Verbandsgemeinde Adenau fertig, oder – wer ist eigentlich Peter Lönnendonker?

Seit gestern habe ich nun alle Zeichungen der Wappen in der Verbandsgemeinde Adenau fertig. Das war ein schwerer Kampf! Die meisten hatte ich im Feburar gezeichnet, zuletzt am 28.2 Müsch. Nach dem Schihurlaub und der anschliessenden längeren Krankheit hatte ich die Lust aufs Wappenzeichnen, insbesondere von Wappen aus der Verbandsgmeinde Adenau verloren. Hier erst mal die nun nachgelieferten Wappen, in der Reihenfolge ihrer Bereitstellung:


Besonders mit Antweiler hatte lange gehadert und mehrere Versuche es zu zeichnen wieder abgebrochen, derweil ich andere Landkreise vorzog: Vulkaneifel, Birkenfeld und sogar fast das gesamte Saarland.

Eine der Hauptschwierigkeiten die mich frusteten, war dabei die dünne Quellenlage! Ahrweiler liegt schon etwas zu weit von Luxemburg weg, als dass mir die Heimatzeitschriften etc. in denen üblicherweise schon mal amtlich abgesegnete Wappenbeschreibungen zu finden sind, geläufig und leicht zur Hand wären. Ich bin auf das angewiesen, was man im Netz so findet! Da ist es schon eine echte Pionierleistung, dass auf Wikipedia sich Leute die Mühe gemacht haben, alles zusammenzustellen, was sie so zu den Wappen finden können. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Wappen_im_Landkreis_Ahrweiler.
Quellen der Wikipedianer sind andererseits zumeist die Auftritte der Gemeinden und Verbandsgemeinden, und die führen in Ahrweiler bestenfalls Zeichnungen der Wappen, seltener schon populäre Beschreibungen zur Symbolik der Wappen, aber fast nie die Blasonierungen. Bleiben die Zeichnungen, aber deren Qualität ist zumeist mehr als dürftig. Sie sollen ja auch im Netz nicht viel Platz weg nehmen und verschwinden zudem europaweit zusehens zu gunsten alberner, kindischer, aber sicher zumeist teuer bezahlter “Logos”….
Hier drei Beispiele, wo kaum zu entziffern war, was dort dargestellt sein sollte:


Dass z.B. die zentrale Figur des Wappens Ohlenbusch eine Eule sein soll, hätte ich vielleicht aufgrund des Namens irgendwann erraten können, aber wir wollen wissen, nicht glauben! Welch eine Wohltat, wenn man dann doch noch eine Seite im Netz findet, wo Wappenbeschreibungen aufgelistet sind, so auf dem Auftritt von Manfred Reinnarth http://manfred-reinnarth.de/, nach eigenen Angaben ein Journalist und Familienforscher. Auf Seite http://manfred-reinnarth.de/EAM/Wappen/D-AW-AD.htm präsentiert er die Wappen der Gemeinden in der Verbandsgemeinde Adenau und gibt an, sie wären “gesammelt von Peter Lönnendonker“. Leider stehen die Wappenbeschreibungen mit den Zeichnungen sehr oft in keiner richtigen Verbindung: Er benutzt “heraldisch” anmutenden Bezeichnungen wie “Schildhaupt” und “schreitender Löwe“, aber mit offensichtlich einer völlig anderen Bedeutung, als ihnen in einer deutschen Blasonierung zukommen. So beschreibt er das Adenauer Wappen z.B. als

Schildhaupt in der Mitte geteilt. Im oberen silbernen Schildteil ein schwarzes Balkenkreuz, im unteren roten Schildteil ein silberner Löwe.“.

