Das Friedensangebot an Jhemp Biver

Lieber Jhemp Biver,

Heute morgen las ich Ihre Antwort auf einen kurzen Beitrag von mir. Nun habe ich also Sturm geerntet, oh jee! Dies lag freilich weder damals noch heute in meiner Absicht. Sie haben mit vielem Recht, es stimmt sicherlich dass meine Generation des öfteren bei Nebensächlichkeiten, wie z.B. den Hobbies nicht immer die wünschenswerte Exaktheit an den Tag legt. Dafür weiss meine Generation eins, ein Flame ist im Internet schnell gestartet und bringt keinem was. Er entsteht hauptsächlich aus zwei Gründen

  • Der Schreiber veröffentlicht zu früh, dies oft aus der Wut heraus,
  • zweitens sind die Leser zu dünnhäutig, sie verwechseln die Texte eines Blogs oder eine Email mit auf Papier geschriebenen Briefen.

Daher will ich jetzt auch nicht mit gleicher Münze zurückzahlen, sondern will die versöhnlichen Töne am Ende des Beitrages1 aufgreifen, auch wenn ich später, wenn ich wieder mehr Zeit habe einige Dinge für meine Leser klar stellen muss. Keine Angst, es werden keine Angriffe werden! Ein paar Dinge muss ich aber gleich richtig stellen:

  • Der Eindruck dass ich Einzelkämpfer bin ist völlig falsch, ich bin (oder war schon) in einigen Vorständen tätig. Dass die ALGH da nie dabei war hat mehrere Gründe, der wichtigste ist wohl der: Ahnenforschung war halt nie besonders hoch auf der Liste meiner Prioritäten!
  • Ich teile weiter Ihre Ansicht, dass ein Generationenkonflikt vorliegt und das ist notwendigerweise so! An uns wurden andere Erfordernisse herangetragen als noch an euch, die ihr Kindheit, Ausbildung und Start ins Berufsleben in den “trente glorieuses” verbringen durftet! Neiden Sie es uns, mit den neuen Technologien aufgewachsen zu sein, neide ich Euch die soziale Sicherheit in der ihr leben durftet. So mag für Ihre Generation Schuster bleib bei deinem Leisten noch eine vernünftige Lebensmaxime gewesen sein, nicht so für uns und die noch später Geborenen! Machen Sie doch mal einen kleinen Ausflug in den nahen Pfälzer Wald und besuchen die schmucke einstige Schuhstadt Pirmasens, begeben sich am besten direkt zur lokalen Niederlassung der Bundesagentur für Arbeit und erfahren Sie hautnah was heute mit Schustern passiert, die mordicus bei ihrem Leisten bleiben wollen!
  • Weiter: Völlig davon abgesehen dass nirgends definiert ist, wer sich nun “Heraldiker” nennen darf2: ich habe mich nie als Heraldiker ausgegeben, dafür oft genug meinen Amateurstatus betont.

Um es kurz zu machen lieber Jhemp Biver, ich denke das Problem ist dass wir uns persönlich nie kennengelernt haben! Rufen Sie mir doch einfach mal an, oder schreiben mir eine Mail: wiesel@gmxpro.net. Bei der Gelegenheit können Sie mir auch erzählen, wie das mit der ALGH denn nun aus Ihrer Sicht war, bislang kenne ich eher die Meinung der Dissidenten.  Wie bereits gesagt, Ahnenforschung interessierte mich immer nur sehr mässig, ich nahm sie mehr in Kauf als dass sie meine Begeisterung wecken konnte.

Übrigens hatte ich mich damals bereits bei Ihnen entschuldigen wollen, aber meine Email kam zurück???!!! Wie musste ich denn eine solche Kontaktverweigerung werten?  Ich bin zum mea culpa bereit, gehe aber nicht nach Canossa, bzw. laufe Ihnen nicht nach! Hier kurz der Header meiner damaligen Antwort:

Sender: Daniel Erpelding
Date: 27/01/2006 08:51
Your document: RE: Webseite ALGH,
was not delivered to: webmeeschter@genealogie.lu
because: host genealogie.lu[80.92.71.89] said: 553 5.3.0 … No such user here (in reply to RCPT TO command)

Lieber Schulmeister a.D.

Schon wenige Minuten nachdem ich die Mail verschickt hatte, tat es mir auch schon wieder leid, ich hätte besonnener sein müssen. Ich schrieb den Brief nicht “à tête reposée”, sondern im Zustand großer Erregung, gleich nachdem ihre Webseite mir nicht nur zweimal den Browser abgeschossen hatte, sondern auch das Clipboard (“Copy & Paste”) in allen Microsoft Applikationen deaktiviert worden war. Deshalb haben sie natürlich die Prügel mitbezogen, welche eigentlich anderen hätten gelten müssen: (…)

Der Ton tut mir sehr leid und ich möchte mich dafür in aller Form entschuldigen.

Natürlich war die Mail viel länger und ausführlicher, enthält aber einige zeitbezogene Inhalte die jetzt hier nicht hingehören. Respekt übrigens für Dein neues Blog! Gut, der Name ist nicht gerade glücklich gewählt, aber immerhin: geht doch!

  1. Edit 19.9.2014: Als dieser Artikel geschreiben wurde, lag der Beitrag auf den er die Antwort ist auf dieser, inzwischen abgeschalteten Adresse: http://genealobelix.wordpress.com/2010/07/26/132/ []
  2. die Herkunft der Leute die sich mit Wappen beschäftigen ist ausgesprochen heterogen, vom studierten Mediävisten oder Kunsthistoriker über Graphiker, Adelsprösslinge, interessierten Leser gleichwelchen Berufs zum Ahnendatenbankenersteller []

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