Landkreis Saarlouis: alle Wappen gezeichnet

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Also, von den aktuellen Gemeinden. Keine Wappenbeschreibung gefunden habe ich für Saarwellingen und Rehlingen-Siersburg, hier folgte ich dann den Zeichnungen, welche die Gemeinden auf ihrer Homepage führten (http://www.saarwellingen.de/) oder bei Wikipedia zu finden waren. Wie viele andere führt nämlich auch Rehlingen-Siersburg heute lieber ein hippes graphisches, leider auch reichlich nichtssagendes Logo statt des Wappens auf ihrer Homepage (http://www.rehlingen-siersburg.de/). Aber immerhin haben sie sich bei der Fusion noch eins zugelegt, nicht so wie die neuen Luxemburger Fusionsgemeinden, die sich lieber an einen Graphiker binden und in ein paar Jahren ein mit einem altbackenen Symbol da stehen wo sie sich fragen “Was, SOWAS war damals modern?”, statt ein zeitloses Wappen anzunehmen, das immer unterschiedlich gezeichnet werden darf (solange man sich an die heraldischen Regeln hält).


Hervorheben möchte ich noch das Wappen des Hauptortes selber. Saarlouis ist ja eine deutsche Stadt, die ihren Namen dem berühmtesten französischen König verdankt, Louis XIV dem Sonnenkönig und daher auch die Sonne im Wappen führt. Ich folgte dabei nicht der Homepage der Stadt und auch nicht Wikipedia, sondern Klemens Stadler, dem ich hier die höhere Autorität zuerkenne. Demnach ist die Sonne als figuré, also mit Gesicht zu zeichnen, was eigentlich der Standardfall bei Sonnen ist. Über die Farbe der Wolke sagte Herr Stadler nichts, zeichnete sie selber als blau-silber. Da aber schon der Hintergrund silber ist, fand ich die Lösung auf Wikipedia besser, allerdings berührten die Wolken dort den Rand, was die Wappenbeschreibung aber nicht hergibt und daher zu meiden ist.

Mit den Gemeindewappen des Saarlandes angefangen

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Nach der Vulkaneifel und Birkenfeld, war es nun an der Zeit, sich endlich mal den Wappen des nahen Saarlandes zu widmen. Die Gemeindestruktur im Saarland ist etwas anders als in Rheinlandpfalz. Die ehemaligen Ämter wurden hier nicht zu Verbandsgemeinden, vielmehr sind wohl die kleinen Gemeinden zu grösseren fusioniert.
Es gibt daher viel weniger Gemeinden also auch weniger Wappen und so bin ich mit am Wochenende mit dem Landkreis Neunkirchen schon fertig geworden, und zur Zeit mit dem Landkreis Saarlouis dran.
Als erste Einschätzung sag ich mal:
Im Saarland gibt es überraschend viele geviertete Wappen und die Zahnräder sowie Schlägel und Eisen sind hier so häufig, wie die Weintrauben an der Mosel und die Weizenähren in Eifel und Hunsrück.


häufig vertreten auch, der gestümmelte Adler, der aus dem Wappen der Herzöge von Lothringen entnommen wurde.

Verbandsgemeinde Herrstein fertig

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Ich habe noch die letzten verbliebenen unbekannten Wappen der Gemeinde Herrstein nachgeliefert. Ich möchte drei davon beispielhaft hervorheben:

  1. Das Wappen des Hauptortes Herrstein selber, weil es die Schachmuster beider Sponheimer Grafschaften übernahm, der vorderen und der hinteren.
  2. Die Gemeinde Fischbach (an der Nahe), als weiteres Beispiel des doch sehr verbreiteten Sponheimer Schachs und die gekreuzten Hämmer.
  3. und schliesslich die Gemeinde Sien, weil sie völlig aus der Art schlägt. Die Siener haben mit Sponheim nix am Hut, sondern erinnern lieber an andere Adlige, wie die Herren von Sickingen (Kugeln), die den Ort evangelisch machten, an Salm-Kyrburg (Salme), und mit der unteren Schildhälfte an die Ritter von Sien.

