Die Wappen entlang der Mosel

Da ich nun das Wappen des Landkreises Mayen-Koblenz und das des Departements Vosges (Vogesen) erstellt habe, kann ich auf Kreisebene den Verlauf der Mosel schon darstellen: die Mosel entspringt in den Vogesen, läuft durch die Départements Meurthe et Moselle und Moselle und verlässt dann Frankreich bei Apach. Ab Schengen, bzw. Perl liegt dann zur linken Seite Luxemburg, zur rechten erst der Landkreis Merzig, dañn Trier Saarburg.
Dann fliesst sie durch letzteren alleine, durch die Stadt Trier, erneut durch Trier Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und mündet schliesslich in der Stadt Koblenz in den Rhein.
Damit erhielten wir folgende Tabelle:

Linke Moselseite rechte Moselseite

In Figuren ausgedrückt:

  • von der gestümmelten Adlern Lothringen,
  • über den Luxemburger Löwen, bzw. Streifen,
  • dem Trierer Kreuz hin,
  • zur Koblenzer Krone

Neue Pläne zu den Gemeindewappen der Großregion

Die mir zum Sommeranfang 2014 gesetzten Ziele beim Zeichnen der deutschen Gemeindewappen aus der Großregion, hatte ich neulich erreicht. Natürlich bleibt auch zu den deutschen Gemeindewappen noch viel zu tun! So muss ich für die deutschen Wappen noch:

  • Viele offizielle Blasonierungen finden und in meine Liste einpflegen.
  • Fast alle französischen Blasonierungen erstellen.
  • Danach kann ich die Wappen dann taggen und Beschriften

In Zwischenzeit möchte ich aber auch weiterzeichnen und hier fragt sich, welche Wappen? Eine Idee war, auch die Wappen der anderen Landkreise in Rheinland-Pfalz zu zeichnen, schliesslich wollen wir ja die gesamte Großregion erfassen. Wenn wir dabei die Karte betrachten, fällt allerdings auf, dass ich in Belgien erst die Provinzwappen und die Gemeindewappen von einer Provinz vorzuweisen habe, und in Frankreich nur das Wappen der Region Lothringen, drei Départementswappen aber noch keine eine Gemeinde!


Um etwas ausgewogener daher zu kommen, will ich jetzt erst mal das Gewicht von Deutschland weg, zu den bislang weniger oder gar nicht gehandelten Nachbarländern Belgien und Frankreich hin verlagern. Weil ich Frankreich bislang (fast) völlig ignoriert hatte, beschloss ich, mich nun endlich auch mal der Nachbarn im Süden zu widmen. Als erstes habe ich die obige Karte der Großregion erstellt, und als ich die Flüsse einzeichnete fiel mir auch das Motto ein, nach dem ich jetzt erst mal vorgehen will:

Mein Leitmotiv soll sein alle Wappen entlang der Mosel zu erfassen!

An der Mosel wohne ich schließlich seit 2011, in Moselnähe, seit 2007 und gemocht habe ich den großen, aber sanften Fluss schon immer.
Die Lorraine besteht aus vier Départements:

  • Département Meurthe et Moselle (54),
  • Département Meuse (55)
  • Département Moselle (57),
  • Département Vosges (88)

Nachbarn Luxemburgs sind Meurthe et Moselle und Moselle, deren Einwohner gerne auch als Cent-Onze bezeichnet werden, weil die Summe der Departementsnummer 54+57 halt 111 ergibt. Wie beim vorangegangenen Schritt, “Rheinland-Pfalz”, will ich auch hier kleinere Einheiten zusammen zeichnen, die Départements haben dafür zu viele Gemeinden. In Frankreich sind die Gemeinden noch in Kantone, und Arrondissements (Bezirke) zusammengefasst. Die Einheit des Bezirks entpricht in etwa der der deutschen Verbandsgemeinde, in Bezug auf die darin vereinten Gemeinden, daher wähle ich die. Berücksichtigen wir nur die Moselanrainer, werden folgende Arrondissements Vorrang beim Zeichnen haben:

Die Mosel fliesst durch Arrondissement Département
Die Mosel fliesst hier zwar nicht durch, aber es grenzt an Luxemburg Arrondissement Briey Meurthe et Moselle
Die Mosel fliesst durch den Arrondissement Nancy Meurthe et Moselle
Die Mosel fliesst durch den Arrondissement Toul Meurthe et Moselle
Die Mosel fliesst durch den Arrondissement Épinal Vosges
Die Mosel fliesst durch den Arrondissement Lunéville Vosges

Später zeichnen wir dann noch:

