• Wie in den meisten Luxemburger Dörfern ist auch in Küntzig die katholische Kirche, das herausragendste Gebäude.

    Die Kirche und ich

    Viele schöne Kindheitserinnerungen verbinde ich mit der Kirche. Als Kind war ich unsportlich und zudem damals schon weitgehend unmusikalisch, und da das Dorf ausserdem Fussball- und dem Musikverein keine weiteren ausserschulischen Angebote machte, wo man Kindern Gelegenheit gegeben hätte sich einzubringen, war ich hier ziemlich isoliert. Umso grösser meine Freude, als nach meiner Kommunion der neue Pfarrer Philippe Barthel uns anbot Messdiener zu werden! Ich war sofort dabei. Herr Barthel war sehr modern eingestellt und selbst meine Schwester durfte mitmachen, Inklusion bien avant la lettre! Ich bin ihm heute noch dankbar.
    Entsprechend oft war ich in der Kirche, nicht nur Sonntags, sondern auch je nach Dienstplan die Woche über und gerne auch zu Beerdigungen und Hochzeiten. Nach Aufnahme meines Studiums in Aachen, sah man mich aber nicht mehr oft dort.

    Über die Kirche

    Unsere Kirche ist dem heiligen Remigius geweiht, dem Bischof welcher der Überlieferung nach den ersten Frankenkönig Chlodwig getauft und das Frankenreich so christianisiert hat.
    Zu meiner grossen Freude konnte ich feststellen, dass die Kirche bereits einen Eintrag auf dem Luxemburgischen Wikipedia (https://lb.wikipedia.org/wiki/Kierch_K%C3%ABnzeg) hat.
    Auf Wikemedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:%C3%89glise_Saint-Remy_Clemency) bezeichnet man sie sogar als “Eglise Saint Rémy”. Den Namen hat in meiner Kindheit nie jemand benutzt, möglicherweise ist das eine spätere Ableitung von dem Fakt, dass der heilige Remigius der Patron der Pfarrei ist.
    Ansonsten weiss man bei Wikipedia zwar etwas mehr als ich, etwa dass die Orgel von 1887 ist und 1939 neu eingerichtet wurde, aber leider auch nicht sehr viel mehr. Was mir fehlt, wäre ein Text, wo sich mal ein Historiker, gerne auch ein Barfusshistoriker, sich mal der Baugeschichte angenommen hätte. Gibt es bestimmt, vielleicht meldet sich ja demnächst ein Leser mit einem freundlichen Kommentar. Ich schreib mal alles was mir so einfällt:

    • Wann die Kirche errichtet wurde, steht nämlich drauf, direkt über dem Eingang: 1726. Auf Wikipedia geben sie an, das wäre das Jahr in dem damit BEGONNEN wurde.
    • Die Höhe des Kirchturms gab der Dorfpfarrer meiner Kindheit mal mit 30 Meter an. Mir kam dies immer wahnsinnig hoch vor.
    • Dir Uhr hat, solange ich mich erinnern kann nicht funktioniert und, das muss schon Jahren bevor meine Erinnerung einsetzte erfolgt sein. Kein Geld für die Reparatur. Mitte der 1990er Jahre wurde sie dann endlich in Stand gesetzt.
    • Mitte der 1990er wurde die Kirche generalüberholt, denn meine Schwester musste ihre Hochzeit in Fingig feiern

    Ansichten

    Aussenansicht

    Innenansichten

    Die Fenster

    Der Kreuzweg

    Seitenaltäre

    Heiligenbilder


    Gerätschaften