Ein Wappen bereitet nach wie vor Schwierigkeiten Langweiler:


Neben der Zeichnung, die so auch auf der Homepage der Gemeinde http://www.langweiler.eu/ geführt wird, gibt es auf Wikipedia zwei konkurrierende Wappenbeschreibungen, welche beide nicht zur Zeichnung passen:
Unter https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Wappen_im_Landkreis_Birkenfeld#cite_note-31 steht:

Schild, durch ein schmales, weißes Kreuz in vier Flächen aufgeteilt. Das linke – obere, sowie das rechte – untere Viertel sind rot-silber geschachtelt. Im oberen – rechten Viertel ist auf gelbem Grund ein weißes Gefäß , im unteren – linken ein brennender Kohlenmeiler auf grünem Grund dargestellt.

und unter https://de.wikipedia.org/wiki/Langweiler_%28bei_Idar-Oberstein%29#Wappen hingegen:

Schild, durch ein schmales, weißes Kreuz in vier Flächen aufgeteilt. Das rechte obere, sowie das linke untere Viertel sind rot-silber geschacht. Im oberen linken Viertel ist auf goldenem Grund ein1 im unteren rechten ein brennender Kohlenmeiler auf goldenem Grund dargestellt.

Beide Male geht von einem weissen Kreuz die Rede, das aber nicht zu sehen ist, derweil die Beschreibungen ansonsten beim Schach die heraldischere Farbangabe “silber” benutzen. Einmal ist das Taufbecken weiss auf gelbem Hintergrund, was ein schwerer Verstoss gegen die Farbregeln darstellen würde, ein ander Mal fehlt seine Beschreibung völlig, dann ist ein gelbes Feld grün. Keine Ahnung wo die Beschreibung eigentlich herkommt, aber auf der englischen Wikipediaseite https://en.wikipedia.org/wiki/Langweiler,_Birkenfeld#Coat_of_arms schlummert noch eine Variante:

The German blazon reads: Schild, durch ein schmales, weißes Kreuz in vier Flächen aufgeteilt. Das linke-obere, sowie das rechte-untere Viertel sind rot-silber geschachtelt. Im oberen-rechten Viertel ist auf goldenem Grund ein schwarzes Gefäß, im unteren-linken ein brennender Kohlenmeiler auf goldenem Grund dargestellt.

Übrigens sind bei allen Gemeinde aus dem Landkreis Birkenfeld, die englischen Wikipedia Seiten auskunftsfreudiger als die deutschen, die meisten geben das Wappen an. Das ist mir auch noch nie untergekommen 🙂
Vielleicht kommt das daher, dass die Gemeinde (laut Wikipedia) in den 1960ern mal eingemottet wurde, und erst 1992 erneut selbständig wurde? Das Wappen von damals haben sie jedenfalls nicht übernommen:

Dessen Beschreibung lautete:

“In schräglinks geteiltem Schild vorne in Gold ein roter blaubewehrter und -gezungter Löwe nach links, hinten in Schwarz unter einem goldenen Wellenbalken ein goldenes Mühlrad.”

Zur Bedeutung fand ich bei Franz-josef Heyen und Theresia Zimmer im “Wappenbuch des Landkreises Birkenfeld”, Herausgegeben vom Landkreis Birkenfeld, Koblenz 1966:

Der vordere Schildteil verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft. Wellenbalken und Mühlrad versinnbildlichen die Mühlen in der Gemeinde.
Genehmigt durch Erlaß des Ministeriums des Innern vom 20. juli 1964.

Da das Wappen aber offensichtlich von der Gemeinde geführt wird, sah ich keinen Grund, die Zeichnung nicht nachzuempfinden und das Wappen in die Sammlung aufzunehmen.

  1. hier fehlt ganz klar etwas []

Verbandsgemeinde Birkenfeld abgeschlossen

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Es sind zwei Elemente, die besonders oft in Birkenfelder Wappen zu finden sind!

