• Heraldik 09.05.2019 1 Comment

    Nun habe ich ihn tatsächlich wie angekündigt am 7.Mai in Differdingen gehalten, den Vortrag:

    Heraldik in Luxemburg
    -Ein einführender Vortrag von Daniel Erpelding 2019

    Nachdem ich mich durch den Feierabendverkehr nach Differdange durchgekämpfte hatte, wurde ich von Alphonse und seiner Frau Céline emfangen. Das mitgeschleppte eigene Laptop brauchte ich nicht, das alte von Phons tat es auch und das hatte den Vorteil, dass wir von dem wussten dass es mit dem Projektor zusammenarbeitete.
    Ich hatte 14 Zuhörer, sie haben aufmerksam zugehört, aber nur sehr wenige Fragen gestellt. Ich hoffe es hat ihnen gefallen. Zufrieden war mein Auftraggeber Alphonse und er hat mich auch gleich gefragt, ob ich ihn nächstes Jahr wiederholen würde. Die Antwort ist ja, denn nun hab ich mir die ganze Arbeit ja schon einmal gemacht. Die Teilnehmer bekommen eine Abschrift der Power Point Präsentation, hier werde ich sie allerdings nicht veröffentlichen, das hat erfahrungsgemäss nur wenig Nährwert, im Netz braucht der Leser einen fliessenden Text.
    Zwei Illustrationen, die ich extra für den Vortrag angefertigt habe, will ich euch aber nicht vorenthalten:


    Der Vortrag war eine gute Übung für mich und ich ziehe zwei Schlussfolgerungen:

    1. Mir wird nun etwas klarer, wie ich die geplante und bereits zum Teil geschriebene Einführung in die Heraldik gestalten muss. In der Tat konnte ich einiges davon abkupfern, von dem was ich bereits geliefert habe.
    2. Vor allem bei den vielen Vorarrbeiten fielen mir einige Schwächen auf, die ich entweder direkt korrigiert habe, oder in naher Zukunft beheben muss.

    Im Vorfeld habe ich schon mal eine Massnahme rückgängig gemacht, die vollständig hier wiedergegebenen Werke fremder Autoren aus “Quellen” wiederausgegliedert und den eigenen Ordner wieder hergestellt.
    Weil ich damit rechnete, dass mehr Leser die Seiten kurz vor und nach dem Kurs aufsuchen, habe ich schnell das neulich angesprochene Problem mit den .csv Tabellen gelöst, indem ich alle Dateien mit Notepad++ nach utf-8 konvertiert habe.
    Ein weiteres Nebenprodukt: ich habe jetzt auch das Wappen des Grossherzogs gezeichnet und hochgeladen. Freund Jo Kohn hatte mich beim Tode von Grossherzog Jean freundlicherweise darauf aufmerksam gemacht, dass der alte noch Nassau und nicht Luxemburg in Feld 1 und 4 führte. Ich habe das Wappen als Beispiel für die Fusion mehrerer Wappen gebracht.

  • Wappenkunde 02.05.2019 1 Comment

    Auf Bitte von Freund Alphonse Wagner von Genealux werde ich demnächst in Differdange einen Vortrag über Heraldik halten. Seit Freitag ist die Ankündigung im neuen Diffmag zu lesen:
    https://issuu.com/villededifferdange/docs/diffmag_05_issuu auf Seite 17.
    Den folgenden Text hatte ich für das Diffmag eingereicht:

    Wappen waren, auch in Luxemburg, jahrhundertelang, ganz bestimmten Regeln unterworfene, bildliche Erkennungszeichen, höher gestellter Familien, Einzelpersonen, Korporationen oder Einrichtungen. Mag auch der einzelne Familienforscher in seiner Ahnengalerie nicht so schnell auf einen Wappenträger stoßen, wird die Kenntnis dieser Regeln ihm aber von Nutzen sein, sobald er sich mit der Lokalgeschichte beschäftigt, denn Wappen begegnen uns auch heute noch überall: Auf Gebäuden, Grabsteinen, in Urkunden auf Siegeln, Alltagsgegenständen usw. Die Wissenschaft die sich mit den Wappen und ihrem Gebrauch beschäftigt nennt man Heraldik.
    Programm
    Daniel Erpelding ist Ingenieur und widmet sein Blog seit 2008 aber größtenteils dem Thema „Wappen“, insbesondere dem Werk des verstorbenen Heraldikers Dr. J.Cl. Loutsch. Er wird in die wichtigsten Regeln der Heraldik einführen. Der Vortrag wird in luxemburgischer Sprache gehalten, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

    Wie Sie sehen, ist er leicht abgeändert worden, aber das kriegen wir hin. Mein Vortrag steigt also im

    Kulturzentrum Aalt Stadhaus
    38 Avenue Charlotte,
    L-4530 Differdange
    am Dienstag den 7. Mai um 19:00

    Alphonses Vortragsreihe richtet sich in erster Linie Ahnenforscher, darum wurde die Einleitung auch so formuliert.
    Tatsächlich werde ich eine eher konventionelle Einführung in das Wappenwesen geben, wobei ich die Beispiele in erster Linie aus dem auf wiesel.lu gesammeltem Fundus ziehen werde. Es können also auch Mittelalterfans kommen, Touristen die sich für Burgen begeistern etc., aber sonst nicht so viel mit Ahnenforschung am Hut haben. Also alle die es interessiert! Studierte Mediävisten und andere wissenschaftlich tätige Heraldiker werde ich dabei allerdings ganz sicher enttäuschen, der Vortrag richtet sich an Laien.
    Nach bewährtem Muster, wie ich schon ein paar Vorträge gehalten habe, bin ich zur Zeit dabei eine Power Point Präsentation zusammenzustellen und schon recht weit vorangeschritten mit meinen Folien. Hoffentlich werde ich bis Dienstag fertig, denn mir kommen dauernd neue Ideen…

    Die Illustration ist übrigens eine Wappencollage aus Luxemburger Wappen, grösstenteils aus dem Armorial Loutsch. Die Kollage die ich mal für ein WordPress Theme zusammengestellt; damals als Smartphones noch nicht so verbreitet und Titelbilder noch ein Must waren, heute nerven die eher.
    Wenn ich also die nächsten Tage etwas zu wenig Zeit für euch halten sollte… Nun wisst Ihr Bescheid!

  • Heraldik 18.04.2019 No Comments

    Den nachstehenden Beitrag hatte ich schon vor über einem Jahr begonnen und wollte ihn im September, pünktlich zum Jahrestag publizieren, aber ich kam nicht dazu.
    Es sind tatsächlich schon (inzwischen: mehr) als 10 Jahre her, seit ich am 4. September 2008 mit dem Beitrag “Neues zur Heraldik: Schulfreunde, meubles, Lexikon” verkündete, dass ich jetzt wieder was aktiver beim Thema Heraldik werden zu wollen. Dass sich die Heraldik damit auch zum Hauptthema entwickeln würde war so nicht geplant und hat sich eher ergeben. Davor galt während etwa 2 Jahren dem Radfahren mein Hauptinteresse, noch davor der Geschichte der Luxemburger Studenten in Aachen und dem Programmieren in PHP. Inzwischen haben sich meine Interessen wieder mehr zu den Themen Radfahren und Luxemburger Studenten in Aachen zurückverlagert.

    Der Auslöser, Juli 2008

    Ich liess mich von Andy dazu anregen, er wollte sein Wappen schützen lassen. Er schrieb mir am 23. Juli:

    Gudde Mëtteg,

    ech sinn iergendwéi iwwert d’lëtzebuergesch Wikipedia op deng Säit gestouss an hunn do gesinn, datts de dech fir d’Heraldik intresséiers, och an der ALGH Member bass an datt’s de och däin eegene Wopen hues.

