Paul Niester hat seine Seiten abgeschaltet

Bei der Revision dessen, was ich vor mehr als zwei Jahren zum antiken Rom schrieb, fiel mir auf, dass bedauerlicherweise Paul Niester sein Projekt aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat! Damals schrieb ich:

Paul Niester

hält Links zu einigen, auch antiken Personen wie Cicero bereit. Paul Niester ist Lehrer und hatte mit seinen Seiten wohl ursprünglich eine Hilfestellung für seine Schüler im Visier. Bestechend ist aber vor allem der Umfang seiner Sammlung

Grouss Botz

In den Tagen seit Christi Himmelfahrt habe ich nun einige Wartungsarbeiten und in Folge dessen einige Veränderungen an Wiesel.lu vorgenommen. Hier die Kurzfassung:

  • Die wichtigste und aufwändigste: stark vorangetriebener Ausstieg aus den Classic Pages
  • Aufspielen von WordPress 2.2, die Version welche nun den Namen “Getz” zu Ehren des Saxophonisten Stan Getz trägt
  • wiesel.lu bleibt ein Blog, hat aber ab sofort eine statische Frontpage. Davon erhoffe ich mir mehrere Vorteile, unter anderen den, dass der zufällige Leser nicht am ersten Posting hängen bleibt. Auch dürften die Suchmaschinen es künftig einfacher haben, Surfer direkt zu den korrekten Beiträgen weiterzuleiten, weil die Frontseite künftig weniger dynamischen Inhalt aufweisen wird.
  • Die Plugins wurden überprüft und angepasst:
    • Neue Version von RunPHP. Diesem kommt durch meinen Abschied von den Classic Pages nun eine noch wichtigere Rolle zu :-(
    • My PageOrder kam hinzu
    • Das Backup Plugin wp-db-backup von, ursprünglich Skippy wurde à jour gesetzt
  • Bei der Gelegenheit wurden die Postings und Seiten neu kategorisiert:
    • Die Kategorie studentisches umfasst nun alle Postings zur Geschichte Luxemburgischer Studenten Organisationen, darunter auch mein kleiner Aufsatz zur Hesper Kutsch von 2004, der sich bei meiner Leserschaft so großer Beliebtheit erfreut und täglich mindestens von zwei verschiedene Surfern angesteuert wird *g*. Die meisten Postings dieser neuen Kategorie hatte ich zuvor unter “Aachen” abgeheftet, da mein Interesse an studentischer Geschichte natürlich von meiner Studienzeit in eben jener Stadt herrührt
    • Rom bekam wieder eine Page gewidmet, derweil die Page zur Assoss der allgemeinen studentischen Geschichte zugeschlagen wurde.
    • genauso wie die Artikel die ich dereinst für studentische Zeitungen schreib, die nun in rückdatierten Postings Unterschlupf fanden.

Warum?

WordPress ist eine Blog-Software, wobei man einen Blog auch als abgespecktes Content Management System betrachten kann. Der Vorteil von einem solchen ist der, dass der Betreiber eines CMS sich nur ein wenig um HTML kümmern muss, nichts zu progammieren braucht und er damit Angelegenheiten wie Layout, und Validierung an andere delegieren kann, die das besser können als er selber. Nun hatte mein Auftritt aber bereits einen ganz schönen Umfang erreicht, als ich mich entschied wiesel.lu künftig als Blog zu betreiben. Zudem wollte ich ja weiterhin in PHP programmieren. Mein Ausweg war meine Entwicklung, die Classic Pages.
Doch inzwischen gibt es gewichtige Gründe, zumindest auf wiesel.lu sich wieder von ihnen zu verabschieden:

  • Inzwischen programmiere ich kaum noch in PHP. Einerseits stehen bei meinem Dienstherren nun andere Aufgaben und Programmiersprachen im Vordergrund, so dass ich kaum noch Übung in PHP hab und mich manchmal sogar in meine eigenen, älteren Programme kaum noch reindenken kann. Andererseits hat sich der ansonsten vorzügliche Service von Luxhosting in dem Punkt seit einiger Zeit verschlechtert, dass keine PHP Fehlermeldungen mehr ausgegeben werden. So wird vor allem (aber nicht nur!!) der Einsatz von selbstentwickelter Software zur Qual, weil eine systematische Fehlersuche quasi nicht mehr möglich ist
  • Von Zeit zu Zeit gelüstet es mich, ein neues Layout einzuspielen, ungefähr so, wie die Frauen sich eine völlig neue Frisur zulegen. Voriges Jahr hab ich mir noch die Mühe gemacht, selber welche zu entwerfen. Aber ich merke zunehmend: ich bin einfach kein Graphiker und kann das nicht so richtig. Wozu auch? Das Internet ist voll von talentierteren Theme – Entwicklern, jeden Tag veröffentlicht irgend jemand ein neues. Diese werden dann auf Weblogtools vorgestellt und ich lade mir dann eins runter. Solange ein Grossteil meiner Beiträge aber auf statische Seiten gebannt blieb, musste ich das Layout immer erst mühseelig anpassen.
  • WordPress Pages aus der Datenbank, lassen sich auch in die Backup-Prozedur einbeziehen, statische Seiten nicht. Unglücklicherweise hat Scott Merryl alias Skippy seinen Support für sein Backup Plugin eingestellt und selbstverständlich ist die alte Version mit WordPress 2.2 inkompatibel. Zum Glück hat Philosofo sein Werk fortgesetzt und ich konnte mir eine neue Version herunterholen. Leider ist auch diese im laufendem Betrieb inkompatibel mit meinen Programmen :-(

Schwierigkeiten

  • Die Frontpage einrichten

    Nicht alle Plugins harmonieren. Aber selbst wenn alle abgeschaltet sind, lassen sich bestimmte Options nicht mehr über /wp-admin/ einschalten. Ich erhalte dann jedes Mal ein 403 error. Mein Hostingpartner hat sich zu dem Problem bis jetzt noch nicht geäussert, ich vermute bis jetzt, dass es sich um irgend eine Sicherheitseinstellung handelt, welche von WordPress verletzt wird. Um dennoch künftig eine weniger dynamische Frontpage haben zu können, musste ich direkt in die Datenbank folgenden SQL Code eingeben:

    SQL Befehle

    wobei 333 der Code für die Frontpage ist, 444 jener für die Blogpage (in diesem Beispiel hab ich natürlich nicht die echten verwendet, wer es nachmachen will, kann die korrekten Codes auf manage->pages erfahren.

Schrotträder als Werbetafeln

Gestern stellte ich mein Fahrrad am vorbildlichen Radständer in der Judengasse (Grand Rue) ab. Da wo dem Lofi sein komischer Springbrunnen mit dem Kirmesmusikantenmotiv steht, wo bis letztes Jahr noch das traditionsreiche Kaufhaus Monopol Regenschirme, Hosenknöpfe und altmodische Schals verscheuerte. Es war gar nicht so einfach das Rad abzustellen, denn auch andere Radfahrer schienen diesen Ständer zu mögen und ausgerechnet zu dem einzigen verbliebenen freien Platz war der Zugang durch einen Mülleimer verstellt. So betrachtete ich mir die anderen Räder mal genauer:
Reklamm op Schrottvelo’en
Einer schien Werbung zu betreiben, sinnigerweise für ein Stock-Car-Rennen (“Knuppauto fir Erwuessener”). Das Rad sah auf den ersten Blick zwar etwas spartanisch aber sauber aus, schien frisch lackiert zu sein. Da macht wohl ein junger Student für sein Hobby Werbung, dachte ich, “Oh Klasse Idee!“. Es ist also nix dran an dem Gerücht dass nur fahrradferne pummelige Mittelschichtler ohne Schulabschluss diesem komischen Hobby nachgehen. Offenbar muss man dafür keine Umweltsau sein, es fühlen sich also Radfahrer zu diesem seltsamen Sport hingezogen, der freilich nicht im geringsten meinen Neigungen entspricht. Dabei bin ich weit davon entfernt Liebhaber von Autorennen zu verachten! Nein, mein geschätzter Großcousin und Spielkamerad aus Kindheitstagen ist ja auch dem Autorennsport verfallen und hatte es seinerzeit sogar zu einer gewissen lokalen Berühmtheit auf diesem Gebiet gebracht…

Aber dann sah ich noch genauer hin: Mit dem Teil ist ja schon ewig niemand mehr gefahren!
wierklich futti

  • Schlussleuchten -> defekt
  • Schläuche -> platt
  • rechtes Pedal -> verschwunden!!
  • Die Bremsen hab ich mir erst gar nicht mehr angeschaut.