  1. Der Pfälzer Löwe, immer nur halb dargestellt

  2. Und das Sponheimer Schach, in allmöglichen Feldern

So, bleibt jetzt nur noch die Verbandsgemeinde Herrstein…

Die Wappen mit dem Vogelhund

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In der Verbandsgemeinde Rhaunen, führen einige Gemeinden, wie die Verbandsgemeinde selber auch ein seltsames Tier im Wappen. Die Beschreibung wird stets angegeben als:
in Gold ein rotes Fabeltier mit einem Wolfskopf und weit geöffneten Schwingen, belegt mit einem schwarzen Wolfshaken.

Da die anderen Wappen in der Verbandsgemeinde, entweder einen Rhein und Wildgrafen Löwen im schrägen Obereck hatten, oder ein Sponheimer Schach in der Schrägen führten, blieb nur noch eines zu erstellen, eines was ganz aus der Reihe schlägt:

Und damit sind wir mit der Verbandsgemeinde Rhaunen durch!

Die Wappengruppe mit dem schrägen Sponheimer Schach

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Im Landkreis Birkenfeld dürfte ich jetzt alle Wappen mit schräggteiltem Feld haben, wo ein weiss-rotes Schach (échiqueté) drin vorkommt, gezeichnet haben. Das Schach erinnert an die Herren von Sponheim.

Wappen wo das Schach oben ist:


Das Schach unten haben:

Diese Wappen kommen im gesamten Landkreis vor.

Das 5500. Wappen

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Dürfte die folgende Gemeinde gewesen sein:


Eine der Wappen mit dem Löwen im schrägen Obereck.
Mir war es nicht aufgefallen, aber wir sind inzwischen bei 5522. Wappen angekommen, der folgende Screenshot sei mein Zeuge:

Birkenfeld, oder der Löwen des Wildgrafen im schrägen Obereck

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Letztes Jahr, als ich zügig die Wappen der Gemeinden in Rheinland-Pfalz zeichnete, hatte ich großzügig im September den Kreis Birkenfeld in meinen Wirkungskreis aufgenommen, wohl weil ich irrtümlich glaubte in dem Tempo weiterfahren zu können. Nachdem ich die Wappen der Verbandsgemeinden gezeichnet hatte, nahm ich noch die Verbandsgemeinde Baumholder durch. Je weiter der Herbst fortschritt und je strenger der Winter wurde, desto mehr erlahmte jedoch mein Interesse am Wappenzeichnen und ich widmete mich wieder stärker der Digitalisierung, hier vor allem dem Otto Titan von Hefner, und der Wappenkunde im allgemeinen.
Erst während eines längeren Urlaubs bekam ich wieder Lust auf das Zeichnen mit Gimp, gab aber dem “luxemburgischeren” Landkreis Vulkaneifel, den ich letzte Woche aber abschloss.
Der Landkreis Birkenfeld hat nie zu Luxemburg gehört, norddeutsche Protestanten tummelten sich dort gar rum, er grenzt aber an Trier-Saarburg und ich sehe viele Autos in Luxemburg mit Kennzeichen, die mit BIR anfangen. Auch ist der Hunsrück ein beliebtes Ausflugsziel und so nahm ich Birkenfeld wieder auf den Leisten. Schon im Oktober war mir aufgefallen, wie ungeheuer schematisch die Wappen der Gemeinden in Birkenfeld alle sind. Bestimmte Elemente kommen in so vielen Wappen der jeweiligen Verbandsgemeinde vor, dass man manchmal den Eindruck hat, sie würde sich nur durch Beizeichen von der Grundform unterscheiden. Vermutlich haben sie alle denselben Autor?
Um dies zu würdigen entschied ich mich diesmal etwas anders, nicht strikt nach Alphabeth sondern nach Wappenfiguren vorzugehen. Als erstes habe ich jetzt die Wappen gezeichnet, wo das Feld schräggeteilt ist und im Obereck der Schräge der rote, blaubewaffnet und bezungte Löwe im goldenen Feld sitzt. Es ist der Löwe der Rhein- und Wildgrafen.
In der Verbandsgemeinde Herrstein haben wir:


In der Verbandsgemeinde Rauhnen begegnen uns:

In letzterer Verbandsgemeinde finden wir den Rhein- und Wildgrafschen Löwe weiter noch gestreckt, im gespaltenem Feld, bei:

oder aus dem Schildfuss herauswachsend im unteren Teil, eines geteilten Schildes bei

Die Wappen waren entsprechend schnell gezeichnet nachdem ich einmal eine Vorlage für den Wildgrafenlöwen im Obereck hatte; es war ja immer stets mindestens ein Feld gleichbleibend.

