Erneuerung einiger (B) Wappen im Mai

Bei der Durchsicht aller Wappen, im Rahmen der Erstellung der Tabelle zur Umsetzung des Projektes Armorial Loutsch, entdeckte ich zahlreiche Wappen die noch nach der alten Methode erstellt worden waren und erneuert werden mussten. Diesen Mai wurde das für alle jene durchgeführt, die mit Anfangsbuchstaben B in der Liste auftauchen. Es sind 70 an der Zahl, dargestellt die gefühlt zeitaufwendigsten:

Mit Igel und Ralingen

Nachdem ich nun die Wappen von Igel und Ralingen gezeichnet habe, sind jetzt alle Gemeinden aus der Verbandsgemeinde Trier-Land auf wiesel.lu vertreten. Es fehlen mir die Wappenbeschreibungen, die sind auf Wikipedia nicht zu finden, ich muss da noch recherchieren.

Zu der Gelegenheit habe ich dann auch die Wappen der Verbandsgemeinde und des Landkreises Trier-Saarburg gezeichnet und zwei neue Seiten eingerichtet.

Neue Tabelle zur Umsetzung meines Hauptprojektes

Mittlerweile habe ich mir ein neues Instrument geschaffen, mit dem ich den Fortschritt bei der Umsetzung meines Hauptprojektes protokollieren kann: das Zeichnen aller Wappen aus dem Armorial Loutsch und ihre Bereitstellung samt Wappenbeschreibung auf wiesel.lu.
Die Seite “umsetzung” zu finden unter den Quellenangaben, gibt seit ein paar Tagen Auskunft darüber, was schon geschafft ist und was nicht.

Im wesentlichen besteht das System aus einer .csv Tabelle, in der alle Wappen aufgeführt sind, soweit ich sie ermitteln konnte. Wurde ein Wappen bereits hochgeladen, gebe ich in dieser Tabelle die Post-ID der Zeichnung an. Ein kleines PHP Skript zählt diese dann und berechnet den Fortschritt. Demnach ergibt sich heute folgendes Bild:

PageID 10/05/2011 Anzahl umgesetzt (%) am 23/04/2011
Anzahl
am 23/04/2011
umgesetzt
28 A 123 103 84,00% 112 95
134 B 427 309 72,00% 424 330
1111 C 227 163 72,00% 182 171
335 D 129 111 86,00% 155 106
894 E 87 67 77,00% 60 70
348 F 155 97 63,00% 154 92
1409 G 150 41 27,00% 147 34
1523 H 299 45 15,00% 299 46
2487 I 18 17 94,00% 18 17
1583 J 50 29 58,00% 50 28
1587 K 122 83 68,00% 118 82
1184 L 306 86 28,00% 298 42
1608 M 341 57 17,00% 341 57
1698 N 108 74 69,00% 107 74
1646 O 68 52 76,00% 63 53
1653 P 166 127 77,00% 156 128
2493 Q 1 1 100,00% 1 1
1661 R 196 46 23,00% 195 39
1670 S 344 30 9,00% 342 31
1637 T 107 18 17,00% 107 19
1641 U 23 19 83,00% 23 19
1631 V 6 5 83,00% 5 5
886 W 171 73 43,00% 170 77
2324 X 7 7 100,00% 7 7
1107 Y 2 1 50,00% 2 2
2343 Z 25 14 56,00% 25 14
Summe 3658 1675 46,00% 3561 1639

Farben heben den Grad der Umsetzung hervor: über 50% vermerke ich gelb, auf mehr als 80% weist die grüne Farbe hin.

Wie zu sehen ist, weichen die Zahlen nach einer genaueren Durchsicht doch erheblich von der vorigen Schätzung vom 23.April ab. Jene Schätzung basierte auf einem Nachzählen von Hand war sehr viel optimistischer, die maschinelle Ermittlung bewirkt nun eine gewisse Ernüchterung. Denn obwohl inzwischen noch viele weitere Wappen gezeichnet worden sind liegt die Umsetzung immer noch nur bei 46% , ist die magische 50% Hürde nicht erreicht, haben wir immer noch nicht Halbzeit.

