Georg Strasser:Wappengruppen in Luxemburg und der Eifel (1917)

Der nachstehende Text ist nicht von mir! Geschrieben hat ihn Georg Strasser 1917, veröffentlicht wurde er aber wohl erst 1919.
Die Lebensdaten von Georg Strasser sind mir unbekannt, er könnte sowohl ein luxemburgischer, als auch ein Trierischer Autor gewesen sein.
Es fehlen noch die Fussnoten und die Abbildungen.


Wappengruppen in Luxemburg und der Eifel.

Von G. Strasser.

Luxemburg 1917.

Druck von M. HUSS.

Trotz der großen Anzahl adliger Familien in Luxemburg und der Eifel im Mittelalter ist die Zahl der Wappen doch verhältnismäßig beschränkt, da viele Familien dasselbe Wappen führen . Einesteils haben einige dieser Familien denselben Ursprung und ist deshalb bei den Nachkommen das Wappen mit geringen Abweichungen (Turnierkragen, veränderten Farben, Zufügung von Beizeichen, Sternen, Lilien, Hermelin etc.) dasselbe geblieben, andernteils haben die Ministerialen, Vasallen oder Beamten dieser Familien häufig das Wappen ihrer Herren ganz oder mit kleinen Änderungen angenommen. Bei einer Anzahl von Familien, wo weder eine Verwandtschaft noch ein Vasallen- oder Dienstverhältnis nachzuweisen ist, mag aber auch das gemeinsame Wappen als ein Zeichen desselben Stammes, derselben Sippe, im weitern Sinne aufzufassen sein. Schließlich kann auch eine gewisse Vorliebe für ein oder das andere Wappenzeichen, welches auf dem Schild oder der Fahne eines besonders angesehenen Geschlechts angebracht war, andere Familien bestimmt haben, dasselbe oder ein ähnliches Wappen aufzunehmen. Bei der Forschung nach den Ursachen, welche der Führung eines gemeinsamen Wappens bei den verschiedenen Familien zu Grunde liegen, wirkt der Umstand häufig erschwerend, dass dieselbe Familie nicht ihr Stammwappen weiter führt, sondern dass der Mann zuweilen das Wappen seiner Frau, welche ihm eine Herrschaft oder Burg zugebracht, annimmt, oder dass er und seine Nachkommen den Familiennamen fallen lassen und den Namen der zugebrachten Herrschaft weiter führen; hierdurch werden leicht Verwechslungen und falsche Zuteilungen entstehen.

In nachstehender Arbeit ist versucht worden, an zwei Wappengruppen nachzuforschen, wie sich bei einer Gruppe die Zugehörigkeit etc. mehrerer Familien zu einem grössern Geschlecht nachweisen lässt und bei einer andern Gruppe festzustellen, dass sich keine Verwandtschaft zwischen den in derselben Gegend wohnenden Familien oder ein Dienstverhältnis zu einem Edelherrengeschlecht mit demselben Wappen begründen lässt, so dass man also diese letztere Gruppe als eine Wappensippe auffassen muss. Für den erstern Fall wurde das bekannte Wappen, Schildchen im Schild, und für den zweiten Fall, das Hirschgeweih im Schilde, gewählt.

Die Wappen sind in der beigefügten Tafel angegeben.

