Radfahren in Einbahnstrassen

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Radfahren in einigen Einbahnstrassen auf dem Limpertsberg, gegen die für andere Fahrzeuge vorgeschriebene Richtung ist nun erlaubt! Auch wenn das in anderen Ländern schon seit langem gang und gäbe ist, in Luxemburg gilt sowas immer noch als Pilotprojekt.
Die Unsicherheit, wie das wohl ankommen würde dokumentiert sich in dem regelrechten Schilderwald, den die Stadtverwaltung Luxemburg in den entsprechenden Strassen angepflanzt hat:

LVI, der Kampf geht weiter!

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Also, der Kampf der LVI mit der deutschen Sprache *lol*.
Am 29.3.2007 jedenfalls verkündigte die Arbeitsgruppe Webpublishing der LVI in allerbestem MouvEco-Deutsch1 monikanischer Prägung die, in der Tat erfreuliche Nachricht, dass man als Radfahrer auf dem Limpertsberg nun wohl endgültig bestimmte Einbahnstraßen in der (eigentlich verbotenen) Gegenrichtung befahren darf:

Am 29. März 2007 wurden die Einbahnstrassen mit Tempo 30 auf Limpertsberg für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet.

Hups, nur mit Tempo 30?! Schneller ging das mit dem Öffnen nicht?
Ach ja, ich vergaß, stimmt, richtig! Freund François Bausch hatte es zwar mit einer Notverordnung versucht, nur leider machte die Luxemburger Gesetzgebung hier einfach nicht mit *g*. Die Not konnten die anderen wohl nicht sehen und so erzielten durch die Bausch’sche Ungeduld und Überhast die oppositionellen Räte Mosar und Kollwelter ihren einzigen bescheidenen Erfolg in dieser Angelegenheit. Die zu dieser “Bauschlandung” führende mangelnde Sorgfalt bei der Anwendung von Gesetzen und Bestimmungen haben die Stadt Luxemburg und in deren Gefolge wir von der LVI damals dann als “Prozeduralfehler” verharmlost2

Die LVI begrüsst diese Tatsache und hofft dass dieser Schritt zur weiteren Öffnungen von Einbahnstrassen in Luxemburg Stadt führt.

Eigentlich sollte das Arbeiten in Gruppen ja dazu führen, dass einer dem anderen seine Fehler ausmerzt. Es ist zwar so, dass man bei der LVI durchaus auch schon mal Einzelpersonen zu Gruppen erklärt (wiesel.lu berichtete), wir können daher nicht angeben, ob hier nun ein(e) einzelne(r) Funktionär(in) oder mehrere reale Menschen in die Ausarbeitung dieser Pressemitteilung verwickelt waren. Auf jeden Fall konnte sich die Gruppe ganz offensichtlich nicht entscheiden ob sie lieber:

  1. Die LVI (…) hofft dass dieser Schritt zur weiteren Öffnung von Einbahnstraßen führt
  2. oder doch lieber Die LVI (…) hofft dass dieser Schritt zu weiteren Öffnungen von Einbahnstraßen führt

schreiben sollte. Vermutlich wollten die Mitglieder der Gruppe demonstrieren, dass sie durchaus zu Kompromissen fähig wären, gleichwohl dies nicht den üblichen Gepflogenheiten des Vorstandes entspricht.

Einbahnstrassen dürfen von Radfahrern dort im Gegenverkehr benutzt werden, wo diese klar ersichtlich mit einem entsprechenden Strassenschild gekennzeichnet sind.

das entsprechende Schild
Na gut, ich hätte zwar geschrieben, “Radfahrer dürfen Einbahnstraßen in Gegenrichtung befahren, dann wenn diese deutlich sichtbar mit einem entsprechenden Straßenschild gekennzeichnet sind.” , aber das ist Geschmackssache, der Satz ist ansonsten nicht zu beanstanden. Klar doch, ich bringe ein Maximum an Verständnis dafür auf, dass Verkehrspolitiker immer möglichst viel Verkehr haben wollen, notfalls eben in der Pressemitteilung.
Dagegen wäre es wirklich nicht schlecht gewesen, dem Leser zu verraten wie denn das “entsprechende Strassenschild” ausschaut?! Insbesondere da ja auch die zugehörige LVI Fotostrecke der Aktion dies nicht preisgibt.