Arrondissement Département
Arrondissement Bar-le-Duc; Meuse
Arrondissement Commercy Meuse
Arrondissement Verdun Meuse
Arrondissement Château-Salins Moselle
Arrondissement Sarrebourg Moselle
Arrondissement Sarreguemines Moselle
Arrondissement Neufchâteau Vosges
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges Vosges

Weiter soll Vorrang geniessen:

  • der deutsche Landkreis Mayen-Koblenz, der bei meiner vorigen Zielsetzung (alle Nachbarkreise zu Luxemburg, Nachbarkreise der Nachbarkreise und historische Verbundenheit mit Luxemburg) nicht ins Schema passte.
  • Das belgische Arrondissement Verviers, das auch die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens umfasst, weil es an Luxemburg grenzt.

Als erstes muss nun eine Liste der französischen Gemeinden in Lothringen her! Hier stehen zum Glück gute Vorarbeiten zur Verfügung:

Morgen ist Igeler Säulenfest

Morgen ist es soweit, dann wird die Igeler Säule offiziell von der Ortsgemeinde Igel mit einem “Igeler Säulenfest” dem Publikum vorgestellt.


Die Igeler Säule war jetzt ein paar Jahre verhangen, weil sie “im Bestand gesichert”, in gewisser Weise renoviert werden musste.

Hier das

Programm für das Fest im Säulengarten im Steinwingert, den 27. September 2015

11.00 Uhr Begrüssung und Ansprachen
Igeler Singing Kids
12.00 Uhr
  • Einsegnung
  • Mittagessen im Hotel Igeler Säule
  • Siegerehrung “Lese Sommer 2015”
13.00 Uhr
  • Präsentation Landesmuseum: Dr. Georg Breitner
  • Landschaftsarchitektin Silke Öffling: “Säulengarten”
13.30 Uhr Musikverein Lyra Igel
14.00 Uhr
  • Präsentation Landesmuseum: Dr. Georg Breitner
  • Landschaftsarchitektin Silke Öffling: “Säulengarten”
14.30 Uhr Singkreis / Kirchenchor Igel
15.30 Uhr
  • Präsentation Landesmuseum: Dr. Georg Breitner
  • Landschaftsarchitektin Silke Öffling: “Säulengarten”
16.00 Uhr Musikalische Unterhaltung mit “HW und Freunde
18.00 Uhr “Dorle&Band”

Heute morgen schon, haben der Bürgermeister und die freiwilligen Helfer der diversen Vereine schon mal alles hergerichtet. Freuen wir uns auf morgen.

Wanderung mit der Agulia Igel

Letzten Sonntag sind wir vom Heimatverein Igel dann, wie angekündigt, gewandert. Ich ging die 12 km Strecke mit, hier dann die Fotos von dieser.

Verbandsgemeinden Brohlthal und Bad-Breisig

Nachdem der dickste Brocken, Adenau geschafft war, verblieben nur noch die relativ kleine Verbandsgemeinde Bad Breisig und die restlichen Wappen in der Verbandsgemeinde Brohlthal zu zeichnen.


Am Samstag abend malte ich noch das Wappen von Walldorf, mit dem Wolf und Bischofstab, als das letzte von Bad Breisig, und lieferte zuvor noch diese Wappen aus dem Brohltahl:

Damit ist nun nicht nur zudem der ganze Ahrkreis abgeschlossen, sondern das ganze engere Gebiet das ich ins Auge gefasst hatte, behandelt.

Verbandsgemeinde Adenau fertig, oder – wer ist eigentlich Peter Lönnendonker?

Seit gestern habe ich nun alle Zeichungen der Wappen in der Verbandsgemeinde Adenau fertig. Das war ein schwerer Kampf! Die meisten hatte ich im Feburar gezeichnet, zuletzt am 28.2 Müsch. Nach dem Schihurlaub und der anschliessenden längeren Krankheit hatte ich die Lust aufs Wappenzeichnen, insbesondere von Wappen aus der Verbandsgmeinde Adenau verloren. Hier erst mal die nun nachgelieferten Wappen, in der Reihenfolge ihrer Bereitstellung:


Besonders mit Antweiler hatte lange gehadert und mehrere Versuche es zu zeichnen wieder abgebrochen, derweil ich andere Landkreise vorzog: Vulkaneifel, Birkenfeld und sogar fast das gesamte Saarland.