I. Wappen: Schildchen rot in silbernem Felde.

  1. Als Hauptträger des Wappens sind die Grafen v. Vianden und die von ihnen abstammenden Herren v. Brandenburg und v. Schönecken zu bezeichnen. Das Mittelrh. Urk.-Buch II. Band S. LXIX gibt an, dass die Grafen v. Vianden mit grosser Wahrscheinlichkeit den Gaugrafen im Ardennergau entsprossen und mit den Grafen von Spanheim eines Stammes seien. Die Abstammung der Herren v. Schönecken von den Vianden ist sicher ) dagegen die Verwandtschaft mit den Brandenburg nur wahrscheinlich.
    Die Grafen v. Vianden führten das obengenannte Wappen (siehe Wappen I) bis 1285. Philipp v. Vianden siegelte schon 1257 mit einem Löwen mit aufgelegtem Schrägbalken (siehe Wappen II) wegen seiner Mutter Margarete v. Courtenay; sein Sohn Gottfried vertauschte sein Familienwappen gegen das Wappen seiner Mutter Marie v. Perweis – silberner Balken im roten Schild 1285-1287 (siehe Wappen III), welches die folgenden. Grafen v. Vianden bis zu ihrem Aussterben (Heinrich † 1351) fortführten.
  2. Der Neffe des Grafen Philipp, Heinrich Herr v. Schönecken, siegelt 1277 mit vollem Schild, aber seine Nachkommen siegeln alle mit dem alten Viandener Wappen, dem sein Sohn Gerhard noch einen Löwen im Schildchen, seine Enkelin Liese, Frau von Colin Bonifacius in 1. Ehe, von Johann v. Useldingen in 2. Ehe, einen Hund 1332 hinzufügen. ) Auch nach dem Aussterben der Herren v. Schönecken mit Hartard behielten ihre Nachfolger Gerhard und Johann v. Schönecken, Nachkommen der vorgenannten Liese aus ihrer Ehe mit Colin Bonifacius v. Trier, das Schöneckener Wappen bei; vor dem Antritt der Herrschaft in Schönecken 1352 hatten sie es mit dem väterlichen Wappen, 6 spitzigem Stern vereinigt geführt, indem sie das Schildchen in den Stern gesetzt hatten (siehe Wappen IV). Eigentümlich ist auch die Aenderung des Helmschmuckes: während die ältern Herren v, Schönecken 2 Büffelhörner und zwischen denselben einen geraden Federbusch auf einer Kugel führten (siehe Grabstein von Hartard v. Schönecken in St. Matthias in Trier), nahmen die jüngern Herren v. Schönecken (Bonifacius) einen Hunderumpf an, vielleicht weil ihre Mutter in ihrem Wappen im Schildchen einen Hund geführt hatte; sie starben mit Johann 1383 aus.
    Sehr zahlreich sind die Burgmänner und Ministerialen der Herrschaft Schönecken, welche dasselbe Wappen wie die Herren führten:
  3. Mattheus v. Schöneck, sancti Simeonis prepositus et sigillifer zu Trier 1509, 1539, führte das Schöneckener Wappen mit einem Schwanenrumpf zwischen 2 Flügeln als Helmzier. )
  4. Das Schildchen im Schild mit einem Rechtsschrägfaden (siehe Wappen V) hatte in seinem Siegel 1394, 22. Juni, Johann v. Schöneck genannt v. Hartardstein ) und von dieser Familie war wahrscheinlich als letzter, Wilhelm V. Schönecken gen. Hartardstein, * 1478, 1. Mai. ) Johann war wahrscheinlich unehlicher Sohn von Johann v. Schönecken-Bonifacius.
  5. Das Schöneckener Wappen belegt mit einem gerauteten Pfahl, in den Rauten Kreuzchen (siehe Wappen VI), führte 1336 Franke, Knecht des Herrn Hartard v. Schönecken, der noch 1352 als Amtmann zu. Schönecken genannt wird )
  6. Wirich Puley v. Elverath, Burgmann von Hartard Herrn Schönecken hat ein geteiltes Schild, rechts das gespaltene Schöneckener Wappen, links einen mit der Spitze an die Mitte des Teilstrichs stossenden Sparren in mit Kreuzchen bestreutem Felde (siehe, Wappen VII); er ist 1352 oberster Vogt in der Herrschaft Schönecken. ) 1396 kommt noch ein Clesechin v. Eylvenioide genannt Puley castrerisis vor, der ein Sohn Jakobs war. )