Unter Schildhaupt (franz. chef) versteht man eigentlich ein Feld, das aus dem oberen Drittel des Schildes besteht (oder Viertel, wie Rietstapp haben will), und das soll dann noch von einem waagerechten Strich in zwei Hälften geteilt (frz. coupé) sein? Und was wäre dann in den unteren 2/3 des Schildes?.
Die Schindeln vergisst er genauso zu erwähnen, wie den Umstand dass der Löwe schreitend (= auf allen Vieren gehend, frz. passant) und blau bezungt ist; das erfährt man hingegen auf Wikipedia, was ich in diesem Falle glaube https://de.wikipedia.org/wiki/Adenau#Wappen.


Derweil das Wappen Adenau ja wirklich zwei Felder hat, findet Peter Lönnendonker, sodann die Beschreibung wirklich von ihm und nicht von Manfred Reinarth selber ist, im Wappen Nürburg ebenfalls ein Schildhaupt:
Im roten Schildhaupt, ein rechts gewendeter schreitender goldener Löwe, umgeben von dreizehn goldenen Schindeln.

Dabei gibt es hier nur ein einziges Feld, und dieser Löwe schreitet gar nicht sondern ist aufrecht. Offenbar verwendet Lönnendonker das Wort “Schildhaupt” als Synonym für “Schild”. Vielleicht dachte er an “Hauptschild” (weil er noch mit Nebenschildern rechnete?) und nahm an, in der Heraldik wäre alles verkehrt rum, so wie links und rechts? Warum dann nicht Schildhaupt statt Hauptschild?

Und wo sieht Reinnarth/Lönnendonker beim Wappen Barweiler eigentlich ein Schach(muster, das sind lauter vierecke in zwei Farben, wie beim Schachbrett – dort halt schwarz und weiss)?
Schildhaupt von silber-rotem Schach geviert. Im rechten oberen Schildteil eine silberne Lilie und im linken unteren roten Schildteil eine goldene Glocke. Der linke obere und der rechte untere Schildteil jeweils silbern

Leider gibt Reinarth nicht an, woher denn Peter Lönnendonker die Beschreibungen her hat! Und weiter kam zudem im Februar keine eine meiner Mails durch. Ich hatte dem guten Mann, wunschgemäss nämlich Feedback über gefundene Fehler geben wollen, und Manfred Reinnarth gibt gleich mehrere Email Adressen an! funktioniert hat keine einzige, alle kamen zurück. Ob der Mann einen automatischen Kritikimmunisierungsfilter verwendet ? 😉

Hier, à titre d’information, die Briefköpfe meiner vergeblichen Schreiben, samt dem Fehlerchen, den ich entdeckt hatte:

MIME-Version: 1.0
Message-ID: From: “Daniel Erpelding”
To: Manfred.reinnarth@aol.com
Subject: Fw: Wappenbeschreibungen der VBGemeinde Adenau
Content-Type: text/html; charset=UTF-8
Date: Wed, 25 Feb 2015 06:39:50 +0100
Importance: normal
Sensitivity: Normal
References: , X-UI-Message-Type: mail
X-Priority: 3
X-Provags-ID: (….)

Gesendet: Mittwoch, 25. Februar 2015 um 06:36 Uhr
Von: “Daniel Erpelding”
An: Manfred.reinnharth@aol.com
Betreff: Fw: Wappenbeschreibungen der VBGemeinde Adenau

und

Gesendet: Mittwoch, 18. Februar 2015 um 20:25 Uhr
Von: “Daniel Erpelding”
An: Manfred.reinnharth@libero.it
Betreff: Wappenbeschreibungen der VBGemeinde Adenau
Grüss Dich Manfred Reinnarth.

Deine Website fragte mich gerade:

FEHLER 404

ups,… hab’ ich da tatsächlich einen falschen Link gesetzt?