Eine der Hauptschwierigkeiten die mich frusteten, war dabei die dünne Quellenlage! Ahrweiler liegt schon etwas zu weit von Luxemburg weg, als dass mir die Heimatzeitschriften etc. in denen üblicherweise schon mal amtlich abgesegnete Wappenbeschreibungen zu finden sind, geläufig und leicht zur Hand wären. Ich bin auf das angewiesen, was man im Netz so findet! Da ist es schon eine echte Pionierleistung, dass auf Wikipedia sich Leute die Mühe gemacht haben, alles zusammenzustellen, was sie so zu den Wappen finden können. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Wappen_im_Landkreis_Ahrweiler.
Quellen der Wikipedianer sind andererseits zumeist die Auftritte der Gemeinden und Verbandsgemeinden, und die führen in Ahrweiler bestenfalls Zeichnungen der Wappen, seltener schon populäre Beschreibungen zur Symbolik der Wappen, aber fast nie die Blasonierungen. Bleiben die Zeichnungen, aber deren Qualität ist zumeist mehr als dürftig. Sie sollen ja auch im Netz nicht viel Platz weg nehmen und verschwinden zudem europaweit zusehens zu gunsten alberner, kindischer, aber sicher zumeist teuer bezahlter “Logos”….
Hier drei Beispiele, wo kaum zu entziffern war, was dort dargestellt sein sollte:


Dass z.B. die zentrale Figur des Wappens Ohlenbusch eine Eule sein soll, hätte ich vielleicht aufgrund des Namens irgendwann erraten können, aber wir wollen wissen, nicht glauben! Welch eine Wohltat, wenn man dann doch noch eine Seite im Netz findet, wo Wappenbeschreibungen aufgelistet sind, so auf dem Auftritt von Manfred Reinnarth http://manfred-reinnarth.de/, nach eigenen Angaben ein Journalist und Familienforscher. Auf Seite http://manfred-reinnarth.de/EAM/Wappen/D-AW-AD.htm präsentiert er die Wappen der Gemeinden in der Verbandsgemeinde Adenau und gibt an, sie wären “gesammelt von Peter Lönnendonker“. Leider stehen die Wappenbeschreibungen mit den Zeichnungen sehr oft in keiner richtigen Verbindung: Er benutzt “heraldisch” anmutenden Bezeichnungen wie “Schildhaupt” und “schreitender Löwe“, aber mit offensichtlich einer völlig anderen Bedeutung, als ihnen in einer deutschen Blasonierung zukommen. So beschreibt er das Adenauer Wappen z.B. als

Schildhaupt in der Mitte geteilt. Im oberen silbernen Schildteil ein schwarzes Balkenkreuz, im unteren roten Schildteil ein silberner Löwe.“.

Unter Schildhaupt (franz. chef) versteht man eigentlich ein Feld, das aus dem oberen Drittel des Schildes besteht (oder Viertel, wie Rietstapp haben will), und das soll dann noch von einem waagerechten Strich in zwei Hälften geteilt (frz. coupé) sein? Und was wäre dann in den unteren 2/3 des Schildes?.
Die Schindeln vergisst er genauso zu erwähnen, wie den Umstand dass der Löwe schreitend (= auf allen Vieren gehend, frz. passant) und blau bezungt ist; das erfährt man hingegen auf Wikipedia, was ich in diesem Falle glaube https://de.wikipedia.org/wiki/Adenau#Wappen.


Derweil das Wappen Adenau ja wirklich zwei Felder hat, findet Peter Lönnendonker, sodann die Beschreibung wirklich von ihm und nicht von Manfred Reinarth selber ist, im Wappen Nürburg ebenfalls ein Schildhaupt:
Im roten Schildhaupt, ein rechts gewendeter schreitender goldener Löwe, umgeben von dreizehn goldenen Schindeln.

Dabei gibt es hier nur ein einziges Feld, und dieser Löwe schreitet gar nicht sondern ist aufrecht. Offenbar verwendet Lönnendonker das Wort “Schildhaupt” als Synonym für “Schild”. Vielleicht dachte er an “Hauptschild” (weil er noch mit Nebenschildern rechnete?) und nahm an, in der Heraldik wäre alles verkehrt rum, so wie links und rechts? Warum dann nicht Schildhaupt statt Hauptschild?