  7. Eine, andere Burgmannfamilie führte statt des einen Schildchens im Schilde 3 Schildchen, silber in rot (2, 1), mit verschiedenen Abzeichen : während Lucie, Witwe von Johann v. Schönecken, ohne Abzeichen (siehe Wappen VIII) siegelt 1342, fügen ihre Söhne Gerlach und Walter einen vierlätzigen Turnierkragen (siehe Wappen IX) und ihr Sohn Heinrich einen 6 spitzigen Stern an der Herzstelle (siehe Wappen X) hinzu. Die Söhne führen in der Siegelumschrift den Namen von Else. 1335 wird mit demselben Wappen noch Johann v. Schweich, den man nennt v. Schöneck, aufgeführt. )
    Zu dieser Familie scheint auch Gerhard v. Schöneckin zu gehören, der schon 1331 tot war und dessen Witwe Jutte 1331, Tochter des Jacob Vrays v. Erlebach, den Tristand, Schöffen zu Trier, heiratete. )
  8. Das Schild mit Balken, dem ein gerautetes Schildchen aufgelegt ist (siehe Wappen XI), führt Apertin v. Schöneck 1396, ) der vielleicht der in Schönecken schon 1316 und 1342 als Burgmannen vorkommenden Familie v. Wayern angehört und mit Apertin von Wavern 1387, 29. August, identisch ist, der dasselbe Wappen führt. )
    Ebenso siegelt Johann 1364, Burgmann in Schönecken. Der letzte scheint Theoderich v. Wavern gewesen zu sein, der 1548 eine Wochenmesse in der Kapelle unterhalb der Burg in Dasburg stiftete. )
  9. Mit dem Schildchen im Schild, Helmzier 2. Flügel, siegelt. Bernhard v. Schöneck genannt Drussel 1497. ) Die Familie, welcher auch Heinrich Drussel v. Schönecken (wahrscheinlich der letzte seines Stammes, † vor 1535) angehört ) besass ein Burglehen zu Schönecken, weshalb sie den Namen annahmen.
  10. Die Grymelscheid führten den Beinamen v. Vianden im 15. Jahrhundert, so 1485 Johann v.Grymelscheid gen. v. Vianden, Reinhard v. Gr. gen. Vianden und seine Frau Catharina v. Bastenach 1426. Da nun die v. Vianden, so Peter v. Vianden, 1488 Schöffe in Echternach, 1503 Momper der St. Gangolfskirche in Trier, Anna v. Vianden, Frau von Nikolas v. Nattenheim ) dasselbe Wappen wie die Grymelscheid gen. v. Vianden führen (siehe Wappen XII), – 3 silb. Schildchen 2, 1 in rotem Felde – scheinen beide Familien denselben Ursprung zu haben.
    Johann v. Gr., Burgmann zu Schönecken 1484, hat den 3 Schildchen einen Stern an der Herzstelle hinzugefügt.
  11. Der Bastard Johann v. Vianden siegelt ebenfalls mit den 3 Schildchen 2, 1 getrennt durch einen Balken 1482.
  12. Auf eine Verbindung mit Schönecken lässt auch das Wappen eines Zweigs der Herren v. Neumagen schliessen. Das ursprüngliche Wappen der Herren v. Neumagen war ein silbernes blau gebalktes Schild. Johann v. Neumagen, Burgmann zu Grimburg 1320, ) legt hierauf an der Herzstelle ein rotes Schildchen (siehe Wappen XIII); Meffried, Herr zu Neumagen, führt dieses Wappen bereits 1245. ) Wahrscheinlich rührt diese Wappenänderung daher, dass die Herren v. Neumagen während des Streits zwischen Philipp Graf v. Vianden und Heinrich v. Schönecken (siehe Anmerk. 5) über den Besitz von Vianden und Schönecken von den Grafen v. Luxemburg kurze Zeit 1245 und 1279 ) Schönecken belehnt waren. Ein anderer Zweig der Herren v. Neumagen führt auf dem gebalkten Schild den schrägen Zickzackbalken.
  13. Nach Bertholet, Graf, Neyen, Eltester, Bärsch stammen die Herren v. Brandenburg, deren Besitzungen in der Nähe von Vianden liegen, von Gottfried, einem Sohn des Grafen Friedrich I. von Vianden, (vergl. die Stammtafel in Anmerkung 5) ab; diese Abstammung lässt sich urkundlich nicht feststellen. Das Wappen der Herren v. Brandenburg ist dasselbe, wie das ursprüngliche der Herren. v. Vianden: silbernes Schildchen im roten Schild, welches sie bis zum Erlöschen des Geschlechts auch mit Beizeichen weiter führten. Einzelne dieses Geschlechts haben jedoch im 13. Jahrhundert auch andere Wappen angenommen, die Kinder derselben sind aber wieder zum alten Stammwappen zurückgekehrt. Um diese Veränderungen verfolgen zu, können, ist es notwendig, die Stammtafel der Brandenburg heranzuziehen. )