Die Datei ist ausbaufähig. Zur Zeit bin ich dabei, noch die Seitennummern nachzutragen, nachdem ich zuvor schon die Anfangsbuchstaben einfügen musste: wegen den blöden Adelsprädikaten ist ein einfaches Sortieren nicht möglich, ohne die Übersicht zu verlieren. Einen von der Leyen sucht man unter L, nicht unter V. Bei dieser Durchsicht fallen mir allerdings immer wieder neue unentdeckte Wappenvarianten auf. Es sind wohl nicht zuletzt diese vielen Varianten, welche meine bisherigen Ergebnisse so mager aussehen lassen.

Felsenaufschriften in Igel

Im Ortseingang von Igel wenn man aus Richtung Wasserbillig kommt, befinden sich auf den Felsen ein paar Inschriften. Sie waren mir schon öfter aufgefallen, ich konnte von der Strasse aus Fetzen lesen (etwa die Jahreszahle 1847), es war mir aber immer schleierhaft was da drauf steht. Am Ostermontag konnte ich dann von der anderen Flussseite (Wasserliesch) die folgenden Bilder machen:

Dank Zoomfunktion kann man sogar etwas lesen!
Der Sinn der Inschriften enthüllt sich mir so auf Anhieb nicht. Vorher glaubte ich, da stünde vielleicht, welche Ingenieure beim Bau der Eisenbahn beteiligt waren. Die kam ja erst sehr viel später als 1847. Waren das Werbebotschaften für vorbeifahrende Schiffer die Korn geladen hatten? Aber bestimmt hat irgendein Historiker schon was darüber geschrieben, sonst würden diese Inschriften nicht so gepflegt.

Kirchenfenster, auch in Kanzem

Eine gute Demonstration der Leistungsfähigkeit meiner neuen Kamera sind, jedenfalls für mich, die folgenden Bilder von den Kirchenfenstern die ich in Kanzem gemacht habe:

Das Wegkreuz in Kanzem

Letztes Jahr bei Saarpedal fiel mir kurz vor der kleinen Ortschaft Kanzem ein Wegkreuz mit Wappen auf. Leider hatte ich damals meine Kamera nicht parat und konnte auch nicht zu lange verweilen. Letztes Wochenende war das Wetter so schön, da nahm ich das nach. Hier erst mal die Fotos:

Das Wegkreuz liegt an der Strasse die zum Ortseingang Kanzem führt, wenn man aus Richtung Konz anfährt. Es liegt am Fusse eines Weinberges, direkt am Zugang zum Radweg. Das Wappen war zunächst nicht zu erkennen, weil jemand sinnigerweise einen Blumenkübel davor gestellt hatte, den musste ich zunächst verrücken. Zu sehen ist ein Schild mit einem Anker, Stab und Tiara lassen es unschwer als das Wappen eines Abtes erkennen. Ich hätte mit einem Abt aus der Gegend gerechnet, vielleicht von Echternach oder St. Maximinus. Aber wer war Abt Peter Marx? Zuhause angekommen fand google jedoch recht schnell die erste Spur. Mit den Begriffen “abbas petrus marx kanzem” landete ich hurtig in der
Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier des Roscheider Hofes.
Demnach war das Kreuz 1695 von Abt Peter Marx der Abtei Wadgassen (im Saarland) gesetzt worden, zur Erinnerung daran, dass die Umzäunung des Weinberges auf seine Kosten erneuert worden war.
Wadgassen führt nun doch ein wenig abseits des Raumes auf den ich mich beschränken will (altes Herzogtum Luxemburg/engere Grossregion um Luxemburg), daher verweise ich mal auf die Seiten von Patrik Feltes zur Geschichte Wadgassens, der auch ein paar Abtwappen schon kommentiert hat. Abt Petrus Marx ist (bislang) nicht dabei.