Und wo sieht Reinnarth/Lönnendonker beim Wappen Barweiler eigentlich ein Schach(muster, das sind lauter vierecke in zwei Farben, wie beim Schachbrett – dort halt schwarz und weiss)?
Schildhaupt von silber-rotem Schach geviert. Im rechten oberen Schildteil eine silberne Lilie und im linken unteren roten Schildteil eine goldene Glocke. Der linke obere und der rechte untere Schildteil jeweils silbern

Leider gibt Reinarth nicht an, woher denn Peter Lönnendonker die Beschreibungen her hat! Und weiter kam zudem im Februar keine eine meiner Mails durch. Ich hatte dem guten Mann, wunschgemäss nämlich Feedback über gefundene Fehler geben wollen, und Manfred Reinnarth gibt gleich mehrere Email Adressen an! funktioniert hat keine einzige, alle kamen zurück. Ob der Mann einen automatischen Kritikimmunisierungsfilter verwendet ? 😉

Hier, à titre d’information, die Briefköpfe meiner vergeblichen Schreiben, samt dem Fehlerchen, den ich entdeckt hatte:

MIME-Version: 1.0
Message-ID: From: “Daniel Erpelding”
To: Manfred.reinnarth@aol.com
Subject: Fw: Wappenbeschreibungen der VBGemeinde Adenau
Content-Type: text/html; charset=UTF-8
Date: Wed, 25 Feb 2015 06:39:50 +0100
Importance: normal
Sensitivity: Normal
References: , X-UI-Message-Type: mail
X-Priority: 3
X-Provags-ID: (….)

Gesendet: Mittwoch, 25. Februar 2015 um 06:36 Uhr
Von: “Daniel Erpelding”
An: Manfred.reinnharth@aol.com
Betreff: Fw: Wappenbeschreibungen der VBGemeinde Adenau

und

Gesendet: Mittwoch, 18. Februar 2015 um 20:25 Uhr
Von: “Daniel Erpelding”
An: Manfred.reinnharth@libero.it
Betreff: Wappenbeschreibungen der VBGemeinde Adenau
Grüss Dich Manfred Reinnarth.

Deine Website fragte mich gerade:

FEHLER 404

ups,… hab’ ich da tatsächlich einen falschen Link gesetzt?

Ja hast Du und zwar auf Seite http://www.manfred-reinnarth.de/EAM/Wappen/D-AW-AD.htm
verlinkst Du unter “wer” auf http://www.manfred-reinnarth.de/EAM/Eifel/wer.htm statt auf manfred-reinnarth.de/manfred.htm

Ganz umsonst war es aber nicht, auch wenn man die, offensichtlich selber gebastelten Blasonierungen nicht übernehmen kann, weil sie ohne Sachverstand zusammengezimmert sind: sie geben schon Hinweise die ich durchaus glaube. So habe ich es Reinnarth/Lönnendonker zu verdanken, dass ich dem Doppeladler im Wappen von Senscheid kein Schachbrett, wie der Zeichnung zu entnehmen gewesen wäre, sondern das Dauner Gitter auf die Brust legte. Aufgrund der Nähe des Ortes zu Daun, erscheint mir dies eine sinnvolle Wahl, die Blasonnierung vielleicht nicht ganz richtig zu sein, der Inhalt aber schon!

Am 20. September: Wanderung mit der Agulia Igel

Der September ist mein Monat der Vereine! An gleich zwei Wochenenden stehen nun Veranstaltungen mit dem Kultur- und Heimatverein Agulia Igel an. Heute habe ich den Flyer verteilt, der für nächste Woche zwei Wanderungen ankündigt:

Herbstwanderung Heimat- und Kulturverein Agulia e.V.

Am 20. September veranstaltet der Heimat- und Kulturverein Agulia e.V. seine diesjährige Herbstwanderung. Es werden zwei Routen angeboten. Die Startpunkte der beiden Wanderungen unterscheiden sich, gemeinsames Ziel ist das Gemeindehaus an der Igeler Säule. Dort werden bei einem gemütlichen Ausklang Gulasch mit Spätzle (4,00 Euro) und Getränke angeboten.

Wanderung 1: Durch Wald und über Höhen ins Igeler TaL


Start: Parkplatz am Feuerwehrhaus Igel, Am Feilenkreuz um 9.30 Uhr
Wegstrecke: ca.12 km (ca. 3 Stunden mit Getränke- und Obstpause)
Route: Zewener Wald, Herresthal, Kulturweg nach Liersberg, Grillhütte, Pièta Weg nach Igel, Gemeindehaus

Wanderung 2: Mosel- und Weinbergswanderung


Start: Igeler Säule, Trierer Straße um 10.30 Uhr
Wegstrecke: ca. 5 km (ca. 2 Stunden ) mit Getränkepause
Route: Igeler Säule, Moselradweg, Weinberge, Grutenhaus, Schauinsland, Gemeindehaus
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer.