    Ma ‘t ass esou, datt ech mech och fir Wopen intresséieren a vun engem Kolleeg gesot krut, datt een sech säin eegene Wopen androë loosse kann, resp. sech deen schütze” loosse kann. Well d’Säit vun der ALGH awer elo schons méi wéi engem Joer net méi geet, wollt ech froën, ops de mier do eventuell kinnst virun hëllefen?

    ech soën emol villmols merci am virraus,
    den Andy

    Bei seinem Hauptanliegen, Schutz seines Wappens (das ich leider immer noch nicht kenne 🙁 ) konnte ich ihm leider nicht helfen, ich musste ihm schreiben:

    Een gesetzliche Schutz, daat ging heeschen, een anere benotzt Äre Wopen fir “waat wees ëch”, an Dir kinnt him daat duerch een Gerichtsbeschloss ënnersoën loossen, bzw. een Affekot beobtragen en oofzemahnen. Daat denken ëch ass souwéisou nit wierklich méiglich, wëll d’Gesetz vun 1972 schwëtzt just vun de Wopen vu Geméngen a Staat die ausdrécklich geschützt sinn.

    Aber ich war nun fest entschlossen: Ich wollte aber in Zukunft wieder mehr zu diesem Thema machen, insbesondere wollte ich Wappen zeichnen!

    Erste Schritte

    Für mich kam es nicht in Frage, die Zeichnungen von anderen einfach einzuscannen und online zu stellen, selbst wenn ich die Erlaubnis von Lenertz oder einem anderen Zeichner dazu bekommen hätte. Denn das wären unterschiedliche Stile gewesen, ich musste selber zeichnen!
    Ich besah meine selbstgezeichnete Wappensammlung, sie war kümmerlich: Es gab nur die Wappen einiger Gemeinden, mein eigenes und die meiner Jugendfreunde. In Jugendtagen kannte ich nur die folgenden Methoden:

    1. ich habe mit Bleistift gezeichnet und mit Bleistiftfarben ausgemalt, denn Wasserfarben wurde nur eine grosse Sauerei, das mochte ich nicht 🙂
    2. Oder ich habe die Figuren auf Buntpapier gezeichnet und das dann ausgeschnitten und zusammengeklebt.
    3. Und, bemerkenswert: ich fertigte auch an meinem Homecomputer C64 bereits Zeichungen an. Die haben nur zum Teil als Ausdrucke überlebt und die Farbinformation ging entsprechend verloren.

    Dennoch, weil kein anderer da war, griff ich erstmal diesen Faden auf, denn als erstes brauchte ich Vorlagen. Ich scannte meine alten Zeichungen ein und bearbeitete die zunächst mit Paint, ging aber schnell zu GIMP über, was damals sehr viel mehr Features bot als Paint und zudem nicht an die Plattform Windows gebunden war. Schon nach nur zwei Wochen konnte ich am 18. September verkünden, dass ich Vorlagen geschaffen hatte und sogar eine kleine Gebrauchsanweisung angefertigt hatte. Bereits am 18. November war das erste gesteckte Ziel erreicht: ich hatte alle 118 Gemeindewappen von 1989 gezeichnet.

    Gundlegendes und kleinere Projekte in 2009

    Nach der Liste der Gemeindewappen Luxemburgs, widmete ich mich zunächst den Quellen und versuchte längere Zeit, Schablonen für die einzelnen Figuren zu entwickeln, denn ich wollte ein regelrechtes Tutorial “wie zeichne ich Wappen selber auf dem Computer” schreiben. Daneben ging ich kleinere Projekte an und merkte aber beim Zeichnen, dass doch jedes Wappen, selbst wenn es Figuren verwendet die ich schon mal benutzt habe, sehr anders ist (oder GIMP sich dafür einfach nicht eignet ?) und ich die Figuren doch sehr oft neu zeichnen musste. Es blieb bei Schablonen für die Schildteilungen und ein paar wenigen für Wappen mit nur einer natürlichen oder künstlichen Figur.
    Ich arbeitete erst mal kleinere Listen ab. Zunächst eine Liste mit den Wappen des Ancien régimes, dessen Elemente Teil eines Luxemburger Gemeindewappens wurden. Als ich die fertig hatte, erinnerte ich mich, dass im Familjefuerscher die Wappen der Äbte einiger Luxemburger Abteien drin waren, Echternach, Münster und Orval hatte ich dann Ende August 2009 online.
    Je mehr Wappen es wurden, desto dringlicher wurde es, eine Übersicht zu schaffen um die Wappen auch wieder finden zu können. Dafür richtete ich dann Anfang September 2009 eine Wappendatenbank ein. Den Mechanismus über Costum fields gab ich schnell zu gunsten einer fremden Software auf: mediatags. Markiere ich ein Bild mit dem Mediatag “Wappen” wird es als Wappen in der Datenbank geführt. Inzwischen ist dieser Mechanismus aber auch an seine Grenzen gestossen.
    Zu meiner Überraschung wurde Heraldik schnell auch von den Internauten wahrgenommen und ich baute Anfang September mein Heraldiklexikon aus, das von Anfang an bestand.
    Ein weiteres kleines Projekt nahm ich bis Jahresende in Angriff: die Wappen der Privatleute die bei der ALGH ihr Wappen hatten eintragen lassen, alle von Marcel Lenertz entworfen.
    Weitete das Projekt Heraldik auf wiesel.lu immer weiter aus, schuf zum Jahreswechsel die mit leichten Abstrichen heute noch gültige Ordnung meiner Seiten und war so begeistert, dass ich Ende Januar 2010 für das Projekt sogar einen eigenen Auftritt Heraldik.be einrichtete. Allerdings wurde es mir mit der Zeit zu umständlich zwei Auftritte zu pflegen, denn damals war ich ausserdem noch webmaster für aachen.lu (bin ich immer noch), aliai.lu und kurzzeitig auch für huesen.lu, die ich alle für die jeweiligen Vereine eingerichtet hatte, und so stampfte ich Ende des Jahres den Irrwg heraldik.be wieder ein.

    Projekt Armorial Loutsch 2010-2013

    Das grösste umfangreichste Projekt startete ich aber 2010: die Digitalisierung des Armorial Loutsch! Der Luxemburger Augenarzt hatte seit seiner Studentenzeit in den 1950er Jahren angefangen die Quellen zu allen Wappen zusammenzutragen, die bis dato auf dem Gebiet des ehemaligen Herzogtums Luxemburg getragen wurden und 1974 veröffentlichte er sein Hauptwerk, die umfangreiche Wappensammlung die mit vollständigem Titel heisst:

    ARMORIAL DU PAYS DE LUXEMBOURG – contenant la description des armes des princes de la maison de Luxembourg, de tous les souverains d’autres maisons ayant régne sur ce pays, des gouverneurs ayant exercé le pouvoir en leur nom, ainsi que celles des familles nobles, bourgeoises ou paysannes pour autant qu’elles ont pu être retrouvé.

    Wie jeder Luxemburger der sich mit Wappen beschäftigt bewundere ich Dr. Loutsch für sein Lebenswerk, schon seit Jugendtagen lieh ich mir immer wieder das dicke grüne Buch in der Nationalbibliothek aus und wenn ich nicht gerade etwas zu recherchieren hatte, blätterte ich erfurchtsvoll darin.

    Inzwischen arbeitete ich ja schon länger und hatte endlich auch etwas Geld für teurere Liebhabereien und so wurde der 6. Oktober 2009 ein wichtiges Datum für mich. An dem Tag übergab mir mein Freund Jeannot Damgé mein Exemplar des Armorial Loutsch das er in meinem Auftrag gekauft hatte.
    Ich begann kurz danach schon am 20. Oktober die Wappen der Gouverneure zu zeichnen, aber noch ohne die Absicht das gesamte Buch zu digitalisieren. Ich suchte einfach nur ein weiteres kleineres Projekt. Parallel dazu beschloss ich z.B. auch die Wappen der angrenzenden Gemeinden der Nachbarländer in die Datenbank aufzunehmen, zuerst die belgische Provinz Luxemburg, womit ich aber schon im November 2009 wieder fertig war.
    Es war auch um die Jahreswende dass ich klammheimlich angefangen hatte, DOCH systematisch Wappen aus dem Armorial Loutsch zu zeichnen, obwohl ich diesen kurz aufzuckenden Gedanken angesichts des Volumens des Buches zunächst als “mit meiner Zeit und meinen Mitteln nicht realisierbar” zurückgewiesen hatte. Ich wählte dabei Wappen mit eher seltenen Anfangsbuchstaben des Trägers wie A oder X oder die eine bestimmte Figur aufwiesen, wie den Wolf oder dem mouton à piloter, später noch die Einhörner. Dieses Zeichnen war noch Teil meines Plans, Vorlagen für GIMP zu gewinnen und die hervorragenden schwarz-weiss Zeichnungen des Dr. Loutsch waren wirklich inspirierend.