    Bei den ältern Herrn v. Brandenburg lassen die Siegel nicht auf eine Abstammung von den Herren v. Vianden schliessen: Gottfried Herr v. Brandenburg führt 1259 ) das Wappen der Herren .v. Schmittburg auf dem Hunsrücken (siehe Wappen XIV), eine Schnalle als Raute im Schild gestellt. Es entspricht dieses auch einer Urkunde von 1272 (Reg. Görz III, Nr. 2763), in der Ludolph v. Schmittburg sein Bruder genannt wird, ferner einer Urkunde von 1278 (Reg. Görz IV, Nr. 527); in der seine Schwester Gertrud den Johann v. Schmittburg als ihren Neffen bezeichnet und der Stellung seines Bruders Theoderich als Propst in Ravengiersburg in der Nähe der Schmittburg. Dieses verwandtschaftliche Verhältnis zwischen den Herren v. Brandenburg und den Herren V. Schmittburg, sowie das Führen des Schmittburger Wappen durch Gottfried, lassen sich weder durch Urkunden aufklären, noch gibt darüber die Stammtafel der Herren v. Schmittburg Aufschluss. Aber auch bei den Nachkommen von Gottfried treten wieder Verschiedenheiten auf, zwar führt sein Sohn Diedrich 1306 das Schildchen im Schild im Siegel, jedoch belegt mit einem mit Hermelin besetzten Schrägbalken (siehe Wappen XV), aber dessen Bruder Friedrich Herr v. Brandenburg und später v. Neuerburg (siehe unter 16) siegelt nur mit einem Schrägbalken im Schild ohne das Schildchen (also wie die Herren v. Wälschneuerburg). Auch in diesem Falle ist der Grund für die Führung des Schrägbalkens bei beiden Brüdern nicht aufzuklären. Bei den nachfolgenden Herren v. Brandenburg wird nur das Schildchen im Schild, jedoch häufig mit Beizeichen, geführt; so ist bei dem Chorbischof Gottfried das Schild mit Kreuzchen bestreut (siehe Wappen XVI), Herrmann, Burgmann zu Montabaur 1340-48 hat im rechten Obereck eine Muschel, Herrman hat 1373 im Iinken Obereck ein Kreuzchen und Jutta Frau von Colin v. Wittlich umgibt 1350 das Schildchen mit Hermelinschwänzchen, also wie Johann v. Falkenstein 1348.
  14. Dasselbe Siegel wie die v. Brandenburg, mit einem kleinen Kreuz im rechten Obereck, führen .1459 die Gebrüder Görge und Herrmann v. Brandenburg genannt v. Wulferwiltz, sowie deren Mutter Margarete 1432. ) Da die Gebrüder Johann v. Brandenburg, Herren zu Esch, «den edlen unsern lieben Junkern » nennen, waren sie vielleicht unehliche. Kinder von Friedrich v. Brandenburg (Frau Marie v. Meisenburg), der uneheliche Kinder hatte.
  15. Mit dem Wappen Schildchen im Schild siegeln auch, die Herren, v. Hamm (bei Bitburg); dieselben gehören unstreitig zum Geschlecht der Grafen v. Vianden, wenn sich auch die Verwandtschaft urkundlich nicht nachweisen lässt. ) Dafür spricht die hohe Stellung der Familie-, da die Herren v. Hamm, welche 1052 zuerst erscheinen, bereits 1098 als Vögte von Prüm auftreten, welches Amt später in Händen der Grafen v. Vianden war. 1220 war Hamm Allod von Vianden, welches Graf Heinrich v. Vianden der Kölnischen Kirche zu Lehen auftrug. ) 1325 Mai 16 ) nennt Heinrich Graf v. V. den Gerard Herrn v. Hamm consanguineum et fidelem nostrum. Das Siegel von Friedrich, Sohn des Ritters Gerard, Herrn v. Hamm, zeigt ) 1318 und 1339 das Schildchen im Schild mit darüber liegendem 5 lätzigen Turnierkragen (siehe Wappen XVIII), wonach also diese Herren v. Hamm einer jüngern Linie angehören würden. 1360 und 1384 ) ist Friedrich v. Milburg bereits im Besitz der Herrschaft Hamm, so dass zu dieser Zeit die Herren v. Hamm wohl ausgestorben waren. Jedoch müssen schon früher die v. Milburg im Mitbesitz von Hamm gewesen sein, da 1329 Johann v. Sairbillich (ein Milburg) und sein Bruder Friedrich v. Hamm als Zeugen vorkommen. ) Vielleicht stammt dieser Besitz von den Rodemachern her; ) die Herren von Rodemachern, Milburg, Mersch, Sarbillig gehörten zur selben Familie. Nach den Milburg traten durch die Heirat von Irmgart V. Milburg 1519 mit Heinrich v. Malberg deren Nachkommen in den Besitz von Hamm, so dass diese als Herren v. Malberg und Besitzer von Hamm wieder das Schildchen im Schild wie die ersten Herren v. Hamm führen.