Ja hast Du und zwar auf Seite http://www.manfred-reinnarth.de/EAM/Wappen/D-AW-AD.htm
verlinkst Du unter “wer” auf http://www.manfred-reinnarth.de/EAM/Eifel/wer.htm statt auf manfred-reinnarth.de/manfred.htm

Ganz umsonst war es aber nicht, auch wenn man die, offensichtlich selber gebastelten Blasonierungen nicht übernehmen kann, weil sie ohne Sachverstand zusammengezimmert sind: sie geben schon Hinweise die ich durchaus glaube. So habe ich es Reinnarth/Lönnendonker zu verdanken, dass ich dem Doppeladler im Wappen von Senscheid kein Schachbrett, wie der Zeichnung zu entnehmen gewesen wäre, sondern das Dauner Gitter auf die Brust legte. Aufgrund der Nähe des Ortes zu Daun, erscheint mir dies eine sinnvolle Wahl, die Blasonnierung vielleicht nicht ganz richtig zu sein, der Inhalt aber schon!

Nachzügler beim Eifelkreis Bitburg-Prüm

Vor etwas mehr als einem Jahr verkündete ich, alle mir bis dato bekannten Wappen im Eifelkreis gezeichnet zu haben. Leider hatte ich feststellen müssen, dass gerade im Eifelkreis, mit dem sich geschichtsbewusste Luxemburger wie ich immer ganz besonders verbunden fühlen, reichlich viele Gemeinden leider kein Wappen führten, oder aber sie nicht dokumentiert sind (oder besser, diese mir nicht bekannt ist). Zum Glück schrieb ich das, denn bald schon meldeten sich Leser die mich berichtigten und auf Gemeinde verwiesen, die inzwischen sehr wohl ein Wappen führen:
Den Anfang machte am 21. September 2014 der Ortsbürgermeister von Heilbach, Peter Trauden, der mich mit dem Heilbacher Wappen bekannt machte, und am 2. November 2014 meldete sich sogar Dr. Credener aus Lampertsberg, der einige der Wappen im Eifelkreis entworfen hatte und berichtete mir weitere Fälle die mir entgangen waren. Hier seien nun die Wappen die nachgereicht, die mir Dr. Credner bezeichnet hat. Ihm verdanke ich Vorlagen, und Wappenbeschreibung:


Erfreut durfte ich weiter feststellen, dass ich Wikipedia diese Wappen inzwischen auch eingepflegt sind.
Bei der Gelegenheit habe ich auch bei meine Zusammenstellung der Wappen im Eifelkreis die Wappen nach den neuen Fusionsgemeinden gruppiert:

  • Bitburger Land, hervorgegangen aus Bitburg-Land und Kylburg,
  • und Südeifel, gebildet aus Irrel und Neuerburg

Die neue Verbandsgemeinde Bitburger Land hat inzwischen sogar ein Wappen, entworfen wieder von Dr. Credner.



Die Südeifel, wo erst kürzlich die Klage gegen die Fusion abgewiesen wurde, scheint man sich noch uneins zu sein.

Mit der Saarpfalz, Zeichenarbeiten am Saarland erst mal abgeschlossen

Die Saarpfalz umfasst jene Teile des Saarlandes, die vor 1919 nicht wie der Rest des Gebietes zu Preussen, sondern einst zur bayrischen Pfalz gehört haben. Das zeigt sich besonders gut im Wappen von Sankt Ingbert. Hübsche Wappen, an denen Otto Hupp Hand angelegt hatte, führen auch Homburg und Blieskastel, auch wenn Heilige, hier der heilige Sebastian, mit der echten Heraldik immer schwierig zu vereinbaren sind.


Keine Wappenbeschreibung fand ich für Gersheim und Bexbach. Bei Bexbach wird auf Wikipedia sogar hervorgehoben, dass sie ihr Wappen inzwischen verschmähen.

“Im Gegensatz zu vielen anderen Städten und Gemeinden benutzt Bexbach das Stadtwappen nicht, um sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu solchen Zwecken wurde von der Verwaltung das Logo Stadt Bexbach – Partner der Bürger gestaltet.”

Ob die Bürger sich wirklich durch so einen modischens Schickschnack Smilie besser dargestellt fühlen, als durch ihr Wappen?