    Der ursprüngliche Plan war, zu tun was ich bei Dr. Bernhard Peter gesehen hatte und mir gut gefiel: Wappen an Gebäuden aufspüren, nachforschen, nachzeichnen und was drüber schreiben, halt nur auf Luxemburg beschränkt. Doch dazu kam es nie!

    1. Denn erstens sah ich rasch, dass Dr. Peter auch schon für Luxemburg diese Arbeit bereits erledigt hatte und ich wüsste nicht, wie ich als Anfänger es noch besser machen könnte?
    2. Zweitens begann ich um die Zeit mich beruflich, innerhalb meiner Behörde umzuorientieren: Weg von der Informatik, weg vom reinen Innendienst, Einstieg ins Inspektorat, Arbeitsrecht, Arbeitssicherheit, eine völlig neue Aufgabe! Ab 1. Mai 2010 war ich dann Préposé der hauptstädtischen Zweistelle unserer Behörde.

    Ich hatte jetzt nicht mehr Zeit als vorher, im Gegenteil, ich musste ja alles neu lernen. Aber ich hatte jetzt eine Arbeit die mir sehr viel Spass machte, Zufriedenheit bei mir auslöste und ungeahnte Energien auch im Privatleben freisetzte. Vor allem war jetzt die Hemmung, mich jetzt auch noch nach Feierabend an einen Rechner zu setzen weg, denn tagsüber sass ich ja nun deutlich weniger am Bildschirm. Ich machte schnelle Fortschritte und irgendwann im Laufe des Jahres beschloss ich, die Digitalisierung des gesamten Corpus des Armorial Loutschs doch zum Projekt zu erheben. Der Gedanke fand keinen Niederschlag als Willensbekundung in einem Beitrag, aber irgendwann zwischen dem 7. Mai 2010 als ich eine Inventur des AL machte und dem 1. August 2010, als ich das 1000. Wappen in der Datenbank vermelden konnte, habe ich wohl beschlossen, das Projekt Armorial Loutsch online umzusetzen!
    In meiner Jahresbilanz 2010 führte ich das Vorhaben schon als Projekt.
    Meilensteine waren

    Neben dem Zeichnen machte auch sehr viel Mühe, das sehr wichtige Beschriften und, damals für wichtig gehalten, das Taggen der Wappen! Ich konnte nicht einfach nur von Loutsch abschreiben, ich musste seinen Text ganz klar als von ihm geschrieben kennzeichnen und ich wollte natürlich mehr bieten und verlinkte auch die Heraldikbegriffe auf mein Lexikon!
    Im Januar 2013 veröffentlichte ich dann endlich den Abschlussbericht, auch wenn noch immer Kleinigkeiten zu berichtigen blieben.
    Die einzigen Wappen aus dem Armorial Loutsch, die ich nicht aufnahm, waren die Wappen der Herrscher und die Ihrer Frauen, hierzu ging ich nur eine kurze Vorarbeit an. Grund ist der, dass diese Wappen so viele Felder haben, dass meine Zeichnungen mit ihrer doch arg beschränkten Auflösung nicht schön werden.

    Digitalisierung von Heraldiklehrschriften ab Oktober 2012-2016

    Der Abschluss des alles absorbierenden Projektes machte mich frei für neues und ich fand mich in die Anfangszeit zurückgeworfen. Ich hatte noch nichts grundlegendes eigenes geschrieben, etwa eine Einführung in die Heraldik (das wäre ja dann sowas wie ein eigenes Buch), wollte aber dem Leser etwas bieten. So kam ich auf den Gedanken die Einführung eines lange verstorbenen Heraldikers fürs Netz aufzuarbeiten und anzubieten, denn ich dachte und denke immer noch:

    Lieber gut kopiert, als schlecht selber geschrieben

    Im Oktober 2012 wurde ich dann fündig bei É. SIMON, de Boncourt , einem patriotischem französischem Lothringer dessen GRAMMAIRE DU BLASON (1885) ich einscannte, OCRisierte und die Zeichnungen nachmachte und online brachte. Diese kleine Arbeit verschafft mir Befriedigung und ich wiederholte diese Übung für Rietstap und weitere Lehrschriften. Besonders viel Mühe aber auch Befriedigung verschafften mir Otto Titan von Hefners (1827-1870), Handbuch der Heraldik Teil I und Teil II die mich bis Jahresmitte 2016 beschäftigten.
    Neben reinen Lehrschrifte mit eher überregionaler Bedeutung, digitalisierte ich auch einige Texte, welche Loutsch als Quellen gedient hatten, wie die Zehn mittelrheinische Wappengruppen (1900) von Felix Hauptmann (1856-1934) oder einige Aufsätze von Gemeindewappen der Großregion 2014-2016

    Ein weiteres Projekt, dass ich nach Abschluss der Arbeiten am Armorial Loutsch (wieder) aufnahm ist jenes, die Gemeindewappen aus der Großregion zu sammeln. Angedacht schon zu Jahresbeginn, konkret angegangen wurde es Anfang Juni 2014 mit dem Kreis Trier-Saarburg in dem ich selber auch wohne. Die deutschen Wappen von Eifel, Saarland und der Grosstädte von RLP nahm ich durch, es haperte aber mit der Beschriftung, weil die Wappenbeschreibungen zumeist gar nicht aufzutreiben waren. Die französische Fassung hätte ich ohnehin selber erstellen müssen.
    Die französischen Wappen nahm ich mir ab Oktober 2015 auch vor, kam aber nicht weit, obwohl hier die französischen Wappenbeschreibungen eher vorlagen.
    Ursprünglich wollte ich mich auf jene beschränken, welche mal zum Herzogtum Luxemburg gehört hatten, aber dieses war teilweise so ein Flickenteppich, dass dann die eine Gemeinde dazugehört hätte, die Nachbargemeinde wieder nicht und noch eine Gemeinde weiter hätten Teile mal dazugehört usw. So gut sind meine lokalgeschichtlichen Kenntnisse dann doch nicht, also definierte ich es lieber um. Es leben schliesslich viele Grenzgänger die in Luxemburg arbeiten und daher eine gute Beziehung zu unserem Land haben auch in Gemeinden, die früher nie zum Staatsverband Luxemburg gehört hatten.

    Nachlassen des Arbeitseifers

    Leider liess mein Arbeitseifer ab Mitte 2016 erheblich nach, obwohl ich noch viel vor hatte, und kam auch nicht wieder. Hatte viel mit veränderten Lebenssituationen zu tun, aber auch damit, dass ich nach und nach merkte, dass die Zeichnungen die am Anfang mein ganzer Stolz waren, als reine Bitmap nicht mehr dem entsprachen, was der anspruchsvoller werdende Leser haben will. Das war frustrierend, denn er hat ja recht der Leser.
    Leider fand ich nie die Zeit mich in die Vektorgraphik einzuarbeiten und sowieso: sollte ich dann alle Zeichnugen neu machen?
    Auch funktionieren einige Softwares nicht mehr so recht, wie die Mediatags vom Code Devil, auf die mein System aufsetzt.
    Letzes Jahr ging ich noch mal ein grösseres Projekt an: ich wollte das Lexikon endlich in ein echtes verwandeln, mit vielen Zitaten und Links! Aber die Puste ging mir aus.
    So, das war jetzt mal eine ausführliche Bilanz, und nun werde ich mich bis auf weiteres nichts Neues mehr hinzufügen, denn ich muss mich erst mal wieder der Geschichte der Luxemburger Studenten in Aachen widmen, schliesslich feiern wir schon in 3 Jahren unser 125 jähriges Stiftungsfest.

  • Mobilität 08.03.2019 No Comments

    Mein Erfahrungsschatz mit Vel’Oh! wächst weiter.

    Inzwischen berichtete auch die Onlinezeitschrift “Die Grenzgänger” über die technischen Probleme!

    Kurz: die Benutzung der Vel’Oh!s ist zur Zeit gratis, die dafür grösstenteils allerdings auch nicht funktionieren1. Denn in einer hügeligen Stadt wie Luxemburg ein fast 29 kg schweres Rad zu treten2 ist nicht ganz ohne.
    Grenzgänger schrieb:

    Heute sind Probleme wie Beleuchtung oder Fahrraderkennung in Bahnhöfen gelöst, aber die Unterbrechung der elektrischen Unterstützung während der Fahrt ist noch nicht behoben.