Dies alles nur mal so als Tipp, ihr könnt es ja jeder Zeit ändern 😉

  1. nicht umsonst sind die Veröffentlichungen des MouvEco Stammgast in den Spalten des Neie Feierkrops, in der Rubrik “erëmgekroopt” []
  2. Ich stehe nach wie bass erstaunt vor der Tatsache, daß Gust Muller und daraufhin seine Gefolgsleute sich auf mich eingeschossen hatten, ohne dass wir über echte ideologische Differenzen verfügen. Beispielsweise sehen immer noch, sowohl die Gustianer (Anhänger und Zweckverbündete) als auch ich den Fahrradverkehrsplan der Stadt Luxemburg als eine gute Sache an. []

Zoff bei der Letzebuerger Velosinitiativ

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Der geneigte Leser dieser Seiten weiß, dass meine Frau Heike und ich seit letztem Jahr Mitglied im Vorstand der Letzebuerger Velosinitiativ (LVI) , einem politschen Radfahrerverband in Luxemburg ähnlich dem ADFC in Deutschland, sind. Wir fanden im Januar 2006 eine bereits heillos zerstrittene Mannschaft vor und das ganze Jahr über schaukelten sich die Konflikte weiter auf. Unsere Versuche, uns aus den Streitigkeiten rauszuhalten misslangen, da wir ja auch aktiv mitarbeiten wollten so bei der Redaktion der Vereinszeitung “LVI – Info” und ich darüber in Konflikt mit dem herrischen Präsidenten Gust MULLER geraten bin. Denn ich tat das, was er behauptet hatte dass er begrüssen würde: Ich korrigierte ihre deutschen Texte, neben den Zeitungsartikeln1 hauptsächlich die Sitzungsprotokolle und die Pressemitteilungen2. Leider hatte er auch in diesem Punkt nicht gemeint was er sagt: meine Verbesserungen wurden zuerst nur zähneknirschend angenommen, später legte die Defacto-Sekretärin mir die Pressemitteilungen einfach nicht mehr vor (mit dem Erfolg dass sie auch nicht mehr gedruckt wurden 😛 ) und die Sekretärin weigerte sich weiterhin Protokolle zu verfassen *g*, sie konnten sich bei ihrer Verweigerungshaltung bald schon auf die Deckung durch den Vorsitzenden verlassen, auch wenn dieser notgedrungen immer wieder einräumen musste, dass meine Korrekturen angebracht gewesen seien.

Nun hat dieser Präsident Gust MULLER am 18.12.2006 einen Kommentar auf eine von mir mit entworfene vorstandsinterne, Positionsspapier genannte, Denkschrift veröffentlicht und dabei meine Kollegen und mich angegriffen. In dieser Notwehrsituation, angesichts der Tatsache dass ich kein so begnadeter Demagoge und Festzeltredner bin wie Gust MULLER sehe ich mich gezwungen, nun meinerseits meine Position an die Öffentlichkeit zu tragen. Auf seinen Brief erwiderte ich folgendes:

Lieeeebe Radfahrer,

Da trudelt also gestern die frohe Botschaft in meinen elektronischen Briefkasten:

Hurra! Unser herrlicher Präsident hat seine stetige Motivation wieder gefunden, nachdem er offenbar letztes Jahr ganz unbegründet erklärt hatte, unvermittelt den Vorsitz und damit sein Lebenswerk aufgeben zu wollen. Anschließend hat er, unter bis heute nicht glaubwürdig geklärten Umständen, den angekündigten sozialen Selbstmord dann doch nicht vollzogen.