  16. Das alte Viandener Wappen führen auch die Herren v. Neuerburg bei Bitburg; 1220 war Schloss Neuerburg bereits ein Lehen der Grafen von Vianden. ) In einer Erwiederung des spätern Besitzers von Neuerburg, des Peter von Kronenburg von 1376 D exaltationis crucis auf Ansprüche des Grafen von Vianden, verneint derselbe, dass die Neuerburg ein Offenhaus der Grafen sei; wohl aber ein Bruderteil von der -Grafschaft Vianden etc., er sei kein Vasall der Grafschaft Vianden und deshalb nicht vor das dortige Manngericht gehörig, ebenso wenig wegen Neuerburg wie wegen Mairsche (Mersch ?), die sie mit -dem Grafen von Vianden zusammen besitzen. ) Er behauptet demnach, dass Neuerburg ursprünglich durch Erbschaftsteilung von Vianden getrennt worden sei. Hiermit in Uebereinstimmung würde stehen, dass 1210 Lambertus de novo castro bei den Zeugen nicht unter den Vasallen, sondern unter den nobiles steht. ) Eine Verwandtschaft zwischen den Grafen V. Vianden und den Herren von Neuerburg lässt sich auch unter den ältesten Mitgliedern der letztern urkundlich nicht nachweisen.
    1132 kommt Fredesunde und ihr Sohn Fridelo, Mönch, sowie Theoderich de novo castro vor ) 1197 erscheinen Lambertus und sein Bruder Waltherus de nuhenburch ; ) 1239 Ritter Johann v. Neuerburg. ) Die eigentliche Stammreihe beginnt erst mit Friedrich I, ) welcher 1245 April 5 erklärt, dass er Neuerburg von Luxemburg als Afterlehen durch den Grafen von Vianden habe. ) Er heiratete Cecilia von Cobern (an der Mosel), Tochter des Gerlach v. Isenburg, Herrn zu Cobern, die ihm nach dem Tode ihres kinderlosen Bruders Heinrich Cobern zubrachte. ) ihr Sohn Friedrich II. von ca. 1262 bis 1282 war Herr von Neuerburg und Cobern; .1268 Sept. nennt ihn Heinrich Graf v. Vianden seinen Neffen; er siegelt 1269 ) mit dem Schildchen im unveränderten Schild ) (siehe Wappen XIX); Friedrich II hatte Irmgard v. Esch (an der Sauer) geheiratet und ) waren aus dieser Ehe ausser den Söhnen Friedrich III, dessen Gemahlin Elisabet war, Herrn v. Neuerburg 1280 – 1302, und Robin, Herrn v. Cobern 1280-1302, noch mehrere Kinder hervorgegangen, deren Namen unbekannt sind. Robin war mit Lyse v. Eppstein seit 1272 verheiratet und nahm wieder das alte Coberner Wappen, (siehe Wappen XX) den Adler an; aus seiner Ehe gingen drei Töchter hervor, welche Cobern erbten.
    Sein Bruder Friedrich III dagegen behielt das alte Stammwappen Schildchen im Schild bei, mit dem er zuletzt 1302 siegelt ; ) bis 1291 Febr. tritt er als alleiniger Besitzer von Neuerburg auf. In diesem Jahre aber erscheint Diedrich von Brandenburg (vergl. die Stammtafel Anmerk. 26) als Mitbesitzer neben Ritter Ferry III Herrn v. Neuerburg, ebenso im Jahre 1295. ) 1298, 12. Nov. wird auch Diederichs Bruder Ferry (v. Brandenburg) als signour de Neufchastel aufgeführt; es kann sich in dieser Urkunde nur um Friedrich v. Brandenburg handeln, da dessen Siegel, Schild mit Schrägbalken (siehe Wappen XXI) an der Urkunde ihn als Bruder von Diedrich kennzeichnet. )
    Wir haben also bis zu dieser Zeit 3 Herren von Neuerburg : Friedrich von der alten Familie (Schildchen im Schild), Diedrich v. Brandenburg (Schildchen im Schild mit übergelegtem Schrägbalken), Friedrich v. Brandenburg (Schild mit Schrägbalken). Letzterer nennt sich 1306, 28. Nov. Herr v. Esch und Neuerburg. ) Esch rührte von der Erbschaft der Ermengarde v. Esch, Mutter von Friedrich III v. Neuerburg, her und war ein Teil von Esch von den Herren v. Ouren durch Kauf noch erworben worden.
    Von 1306 ab wird nur mehr Friedr. v. Br. als alleiniger Herr v. Neuerburg und Esch genannt, so dass er also in den Besitz von Fried. v. N. und Diedrich v. Br. eingetreten ist.