Kein Wunder dass das Teil nur mit einem Billigschloss gegen Diebstahl abgesichert war. Wer sollte damit auch wegfahren? Der einzige Grund warum dieses Miststück hier einen begehrten Fahrradparkplatz an einem der wenigen besseren Ständer in der Innenstadt belegt, ist der, dass hier jemand versucht Werbung zu treiben!! Ich weiss nicht, wer auf diese minderwertige Drecksidee kam, und ich weiß auch nicht, ob sie wenigstens denselben Preis zahlen wie jene Konkurrenten die schön brav die Gebühr für die dafür vorgesehene Littfaßsäule bezahlt? Aber ich weiß für wen sie werben:

Stock Car TORNADO TEAM HAMM, Schutterange

schämt euch!

Naja, wenn unsere Gurkentruppe von der LVI solche Eier hätte wie die belgischen Kollegen vom GRACQ, würden sie ein zu Schrott gefahrenes Stock Car kaufen, mit Werbung für Mamer-Miersch bedrucken und gut sichtbar auf einem der attraktivsten Parkplätze in der Innenstadt oder auf dem Park & Ride deponieren. DA würden die versammelten Autofahrer aber aufschreien! Schlimm genug dass man sich nicht auf die Behindertenparkplätze hinstellen darf, wo das doch die Filetstückchen sind, die zudem immer leer bleiben! Aber so eine Sauerei! Uns einen guten Parkplatz wegzunehmen um fürs Fahrradfahren zu werben? Sauerei!!

Ich wette, es würde zudem keinen Tag dauern, dann hätte die Stadtverwaltung – blau-grüner Schöffenrat hin oder her – den Bußgeldbescheid, samt Zahlungsaufforderung zur Kostenrückerstattung für die Entsorgung eines Unfallwagens dem Büro im Pfaffental zugestellt! (Habt ihr gelesen? Ich hatte gerade eine Schnapsidee, bitte nicht umsetzen! Danke.)

LVI Info 66 mit einem Monat Verspätung.

Nun ist es also angekommen, das neue LVI Info, Ausgabe 66!
Wir können nur spekulieren, wie diese Verzögerung von einem Monat zu Stande kam1, wo uns doch das Editorial verheißt die “Arbeitsgruppe LVI-Info” sei verstärkt worden:

Avec l’année 2007 nous avons aussi renforcé l’équipe du LVI-Info et les premiers résultats de leurs efforts se reflètent entre autre dans une nouvelle mise en page de notre périodique. Suggestions et critiques sont évidemment les bienvenues.

Da sie zuvor de facto nur aus Gust Müller höchstselbst bestanden hat, würde ein einziger weiterer Mitarbeiter schon reichen, um diese Aussage zu rechtfertigen. Denn das LVI Info bleibt der alten kommunistischen Tradition treu, dass die Leistungen des Einzelnen einem Kollektiv zugeschrieben werden. War diese Maßnahme ursprünglich mal angedacht um den Personenkult zu bekämpfen, so wird letzterer durch diese Praxis in Wahrheit nur befestigt! Erhält, bis auf die aufschlussreiche Ausnahme von Monique Goldschmit, niemand die Möglichkeit sich zu profilieren nimmt die Öffentlichkeit nur die bereits bekannten Persönlichkeiten wahr. Etwa den großen, großen wichtigen Vorsitzenden, der ja auch alle Sitzungen leitet und die Interviews gibt. Kritik und Anregungen sind also willkommen? Ok.

Kritik an dieser Ausgabe

Das Editorial gibt sich bescheiden: das erste Resultat bestünde nur in einer optischen und noch keiner redaktionellen Verbesserung. Vielleicht ist damit gemeint dass der professionelle Graphiker Lucien Hilger sich vielleicht des Layouts angenommen hätte? Möglicherweise verfügt er ja über eine eigene Lizenz für das doch recht teure Produkt “Adobe InDesign”, oder arbeitet ohnehin auch berufsmässig mit dieser Software? Heike hatte zum Üben nur eine im Funktionsumfang beschränkte 30 Tage Testlizenz und musste sich zudem erst einarbeiten.
Andererseits ist Lucien Hilger nicht nur Drucktechniker sondern auch Buchautor! Ich habe sein Buch “Peugeot et le cyclisme” (noch) nicht gelesen obwohl ich das das Thema ausgesprochen interessant finde; der Schmöker ist mir schlicht zu teuer. Allerdings kann ich mir bei keinem Schriftsteller vorstellen, dass er auf Dauer damit zufrieden sein wird, nur den Setzer zu geben. Mal sehen, wie lange dieser Graphiker es auf dem Posten aushält.