Nun ist also die Katze aus dem Sack: Unser Präsident beweist seine Führungsqualitäten in dem er ein internes3 Dokument, das die Situation VOR dem Denktag zusammenfasste NACH diesem an Externe verschickt! Dies dann unter Verwerfung aller auf dem Denktag erzielten Kompromisse, unter Verstoß gegen alle Prinzipien die ihm zuvor heiligste Kühe waren (keine Diskussionen per Emailverkehr, keine Schmutzwäsche zum Aufhängen “nach draußen”), von den persönlichen Angriffen wollen wir gar nicht erst reden. Heißt es nicht: Pacta sund servanda, auf Deutsch Abmachungen sind einzuhalten? Zumindest für diesen Mittwoch (morgen), sehe ich mich daher außer Stande, mich mit diesem Wasserprediger und Weinsäufer4 den Comitéstisch zu setzen. Dies
auch, um die Möglichkeit zu eröffnen dass sich die Gemüter wieder
beruhigen.

Nun weiß es also jeder: im Comité liegt der Kamm auf der Butter! Wer wissen will warum, nähert sich dem Grund sicherlich am ehesten wenn er sich das inhaltliche Schlusswort des großen Vorsitzenden betrachtet. Hier erläutert er hellsichtig auf die Frage, wie die anstehenden Probleme bewältigt werden können:

Ganz sicher nicht indem man immer wieder neue Mitarbeiter sucht welche die
anfallende Arbeit ausführen sollen?

Genau das frage ich mich schon länger: Warum wollen nach und nach alle
Vorstandsmitglieder zwar noch als Bénévol für die Sache arbeiten, aber
nicht mehr ein- zweimal im Monat drei bis vier Stunden nach seiner
Dienstzeit opfern um Comitéssitzungen zu besuchen und sich die
"große-Gust-Show" antun? Das wird sich natürlich auch jeder fragen müssen,
der mit dem Gedanken spielte, vielleicht doch wieder zu kandidieren!

Daniel Erpelding,

volljähriger Radfahrer und Fremdernannter “Schriftgelehrter”5.

Hier noch die entsprechenden Dokumente, dem Leser zum besseren Verständnis

  1. Angeblich kamen meine Korrekturen immer zu spät und bei der neuen Nummer waren sie vergessen! Und so dürfen deutsche Leser sich nach wie vor Brüller wie diesen hier reinziehen: “90% unser Mitglieder unterstützen uns insbesondere wegen unserer Zielsetzung, die Bedingungen für Radfahrer im Alltag und in der Freizeit zu fördern“. Wer weiß, wenn man Bedingungen statt sie zu verbessern richtig gut fördert, dann werden sie bei guter Pflege eines Tages ja vielleicht mal ausgewachsene Rahmenbedingungen? []
  2. hier ein Beispiel für eine von mir dann nicht mehr korrigierten Pressemitteilungen. Die bekam ich nur noch “zur Kenntnisnahme” vorgelegt, hab aus Wut darüber meine blöden Kommentare dann doch nicht für mich behalten können. Zur Strafe für so viel Unverblümtheit sagte sie mir dann nicht, was ein “biologisches Croissant” ist. *g* []
  3. hier wäre das Synonym “innerlich” tatsächlich unangebracht []
  4. “Wasser Predigen und Wein saufen” ist eine deutsche Redenart und bedeutet: selber das Gegenteil von dem tun, was man öffentlich von anderen fordert! Hier: Gust fordert von mir, nichts ohne Rücksprache mit ihm an Aussenstehende weiterzuleiten, er selber verschickt seinen Kommentar aber wie selbstverständlich an genau jene. Zur Etymologie, der Spruch ist aus Heinrich Heine’s Gedicht “Deutschland, ein Wintermärchen” 1844), Beim zivilisierteren Heine wurde allerdings noch getrunken, nicht gesoffen. Diese studentische Steigerung ist meiner Wut zuzuschreiben .-) Erst später merkte ich, dass hier auch ein biblischer Begriff aus Mt 11,19 anklingt []
  5. Als Heike und ich ins Comité gewählt wurden hatten wir bereits einen Artikel fürs LVI Info nach den Wunschvorstellungen des Präsidenten aufgrund seiner Notizen geschrieben. Privat hat er sich zwar dafür zu bedankt, öffentlich aber höhnte er auf der Generalversammlung, nun würden ja wohl einige “Schriftgelehrte” in den Vorstand Einzug halten. Neben uns zwei’en traten noch Jo Simon, ebenfalls Ingenieur und Nathalie Schmit, zumindest mit den akademischen Weihen eines Baccelors (vergleichbar mit dem deutschen Vordiplom) ausgestattet, dem Vorstand bei. Möglicherweise erschreckte ihn diese Akademikerschwemme.

