Anstehende Aufräumarbeiten

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Nachdem ich auch die drei letzten “vergessenen” Wappen, sowie einige Varianten nachgeliefert habe1, sind jetzt so gerade noch 20 zu erstellen. 20 von z.Z. 3768!


Es sind also mehr als 99% der Wappen bereitgestellt. Große Zuwächse kommen daher keine mehr, jetzt sind aber noch ein paar “Aufräumarbeiten” zu erledigen:

  1. Seit Ende Dezember liess ich das Beschriften, und Versehen mit Mediatags bei den hochgeladenen Wappen weg. Um sie leichter identifizieren zu können, sind diese Bilder auch an keine Seite angehangen (attached). Im Augenblick betrifft das 422 Wappen. Das ist natürlich sehr unfreundlich gegen die Suchmaschinen, darum sollte diese Arbeit auch Vorrang haben.

    Dass ich das Beschriften wegließ hatte mehrere Gründe:

  2. Dann müssen alle bislang bereit gestellten Wappen noch einmal überprüft werden. Ich nenne das, das “Big Review“. Dies u.a. auch aus dem oben angesprochenem Grund dass ich höhere Anforderungen an den Begleittext habe als noch 2009. Damals begnügte ich mich in der Regel mit der Angabe der Wappenbeschreibung, ohne zu verraten wo ich sie her hatte.
  3. Zum Nachsehen gehört auch, dass die Zeichungen überprüft und ggf. durch neue ersetzt werden. Dank des Plugins Enable Media Replace geht das mittlerweile recht gut, ohne dass ich sie, wie vorher, erst löschen und dann neu einstellen muss. In den folgenden Fällen wird ausgetauscht:
    • Wenn die Zeichnung noch im “alten Stil” angefertigt ist: Keine klaren Kanten, schwarz als Berandung. Hier sind vor allem die Wappen deren Namen mit “A” anfangen betroffen; den Buchstaben hatte ich Anfang 2010 schon erledigt.
    • Wenn die Tingierung nicht bekannt ist, habe ich früher das Wappen einfach ganz weiß gelassen, heute mache ich das anders. Hiervon sind sehr zwar viel mehr Wappen betroffen als im ersten Fall, andererseits müssen sie nur umgefärbt und nicht neu erstellt werden.
    • und last but not least: wenn ich einen Fehler entdecke! Manchmal entgeht mir z.B. ein Detail in der Wappenbeschreibung, etwa dass der Löwe doch zwei Schwänze hätte, die Krallen eine andere Farbe haben als das Tier, oder dass das Schachbrettmuster nur zwei Reihen aufweisen darf statt vier wie ich gezeichnet habe, usw.

Da dies alles recht zeitaufwendig ist, versuche ich z.B. die beiden ersten Aufgaben zu kombinieren.
Natürlich verliert die Umsetzungstabelle, die über den Fortschritt und die noch zu erwartenden Zuwächse informieren sollte ihre ursprüngliche Daseinsberechtigung. Sie hatte mir aber so gute Dienste geleistet und sie ist inzwischen eine der beliebtesten Seiten meines Auftrittes, dass ich sie nicht abschalten sondern umwidmen werde:
Sie soll, wie bisher, eine Zusammenfassung bieten (die Liste der Wappen, mit Wappenbeschreibung und Angabe der Seitenzahl im Buch) und in naher Zukunft dann, Zahlen nicht mehr zum Fortschritt der Umsetzung sondern eher inhaltlicher Art liefern. Vielleicht:

  • Es gibt so und so viele Löwen
  • oder folgende Farben gibt es
  • Die und die Schildteilungen sind beliebt
  • usw.