Ich werde natürlich die 12 km Strecke mitgehen, denn Renate hat angekündigt, dass die Freunde vom Verein beim Freischneiden der Wege, weitere, den meisten bislang unbekannte Wegmarken entdeckt hätten.
Übrigens ist die Igeler Säule, welche noch letzte Woche zu Reparaturzwecken durch ein Baugerüst verhüllt war, wieder frei zugänglich. Das ist auch unbedingt erforderlich, denn gleich die Woche darauf, lädt die Agulia noch mal ein:

Am 27. September veranstaltet die Ortsgemeinde ein Säulen-Fest zur Einweihung des neu gestalteten Umfeldes der Igeler Säule.

Da können Einwohner und Gäste live in Augenschein nehmen, was Silke Öffling im Mai nur angekündigt hatte. Was ich letzte Woche begutachtete, sieht jedenfalls schon gut aus:

Nachzügler beim Eifelkreis Bitburg-Prüm

Vor etwas mehr als einem Jahr verkündete ich, alle mir bis dato bekannten Wappen im Eifelkreis gezeichnet zu haben. Leider hatte ich feststellen müssen, dass gerade im Eifelkreis, mit dem sich geschichtsbewusste Luxemburger wie ich immer ganz besonders verbunden fühlen, reichlich viele Gemeinden leider kein Wappen führten, oder aber sie nicht dokumentiert sind (oder besser, diese mir nicht bekannt ist). Zum Glück schrieb ich das, denn bald schon meldeten sich Leser die mich berichtigten und auf Gemeinde verwiesen, die inzwischen sehr wohl ein Wappen führen:
Den Anfang machte am 21. September 2014 der Ortsbürgermeister von Heilbach, Peter Trauden, der mich mit dem Heilbacher Wappen bekannt machte, und am 2. November 2014 meldete sich sogar Dr. Credener aus Lampertsberg, der einige der Wappen im Eifelkreis entworfen hatte und berichtete mir weitere Fälle die mir entgangen waren. Hier seien nun die Wappen die nachgereicht, die mir Dr. Credner bezeichnet hat. Ihm verdanke ich Vorlagen, und Wappenbeschreibung:


Erfreut durfte ich weiter feststellen, dass ich Wikipedia diese Wappen inzwischen auch eingepflegt sind.
Bei der Gelegenheit habe ich auch bei meine Zusammenstellung der Wappen im Eifelkreis die Wappen nach den neuen Fusionsgemeinden gruppiert:

  • Bitburger Land, hervorgegangen aus Bitburg-Land und Kylburg,
  • und Südeifel, gebildet aus Irrel und Neuerburg

Die neue Verbandsgemeinde Bitburger Land hat inzwischen sogar ein Wappen, entworfen wieder von Dr. Credner.



Die Südeifel, wo erst kürzlich die Klage gegen die Fusion abgewiesen wurde, scheint man sich noch uneins zu sein.

Zwei Texte von Emile Diderrich (1881-1933) digitalisiert

Vor ein paar Wochen hatte mich einer meiner Leser um Hilfe beim Bestimmen einer Ofenplatte gebeten. Auf der Suche nach Literatur zu Ofenplatten (lx.: Tak, fr: Taque) im Raum Luxemburg, stiess ich erneut auf Emile Diderrich, einen schreibenden Hotelbesitzer aus Mondorf-les-bains, der 1914 ein Inventar der Ofenplatten des damaligen Luxemburger historischen Museums erstellt und dieses in Form eines Artikels namens Inventaire descriptif des TAQUES du Musée Historique de Luxembourg in der Zeitschrift “Ons Heemecht” publizierte hatte. Ich schreibe “erneut”, weil er mir als eine der Quelle des Dr. Loutsch bereits bekannt war, und ich schon seit längerem vorhatte, zu einem späteren Zeitpunkt ein paar Artikel von Emil Diderrich zu digitalsieren. Das habe ich nun vorgezogen.

Artikel: Inventaire descriptif des TAQUES du Musée Historique de Luxembourg

Die Luxemburger Nationalbibliothek hielt ein “tiré à part” des Artikels bereit, so konnte ich mir das Buch ausleihen, denn die “Ons Heemecht” Bände sind in der Regel nur zur Einsicht. Man kann die Artikel zwar kopieren, aber immer nur in einer grauenhaften Qualität, vor allem die Abbildungen. Mit meinem eigenen Scanner aber konnte ich dem Leser des 21. JH. diesen 101 Jahre alten Text auch mit hübschen Illustrationen näherbringen:


Ich habe alle Fussnoten eingefügt, und werde den Text sich noch bearbeiten, etwa die Links auf die Wappen in meiner Datenbank setzen, ich finde ihn aber jetzt schon vergnüglich zu lesen.