Ich fasse mal die Verbesserungen zusammen:

  • Wir haben endlich mal ein schnuckeligeres Layout, yeah!!
  • Hurray Englishmen, wir schreiben jetzt auch englische Texte (aus dem Guardian) ab!

Letzteres dürfte eine Reaktion auf eine freundliche “Ihr-müsstet-aber-mal!” Kritik sein, die unseren verehrten Präsidenten auf der Generalversammlung zugetragen wurde, vermutlich verbunden mit einer “Oh-mich-dürft-ihr-das-nicht-fragen” Absage.: Es ward beklagt, dass das internationale Publikum der Europastadt Luxemburg bei der LVI nichts auf Englisch zu lesen vorfände, woraufhin der alte Populist ihm Recht gab! Schließlich gehört zu seinen Gefolgsleuten doch auch ein polyglottes Wunderkind das sieben Sprachen beherrscht, da dachte er wohl das könnte ihm doch sicher all seine Texte übersetzen. Nun ja, es blieb beim Abschreiben und ich fürchte, es ist auch besser so!

Bevor wir zu unseren eigenen Anregungen kommen, heben wir noch hervor was am neuen Heft dennoch lobenswert ist:

  1. Meine Kritik an der Pressemitteilung zum Radverkehr in Einbahnstraßen auf dem Limpertsberg fand wohl Gehör2
  2. Das Interview mit den Polizisten der Stadt Luxemburg ist ausnahmsweise ja mal ein etwas aufwändigerer Artikel
  3. Der neue Begleittext zum Impressum ist nicht mehr in ganz so grauslichem Deutsch verfasst wie der Vorgänger. Trotzdem wird auch in diesem Bettelbrief wieder versucht an der falschen Stelle Wörter zu sparen, so dass wieder richtig putzige Konstrukte entstehen wie z.B. “Bei Haushaltmitgliedschaft geben Sie bitte die einzelnen Namen an“.
    Hmm. Ist nicht irgendwie jeder von uns Mitglied in irgendeinem Haushalt? Es soll gar nicht mal so selten vorkommen, dass Radfahrer mit regelrechten rechtskonservativen Umweltsäuen in einem Haushalt zusammen leben, welche seit sie 18 sind nie wieder Bus oder Zug geschweige denn Rad gefahren sind! Und deren Namen soll der Beitrittswillige angeben müssen? Vermutlich ist das eine Schutzmaßnahme um ihn leichter in Sippenhaftung nehmen zu können. *g*

Verbesserungsvorschläge

Gust Muller wurde letztes Jahr nicht müde zu betonen, das LVI Info sei eine Vereinszeitschrift und quasi die handfeste Gegenleistung die ein Mitglied für seinen Beitrag erhält! Dies z.B. im Zusammenhang mit der Frage ob man das LVI Info nicht vermehrt bei offiziellen Veranstaltungen austeilen könnte. Und er hat Recht!
Leider steht auch in diesem LVI Info kaum etwas drin, das sich spezifisch an die Mitglieder richtet! Der Verkehrsgartenartikel könnte genauso gut im Kéisecker stehen, die Radtourenangebote richten sich an alle Radbegeisterten und ausgerechnet der neue englischsprachige Artikel ist ein peinliches Beispiel von “preaching to the converted“. Wer sich erst mal dazu durch gerungen hat Mitglied bei der LVI zu werden, weiß doch bereits um die Vorzüge des Radfahrens! Alles in allem ist der Charakter des Blattes der eines Propagandaorgans das sich an die Öffentlichkeit wendet, und nicht in erster Linie an seine Mitglieder:

  1. Wo erfahren die Mitglieder des Vereins denn z.B. dass es Arbeitsgruppen gibt, welche das sind was diese tun und an wen sie sich wenden sollten, wären sie von dem Gedanken besessen da unbedingt mitarbeiten zu wollen?
  2. Wo finden die Mitglieder eine Zusammenfassung der vielen Arbeit die der Vorstand für sie geleistet hat? Und nicht nur Artikel wie “Hallo wir waren ja auch noch bei Mamer-Miersch dabei”. Das erfährt der Leser schon aus der Tagespresse. Nein ich rede von Antworten auf Fragen wie diese:
    • In welchen Gremien ist die LVI denn überhaupt vertreten?
    • WER vertritt uns dort ? Und WANN traten diese Gremien zusammen ?
    • Vielleicht würde es uns auch interessieren welche Aussagen unser Mann (oder unsere Frau) dort in unserem Namen vertreten hat?
  3. Wo wir schon bei den Arbeitsgruppen sind: Das LVI Info wäre auch der Ort, wo zumindest die realexistierenden3 unter diesen Arbeitsgruppen ihre Berichte vorlegen könnten. Nehmen wir nur mal die Arbeitsgruppe “Politik”: Diese tagt seit über einem Jahr. Wäre es nicht an der Zeit den Mitgliedern mal zu erläutern, was bei ihren Zusammenkünften herausgekommen ist? Nachher denkt noch jemand es handele sich um einen Geheimbund, oder doch nur um eine gute Ausrede gegenüber der werten Frau Gemahlin um mal wieder einen Männerabend ohne sie verbringen zu können :-)

Überhaupt nicht lobenswert

Sondern im Gegenteil, minderwertig und dreckig finde ich dann noch, dass auch in diesem LVI Info die Feierabendtouren meines, ebenfalls aus dem Vorstand geschassten Freundes Jean Klein offenbar schon wieder nicht berücksichtigt wurden, die von regimetreuen Mitgliedern dagegen sehr wohl! Wie Jang in seinem Protestbrief schreibt haben sie das jetzt schon dreimal in diesem Jahr mit ihm gemacht, das kann ja schon fast kein Zufall mehr sein! Da soll dem unbedarften Leser wohl suggeriert werden, wer nicht in Treue fest zu Kurs und Führungsstil von Gust Müller steht ist faul und motzig und tut nichts mehr für die LVI! Daran kann man gut sehen, wer hier rachsüchtig und nachtragend ist!

Auch nicht lobenswert: Gust Müller ist von seiner ursprünglichen, löblichen Position, dass die Online-Version der LVI-Infos keine Werbung enthalten offenbar abgerückt! So zahlen die Firmen ein einziges Mal und auf www.lvi.lu werden ihre Dienste und Produkte auf ewig beworben. Es ist halt immer eine zweischneidige Sache, wenn die Werbekunden selber im Aufsichtsrat einer Zeitung sitzen.

  1. eigentlich sollen ja 4 Ausgaben pro Jahr erscheinen, demnach alle drei Monate eine. []
  2. es sah ja
    ursprünglich so aus []
  3. Die LVI wimmelt von virtuellen Arbeitsgruppen. Gust Müller verleiht von Zeit zu Zeit besonders folgsamen und fleißigen Einzelpersonen , die ganz normale Verwaltungsarbeiten erledigen den Ehrentitel “Arbeitsgruppe” []

Ab sofort: Linux auf meinem Desktop Computer

Meinem Vereinsbeitritt zu Linux Luxembourg musste ich irgendwann Taten folgen lassen: Am Samstag morgen erklärte ich meinen ehemaligen Hausserver “Mulles”, zu meinem neuen Desktop Computer. Denn nachdem ich vor drei Wochen meinen FSG Router-Fileserver in Betrieb nahm, wurde auch der Hausserver überflüssig. Ich hoffe nun auf Senkung der Energiekosten.
Ich erlöste Mulles also von seinem Dasein als, auf den Speicher verbanntem Fileserver, schlachtete ein paar ausser Betrieb gesetzte, bzw. herabgestufte alte Rechner aus, spendierte Mulles:

  • die nachgerüstete bessere Graphikkarte (mit DVI-Anschluss) aus meinem alten Windows-Rechner (gekauft: 2002) der mir mit seinem Krach schon lange auf den Geist ging
  • einen Satz USB-Anschlüsse für die Frontplatte.