Mal sehen. Zunächst erst einmal soll nun, nicht mehr der Fortschritt beim Erstellen der Zeichnungen, sondern der beim Überprüfen angezeigt werden. Im Augenblick sind bereits erstaunliche 14 % der Wappen einer Überprüfung unterzogen worden. Diesen Stand wollen wir, ausnahmsweise mal wieder festhalten:

Anzahl Prozent
Wappen insgesamt 3768  
Davon sind Varianten 831  
Zeichung erstellt 3748 99.47%
Fehlen noch 20  
Überprüft 528 14.01%
– Seite Gesamt Varianten fehlen noch nachgesehen
A – 181 125 30 1 30 24%  
B – 201 429 91 1 31 7.23%  
C – 275 238 74   20 8.4%  
D – 311 129 22   23 17.83%  
E – 333 87 12   10 11.49%  
F – 349 155 29   20 12.9%  
G – 377 162 30   3 1.85%  
H – 403 324 64   4 1.23%  
I – 455 18 6   18 100%  
J – 458 50 8   6 12%  
K – 467 118 19   21 17.8%  
L – 489 312 85 3 90 28.85%  
M – 539 362 74 2 25 6.91%  
N – 601 111 24 2 2 1.8%  
O – 621 69 23   13 18.84%  
P – 632 165 34 1 11 6.67%  
Q – 658 1   0%  
R – 659 197 47 2 84 42.64%  
S – 695 357 84 5 112 31.37%  
T – 755 121 32 2 3 2.48%  
U – 775 23 7   0%  
V – 797 6   0%  
W – 799 175 25 1 1 0.57%  
X – 832 7 1   1 14.29%  
Y – 833 2   0%  
Z – 834 25 10   0%  
  1. besonders aufwendig war das Wappen de Chalon, wegen der vielen Felder []

7 Wappen waren schnell erstellt

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7 der 10 bei der Suche nach Doubletten entdeckten “vergessenen” Wappen waren recht schnell erstellt, sie waren einfacher Art. Berücksichtigen wir noch die ebenfalls zuvor fehlenden, aber bereits auf meinem Rechner vorhandenen Wappen Limpach und Jegen – variante 1, damit es neun seien:

Schwierigkeiten bereiteten eigentlich nur

  • Bettingen – variante. Hier bin ich mir nicht sicher, ob ich mit “roc à deux trompes” auch das richtig Meuble(stück) rausgesucht habe. Farbe ist auch unbekannt.
  • Und de Chardelle: hier fehlt mir auch eine Farbe.

Am interessantesten war Oreux: ein Feuer speiende Löwe, so ein Tier hatte ich bis jetzt noch nicht gesehen, die Vorlage musste neu erstellt werden. Hab das Feuer mal als “rot” angenommen, das muss aber nicht richtig sein.

Bereinigung der Doubletten

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Inzwischen habe ich alle gestern ermittelten Doubletten überprüft, nachgesehen und sodann dies ging behoben, hier das Ergebnis:
Von den 35 gefundenen Doubletten waren

Von mir absichtlich gemachter Fehler zum Test des Skriptes: 1
Doppelt vorhandene identische Zeile (Tippfehler?) 1
Bereits hochgeladen, aber falsch verlinkt (meistens Tippfehler) 20
Noch nicht hochgeladen, aber auf meinem PC bereits erstellt 3
und am ärgerlichsten: Noch gar nicht gezeichnete Wappen, die also nur irrtümlich als bereits erstellt markiert! 10

Somit sind wir bei der Umsetzung wieder etwas zurückgeworfen, aber das war zu erwarten! Immerhin konnte jetzt auch einige Zahlendreher in der Umsetzungstabelle bereinigt werden. Diese Verwechslungen kommen vor allem dann vor, wenn ein Name von mehr als einer Familie geführt wurde, und erst recht, wenn in diesen Familien dann auch noch mehrere Varianten vorkommen, wie z.B. bei Mamer.
Diese Suchen nach Doubletten ist Teil meines abschliessenden “big review” Programmes, das Mitte Februar parallel zum Erstellen der Wappen angelaufen ist und schon mehr als 10% der Wappen erfassen konnte. Es wird nun, wo weniger zu zeichnen ist, richtig Fahrt aufnehmen 😉

Hier das Ergebnis im Einzelnen:

18056= Bertels – variante 1 UND **Bertels – variante 2 War der Testdummy, Bertels variante 2 ist noch gar nicht erstellt.
2294= de Bettingen UND de Bettingen, dit de Kettenheim Mehrere Fehler „Bettingen – variante“ (chef d’or à un roc à deux trompes). Muss noch gezeichnet werden
18059= de Boulay – variante UND de Boulay – variante Zeile war doppelt
12367= de Chalon UND Chalon de Chalon (écartelé + écusson sur le tout fehlt noch)
12404= de la Chapelle UND de Chappy Zeilen verrutscht, de Chardelle – variante 2 muss noch gezeichnet werden
12470= de Clarye UND Messer Jehan de Clamassi portoit Tippfehler de Clarye war 12471
1397= de Clervaux – variante UND de Clervaux beide Wappen waren hochgeladen aber falsch verlinkt:
12589= de Coppin UND de Cornet Cornet war erstellt aber noch nicht hochgeladen, ist 18795 nun.
14031= Derneden UND Desmanet Reihe war ab Desmanet verschoben, Detz fehlte. Wurde erstellt und hochgeladen ist nun: 18797
14247= Gaspard UND Gattermann Gaspard fehlt
15688= de Harbonnier UND du Hautoy ou Hautois – variante Harbonnier war falsch beschriftet, ist 15829
16194= de Hohenzollern – variante UND de Hoiningen, dit Huene Hoiningen fehlt noch
16188= de Hombourg UND de Hombourg – brisure 2 Tippfehler: Hobourg – brisure 2 war falsch beschriftet, ist 16190
15061= de Jegen, ou Jeghen – variante 1 UND de Jegen, ou Jeghen – variante 2 Jeghen 1 war falsch, ist nun: 18798
14858= de Lanchette – variante 2 UND de Lavacherie de Lavacherie fehlt noch
1600= de Limpach UND Limpach Limpach aus Thionville fehlte, ist jetzt 18799
17469= de Linster UND de Lissingen Rosenblatt-Linster falsch, war 17468
16602= de Lomprez UND de Lomprez – variante Tippfehler: Lomprez-variante war 16623
1602= de Linster UND Lupus Lupus hatte in Wahrheit die Nummer: 2448
18405= Masius UND Merfeldt Masius hatte in Wahrheit die Nummer: 18403
17752= Metzler UND Meuchin Metzler war 17751
17797= de Malaise – variante UND du Moustier Tippfehler du Moustier war 17798
1613= Mamer UND Neumetzler de Mamer Beide Wappen sehen gleich aus (Farben fehlen!). Eintrag für Neumetzler wurde neu erstellt:
18662= de Beurthl – variante 1 UND de Nocheren Tippfehler Nocheren war 18660
13151= d’Oreux UND d’Oreux – variante 4 einiges verrutscht, Oreux – variante 4 fehlt
18243= de Pfortzheim UND Poncelet Tippfehler Pfortzheim war 18242
16985= de Reuland UND Reuland Tippfehler Reuland mit der fasce war 16981
17533= de Rivière UND de Roben, dit Linster – variante Tippfehler Rivière war 17531
17566= de Piedmont – variante UND Roberti Tippfehler de Piedmont – variante war 17564
17609= Schanaeus, ou Schanus UND de Scharffbillig – variante 2 Tippfehler Schanaeus ou Schanus war 17605
17885= de Hartelstein – variante UND de Schoenecken, dit Schauff Schoenecken, dit Schauff fehlt noch
17887= Houst UND Schondorf Tippfehler: Schondorf war 17886
17963= Schweitzer UND de Soheit Tippfehler Schweitzer war 17964
= de Baillet – puis UND de Soy – variante sowohl de Baillet als auch de Soy (plumes d’autruche) – variante müssen noch gezeichnet werden
15696= de Wampach – variante UND Wanderscheid

Doubletten gefunden

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Leider bin ich wohl mit der Umsetzung von Armorial Loutsch noch nicht ganz so weit fortgeschritten wie ich am Sonntag hoffnungsfroh meinte. Eine Überprüfung durch ein kleines PHP – Script ergab, dass ich einige Zeichnungen doppelt vergeben hatte, sich sogenannte Doubletten ergeben hatten. (Zum Glück nur Doubletten!) Ich muss die alle nachsehen, ausser dem ersten Fall, der war zur Überprüfung des Skriptes konstruiert.