    Was mit der “Fahrraderkennung in Bahnhöfen” gemeint ist, weiss ich nicht und ob das Licht jetzt immer funktioniert kann ich nicht überprüfen, weil es jetzt meistens abends schon hell ist. Interessant ist aber, was sie weiter schreiben:

    Dieses Problem (“die Unterbrechung der elektrischen Unterstützung während der Fahrt”) ist auf ein fehlerhaftes Verhalten eines elektronischen Teils der Karte zurückzuführen, der die elektrische Unterstützung steuert. Um dies zu korrigieren, werden wir (-sic-) die betreffenden Karten in allen Fahrrädern ersetzen und das Zusammenspiel aller Komponenten dieser Karten und des gesamten Systems neu programmieren, so dass alle Elemente korrekt miteinander interagieren. JCDecaux plant für diese Systemüberholung etwa 6 bis 8 Wochen, um das System bis Mitte April 2019 voll funktionsfähig zu machen.

    Wer jetzt mit “wir” gemeint ist, weiss ich auch nicht, ich vermute mal die Grenzgänger haben vielleicht eine Mitteilung von JCDecaux abgeschrieben und an einer Stelle vergessen die erste Person Mehrzahl durch die dritte zu ersetzen 😉 Weniger schlimm.
    Es läge demnach also weniger an den Batterien, dass die elektrische Unterstützung immer dann versagt wenn sie gefordert ist, z.B. wenn es Minusgrade hat und es bergan geht, sondern an so einem Chip. Das könnte das entsetzliche Geräusch, verbunden mit großem mechanischem Widerstand erklären, vielleicht schaltet die Elekronik irrtümlich in den Dynamobetrieb?
    Dass die Probleme zur Zeit noch nicht behoben sind, musste ich diese Woche wieder erfahren.

    Ausgehupt und stehengelassen am Montag

    Am Montag den 25. Februar wollte ich von meiner Dienststelle zum Bahnhof fahren um anschliessend ein Konzert zu besuchen, weshalb ich mein eigenes Rad nicht nehmen wollte. Ich lieh mir an der Route d’Arlon per Handyapp (was anderes funktioniert ja bekanntlich an der Stelle nie), ein Vel’Oh!. Nach wenigen Metern merkte ich: Es war ein Fehlgriff, der Reifen hatte nicht genug Luft und das Vorderrad eierte etwas.
    Dann fuhr ich die Rue des Aubépines, da hupte mich so ein SUV Fahrer aus, weil ich für seinen Geschmack zu weit links fuhr. Das hatte aber seinen guten Grund, denn entlang der Strasse parken IMMER Autos und zur Zeit auch viele Baufahrzeuge, wo gerne mal Fahrzeugtüren ohne Vorwarnung auffliegen. Da Gegenverkehr war, konnte er an der Stelle ohnehin nicht legal überholen, denn die Spur muss dabei gewechselt werden, wenn die 1,5 Meter Abstand zum Radlenker links eingehalten werden sollen.


    Er der König der Strasse fühlte sich aber wohl in seinen herrscherlichen Prärogativen beschnitten weil er die, nur theoretisch erreichbaren 50 km/h, jetzt mit seinem breiten geländetauglichen Gefährt nicht ausfahren konnte.
    Ich zeigte auf die parkenden Autos und rief “Du gesäiss dach, dass do Autoen stinn!“.
    Was ich nicht wusste, er hatte das Beifahrerfenster schon runter gelassen und blöckte zurück “Dir braucht guer nit sou haard hei ze jäitzen!“.
    Dann kam zum Glück eine Parklücke, in die fuhr ich rein und liess ihn vorbei ziehen. Er bedankte sich brav mit einem Stinkefinger und aus meinem Mund erklangen Tiernamen. Letzteres zu meinem eigenen grossen Erstaunen, aber in solche Situationen wo mehrere Tonnen Stahl dich kraftvoll bedrängen schüttet der Körper wohl fleissig Adrenalin aus.
    Weiter ging meine Vel’Oh!fahrt, doch nebem platten Vorderreifen machte sich nun auch das Geräusch wieder bemerkbar. Die elektrische Unterstützung fiel aus und obwohl das Gelände abschüssig blieb, die 28,5 kg liessen sich nicht leicht treten. Also gab ich das Rad bei nächster Gelegenheit in Merl zurück. Hierbei machte ich dann die unerfreuliche Feststellung, dass Vel’Oh! mich kein neues Rad ausleihen liess, sondern behauptete, ich hätte ja noch eines in Besitz! Die Erfahrungen vom nächsten Tag sollten mich lehren, dass der Mechanismus an der Vel’Oh!-Säule offenbar nicht immer richtig schliesst. Ist das der Fall, erkennt er das Rad auch nicht als zurückgegeben an.
    Danach musste ich zu Fuß bis zur Kirche von Merl gehen, wo ich dann in den Bus No 13 einsteigen konnte. Auf weitere Vel’Oh! Experimente hatte ich an dem Abend keinen Bock mehr, denn Melissa wartete auf mich.

    Drei Vel’oh!-Fahrten am Dienstag

    Geplant war erst was in der Kantine (an der Kathedrale) zu essen und dann weiter zum Training ins Kieser (rue du Rangwee). Zunächst lieh ich mir ein Vel’Oh! an der Route d’Arlon und fuhr ohne Beanstandung mit dem zum Plateau du Saint Esprit. Unterstützung funktionierte, war aber auch nicht nötig, es ging ja stets bergab. Probleme machte das Rad erst, als ich es zurückgeben wollte. Der Riegel wollte nicht einrasten und das Rad war damit weder abgegeben noch konnte es geladen werden. Der Effekt vom Vortag war wieder da, erst die dritte Säulen nahm das Rad zum Glück an.
    Nach dem Essen kam mir die verwegene Idee, mit dem Vel’Oh! weiter zum Rangwee zu fahren, das Rad dort abzuschliessen und nach dem Training zurückzufahren, denn die Grenze der 1/4 Stunde ist ja aufgehoben, weil zur Zeit alles kostenlos wäre. Allerdings bemerkte ich, dass an den neuen ElektroVel’Oh!s gar keine Schlösser mehr dran sind zum Abschliessen. Ein Aufkleber verhiess zwar, per Anruf könnte ich so eine Pause einlegen, aber was solls, dachte ich: ich bin doch unterwegs um sportlich zu sein, also kann ich es auch am LTB abgegeben und den Rest zu Fuß gehen.
    Schon in Bonnevoie liess die anfangs noch verfügbare elektrische Unterstützung merklich nach, da ging jetzt ja auch bergauf.
    Nach dem Training wollte ich zunächst mit dem Bus zurückfahren. Dann hielt die Linie 3 am LTB wo die Schule gerade aus war. Da verfiel ich auf die Idee, mir wieder ein Vel’Oh! zu borgen. Natürlich sassen wieder viele Schüler auf den angeleihnten Rädern, wie auf Barhockern. Ausser auf denen, wo sie alle Einstellungen verstellt hatten, die nur gingen. Zwei Stück liessen sich nicht lösen, weil sie ganz schräg drin standen. Ein Jugendlicher meinte zu mir: Doch, doch die lassen sich lösen, Sie müssen etwas Gewalt anwenden! (Jugendliche) Gewalt hatte sie vermutlich auch so verkantet.
    In der hinteren Reihe hatten Mädchen auf den Räder Platz genommen, ich vermutete, die wären pfleglicher damit umgegangen und vielleicht auch netter. Ich sollte mich nicht täuschen, das Mädchen machte mir sofort Platz und ich konnte das Rad ausleihen. Ein Jugendlicher stiess dann zu mir und fragte mich, wo er so ein Abo her bekäme. Ich erklärte es ihm und warb dafür, sich so einen Ausweis ausstellen zu lassen. Wo kann man schon für 15 Euro (inzwischen sind es allerdings 18) ein ganzes Jahr sich Räder ausleihen ? Und zur Zeit auch noch kostenlos! Ich freute mich über sein Interesse, aber dann kam ein weiterer junger Mann dazu und beide lachten dreckig. Es war also wohl eine Mutprobe: wer traut sich den Erwachsenen hochzunehmen? Egal! Waren nett.
    Aber auch dieses Bike, das gut durchhielt bis Merl versagte zum Schluss, als die Ansteigung in der Rue des Aubépines zu meistern war.