Die grosse Western Digital Festplatte (250 GB) musste der Ex-Fileserver dagegen abgeben, sie wurde in ein Gehäuse mit USB Anschluss verbracht und wird künftig für Backup-Zwecke zum Einsatz kommen. Mulles wurde mit einem Racksystem ausgerüstet, so dass ich die Festplatte mit dem Betriebssystem schnell austauschen könnte.1.

Dann spielte ich das neue Betriebssystem auf: Ubuntu 7.04 mit dem klingendem Namen “Feisty Fawn” (angriffslustiges Rehkitz). Die Installation verlief echt problemlos. Auf die Hilfe von Ubuntu brauchte ich bislang nicht zurückzugreifen, aber es gibt ja noch einiges zu tun. Das Vorgehen:

  1. Die DVD eingelegt. Der Rechner startet und nach längerem (5 Minuten) Geruckel meldete sich ein bereits voll lauffähiges Ubuntu.
  2. Nur noch auf Install gedrückt und ihm erklärt dass Ubuntu die gesamte 20 GB Festplatte haben kann (ich betreibe ein Hausnetzwerk: die gemeinsamen Dateien liegen alle auf dem Fileserver, somit konnte ich eine ältliche WD wiederverwenden.
  3. Passwort festgelegt, und
  4. Nach dem Booten war das System schon einsatzbereit. Nun musste nur noch mittels des Menuaufrufs “places->connect to Server” eine Verbindung mit dem Samba Fileserver auf meinem FSG hergestellt werden. Es ist zwar etwas seltsam, dass sich nun zwei Linux Rechner mittels eines Windows Protokolls verständigen*g*

Warum jetzt dieser Schritt?

Demnächst wird Microsoft versuchen sein neustes Produkt “Vista” zum Maß aller Dinge zu machen, neue Gebühren werden wieder fällig werden, etc. Mein Windows Rechner war nun schon reichlich getagt, ich wollte einen neuen kaufen und überlegte. Wozu brauche ich, nun da ich berufsmässig als Informatiker arbeite zuhause eigentlich noch einen PC? Wenn ich ehrlich bin, nur noch um:

  • zu surfen. -> der Firefox funktioniert auch prima unter Linux
  • ne DVD anzusehen. Hier hab ich noch keine sehr zufriedenstellende Lösung. Der Totem Movie Player kommt mit den meisten kommerziellen DVDs nicht klar.
  • Meine Mails abzufragen -> Mozilla
  • an meiner Homepage zu basteln -> ftp und mein Lieblingseditor laufen auch unter Linux
  • ganz selten mittlerweile: ein Textdokument zu erstellen -> OpenOffice ist bei der Standardinstallation schon mit dabei!
  1. Ich hab auch eine austauschbare Festplatte mit Windows XP bespielt. Diese hatte ich 1999 gekauft um meinen Pentium Rechner Oswald (gekauft 1997) aufzurüsten, der auch schon mal unter Suse Linux lief. Zu meiner grossen Freude konnte ich die Dateien zu meiner Diplomarbeit auf dieser Platte wiederfinden :-) Bis ich dieses System auf dem selben Rechner am Laufen hatte, verging mit all den Updates ein ganzer Tag! Und OpenOffice hab ich noch gar nicht installiert! Dagegen war die gesamt Ubuntu Installation innerhalb einer halben Stunde abgeschlossen. Fairerweise sag ich dazu allerdings auch: Das Runterladen der .iso Datei dauerte in meinem Fall auch 8 Stunden []

Radfahren in Einbahnstrassen

Radfahren in einigen Einbahnstrassen auf dem Limpertsberg, gegen die für andere Fahrzeuge vorgeschriebene Richtung ist nun erlaubt! Auch wenn das in anderen Ländern schon seit langem gang und gäbe ist, in Luxemburg gilt sowas immer noch als Pilotprojekt.
Die Unsicherheit, wie das wohl ankommen würde dokumentiert sich in dem regelrechten Schilderwald, den die Stadtverwaltung Luxemburg in den entsprechenden Strassen angepflanzt hat:

LVI, der Kampf geht weiter!