Oha! Da wurden noch 35 Doubletten gefunden! Und zwar:

18056= Bertels – variante 1 UND **Bertels – variante 2
2294= de Bettingen UND de Bettingen, dit de Kettenheim
18059= de Boulay – variante UND de Boulay – variante
12367= de Chalon UND Chalon
12404= de la Chapelle UND de Chappy
12470= de Clarye UND Messer Jehan de Clamassi portoit
1397= de Clervaux – variante UND de Clervaux
12589= de Coppin UND de Cornet
14031= Derneden UND Desmanet
14247= Gaspard UND Gattermann
15688= de Harbonnier UND du Hautoy ou Hautois – variante
16194= de Hohenzollern – variante UND de Hoiningen, dit Huene
16188= de Hombourg UND de Hombourg – brisure 2
15061= de Jegen, ou Jeghen – variante 1 UND de Jegen, ou Jeghen – variante 2
14858= de Lanchette – variante 2 UND de Lavacherie
1600= de Limpach UND Limpach
17469= de Linster UND de Lissingen
16602= de Lomprez UND de Lomprez – variante
1602= de Linster UND Lupus
18405= Masius UND Merfeldt
17752= Metzler UND Meuchin
17797= de Malaise – variante UND du Moustier
1613= Mamer UND Neumetzler de Mamer
18662= de Beurthl – variante 1 UND de Nocheren
13151= d’Oreux UND d’Oreux – variante 4
18243= de Pfortzheim UND Poncelet
16985= de Reuland UND Reuland
17533= de Rivière UND de Roben, dit Linster – variante
17566= de Piedmont – variante UND Roberti
17609= Schanaeus, ou Schanus UND de Scharffbillig – variante 2
17885= de Hartelstein – variante UND de Schoenecken, dit Schauff
17887= Houst UND Schondorf
17963= Schweitzer UND de Soheit
= de Baillet – puis UND de Soy – variante
15696= de Wampach – variante UND Wanderscheid

Armorial Loutsch steht online bereit!

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Gestern habe ich die zwei letzten noch fehlenden Wappen gezeichnet, nun habe ich zu jeder Familie aus dem “Armorial Loutsch” für die Dr Loutsch eine Zeichnung mitlieferte, ein Wappen bereitgestellt. Was jetzt noch fehlt sind nur noch Varianten (23 zähle ich im Augenblick).


Gerne würde ich schreiben: das Projekt ist abgeschlossen! Aber 497 Wappen sind noch unbeschriftet, und 90% müssen noch überprüft und nachgebessert werden.

Milberg: engreslée statt ancrée

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Beim Wappen jener Milbergs, die auch Herren von Septfontaines und Cranendronck (Brabant) waren, wurde bei der Wappenbeschreibung ein Wort verwechselt: (croix) ancré(e) mit (croix) engreslé(e).


Die von ihm angegebene Zeichnung zeigt jedoch ein Ankerkreuz, also ergibt sich wieder die Frage: was ist falsch, der Text oder die Zeichnung? In diesem Falle konnte Loutschs Quelle konsultiert werden: das Luxemburger Nationalarchiv hält eine Ausgabe der vier Bände der Sceaux armoriés des Pays-Bas et des Pays avoisinants bereit.
Jean-Théodore de Raadt schrieb 1898 in Band II auf Seite 481:

Guillaume van Milenberghe (berg) seigneur de Craenendronc, homme de fief de la duchesse de Bourgogne (….) : Parti ; au 1ier, un fascé au 2e écartelé a et d une croix ancrée b et c, trois huchets.