    Der Bibelkundige weiß natürlich um die negative Besetzung des Wortes Schriftgelehrter” im neuen Testament! Zumeist mit “Heuchlern und Pharisäern” in einem Atemzug genannt, tauchen sie als die spitzfinden Gegner von Jesus Christus auf und sind ihm doch unterlegen: Während sie, nur den Buchstaben des Gesetzes kennen würden, besitzt Jesus Wahrheit und lehrt mit Vollmacht! Oh mein Gott, er hält sich doch nicht etwa für?

    []

Photos vun ALLES OP DE VELO 2006 – Mamer-Miersch

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Letzten Sonntag war wieder “Alles op den Velo”, organisiert vom Mouvement écologique und der LVI. Heike und ich haben geholfen den Stand der LVI in Kopstal auf- und abzubauen, bzw. haben vormittags dort beim Canevassing mitgemacht. Also, die Teilnehmerkarten abgestempelt, Infobroschüren verteilt und soweit wir das in unserem ersten Jahr schon konnten, die Fragen der Teilnehmer beantwortet. Dabei hab ich ein paar Fotos gemacht, die man sich hier betrachten kann. Weitere Fotos auf den Seiten der LVI (von Paul Schieres) und des MouvEco.

Edit 10.7.2011:
Die Fotos sind der Migration zum Opfer gefallen und sind ohnehin nicht so gut gewesen, dass ich sie hier wiederreinstellen müsste.

Radveranstaltungen bei unseren Nachbarn

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  • 20. RTF(Radtourenfahrt) “Fahrt in den Frühling”, 02.04.2006
    111/71/41km, Serrig
    www.rad-net.de
  • Gerolsteiner Tour-Festival, 19.05.2006
    Gerolstein, Tour-Gelände
    Radsport-Messe,Unterhaltungsprogramm, Radrennen
    www.tour-festival.de
  • 13. Saar-Pedal, 21.05.2006
    Saar-Obermosel-Konz
    Autofreier Erlebnistag zwischen Merzig und Konz
    www.saar-obermosel.de
  • Familien Rad- und Wandertag Oberes Kylltal 28.05.2006
    Ferienregion Oberes Kylltal, Dahlem/Jünkerath/Stadtkyll
    www.obereskylltal.info
  • Ford Pfingst-RTF(Radtourenfahrt), 04.06.2006
    Saar – Lorraine, 120/80/46km, Saarlouis
    www.rad-net.de
  • Happy-Mosel, 11.06.2006
    Schweich-Cochem
    Autofreie Moselweinstraße
    www.happy-mosel.com
  • Lorraines en Voies Vertes, 09.07-17.07.2006
    4éme édition de la randonnée de promotion des voies vertes en Lorraine
    des Ardennes aux Vosges
    www.af3v.org
  • 5. Erbeskopf-MTB-Marathon,09.07.2006
    Thalfang-Erbeskopf
    www.erbeskopfmarathon.de

Comitard bei der LVI.

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Seit der Generalversammlung vom letzten Freitag sind meine Frau Heike und ich, jetzt Vorstandsmitglieder (“am Comité”) der Lëtzebuerger Velos Initiative. Die LVI ist ein Interesseverband zur Förderung des Radfahrverkehrs in Luxemburg und spielt hier eine ähnliche Rolle, wie der ADFC in Deutschland. Grosses, vermutlich unerreichbares Vorbild ist natürlich der niederländische Fietsersbond.