Artikel: Notice généalogique sur la famille Milleret de Preisch

Bei einem Besuch in der Mittagspause, nach dem Essen in der Staatskantine schmökerte ich vor zwei Jahren in der Nationalbibliothek und fand diesen Artikel über die Familie Milleret de Preisch von Emile Diderrich, eine französische Familie italienischer Abstammung, die mit Luxemburgern versippt war.


Interessant, wie sie und ihre Allierten auf unterscheidlichen Seiten sich in den kriegerischen Auseinandersetzungen für ihren jeweiligen Dienstherren sich auszeichneten, etwa der Herr de Boland, der die Festung Luxemburg 1795 gegen die revolutionären Franzosen verteidigt, derweil ein anderer Verwandter derselben Sippe, Frédéric de la Chevardière, für Napoleon in die Schlacht von Waterloo zieht und schwer verwundet wird.
Das Interesse von Diderrich erregte aber der Umstand, dass ein Mitglied dieser Familie, Jacques-Constant (de) Milleret im Mondorf nahe gelegenem Preisch das Schloss1 gekauft und ausgebaut hatte.

Auf der Suche nach Spuren von Emil Diderrich

Weil ich vor zwei Jahren schon mal mit dem Gedanken gespielt hatte, Werke von Emile Diderrich zu digitalisieren, kurz nachdem ich die wichtigsten Arbeiten an Armorial Loutsch Online beendet hatte, wobei er mir aufgefallen war, hatte ich in Erinnerung, dass es irgendwo einen Artikel über ihn gäbe, aus dem hervorging, dass er ein Hotelbesitzer aus Mondorf les bains gewesen sei. Mich dünkte, auf Wikipedia. Den Artikel den ich in der Nase hatte, fand ich nicht wieder2, und doch hat es Emile Diderrich es ins Luxemburgische Wikipedia geschafft, wenn auch nur in eine Fussnote zu einem Artikel über das Hotel, das er einst betrieben hatte: https://lb.wikipedia.org/wiki/Hotel_Grand-Chef#cite_note-8:

Den Emile Didderich, den 30. September 1933 am Alter vun nëmmen 52 Joer gestuerwen, war e renomméierte Gastronom, en unerkannten Historiker a Schrëftsteller. Hie war Membre-correspondant vum Institut grand-ducal. Säi Brudder war den Historiker Arthur Didderich, ee vun de wéinege Lëtzebuerger, déi mat der franséischer Éierelegioun ausgezeechent goufen.

Dieser Eintrag richtete bei mir große Verwirrung an, denn offenbar wird der Name völlig anders geschrieben! Auch ein paar Sackgassen in Luxemburg sind nach einem Emile Didderich benannt3, verdoppeln das zweite “D” und nicht das “R”, wie ich es von den digitalisierten Artikeln her kannte.
Gelobt sei aber die Nationalbibliothek und das Projekt ELxuemburgensia (http://www.eluxemburgensia.lu), welche fleissig die Luxemburger Tageszeitungen der letzten 200 Jahre online stellen. Dort findet man ihn, und zwar in der richtigen Schreibweise Emil(e) Diderrich4, z.B. eine Meldung aus dem Luxemburger Wort vom 20. Juli 19115

Großherzogliches Institut. In der gestrigen Sitzung der Historischen Abteilung des Großherzoglichen Instituts wurde Hr. Emil Diderrich aus Bad Mondorf in Ersetzung des verstorbenen Ehren-Staatsarchitekten Karl Arendt zum wirklichen Mitglied gewählt.

und sogar eine Biographie in Form eines Nachrufs im Escher Tageblatt vom 2. Oktober 19336:

Man vergegenwärtige sich es verschwindet für immer aus der Luxemburger Gemeinschaft ein in vielfacher Beziehung erstklassiger Mensch, der den ihm von väterlicher Ueberlieferung und persönlichem Geltungstrieb angewiesenen Platz auf das ehrenhafteste ausfüllte.
Emil Diderrich ist nioht mehr. Tausenden die ihn kannten und wertschätzten in seiner vielfachen Betätigung : als Inhaber einer der vornehmsten Gaststätten des Landes, als sachkundiger Berater und Förderer des Mondorfer Staatsbades, als kluggelehrter Forscher und Volkskundler, allen wird er fortan fehlen und unersetzlich sein.
Als Emil Diderrich, noch ganz jung an Jahren, aber an theoretischem und praktischem Fachwissen besonders aber an feinfühliger Menschenkenntnis reich, das vor 80 Jahren von dem Lothringer Aristokraten Hippolyte Trotyanne gegründete Touristen- und Badehotel, gen. «Hotel Grand Chef» übernahm, da stellte sich bald heraus, dass er dieser grossen Aufgabe völlig gewachsen war : er war zum Hotelier geboren.
Bald sah er ein dass er dem von seinen Eltern erlebten Organismus ein dem Geist der Neuzeit entsprechendes Gepräge geben müsse und dass er, durch Ausschaltung jeglicher Verwaltungszwischenglieder, die intimste Fühlungnahme zwischen seiner Kundschaft und der in sainer Person verkörperten Oberleitung bewerkstelligen müsse. Aber erst nachdem er vor etwa zehn Jahren eine kluge und geschäftstüchtige Gattin desselben Geistes heimgeführt und kurz darauf die gesamte Hotelanlage weiter ausgebaut hatte, setzte der grosse Aufstieg ein, um den ihn viele Amtsgenossen beneideten und der nun, durch sein tragisches Hinscheiden, in ein entscheidendes Stadium tritt.
Aber nicht nur als zünftiger Hotelbesitzer von Rang, sondern auch a’s «spiritus rectar» des in seiner Entwicklung vielfach gehemmten Staatsbades Mondorf hat Emil Diderrich das hohe Verdienst, die bisher erfolgten oder in Vorbereitung befindlichen Ausbauarbeiten wesentlich gefördert zu haben. Jedenfalls ist es für jeden Einsichtigen klar, dass ohne seine hartnäckige Fürsprache vieles nicht so vollkommen erneuert und in so raschem Tempo ausgeführt worden wäre, wie dies tatsächlich der Fall war.
In den Annalen unseres Staatsbades gebührt Emil Diderrioh neben Doktor Klein ein Ehrenplatz.
Und dann seine Tätigkeit als Geschichtsforscher und Folklorist! Wenn man Emil Diderrichs Werk aus diesem weitverzweigten Gebiet mit den greifbaren Ergebnissen seiner Hotelleitung und seiner Betreuung Mondorfs in Parallele stellt, so muss man über die Vielseitigkeit und den Schaffendrang dieses einzigartigen Menschen geradezu staunen. Was wundern, wenn sein ehrliches Streben und seine Kompetenz die gebührende Anerkennung fanden und dass Emile Diderrich beinahe zu gleicher Zeit zum ersten Vorsitzenden des Verbandes inländischer Hotelbesitzer und zum wirklichen Mitglied der Historischen Sektion des grossh. Institutes berufen wurde.
Unsere Leser und die der anderen inländischen Blätter, die der «Hemecht» und der «Cahiers luxembourgeois» wissen, was der Verstorbene allwöchentlich, besonders in den Mussestunden nach Saisonschluss, von uralten Familienverästelungen, volkstümlichem Heiligenkult und seltsamen Ortsgebräuchen unserer Vorfahren zu plaudern wusste, aber auch wie tiefgründig und allseitig interessant sein Wissen um die von ihm bevorzugte Lothringisch-Luxemhurgische Dreiländerecke, besonders um Mondorf, Remich, Püttlingen, Rodemacher, Roussy und Sierck-Rüstroff war.
Auch dieses spezielle Forschungsgebiet, auf dem er vielen inländischen Geschichtskundigen Wegebereiter war, wird nun voraussichtlich leider keine zielbewusste Ausbeute mehr erfahren, und das ist, neben seiner sonstigen menschlichen Wertschätzung, was das Verschwinden dieses tüchtigen und gescheiten Arbeiters als einen unersetzlichen Verlust betrauern lässt.
N. R

Liste der Wappen, in denen Diderrich als Quelle angegeben wird

Zum Abschluss meiner Recherchen zum Autor, will ich noch angeben, wo auf wiesel.lu jetzt schon Referenzen (durch Dr. Loutsch) zu Artikeln des geschätzten Emile Diderrich zu finden sind:

Wappen Martiny: Emile Diderrich: Notice généalogique sur la famille de Martiny d’Erpigny, extrait des Annales d’Arlon, 1911, t. XLVI
Wappen Souroux: Diderrich, O.H. 1914, pp. 175 et 303,
Wappen Milleret: Voir E. Diderrich, O.H. 1911, P. 465
Wappen La Ruelle: Les Pierres armoriées d’Aspelt, O.H. 1910, P. 219
Wappen Winckel: Jean de Winckel, premier ancêtre connu de cette famille, docteur en droit et bourgmestre de Trèves, aurait été anobli au début du XVIe siècle, d’après des données manuscrites de M. Emile Diderrich. Ses descendants ont adopté des armes différentes, en se répandant sur les bords de la Moselle, on ne sait pourquoi.
Wappen Braecht, ou Braicht: Les Pierres armoriées d’Aspelt, O.H. 1910, P. 143.
Wappen Waldecker de Kempt: Les pierres armoriées d’Aspelt, O.H. 1910, P. 142).
Wappen Kempt: Les pierres armoriées d’Aspelt, O.H., 1910, P. 141
Wappen Boland: Notice Généalogique sur la famille Milleret de Preisch, O.H. 1911, P. 464.
Wappen Ungeschick: Genealogisch-biographische Notizen über die Familie Ungeschick von Grebenmacher, O.H. 1918, généalogie partielle qui n’est pas exempte d’erreurs ni de lacunes.
Wappen Ungeschick – variante: Genealogisch-biographische Notizen über die Familie Ungeschick von Grebenmacher, O.H. 1918, généalogie partielle qui n’est pas exempte d’erreurs ni de lacunes.

Aus dieser Tabelle ist auch ersichtlich, welche Artikel von Emile Diderrich, dem ich eine Autorenseite eingerichtet habe, noch auf dem Programm stehen.

  1. Siehe: https://fr.wikipedia.org/wiki/Ch%C3%A2teau_de_Preisch []
  2. Vielleicht wurde er, wegen zu geringer Relevanz ja wieder gelöscht? []
  3. Laut http://lux.postcodequery.com/ar/cTB5.html gibt es jeweils einen Impasse Emile Didderich in Mondorf-les-bains, einen in Remich und einen in Grevenmacher. In Mondorf, seinem Heimatort gibt es aber selbstverständlich eine richige Rue Emile Diderrich! Der Fasthomonym hat hingegen in Belgien noch ein paar Strassen, die nach ihm benannt sind, ich fürchte daher dass dem Autor auf Wikipedia ein kleiner Fehler unterlaufen ist. []
  4. Mal wird das “e” an Emil drangehangen und die französische Form verwendet, mal lässt man es weg und die deutsche Fassung gilt. Das ist völlig normal, Emile fühlte sich zwar im Französischen wohler, schrieb aber wie viele Luxemburger jener Jahre auch Artikel auf deutsch []
  5. Nach zu schlagen unter http://www.eluxemburgensia.lu/R/CKBYVVIEA1TSIATSJKA1KP4PQIG4E3G49N7FXS8YY7P1771ENS-03656?func=results-jump-full&set_entry=000017&set_number=000046&base=SERIALS. Das PDF kann man aber auch hier einsehen: Luxemburger Wort 20-07-1911 []
  6. PDF des Nachrufs im Tageblatt, in seinem Zusammenhang von ELuxemburgensia: Tageblatt 1933-10-02_01 p4 []

Mit der Saarpfalz, Zeichenarbeiten am Saarland erst mal abgeschlossen

Die Saarpfalz umfasst jene Teile des Saarlandes, die vor 1919 nicht wie der Rest des Gebietes zu Preussen, sondern einst zur bayrischen Pfalz gehört haben. Das zeigt sich besonders gut im Wappen von Sankt Ingbert. Hübsche Wappen, an denen Otto Hupp Hand angelegt hatte, führen auch Homburg und Blieskastel, auch wenn Heilige, hier der heilige Sebastian, mit der echten Heraldik immer schwierig zu vereinbaren sind.


Keine Wappenbeschreibung fand ich für Gersheim und Bexbach. Bei Bexbach wird auf Wikipedia sogar hervorgehoben, dass sie ihr Wappen inzwischen verschmähen.

“Im Gegensatz zu vielen anderen Städten und Gemeinden benutzt Bexbach das Stadtwappen nicht, um sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu solchen Zwecken wurde von der Verwaltung das Logo Stadt Bexbach – Partner der Bürger gestaltet.”

Ob die Bürger sich wirklich durch so einen modischens Schickschnack Smilie besser dargestellt fühlen, als durch ihr Wappen?


Weil die Saarpfalz, als der am weitesten von Luxemburg entfernte auch der letzte von mir behandelte Landkreis im Saarland ist, sind nun auch alle aktuellen saarländischen Gemeindewappen von mir bereitgestellt. Die ehemaligen Wappen von vor 1974 habe ich weggelassen, auch wenn sie wohl noch viel benutzt werden. Vielleicht später?

Ich beschäftige mich nun noch mit den Lücken in Rheinland-Pfalz, hier vor allem dem Kreis Ahrweiler, und werde dann zur Beschriftung schreiten!