    1. https://www.diegrenzgaenger.lu/mobilitat/gratis-Vel’Oh!-bis-mitte-april/ []
    2. cf. https://www.infogreen.lu/vel-oh-moderne-sur-facile-et-100-a-assistance-electrique.html, Zitat: “Avec un poids de 28,6 kg, les nouveaux vel’OH ! sont légèrement plus lourds que les anciens, notamment en raison du système d’assistance électrique.“ []

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  • velo 19.02.2019 No Comments

    Anmerkung: diesen Artikel wollte ich zunächst am 19.12, schreiben, hatte dabei aber mit unerwarteten Softwareproblemen zu kämpfen: Nach einem WordPress-Update stand der alte Texteditor nicht mehr bereit und der neue Gutenberg funkioniert nicht. So verlor ich erst mal das Interesse.

    Am Dienstag dem 18.12 ging ich, nach dem Besuch der Kantine in die Cité judiciaire auf dem Plateau Saint Esprit und lieh mir doch eines der neuen elektrischen Velohs. Ich hatte seit Mitteilung der bevorstehenden Elektrifizierung durch Veloh darauf verzichtet, weil viele Stationen noch im Umbau waren.

    Ich hatte zwei zuvor Wochen mal am Knuedeler versucht, mit ein Veloh abzulösen war aber gescheitert weil ein 6 stelliger PIN verlangt wurde, mir aber nur 4 Ziffern bekannt waren. Eine Konsultation der Webpage des Betreibers ergab nun immerhin, dass Veloh einfach zwei Nullen dazu gefügt hatte.
    Inzwischen hatte ich aber viele gesehen, leider auch öfter welche wo die Fahrradbeleuchtung anscheinend nicht funkionierte.

    Die erste Fahrt

    Von der war ich ganz begeistert! Auf dem Display konnte man sich auswählen, welches Rad man haben wollte, und zu welchem es schon Reklamationen gab. Ich wählte ein unbeanstandetes. Zunächst einmal fuhr ich damit zur Route d’Arlon. Interessant: Anders als ich glaubte, kann man die Unterstützung nicht zu- oder abschalten, die ist automatisch immer “an”. Man kann zwischen drei verschiedenen Geschwindigkeiten wählen, je stärker man tritt, desto kräftiger auch die Unterstützung. Ich hatte fast einen Geschwindigkeitsrausch und war ganz beglückt!

    Problemstellung und Plan

    Aufgrund der positiven ersten Erfahrung wollte ich abends mal gleich sehen, wie Vel’Oh! mit dem Kirchberg klar kommt. Denn seit der Umstellung der Linie 118 mit Einführung der Tram, bin ich bei meiner täglichen Busfahrt davon genervt, dass ich immer viel Zeit durchs Umsteigen immer so viel Zeit verliere:

    1. Ich muss auf der Lux-Expo auf die Tram warten
    2. Dann zockelt die gemütlich, glücklicherweise mittlerweile bis zur Place de l’étoile
    3. Dort warte ich dann bis zu 9 Minuten, bei der baustellenbedingten Verspätung mittlerweile auch länger auf die Linie 22 oder die 28. Nehme ich die 28. fährt die nur bis zur Haltestelle Wandmillen, von wo ich entweder zu Fuss weiter, oder auf die nächste 22 warten muss.

    Es gibt zwar noch die Linie 33, welche die Rue des Primeurs anfährt, diese wurde aber so unsinnig geplant, dass der Bus immer bereits 2 Minuten weg ist, bevor ich aus der 118 aussteigen kann. Nur in den Schulferien ist die 118 manchmal 5 Minuten zu früh, weil sie auf der Autobahn besser durchgekommen ist als geplant. Dann kann ich die 33 nehmen.
    Im Sommer hatte ich weiter die gute Erfahrung gemacht, dass ich mit meinem eigenen Fitnessbike deutlich schneller bin als mit der Tram! Denn erstens wiegt das nur 11 kg und ich kann daher schnell damit fahren, und zweitens spare ich mir diese Zwischenwartezeiten. Bei schlechtem Wetter aber fehlen die Schutzbleche und im Winter die Beleuchtung, dann fahre ich lieber mit meinem Atlanta. Problem an dem ist aber, dass es aber auch 10 kg schwerer ist und das merkt man! DAS Problem könnte die Kraft aus der Batterie lösen!

    Gemischtes Ergebnis und erste Rückschläge

    Das wollte ich gleich abends ausprobieren und ging erst mal zur Route d’Arlon, was die nächstgelegenste Vel’Oh! Station für mich ist. Der Versuch ein Vel’Oh! zu leihen scheiterte an einem informationstechnischem Problem, weil die Station wohl keine Verbindung zum Server aufbauen konnte. Also Plan B: zur nächsten Station laufen. Leider hat Vel’Oh seine Stationen immer so geplant dass sie ZWISCHEN zwei Busstationen liegen. Ich musste also bis Wandmillen laufen und gerade an dem Tag hatten minderwertigerweise alle Busse auch Verspätung. An der Place de l’étoile klappte es dann.
    Damit fuhr ich dann auf den Kirchberg. Ohne Mühe, fast schon Geschwindigkeitsrausch! Ich lieferte mir ein regelrechtes Wettrennen mir der Tram.
    Aber dann wollte ich das Teil an der Station Alphonse Weicker (Auchan) zurückgeben: Säulen noch nicht in Betrieb!
    An der nächsten Station, das alte Vel’Oh! Manko: alle Säulen besetzt. Ich musste bis zur Höhe neue Nationalbibliothek zurückkehren, vielbefahrene Strasse überqueren, auf die verspätete Tram warten. So ein Mist.

    Versagen im Winter

    Dann kam der Wintereinbruch. Zuvor noch hatte ich auf der Dezember Critical Mass von Nicolas interessante Tipps zum Fahrradverleihsystem bekommen, unter anderem den, mir die Vel’oh! App zu installieren. Seither kann ich per Smartphone mir ein Veloh ausleihen. Das war eine nette Erfahrung:
    Sobald man an einer Säule steht, kann man das Programm aufrufen und das Vel’Oh! vor dem Du gerade stehst anwählen und lösen. Man muss nicht mehr an der Konsole auswählen und dann zu der Säule hinhechten. Problem nun: Nicht jedes Vel’Oh! das angedockt ist, kann auch ausgeliehen werden, etwa dann nicht, wenn es noch nicht wieder hinreichend aufgeladen ist.
    Und letzteres sollte sich sehr bald als grosses Problem erweisen! Schon bei meiner ersten Fahrt Anfang Januar machte das ausgeliehene Rad furchtbaren Lärm. Obwohl es von der Rue des Aubépines zum Bahnhof praktisch nur bergrunter geht, war es schwer zu treten, Unterstützung durch elektrische Energie? Fehlanzeige. Noch übler war es, als ich damit zum Kirchberg wollte. Es trat sich so schwer, dass ich es am Glacis schon wieder abgeben musste um mit der Tram weiter zu fahren.
    Seither hat nie wieder eines so funktioniert, wie ich es haben will: Ist die Temperatur unter oder nahe Null, kann man sie entweder, obwohl “verfügbar” gar nicht lösen, oder sie geben keinerlei Unterstützung. Und das, obwohl die Batterien angeblich voll geladen sind.

    Selbst als es wieder wärmer wurde und ich am 13.2. wieder vom Boulevard Royal zur Route d’Arlon fuhr, mit angeblich voll geladener Batterie, blieb die Unterstützung aus, sobald wir in der Rue des Aubépines ankamen, und das Gelände ein wenig anstieg. Man muss also sagen: Die Antriebe von Vel’Oh! funktionierten nur in der Anfangszeit und nun versagen sie genau dann, wenn sie gebraucht werden.
    Jetzt finde ich es doppelt schade, dass man nicht die Wahl hat, zwischen einem Rad mit und einem ohne Elektrountertützung. Der Betreiber hatte diese Forderung abgelehnt, weil er nicht mit zwei verschiedenen Systemen arbeiten wollte.
    Erfreulicherweise bietet die APP auch eine Feedbackfunktion, die aber leider noch Optimierungsresverven hat. So wollte ich mehrmals melden, dass bei einem Rad die Batterie platt gewesen wäre, Veloh akzeptierte diese Rückmeldung aber nicht, es war nicht möglich sie abzuschicken. Warum? Die APP verlangt dass man eine Kategorie der Fehlermeldung angibt, und zwar betreffend: Licht, Räder, Bremsen, Pedale, Lenker und Sattel.
    Das offensichtlichste, die Stromversorgung war nicht anklickbar. Ich habe dann meistens “Licht” gewählt, weil das ging bei mir dann auch nicht.