Weil die Saarpfalz, als der am weitesten von Luxemburg entfernte auch der letzte von mir behandelte Landkreis im Saarland ist, sind nun auch alle aktuellen saarländischen Gemeindewappen von mir bereitgestellt. Die ehemaligen Wappen von vor 1974 habe ich weggelassen, auch wenn sie wohl noch viel benutzt werden. Vielleicht später?

Ich beschäftige mich nun noch mit den Lücken in Rheinland-Pfalz, hier vor allem dem Kreis Ahrweiler, und werde dann zur Beschriftung schreiten!

Auch Saarbrücken fertig

Weil es im Saarland nur sehr wenige Gemeinden pro Landkreis sind, komme ich recht schnell voran und melde nun auch, alle Zeichnungen im Regionalverband Saarbrücken erstellt zu haben.
Hervorheben will ich, die Hauptstadt des Landes und des Kreises, Saarbrücken selber.


Es kommen öfter Löwen vor, die gehen auf Grafschaft Nassau-Saarbrücken (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Saarbr%C3%BCcken#Geschichte) zurück.
Eigentlich müsste auch der Löwe im Wappen von Völklingen von Schindeln begleitet sein, denn auch er steht für Nassau. Klemens Stadler hierzu:

Das Wappen wurde vom Reichskommissar für das Saarland 1936 verliehen. Der Löwe bezieht auf die Grafen von Saarbrücken in der für Nassau-Saarbrücken üblichen Farbgebung. Er ist hier aber nicht von Schindeln oder Kreuzchen begleitet, wie es noch im neuesten Schrifttum angegeben wird. Das Gezähe, erganzt durch eine Zange wie bei Saarbrücken oder Malstatt-Burbach, verweist auf die Kohlengewinnung und die Eisen- und Stahlindustrie.

Landkreis St. Wendel, Zeichnungen fertig

St. Wendel liegt auch noch nah an Luxemburg. Es gibt nicht viele Gemeinden im Kreis, ich hebe mal wieder drei hervor:

  • Freisen, weil es mit einem “gestümmeltes Pferd” und einem zerbrochenem Rad, ungewöhnliche Figuren im Wappen, führt,
  • Schwalbach als typisches aber schönes Beispiel für die Wappen im Saarland allgemein (oft geviertet, Schlägel und Eisen, oder Mühl- oder Zahnrad, gerne wellenförmige Heroldsstücke, etc.)
  • und Tholey für eine wirklich gelungene Komposition.

Die meisten Gemeinden sind Fusionsgemeinden, die zwar Wappen haben, diese auf der Homepage aber nicht mehr führen und mir so Schwierigkeiten bereiten, die Wappenbeschreibungen aufzutreiben.

Landkreis Saarlouis: alle Wappen gezeichnet

Also, von den aktuellen Gemeinden. Keine Wappenbeschreibung gefunden habe ich für Saarwellingen und Rehlingen-Siersburg, hier folgte ich dann den Zeichnungen, welche die Gemeinden auf ihrer Homepage führten (http://www.saarwellingen.de/) oder bei Wikipedia zu finden waren. Wie viele andere führt nämlich auch Rehlingen-Siersburg heute lieber ein hippes graphisches, leider auch reichlich nichtssagendes Logo statt des Wappens auf ihrer Homepage (http://www.rehlingen-siersburg.de/). Aber immerhin haben sie sich bei der Fusion noch eins zugelegt, nicht so wie die neuen Luxemburger Fusionsgemeinden, die sich lieber an einen Graphiker binden und in ein paar Jahren ein mit einem altbackenen Symbol da stehen wo sie sich fragen “Was, SOWAS war damals modern?”, statt ein zeitloses Wappen anzunehmen, das immer unterschiedlich gezeichnet werden darf (solange man sich an die heraldischen Regeln hält).


