accorné

accorné Adjektiv, das die Farbe der Hörner eines Tieres angibt.

Beschreibung

Accorné ist eines der typischen Attribute, mit denen ausgedrückt wird dass ein Detail einer Figur eine andere Farbe hat, als die Figur selber. Hier die Hörner des Hornviehs.
Ich fand aber auch Beispiele, wo das Wort nur benutzt wurde um gewährleisten, dass die Hörner überhaupt dargestellt werden. Das ist aber unheraldisch.

Einige Beispiele

Die Ghelin führten: D’azur à trois têtes de bélier d’argent, accornées d’or.
Die Gewin führten: D’argent au rencontre de taureau de gueules, corné d’azur.
Man findet in Blasonierungen gelegentlich auch schlicht “corné“, das bedeutet aber dasselbe.
Die Mangin führten: D’azur à une tête de buffle de face posée en pal, accornée et annelée d’or, l’anneau sortant des narines, accompagné de trois trèfles d’or, deux en chef, un en pointe.
Hier ein Beispiel, wo der Herold unnötigerweise accorné verwendet hat, obwohl die Hörner gar keine andere Farbe haben als das Tier.
Die Brand führten: D’or au rencontre de bêlier de sable, lampassé de gueules.
Man kann das Wort accorné getrost weggelassen, denn es ist klar, dass ein Widder [belier] Hörner hat, alleine schon um ihn vom Schaf [brebis] zu unterscheiden.

Das Wort accorné zu benutzen, wenn die Hörner gar keine andere Farbe haben, als der Körper des Tieres macht also nur Sinn, bei Tieren, die normalerweise keine Hörner haben!
So erwähnt ein Geschlecht Gutten aus Schlesien, die einen gehörnten Fisch im Wappen führen: Gehörnt; s. in B. mit s. Hirschgeweih: Gutten, Schlesien (672).

Bezeichnung in verschiedenen Sprachen

Französisch accorné
Deutsch gehörnt
Englisch
Italienisch
Lateinisch
Spanisch

Siehe auch Rolland et Bender (1903).

Einordung

attribut / changeant la couleur / particuliers aux animaux

Synonyme

Beschreibung durch klassische Heraldiker in französischer Sprache

Michel Pastoureau (1947-)

schrieb in der 5. Auflage (2008) des 1979 in Paris erschienenem Traité d’héraldique

Accorné. Qualifie un animal dont les cornes sont d’un émail différent de celui de la tête.

Dr. Loutsch (1932-2004)

schrieb 1974 im Anhang zu seinem Armorial du pays de Luxembourg:

Se dit d’un animal dont les cornes sont d’un autre émail que le reste du corps

Rietstap (1828-1891)

schrieb 1884 im Dictionnaire des termes du blason der Einleitung zum Armorial Général:

Accorné

exprime l’émail des cornes des animaux et principalement de celles du bétail, quand cet émail est autre que celui du corps. Pour le cerf, on dit ramé.

Simon de Boncourt (19. JH)

schrieb 1885 im Dictionnaire héraldique der Grammaire du blason:

ACCORNÉ, s’emploie pour des cornes des animaux quand il est différent du corps.

Henri Gourdon de Genouillac (1826 – 1898)

schrieb (1853) im Vocabulaire héraldique seiner Grammaire héraldique :

attribut des animaux dont les cornes sont d’un autre émail que celui du corps.

Joseph Martin (19.JH)

schrieb 1824 in den termes du blason zu seinem Cours abrégé de blason:

Ce mot se dit de tous les animaux qui ont des cornes, lorsqu’elles sont d’une autre couleur que celle de l’animal.

Claude-François Ménestrier (1631-1705)

schrieb 1696 in der La nouvelle méthode raisonnée du blason

Accorné, se dit de tous, les animaux qui ont cornes, quand elles sont d’autres couleurs que l’Animal.

Häufigkeit in meiner Datenbank


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Deutsches Wikipedia
Armoiries-blason.org http://www.blason-armoiries.org/heraldique/a/accorne.htm
Sonstiges

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