    Besserung in Sicht?

    Nun, inzwischen weiss ich auch, ich war nicht der Einzige der diese Probleme hatte. Die Stadt Luxemburg hat inzwischen den Betreiber abgemahnt und eine Nachbesserung verlangt.
    In einem Artikel Artikel im Luxemburger Wort ( https://www.wort.lu/fr/luxembourg/luxembourg-adresse-une-mise-en-demeure-a-jc-decaux-5c645153da2cc1784e33dbe7) gab der Autor an, die folgenden Probleme wären der Stadt ein Dorn im Auge:

    Les utilisateurs éprouvent de grosses difficultés: batterie déchargée ou panne subite, fonctionnement aléatoire de l’assistance, vélos bloqués sur la station…

    Dem kann ich mich nur anschliessen, und hoffe dass das wirklich bald nachgebessert wird, denn so kann man doch nicht fahren!

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  • website 14.02.2019 2 Comments

    Ich habe eine weitere Ausrede, um nichts hier zu schreiben: Lange hatte ich nichts veröffentlicht und so fiel es mir nicht sofort auf, dass WordPress inzwischen ganz auf den neuen Editor Gutenberg setzt!

    Am 19.12. wollte ich dann berichten, dass ich inzwischen einige Erfahrungen mit der elektrischen Variante des Leihfahrradsystems der Stadt Luxemburg und Nachbargemeinden Veloh! gemacht hätte und musste feststellen:

    Leider funktioniert Gutenberg bei mir überhaupt nicht!

    Zuerst wollte er partout nichts speichern, behauptete ständig “save failed”.

    Nun ist Google mein Freund, ich fand im Support unter https://wordpress.org/support/topic/wordpress-4-9-4-page-editor-does-not-work/ einen Beitrag, der hilfreich schien. Natürlich wurde erst mal das übliche abgefragt:

    1. Welchen Browser benutzt Du?
    2. Bist Du Dir sicher dass Du auch wirklich alle Plugins abgeschaltet hast?
    3. Hast Du vielleicht sonst irgendetwas falsch gemacht?
    4. etc. etc.

    Ich deaktivierte ALLE Plugins, aber das Phänomen blieb. Danach durfte ich Jetpack neu konfigurieren, vielen Dank!

    Aber dann kam die Zeile:

    Ok, next up, try adding define(‘CONCATENATE_SCRIPTS’, false); to your wp-config.php file just below the define(‘DB_HOST’ line.

    James Huff erklärt dort weiter:

    WordPress combines all of its JavaScript into one request to speed up things. That includes all of the JavaScript provided by plugins and themes too.
    Sometimes, the amount to combine exceeds what the server is capable of, especially on lower quality shared hosts.

    Was ich bei meinem Provider OVH gebucht hab, ist also möglicherweise zu schwachbrüstig!

    Nun gehöre ich wohl ohnehin nicht zur Zielgruppe von Gutenberg, wie ich auf https://de.wordpress.org/gutenberg/ nachlesen konnte:

    Das WordPress-Core-Team nennt den neuen Editor „Gutenberg“. Das gesamte Bearbeitungs-Erlebnis wurde für medienreiche Seiten und Beiträge neu konzipiert.

    und weiter:

    Blöcke sind ein großartiges neues Werkzeug, um ansprechende Inhalte aufzubauen. Mit Blöcken kannst du Multimedia-Inhalte auch mit geringer technischer Kenntnis einfügen, neu arrangieren und anpassen. Statt individuellen Code zu benutzen, kannst du einen Block hinzufügen und dich auf deinen Inhalt konzentrieren.

    Ich bin eher die Generation mit wenig Bedarf und Interesse für Multimedia, dafür noch mit dem Willen ausgestattet, mir auch technische Kenntnisse anzueignen, ein Codebliebhaber bin ich. Also habe ich mir den klassischen Editor wiedergeholt!

    https://wpwissen.com/classic-editor-plugin-support/

    Dann hab ich noch bis zum 31 Dezember 2021 Zeit, mich anzufreunden, bzw. WordPress hat Zeit seinen Gutenberg doch fehlerfrei zu programmieren.
    Möglicherweise komme ich auch ganz um Gutenberg rum, denn dort steht weiter:

    Mehr noch. In dem Beitrag wird sogar erwähnt, dass mittlerweile überlegt wird, das Classic Editor Plugin genauso wie Gutenberg in den Kern von WordPress zu integrieren. Ob es tatsächlich dazu kommt scheint noch nicht entschieden zu sein. Es wäre auf jeden Fall eine wünschenswerte Gleichstellung von altem und neuem Editor.

    Enable media replace

    Ein weiteres Problem hat sich inzwischen von selbst gelöst. Mit irgendeinem Update wurde wiesel.lu mal wieder auf einen anderen Zeichensatz umgestellt, ohne dass ich gefragt worden wäre. Das zeigte sich freilich nur an den Stellen, wo ich .csv Files einsetze, also hauptsächlich bei Listen mit französischen Wappenbeschreibungen, in denen Umlaute wie “é”, “ê”, “à” etc. nun nicht gerade selten sind.

    Bevor ich rausgefunden habe, wo ich das wieder umstellen kann und alle Probleme die sich aus dieser Umstellung wieder ergeben gelöst haben werden, dacht mich mir, ist es schneller, ich speichere die .csv Listen im Format UTF-8 ab und ersetze sie. Dazu hab ich eine Plugin mit Namen “Enable media replace”.
    Dieses ist zwar eher für Bilder gedacht, ich habe es aber hauptsächlich für meine Tabellen benutzt. Leider versagte es den Dienst, ich bekam folgende Fehlermeldung:

    File type does not meet security guidelines. Try another.

    Zum Glück ist auch dieses Plugin inzwischen upgedated. Nun muss ich nur noch die Tabellen alle austauschen.

  • Heraldik 11.02.2019 No Comments

    Die Tage hinterliess einer meiner Leser einen Kommentar zu einer Abbildung einer Ofenplatte (taque). Diese Abbildung ist Teil eines uralten Artikels von Emile Didderich, aus dem Jahre 1914.
    Der Leser, Herr Buchin erinnerte mich dabei daran, dass ich einem anderen Leser, Herrn Charpentier, noch einen Gefallen tun wollte, wozu ich aber nie genügend Zeit hatte um dem nachzukommen. Und zwar bat Herr Buchin mich um folgendes:

    Je souhaiterais pouvoir disposer d’une photographie de cette taque datée de 1603. Pourriez-vous m’indiquer

    Nun, diesem Wunsch kann ich tatsächlich nachkommen, denn Herr Charpentier schickte mir ein Foto seines Exemplars von 1603. Weil solche Anfragen mich in letzter Zeit öfter erreichen unterstelle ich mal allgemeines Interesse und antworte ausnahmsweise öffentlich. Denn trotz des hohen Alters, ist Didderichs Artikel offensichtlich ein Publikumsliebling, vermutlich weil es zwar viele Ofenplatten im Handel aber im Netz nicht sehr viel zu dem Thema gibt. Ich stelle diese beiden Abbildungen mal nebeneinander:

    Tatsächlich ist es nämlich so, dass Herr Charpentier seine Ofenplatte verkaufen wollte! Wer sie kaufen will, dem kann ich den Kontakt vermitteln.
    Ursprünglich wollte er, dass ich für ihn schätze wieviel sie wert sei, was ich leider nicht vermag, denn ich kenne mich auf dem Markt nicht aus. Ich kann auch nicht einschätzen, ob die Ofenplatte echt ist (was ich allerdings vermute!) etc., die Fachrichtung meines Studiums war Elektro- und Informationstechnik, nicht Metallkunde.
    Weiter wollte Herr Buchin wissen:

    Pouvez-vous préciser si cette taque datée de 1603 présente quelque différence figurative avec celle portant le millésime 1608 ?