Hervorheben möchte ich noch das Wappen des Hauptortes selber. Saarlouis ist ja eine deutsche Stadt, die ihren Namen dem berühmtesten französischen König verdankt, Louis XIV dem Sonnenkönig und daher auch die Sonne im Wappen führt. Ich folgte dabei nicht der Homepage der Stadt und auch nicht Wikipedia, sondern Klemens Stadler, dem ich hier die höhere Autorität zuerkenne. Demnach ist die Sonne als figuré, also mit Gesicht zu zeichnen, was eigentlich der Standardfall bei Sonnen ist. Über die Farbe der Wolke sagte Herr Stadler nichts, zeichnete sie selber als blau-silber. Da aber schon der Hintergrund silber ist, fand ich die Lösung auf Wikipedia besser, allerdings berührten die Wolken dort den Rand, was die Wappenbeschreibung aber nicht hergibt und daher zu meiden ist.

Mit den Gemeindewappen des Saarlandes angefangen

Nach der Vulkaneifel und Birkenfeld, war es nun an der Zeit, sich endlich mal den Wappen des nahen Saarlandes zu widmen. Die Gemeindestruktur im Saarland ist etwas anders als in Rheinlandpfalz. Die ehemaligen Ämter wurden hier nicht zu Verbandsgemeinden, vielmehr sind wohl die kleinen Gemeinden zu grösseren fusioniert.
Es gibt daher viel weniger Gemeinden also auch weniger Wappen und so bin ich mit am Wochenende mit dem Landkreis Neunkirchen schon fertig geworden, und zur Zeit mit dem Landkreis Saarlouis dran.
Als erste Einschätzung sag ich mal:
Im Saarland gibt es überraschend viele geviertete Wappen und die Zahnräder sowie Schlägel und Eisen sind hier so häufig, wie die Weintrauben an der Mosel und die Weizenähren in Eifel und Hunsrück.


häufig vertreten auch, der gestümmelte Adler, der aus dem Wappen der Herzöge von Lothringen entnommen wurde.

Verbandsgemeinde Herrstein fertig

Ich habe noch die letzten verbliebenen unbekannten Wappen der Gemeinde Herrstein nachgeliefert. Ich möchte drei davon beispielhaft hervorheben:

  1. Das Wappen des Hauptortes Herrstein selber, weil es die Schachmuster beider Sponheimer Grafschaften übernahm, der vorderen und der hinteren.
  2. Die Gemeinde Fischbach (an der Nahe), als weiteres Beispiel des doch sehr verbreiteten Sponheimer Schachs und die gekreuzten Hämmer.
  3. und schliesslich die Gemeinde Sien, weil sie völlig aus der Art schlägt. Die Siener haben mit Sponheim nix am Hut, sondern erinnern lieber an andere Adlige, wie die Herren von Sickingen (Kugeln), die den Ort evangelisch machten, an Salm-Kyrburg (Salme), und mit der unteren Schildhälfte an die Ritter von Sien.

Ein Wappen bereitet nach wie vor Schwierigkeiten Langweiler:


Neben der Zeichnung, die so auch auf der Homepage der Gemeinde http://www.langweiler.eu/ geführt wird, gibt es auf Wikipedia zwei konkurrierende Wappenbeschreibungen, welche beide nicht zur Zeichnung passen:
Unter https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Wappen_im_Landkreis_Birkenfeld#cite_note-31 steht:

Schild, durch ein schmales, weißes Kreuz in vier Flächen aufgeteilt. Das linke – obere, sowie das rechte – untere Viertel sind rot-silber geschachtelt. Im oberen – rechten Viertel ist auf gelbem Grund ein weißes Gefäß , im unteren – linken ein brennender Kohlenmeiler auf grünem Grund dargestellt.

und unter https://de.wikipedia.org/wiki/Langweiler_%28bei_Idar-Oberstein%29#Wappen hingegen:

Schild, durch ein schmales, weißes Kreuz in vier Flächen aufgeteilt. Das rechte obere, sowie das linke untere Viertel sind rot-silber geschacht. Im oberen linken Viertel ist auf goldenem Grund ein1 im unteren rechten ein brennender Kohlenmeiler auf goldenem Grund dargestellt.