Also ein Abschreibfehler, die Zeichnung war richtig, nicht der Text. Das war auch das wahrscheinlichste, wenn man weiß dass das Kreuz für die Herrschaft Septfontaines steht.

Halbjahresbilanz und Ausblick

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Wie zu Beginn des Jahres versprochen, habe ich keine weiteren heraldischen Projekte mehr verfolgt als dieses eine und es konnten gute Fortschritte erzielt werden. Jedenfalls fühle ich jetzt schon die geistig befreiende Wirkung der Erwartung des nahen Abschlusses. Im Augenblick sind nur noch 62 Wappen zu zeichnen, nach den augenblicklichen Berechnungen wären folglich von 3766 bekannten Wappen (davon 827 Varianten, Brisuren etc.) schon 3704 gezeichnet das entspricht 98.35%! Wir sind also nahe dran! Die folgende Graphik veranschaulicht noch mal den Fortschritt:

Da inzwischen viel weniger Wappen noch zu zeichnen sind, als bereits hochgeladen wurden, habe ich zum besseren Überblick ein Code Schnipsel in PHP eingefügt, wo der Leser sich nur die noch nicht erstellten Zeichnungen anzeigen lassen kann.

Die genauen Zahlen habe ich zwar festgehalten, erspare ihren Anblick aber dem Leser. Die unterbreite ich dann, wenn ich das Projekt als abgeschlossen ansehe, was ja nun nicht mehr lange dauern dürfte. Nur soviel: am 10 Januar stellte ich folgende Berechnung an:

Wenn ich davon ausgehe, dass es bei im Schnitt 5 Wappen am Tag bleibt, es insgesamt 3750 Wappen gibt (…) bleiben 855 Zeichnungen anzufertigen, wäre das Projekt in 171 Tagen = 5.71 Monaten abzuschliessen.

171 Tage nach dem 10. Januar verhiesse uns den Stichtag 29. Juni, wir wären also noch im Zeitplan. Den Schnitt von 5 Wappen pro Tag konnte ich natürlich nicht einhalten, er liegt wieder bei etwa 3.5. Das Wetter ist, ausser Tagen wie heute, viel schöner und ich verbringe meine Freizeit wieder stärker in der freien Natur und weniger zeichnend am Computer. Auch muss, wie schon gelegentlich angesprochen für die letzten Wappen mehr Aufwand betrieben werden, denn ich liess sie nicht zufällig bis zum Schluss liegen.

Einer der Punkte ist der, dass ich von einigen gar nicht weiss/oder wusste, wie sie ausgesehen haben könnten, weil mir eine gute Vorlage fehlt, Loutsch gab nur die Blasonierung an. So tauchen immer wieder heraldische Begriffe auf, die etwas esoterischer sind (z.B. morné, oder vivre) und die ich gar nicht in meinem Lexikon führe, und zudem so leicht in den gängigen online verfügbaren Sammlungen finde!

Ausblick

Um diesem Problem zu begegnen, muss ich mich notwendigerweise auch mit den bislang gemiedenen esoterischeren Büchern früherer Jahrhunderte beschäftigen. Denn auch wenn ich mich den moderneren Autoren wie Michel Pastoureau anschliesse dass das Wappenwesen von diesen Relikten befreit gehört, in den Quellen findet man diese Begriffe noch und sie müssen daher auch erklärt werden. Man findet viele dieser Bücher aus dem 19.JH, deren Copyright ja abgelaufen ist inzwischen digitalisiert im Netz. Leider kann man sie dort dann nur in Auszügen lesen, oder in einer schauderhaften, fehlerdurchwogten Fassung. Beides ist für den Leser aber unbequem. Ich liebäugele daher mit der Idee, selber solche Werke zu digitalisieren! Das könnte ein Anschlussprojekt werden, ich will mich hier aber noch nicht festlegen ob ich das wirklich angehen werde.

