Charles Loizeau de Grandmaison (1824-1903)

Charles Loizeau de Grandmaison stammte aus einer traditionsreichen bürgerlichen Familie und war ein französischer Archivar und Historiker1 aus dem 19. Jahrhundert. Er war mit dem heute noch wesentlich bekannteren Alexandre de Toqueville bekannt, dem er bei Publikationen half.
Wir interessieren uns hier, für seine erste Publikation, die er 1852 im Alter von 28 Jahren beim berühmten Abbé Migne veröffentlicht hatte:

Der “Abbé Migne” von 1852

Der vollständige Titel des Buches lautet:

Dictionnaire héraldique,
contenant

  • l’explication et la description des termes et figures usités dans le blason, des notices sur les ordres de chevalerie, les marques des charges et dignités, les ornements et l’origine des armoiries, les rois d’armes et les tournois, etc.,
  • suivi d’un Abrégé chronologique d’édits, déclarations, règlements, arrêts et lettres patentes des rois de France de la troisième race concernant le fait de la noblesse par Chérin,

Grandmaison schrieb also den ersten Teil, die Dokumente lieferte ein anderer.
Herausgeber war der Abbé Jean-Pierre Migne2 der eine Reihe theologischer Enzyklodädien herausgab, u.a. als 7., das obige Werk.
Das Buch versteht sich als Wappenrolle, es soll anderen Historikern, Archivaren erlauben, französische Wappen anhand ihrer Figuren zu identifizieren.
Wir stellen hier auf wiesel.lu bis jetzt die folgenden uns interessierenden Auszüge aus dem Buch zur Verfügung:

Biographische Notizen

Geboren wurde er am 29 mai 1824 in Poitiers, der Hauptstadt der Region Vienne.
Er studierte zunächst von 1845-1846 an der medizinischen Fakultät von Paris, dann aber von 1847-1850 an der École nationale des Chartes. Er ist ab dann ein diplomierter archiviste-paléographe. Er beschritt eine Beamtenkarriere, hauptsächlich als Bibliothekar und war:

  • 1850-1852. Attaché au catalogue du Département des manuscrits de la Bibliothèque nationale.
  • 1852-1894. Archiviste du département d’Indre-et-Loire.
  • 1858-1894. Inspecteur des Archives communales et hospitalières d’Indre-et-Loire.

Er starb am 16 Juni 1903 in Membrolle-sur-Choisille (Indre-et-Loire).

Wer mehr über ihn wissen will, konsultiere die folgenden, online verfügbaren Biographien, an denen wir uns oben inspiriert haben:

  1. Biographie auf Wikipedia:https://fr.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Grandmaison
  2. Biographie durch das Comité des travaux historiques et scientifiques – Institut rattaché à l’École nationale des chartes http://cths.fr/an/savant.php?id=1601

Fussnoten

  1. Mediävist und Historiker für die Moderne, spezialisiert auf die Geschichte seiner Herkunftsregion Tours et la Touraine. Archéologie, histoire de l’art, histoire des institutions []
  2. Zum Herausgeber, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques-Paul_Migne []