Also, der Kampf der LVI mit der deutschen Sprache *lol*.
Am 29.3.2007 jedenfalls verkündigte die Arbeitsgruppe Webpublishing der LVI in allerbestem MouvEco-Deutsch1 monikanischer Prägung die, in der Tat erfreuliche Nachricht, dass man als Radfahrer auf dem Limpertsberg nun wohl endgültig bestimmte Einbahnstraßen in der (eigentlich verbotenen) Gegenrichtung befahren darf:

Am 29. März 2007 wurden die Einbahnstrassen mit Tempo 30 auf Limpertsberg für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet.

Hups, nur mit Tempo 30?! Schneller ging das mit dem Öffnen nicht?
Ach ja, ich vergaß, stimmt, richtig! Freund François Bausch hatte es zwar mit einer Notverordnung versucht, nur leider machte die Luxemburger Gesetzgebung hier einfach nicht mit *g*. Die Not konnten die anderen wohl nicht sehen und so erzielten durch die Bausch’sche Ungeduld und Überhast die oppositionellen Räte Mosar und Kollwelter ihren einzigen bescheidenen Erfolg in dieser Angelegenheit. Die zu dieser “Bauschlandung” führende mangelnde Sorgfalt bei der Anwendung von Gesetzen und Bestimmungen haben die Stadt Luxemburg und in deren Gefolge wir von der LVI damals dann als “Prozeduralfehler” verharmlost2

Die LVI begrüsst diese Tatsache und hofft dass dieser Schritt zur weiteren Öffnungen von Einbahnstrassen in Luxemburg Stadt führt.

Eigentlich sollte das Arbeiten in Gruppen ja dazu führen, dass einer dem anderen seine Fehler ausmerzt. Es ist zwar so, dass man bei der LVI durchaus auch schon mal Einzelpersonen zu Gruppen erklärt (wiesel.lu berichtete), wir können daher nicht angeben, ob hier nun ein(e) einzelne(r) Funktionär(in) oder mehrere reale Menschen in die Ausarbeitung dieser Pressemitteilung verwickelt waren. Auf jeden Fall konnte sich die Gruppe ganz offensichtlich nicht entscheiden ob sie lieber:

  1. Die LVI (…) hofft dass dieser Schritt zur weiteren Öffnung von Einbahnstraßen führt
  2. oder doch lieber Die LVI (…) hofft dass dieser Schritt zu weiteren Öffnungen von Einbahnstraßen führt

schreiben sollte. Vermutlich wollten die Mitglieder der Gruppe demonstrieren, dass sie durchaus zu Kompromissen fähig wären, gleichwohl dies nicht den üblichen Gepflogenheiten des Vorstandes entspricht.

Einbahnstrassen dürfen von Radfahrern dort im Gegenverkehr benutzt werden, wo diese klar ersichtlich mit einem entsprechenden Strassenschild gekennzeichnet sind.

das entsprechende Schild
Na gut, ich hätte zwar geschrieben, “Radfahrer dürfen Einbahnstraßen in Gegenrichtung befahren, dann wenn diese deutlich sichtbar mit einem entsprechenden Straßenschild gekennzeichnet sind.” , aber das ist Geschmackssache, der Satz ist ansonsten nicht zu beanstanden. Klar doch, ich bringe ein Maximum an Verständnis dafür auf, dass Verkehrspolitiker immer möglichst viel Verkehr haben wollen, notfalls eben in der Pressemitteilung.
Dagegen wäre es wirklich nicht schlecht gewesen, dem Leser zu verraten wie denn das “entsprechende Strassenschild” ausschaut?! Insbesondere da ja auch die zugehörige LVI Fotostrecke der Aktion dies nicht preisgibt.

Dies alles nur mal so als Tipp, ihr könnt es ja jeder Zeit ändern ;-)

  1. nicht umsonst sind die Veröffentlichungen des MouvEco Stammgast in den Spalten des Neie Feierkrops, in der Rubrik “erëmgekroopt” []
  2. Ich stehe nach wie bass erstaunt vor der Tatsache, daß Gust Muller und daraufhin seine Gefolgsleute sich auf mich eingeschossen hatten, ohne dass wir über echte ideologische Differenzen verfügen. Beispielsweise sehen immer noch, sowohl die Gustianer (Anhänger und Zweckverbündete) als auch ich den Fahrradverkehrsplan der Stadt Luxemburg als eine gute Sache an. []