber einige interessante Daten gesammelt, demnach waren 2016 die folgenden Seiten meines Angebot am beliebtesten:

Rang Beitrag Views
1 OTvH: Handbuch, erster Teil Theoretische Heraldik (1861) 3365
2 Boncourt:Grammaire du blason, Deuxième partie – les ornements extérieurs [fr] 1606
3 Luxemburgische Wappendatenbank 1578
4 Armorial Loutsch (Liste) 1567
5 Hesper Kutsch online! 1241
6 OTvH:Heraldisches Original Musterbuch (1863) 1208
7 Communes au Grand-Duché 933
8 ED: Inventaire descriptif des TAQUES du Musée Historique de Luxembourg 737
9 Heraldik 676

Ganz vorne in der Gunst meiner Leser steht ein Autor aus dem 19. JH aus Bayern: Otto Titan von Hefner, der gleich mit zwei Werken hier vertreten ist (Platz eins und sechs). Meine Wappendatenbank kommt aber schon an dritter Stelle, worauf ich ganz stolz bin, genau wie darauf, dass meine Startseite zur Heraldik es immerhin unter die Top 9 geschafft hat, wenn auch nur auf den letzten Platz.
Eine Überraschung ist die Beliebtheit einer Digitalisierung eines Textes von Emile Didderich zu Ofenplatten.

Weitere Onlineaktivitäten 2016

2016 war ich viel aktiver bei Facebook als die Jahre davor. Anders als Jetpack präsentierte Facebook mir einen generierten Jahresrückblick. Allerdings basierte der so gut wie ausschliesslich auf dem was ich auf meiner eigenen Timeline geschrieben hatte und das ist herzlich wenig. Ich bin nach wie vor eher zurückhaltend auf Facebook. Stattdessen hätte ich mich über eine Zusammenstellung meiner Kommentare gefreut, denn auf die bin ich schon recht stolz.
2016 merkte ich auch erstmals am eigenen Leib, wie Facebook die subjektive Wahrnehmung, die parallelen Welten fördert von denen in den Medien ja so viel die Rede war 2016 (Stichwort: postfaktisches Zeitalter). Kinderlose wollen keine Babyfotos sehen, also filtert Facebook solche raus, etc.
Bei mir war es so, dass ich dem Raoul in so eine “Du bist aus Aachen wenn..” Gruppe gefolgt bin. Fand ich ganz lustig, täglich so kleine Nachrichten aus meiner Studienstadt zu lesen. Doch bald schon gab es nur noch AFD Propaganda, drei bis viermal am Tag postete jemand, wie sehr er sich vor Ausländern fürchte etc, Halbwahrheiten und teilweise krasse Lügen. Eine gewisse Anita A. schrieb dauernd:

“aaaaalso, ich bin ja jetzt nicht in der AFD, aaaaber was Frauke Petry” da jetzt wieder abgelassen hat, das ist sooooo toll”

.
Ich war ja aus Ximig (http://ximig.de) Diskussionen gewohnt und darin auch recht gut: ich konnte das nicht einfach so stehen lassen. Zuerst fragte ich beim Moderator nach, was das alles mit Aachen zu tun hätte und bekam zur Antwort: Alles was Aachener bewegt und interessiert wird hier geschrieben. Also entweder steckte der mit denen unter einer Decke, oder er hat sehr früh kapituliert. Kein guter Moderator.
Dann schrieb ich gegen die rechte Hetze an, und bekam für meine Kommentare auch nicht gerade wenig “Likes”.
Der Höhepunkt war dann, dass einer bundesweiten kollektiven Hausarrest für unbegleitete Minderjährige unter den Flüchtlingen forderte, und fragte, warum seine tolle Idee denn nur in dem Ort wo es die Schlägereien gegeben hatte und nicht bundesweit umgesetzt wurde?

“Weil Kollektivstrafen scheisse sind!”

schrieb ich dann. Kurz darauf bekam ICH eine Verwarnung und zwei Tage danach wurde ich aus der Gruppe gelöscht. Es war wirklich so wie ein anderer Rausgeflogener auf Facebook schrieb:

Es ist, wie wenn der ganze Müll sich selber runtergetragen hätte.

Ab sofort blieb ich von dieser minderwertigen rechten Propaganda verschont und meine Timeline blieb wieder sauber.
DIE Entdeckung während dieser Episode war aber Critical Mass Aachen (https://www.facebook.com/criticalmassaachen/?fref=ts) ! DAS ist ein Bewegung für Alltagsradler. Abgesehen von gelegentlichen geschmacklosen Scherzen, machen die echt viel und stellen richtig tolle Filme ins Netz. Aachen aus der Radfahrerperspektive! Glaube, ich werde mir doch noch einmal einen Helm kaufen, nur um eine Helmkamera betreiben zu können.