Armorial Loutsch online wird ohnehin nicht abgeschlossen sein, wenn die 62 noch fehlenden Zeichnungen hochgeladen sind:

  • Viele neuerstellte Wappen müssen noch beschriftet werden (z.Z. 572)
  • diese müssen auch noch getaggt werden (Mediatags), damit sie von der Statistik erfasst und z.B. im Lexikon unter Vorkommen aufgeführt werden
  • Und es steht noch das “Big Review” an, wo alle Zeichnungen, alle Mediatags und alle Beschriftungen noch mal überprüft werden.

Letztere habe ich schon angefangen, unter “Umsetzung” wird der Leser über den Fortschritt informiert, er liegt z.Z. bei 227 überprüften Wappen, das sind 6.03%.

Neben den oben genannten Aufgaben möchte ich mich, nach Abschluss von ALO vornehmlich der lange zurückgestellten Beschäftigung mit dem Thema “Wappenkunst” widmen. Im Augenblick sehe ich hier zwei Aufgaben für dieses Thema die beleuchten werden sollten:

  1. Die Theorie: Wie sind Wappen eigentlich aufgebaut, oder wie sollten sie aussehen? Stichwörter: Einführung in die Heraldik/Wappenhandbücher/Literatur/Wappenlexikon.
    Besonders die Pflege des letzteren müsste intensiviert werden, denn auf Begriffe aus dem Lexikon wird jetzt verstärkt in den Wappenbeschreibungen verwiesen.
  2. Die Praxis: Wie kann ich selber Wappen zeichnen oder gar entwerfen? (Anweisungen zum Zeichnen mit GIMP/Bereitstellen von Vorlagen)

Das letzte Einhorn und der goldene Löwe mit dem verdrehten Kopf

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Als ich vor anderthalb Jahren noch nicht so ganz weit mit der Umsetzung meines derzeitigen Hauptprojektes fortgeschritten war, konnte der Anreiz das Mammuthprojekt bald abzuschliessen nicht besonders befeuernd wirken. In der mittleren Phase von umfangreichen Vorhaben erleide ich manchmal Durchhänger und ich musste mich irgendwie motivieren, und so verfiel ich auf den Gedanken, nicht länger die Wappen langsam von A zu Z eins nach dem anderen durchzunehmen, sondern jene die bestimmte Figuren aufwiesen vorzuziehen. So widmete ich mich am 27. November 2010 den Einhörnern (licornes).
Inzwischen sind wir in der Endphase der Umsetzung angekommen, und so inzwischen wurden auch die drei letzten Wappen in denen Einhörner vorkommen gezeichnet:


Das Wappen Monschaw war nicht nur am schwersten zu zeichnen, die Wappenbeschreibung enthielt auch einen Fehler, es fehlte die Farbangabe! Dabei war Loutsch in seinem Buch auf Seite 587 gerade dabei, seine eigene Quelle R. de B.1 zu korrigieren, und zwar präzisierte er bei der Beschreibung der Quadranten I und IV, dass nicht der ganze Löwe, sondern nur dessen Kopf contouné wäre, und vergass dabei anzugeben welche Farbe das Tier denn hätte. In der entsprechenden Passage fehlen die Worte “d’or“:

Écartelé: aux I et IV d’azur au lion contourné d’or (en réalité: la tête contournée) lampassé de gueules,

Zunächst hatte ich angenommen, dass vielleicht der Löwe auch rot wäre. Das wäre zwar ein heraldischer Regelbruch, aber im écusson sur le tout, liegt auch eine rote Rose auf blauem Grund?! Andererseits kam es mir dann aber komisch vor, dass hervorgehoben wurde, dass die Zunge aber “de gueules” wäre. Das Wort “lampassé” taucht nur auf, wenn die Zunge eine andere Farbe hat, als der Rest des Vierbeiners. Zum Glück war Loutschs Quelle ein Buch, das ich heute problemlos im Nationalarchiv finden konnte.

  1. Baron de Ryckman de Betz: Armorial Général de la Noblesse Belge, Liège 1957. []