Verbandsgemeinde Obere Kyll

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Wieder war es, wie bei Hillesheim und Kelberg ein Heiliger, der von mir als letzter gezeichnet wurde, diesmal der heilige Petrus im Wappen von Esch. Ja, bei Gerolstein gibt es auch eins, nicht nur im Minette und an der Sauer:


Hervorheben will ich weiter keines der Wappen aus der kleinen Gemeinde an der oberen Kyll, ausser vielleicht Gönnerdorf, das irgenwie genauso aussieht wie das der de Gondersdorf, welches die Farben und eine Figur für das Wappen der Gemeinde Erpeldange lieferte. Erpeldange dürfte übrigens nach meiner Einschätzung der Ort sein, von dem sich mein Familienname ableitet; meine ersten nachgewiesenen Vorfahren tauchten um 1720 nicht weit davon weg, in Bourscheid auf.

Damit wäre der ganze Landkreis Vulkaneifel erst mal abgschlossen.
Was hier zu tun bleibt wäre, wie bei allen anderen deutschen Gemeindewappen, diese mal zu beschriften und zu taggen, wozu die französischen Wappenbeschreibungen zu erstellen wären. Bei der Vulkaneifel ist dies noch am leichtesten möglich, weil hier die deutschen Wappenbeschreibungen grösstenteils vorliegen. Ich führe dies darauf zurück, dass es in dem Kreis eine gesunde Heimatvereinskultur gibt oder zumindest gab, mit vielen fleissigen Autoren. Vorbildlich auch, das Heimatjahrbucharchiv des Landkreises http://www.jahrbuch-vulkaneifel.de/.

Verbandsgemeinde Kelberg

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Wie bei Hillesheim, hinderte mich eine komplizierte Figur in einem bestimmten daran die Zeichnungen abzuschliessen und zu verkünden, dass dieser Teil der Arbeiten an der Verbandsgemeinde abgeschlossen wäre. Wie bei Hillesheim, war es auch die Darstellung eines Heiligen und zwar gleich zwei:


Bei meiner Zeichnung habe ich mich wieder eng an die Vorlage auf http://www.vgv-kelberg.de/vg_kelberg/Gemeinden/Welcherath/ gehalten. Allerdings habe ich aus den Blondschöpfen Schwarzhaarige gemacht (Haarfarbe war, anders als die der Kleider nicht von der Wappenbeschreibung vorgegeben), schliesslich sind die beiden das heilige Märtyrer-Ehepaar Chrysanthus und Daria1, demnach war er ein Ägypter und Sie als Vestalin wohl doch eine Römerin, als beide aus dem Mittelmeerraum und die stelle ich mir nun mal schwarzhaarig vor.
Die Verbandsgemeinde Kelberg ist im Landkreis diejenige, die geographisch am weitesten von Luxemburg wegliegt. Als das augenfälligste, dominierende Element habe ich die Virneburger Rauten ausgemacht, welche auch im Wappen der Verbandsgemeinde vorkommen:


Weiter hervorheben will ich, dass hier in gleich zwei Wappen ein Raubvogel geführt wird:

Wobei der Falke der Gemeinde Bongard auf eine adlige Familie zurückgeht, welche “von dem Bongart genannt Dumegin” hiess.
Zum Schluss sei noch angemerkt, dass die Website der Verbandsgemeinde http://www.vgv-kelberg.de/ in Punkte Presentation der einzelnen Wappen recht vorbildlich ist.

  1. Zur Heiligenvita, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Chrysanthus_%28Heiliger%29 []