Beide Male geht von einem weissen Kreuz die Rede, das aber nicht zu sehen ist, derweil die Beschreibungen ansonsten beim Schach die heraldischere Farbangabe “silber” benutzen. Einmal ist das Taufbecken weiss auf gelbem Hintergrund, was ein schwerer Verstoss gegen die Farbregeln darstellen würde, ein ander Mal fehlt seine Beschreibung völlig, dann ist ein gelbes Feld grün. Keine Ahnung wo die Beschreibung eigentlich herkommt, aber auf der englischen Wikipediaseite https://en.wikipedia.org/wiki/Langweiler,_Birkenfeld#Coat_of_arms schlummert noch eine Variante:

The German blazon reads: Schild, durch ein schmales, weißes Kreuz in vier Flächen aufgeteilt. Das linke-obere, sowie das rechte-untere Viertel sind rot-silber geschachtelt. Im oberen-rechten Viertel ist auf goldenem Grund ein schwarzes Gefäß, im unteren-linken ein brennender Kohlenmeiler auf goldenem Grund dargestellt.

Übrigens sind bei allen Gemeinde aus dem Landkreis Birkenfeld, die englischen Wikipedia Seiten auskunftsfreudiger als die deutschen, die meisten geben das Wappen an. Das ist mir auch noch nie untergekommen 🙂
Vielleicht kommt das daher, dass die Gemeinde (laut Wikipedia) in den 1960ern mal eingemottet wurde, und erst 1992 erneut selbständig wurde? Das Wappen von damals haben sie jedenfalls nicht übernommen:

Dessen Beschreibung lautete:

“In schräglinks geteiltem Schild vorne in Gold ein roter blaubewehrter und -gezungter Löwe nach links, hinten in Schwarz unter einem goldenen Wellenbalken ein goldenes Mühlrad.”

Zur Bedeutung fand ich bei Franz-josef Heyen und Theresia Zimmer im “Wappenbuch des Landkreises Birkenfeld”, Herausgegeben vom Landkreis Birkenfeld, Koblenz 1966:

Der vordere Schildteil verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft. Wellenbalken und Mühlrad versinnbildlichen die Mühlen in der Gemeinde.
Genehmigt durch Erlaß des Ministeriums des Innern vom 20. juli 1964.

Da das Wappen aber offensichtlich von der Gemeinde geführt wird, sah ich keinen Grund, die Zeichnung nicht nachzuempfinden und das Wappen in die Sammlung aufzunehmen.

  1. hier fehlt ganz klar etwas []

Verbandsgemeinde Birkenfeld abgeschlossen

Es sind zwei Elemente, die besonders oft in Birkenfelder Wappen zu finden sind!

  1. Der Pfälzer Löwe, immer nur halb dargestellt

  2. Und das Sponheimer Schach, in allmöglichen Feldern

So, bleibt jetzt nur noch die Verbandsgemeinde Herrstein…

Die Wappen mit dem Vogelhund

In der Verbandsgemeinde Rhaunen, führen einige Gemeinden, wie die Verbandsgemeinde selber auch ein seltsames Tier im Wappen. Die Beschreibung wird stets angegeben als:
in Gold ein rotes Fabeltier mit einem Wolfskopf und weit geöffneten Schwingen, belegt mit einem schwarzen Wolfshaken.

Da die anderen Wappen in der Verbandsgemeinde, entweder einen Rhein und Wildgrafen Löwen im schrägen Obereck hatten, oder ein Sponheimer Schach in der Schrägen führten, blieb nur noch eines zu erstellen, eines was ganz aus der Reihe schlägt:

Und damit sind wir mit der Verbandsgemeinde Rhaunen durch!