    Gut, beide Abbildungen sind nicht die allerbesten, dennoch kann ich behaupten dass die Unterschiede minimal sind. Wappenschild und Halter sind gleich, das äussere Dekor ist dasselbe, etc. Nur die Jahreszahl variert.

    Dann zur letzten Frage von Herrn Buchin.

    Bonjour,

    Pourriez-vous m’indiquer comment me procurer une photographie de cette plaque de 1603 et si vous connaissez la raison de sa fonte à cette date ?
    Je vous remercie d’avance.

    J.Buchin

    Nein, leider weiss ich das nicht! Ich erlaube mir aber an dieser Stelle die Aufmerksamkeit der Leser auf den Kontext zu lenken, in dem die Abbildung zu finden ist, denn viele finden die Bilder oder Textschnipsel per Google und würdigen den Kontext nicht. So kommt es immer wieder vor, dass man mich für den Autor der Texte hält, oder einmal sogar für den Sekretär der Commission héraldique.

    23. Taque cheminée aux armes royales d’Espagne.
    Dort führt Didderich noch weiter aus:

    • Hauteur, 0,8.1; largeur, 0,95.
    • Devise: DOMINVS MIHI ADIVTOR.
    • Millésime 1603.
    • Armoiries sous la couronne royale et entourées du collier de la Toison d’or.
    • Supports: deux lions.

    Cette taque n’est pas rare non plus [wie die zuvor behandelte 22. Taque de cheminée aux armes royales d’Espagne. (Philippe II.)]. Généralement elle est datée de 1608.

    L’exemplaire de notre Musée et un autre, conservé au Musée de Nancy38, sont cependant de 1603. [Wobei auf der Abbildung aber eher 1608 zu sehen ist]
    Cette taque a été fondue sous le règne de l’Archiduc Albert d’Autriche et de l’infante Isabelle-Claire-Eugénie (fille de Philippe II), auxquels la souveraineté des Pays-Bas, avait été transmise le 6 mai 1598 sous la clause de retour à l’Espagne au cas où leur mariage resterait stérile.

    Bleibt noch darauf hinzuweisen, dass zur Zeit im städtischen Museum der Stadt Luxemburg eine Ausstellung zum Thema Ofenplatten zu besichtigen ist: https://citymuseum.lu/exhibition/schwaarz-konscht/.

  • website 03.12.2018 No Comments

    Die Temperaturen liegen im zweistelligen Bereich, aber es regnet, die Sonne ist weg und der Weihnachtsmarkt hat offen. Stimmung genug um wiesel.lu wieder weihnachtlich einzurüsten.
    Ich machte mich dieses Jahr nicht auf die Suche nach einem passenden Weihnachtstheme, sondern entschied mich erneut für White Xmas by Carolina, mit dem charakteristischen Elch.
    Für weihnachtliche Stimmung mögen auch die folgende Bilder vom Weihnachtsmarkt vom letzten Freitag sorgen, da startete unsere November Critical Mass. Wir waren zu viert!

  • velo 08.11.2018 1 Comment

    Lange nix mehr von Vel’oh gehört, gestern meldeten sie sich! Darin stand u.a.:

    Aujourd’hui, nous avons le plaisir de vous annoncer qu’à partir du 30 novembre 2018, la Ville proposera une offre de services plus riche et étendue avec un tout nouveau système (vélos, bornes d’accueil, bornettes) et des vel’OH! à assistance électrique.

    Ob “et des vel’OH! à assistance électrique” nun bedeutet, dass man “auch” oder “nur noch” Pedelecs bekommt, weiss ich nicht, ich vermute aber stark letzteres. Kann mich erinneren, dass es Diskussionen gab, dass man nur mit EINEM Typus arbeiten will, weil die Stationen ja auch umgebaut werden müssen um die Räder zu laden.
    Auch das Wort berichtet vor kurzem darüber1, daraus geht das auch nicht so ganz klar hervor, aber ich denke schon.
    Das sehe ich dann mit einem lachendem und einem weinenden Auge.

    1. Das weinende Auge befürchtet, dass wenn ich nächstes mal wieder auf ein kaputtes Fahrrad falle, und irgendwo gehen die immer irgendwie kaputt, es die Elektrik sein wird die ausfällt! Dann hab ich ein schweres, schlechtes Rad zu treten.
    2. Das lachende Auge verheisst mir, dass andererseits, wenn es funktioniert, ich viel leichter treten kann! Das könnte echt eine Alternative zur Tram für mich werden. So wie ich im Sommer fast jeden Tag mit meinem leichten Fitnessbike zur M-Box fuhr, könnte ich in Zukunft mit dem Elektrovel’oh! auf den Kirchberg. Denn nun in der nassen, dunkelen Jahreszeit fahre ich natürlich lieber ein Rad mit Dynamo, Licht, Schutzblech und Co. Das ist aber leider auch um einiges schwerer und der Kirchberg führt das “Berg” nicht umsonst in seinem Namen.
      Weiter hoffe ich vor allem, dass Patrick Goldschmit von der Gemeinde Luxemburg, recht behält und der Anteil der Radfahrer sich so deutlich steigern lässt.

    In dem erwähnten Interview hiess es:

    «Avec les vélos à assistance électrique, nous sommes certains que le nombre d’abonnés va encore augmenter», affirme Patrick Goldschmidt, échevin en charge de la mobilité en ville (mais aussi de l’environnement, du service des fêtes et marchés et de l’intégration pour personnes à besoins spécifiques). «L’idée est de remettre le vélo sur l’agenda des personnes qui travaillent et se déplacent en ville.» Le vélo rencontre un succès croissant pour tromper les rues et routes saturées de trafic. «Aujourd’hui, 5 à 6% des gens se déplacent à vélo en ville», poursuit l’échevin.

    Mehr Radfahrer auf den Strassen bedeutet für mich vor allem: die Kraftfahrzeugfahrer gewöhnen sich an uns und geben stärker auf uns Acht, wir können also sicherer fahren!
    Zu befürchten ist zwar auch, dass die Gesamtzahl verunglückter Radfahrer dann raufgeht, eben weil es mehr sind.
    Schwere Unfälle mit rechtsabbiegenden KFZ wie wir sie in der deutschen Presse fast täglich lesen müssen, sind zur Zeit in Luxemburg ja zum Glück noch recht selten.
    Es bedeutet sicher auch mehr “Mimimi” in den sozialen Medien von reaktionären NUR-Autofahrern. Seit dem 18. Geburtstag sind sie nicht mehr auf dem Fahrradsattel gesessen, trauern der Autostadt nach und den Zeiten die sie selber gar nicht mehr erlebt haben, wo der Autobesitzer wie ein Baron war. Wenn der ankam, sind alle Fußgänger vor Ehrfurcht in den Graben gesprungen und die Radfahrer hielten an und zogen bewundernd die Mütze vom Kopf.
    Heute hingegen grinsen sie einen noch frech an, weil man im innerstädtischen Stau stehst und und sie rechts an den Autos vorbei können und auf dem SAS-Velo sich auch noch vor Dich stellen. Nächstes Mal parke ich den wieder zu!, grummelt dann der Nur-Autofahrer und der eine oder andere reaktionäre Aktivist denkt:

    Komm, lass uns noch mal eine radfahrerfeindliche Petition schreiben, damit denen das Lachen vergeht!

    • Fahradkennzeichen fordern wir! Das ist zwar ein höllischer administrativer Aufwand und angeblich nützt es nix, weil man die kleinen Ziffern im Zweifelsfall sowieso nicht so schnell gelesen bekommt und die schlimmsten Rowdies das Kennzeichen eh immer abdecken, aber egal!
    • Radfahren nur mit Führerschein! Blöd dass 90% zwar schon einen haben, aber egal!
    • Eine Versicherung sollen sie abschliesen! Blöd, dass die meisten Luxemburger sowieso eine Haftpflichtversicherung haben, egal!
    • und natürlich sollen sie ZWEI METER von den Autos wegbleiben müssen! Gut so eine Forderung verstösst gegen geltendes Recht und kriegen wir alleine deshalb schon nicht durch, aber egal!
    • Und sie sollen nicht mehr über rote Ampeln fahren dürfen! Die sollen dieselben Pflichten haben wie wir Autofahrer, schliesslich zahlen wir KFZ Steuer und die nicht, die Hungerleider! Ach so, das ist jetzt schon verboten und wenn sie kurz absteigen und schieben ist es sogar völlig legal?
    • Ok, dann mehr Kontrollen!!! Was macht die Polizei eigentlich den ganzen Tag, hö? Ah, nicht genug Personal!
    • Dann muss die Fahrradstaffel der Polizei unbedingt aufgestockt werden! Was? Jetzt wo sie mehr Beamte haben, kontrollieren die Verkehrsdelikte von Autofahrern dann auch öfter und strenger? Die haben ja gar nichts verstanden! Nein, das ist mir jetzt aber überhaupt nicht egal! Ich –

    Ok, genug gespielt. Nein, wenn ich morgens im zähfliessendem Verkehr im Bus sitze und auf die vielen Autos runterschaue und ich erinnere, dass wenn ich nur eine halbe Stunde später hier lang fahren würde, die alle stehen würden und wir mit, dann spüre ich:
    die Verkehrswende ist alternativlos!
    Sie muss kommen, es kann nicht mehr jeder, jeden Tag mit dem Auto bis zu seinem Bürostuhl oder den Barhocker fahren.

    Zurück zum Thema. Weiter schrieb Veloh uns:

    Pour effectuer la transition2 entre l’ancien et le nouveau système, de nouvelles stations remplaceront les stations existantes sans pour autant impacter le fonctionnement de votre carte actuelle. Afin de maintenir un niveau de service adéquat, cette transition sera réalisée en trois étapes et ne dure que quatre semaines :

    • à partir du 15 novembre les stations seront remplacées progressivement. Pour ce faire, une station sur deux sera fermée jusqu’à ce que 50% de l’ensemble des stations soit renouvelé
    • dès le 30 novembre, 50% des stations sont équipées et la majeure partie des nouvelles stations seront installées, l’ancien service sera arrêté et le nouveau service sera lancé. Vous pourrez dès lors y accéder avec votre carte d’abonnement actuelle
    • les stations restantes seront converties et rouvertes progressivement jusqu’à l’échange complet de la flotte vel’OH! autour du 15 décembre.

    Das heisst, das System Veloh wird einige Zeit wohl nicht funktionieren. Hoffen wir, dass danach das Netz der Stationen endlich weiter ausgebaut wird! Ich hätte gerne eine Station in der Rue des Primeurs in der Zone administrative Strassen und eine im Rangwee! Das würde mir zwar meine Ausreden nehmen, wenn ich mal wieder keinen Bock aufs Fitnesstudio habe, aber egal!

    1. siehe: https://www.wort.lu/fr/luxembourg/850-vel-oh-electriques-en-libre-service-en-septembre-5b7d7b4d182b657ad3b91b51) []
    2. Zur Übergangsphase verwies Veloh auf folgenden Link, wo man sich eine Tabelle mit den geplanten Umrüstungsaktionen zu den einzelnen Stationen runterladen konnte: http://www.veloh.lu/Magazine/Actualites/Toutes-les-infos-sur-vos-stations-velOH []

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  • Vereine 06.07.2018 No Comments

    Die letzten Wochen habe ich mich weniger mit der Heraldik und dafür wieder mehr, mit dem Projekt AVLhistory geschäftigt. Im Juni/Juli sind traditionnel die meisten Veranstaltungen der Aachener, daher musste aachen.lu auf Vordermann gebracht werden. Diese Arbeiten riefen mir in Erinnerung, dass mein Verein ja 2022 seine 125 Jahrfeier abhalten muss/müsste/sollte.
    Die Erfolge konnten erzielt werden, durch Internetrecherchen auf der Seite:

    http://www.a-z.lu

    Folgende Typen von Mitteilungen von, oder über den A.V. d’Letzeburger konnte ich finden:

    1. Berichte von Festen des AVL, hauptsächlich aus den 1920er Jahren
    2. Berichte von Festen des Vereines der Luxemburger in Aachen, welche stets den AVL einluden.
    3. Einladungen des Altherrenvereins, der sich ebenfalls “A.V. d’Letzeburger” nannte, an seine Mitglieder zu Vereinsveranstaltungen, wie Restaurantbesuche und Brauereibesichtigungen.
    4. Mitteilungen, dass der und der Student in Aachen, sein Vordiploms- (!), sein Diplom- oder seine Promotionsexamen bestanden hätte, und wie gut. Manchmal ist angegeben, dass der AVL die Quelle war, es ist anzunehmen, dass er es meistens war.
    5. Aus den 1910er Jahren, hauptsächlich Mitteilungen, dass die Vorlesungen überhaupt stattfinden. Das scheint ob der Kriegswirren nicht so ganz eindeutig gewesen zu sein.
    6. Dann Berichte zu spezifischen politischen Problemen der 1920er Jahre, wie dem Separatistenaufstand 1923, der wohl zur Hochschulschliessung führte und unter den Letzebuergern eine ziemliche Krise auslöste. Damals lud der A.H.A.H. Verband alle in ein Restaurant und redete auf sie ein, dass sie bloss nicht an eine andere Schule wechseln sollten, nur weil die RWTH gerade die Tore zumachen musste.
    7. Aus der Kaiserzeit, ein paar wenige Berichte aus dem Hochschulleben, die auch interessant sind.
    8. Nekrologien (=Biographien)
    9. Und diverser Beifang, wie bestimmte Massnahmen der Purification. So erfuhr ich, von einigen meiner “Aachener” dass sie 1945 in Ungnade fielen, bei einem hat es mich sehr überrascht, aber ich fand so die Erklärung warum ich von der Person nie wieder was fand.

    Ursprünglich hatte ich vor, diese Zeitungsartikel dann alle, um die OCRisierungsfehler bereinigt unter http://www.aachen.lu/avlhistory/quellen/zeitungen/ online zu stellen. Mit den ersten die ich fand, habe ich das auch so gemacht.

    • Aber erstens ist das rechtlich nicht ganz einwandfrei, weil jemand der in den 1920er Jahren einen Zeitungsartikel schrieb zwar tot sein dürfte, aber noch keine 70 Jahre!
    • Zweitens sind es aber so viele, dass ich mit dem Verbessern der Fehler nicht nachkomme und diese Form der Präsentation langweilig sein dürfte.

    Da warte ich lieber noch etwas, und schreibe später selber ein paar Artikel, wo ich dann nur Passagen zitiere und die Links setze. Das wird dann eindeutiger und rechtlich einwandfrei sein. Die OCRisierungsfehler sind übrigens noch erheblich.
    So fand ich einen Artikel aus dem Luxemburger Wort, vom 21. Juni 1909, wo der zweihundertse Eisenhüttenmann gefeiert wurde: Mathias Koener, also ein Luxemburger, wie der erste Diplomingenieur Pierre Mouris und der 100. Diplomhütteningenieurs Gustave Prussen.
    So steht der Text zur Zeit online auf a-z.lu:

    2uzemBurger in Aachen. Aus Aachen wirb
    uns geschrieben: „3u Ehren bes zweihunberstten Diplomhütteningenieurs
    veranstaltete bie Hüttenmännische Vereinigung
    am 18. Juni einen glänzenb verlaufenen Festkom- mers in Gegenwart Seiner Magnificens bes Rektors, Hrn. ©eheimen Negierungsrat Professor Dr. W. Borchers, bes
    Hrn. ©eheimen Regierungsrates Professor Dr. F. Wüst, sowie zahlreicher, anberer Mitglieber bes 2ehrerkürpers.

    Was natürlich folgendes heissen sollte:

    — Luxemburger in Aachen. Aus Aachen wird uns geschrieben: „Zu Ehren des zweihundertsten Diplomhütteningenieurs veranstaltete die Hüttenmännische Vereinigung am 18. Juni einen glänzend verlaufenen Festkommers in Gegenwart Seiner Magnifizenz des Rektors, Hrn. Geheimen Regierungsrat Professor Dr. W. Borchers, des Hrn. Geheimen Regierungsrates Professor Dr. F. Wüst, sowie zahlreicher, anderer Mitglieder des Lehrerkörpers.