    In einer Urkunde von 1327, 5. Tag nach Nikolaus, bezeichnet ihn Johann Herr v. Falkenstein als seinen Oheim ; ) gegen 1330 wird er wahrscheinlich gestorben sein. )

    Das gegenwärtige Siegel der Stadt Neuerburg (siehe Wappen XXII) weist auf den Besitz durch die Herren v. Brandenburg hin: das Wappen ist gespalten, rechts ein Turm, links das Schildchen im Schild mit übergelegtem Schrägbalken, wie es Diedrich v. Brandenburg führte. )

    In welcher Weise die Brandenburg in den Besitz von Neuerburg gelangten, ist durch Urkunden nicht festzustellen. Von den Brandenburg ging Neuerburg durch Erbschaft (vgl. Anmerk. 26) an die Herren v. Dollendorf-Kronenburg über.

  17. Die Herren von Reifferscheid führten das rote Schildchen in, silbernem Felde als Wappen, in der Regel mit 5lätzigem blauen Turnierkragen (siehe Wappen XXIII), als Helmzier ein silbernes und ein rotes Eselohr ; so siegelt Johann v. Réifferscheid 1306; ) sie sollen von Walram, Herzog v. Limburg † 1139 abstammen ) und mit den Herren v. Wildenburg eines Stammes sein. ) Während die Herren v. Wildenburg (bei .Reifferscheid) und die spätern Herren v. Malberg mit dem Schildchen im Schild siegelt ) der Herzog v. Limburg 1214-1264 mit dem aufgerichteten doppelschweifigen Löwen; die Abstammung der Reifferscheid und Wildenburg vom Herzog v. Limburg lässt sich urkundlich nicht feststellen. ) Bezüglich der urkundlich nachge wiesenen Verwandtschaft sei noch darauf hingewiesen, dass einer Urkunde von 1198 ) Gerard v. Reifferscheid und Philip, sein Bruder als Zeugen genannt werden; Schannat nennt diesen Philipp Herrn v. Wildenburg. 1254, 12. März bezeichnet Heinrich v. Reifferscheid den Philipp Herrn v. Wild. als seinen consanguineus; ) 1306 erneuerten Johann V. Reiff. und Johann v. Wild. ihre Lehenspflicht für die Burg zu Hillesheim, welch, sie von Luxemburg zu Lehen hatten. )
    Friedrich v. Reiff. führt 1273 das Schildchen im Schild ohne Turnierkragen im Siegel, während Johann v. Reiff. als Zeichen der jüngern Linie den 5 lätz. Turnierkragen hinzufügt 1290; Rudolf und Heinrich v. Reiff. legen 1302 und 1305 über das Schild einen Schrägbalken, die spätern Herren v. Reiff haben von dieser Zeit ab nur mehr das Schildchen im Schild mit 5 lätz. Turnierkragen im Siegel. )
  18. Die Herren v. Wildenburg ändern mehrfach das Wappen Philipp II v. Wild. siegelt 1234 ) mit einem gekrönten Löwen in mit Steinen bestreutem Schild (siehe Wappen XXIV); Philipp II v. Wild. siegelt jedoch wieder mit dem Schildchen im Schild und 5lätz. Turnierkragen 1254 -1269 ; Gerhard v. Wild. hat 1284 auch (siehe Wappen XXV), das Schildchen mit Turnierkragen, umgibt aber das Schildchen mit Hermelinschwänzen; als Helmzier führt Johann Herr v. Wildenburg 1306 einen Vogelfuss; sein Wappen zeigt das Schildchen im Schild, aber ohne Beizeichen. Der Stammsitz der Herren v. Wildenburg ist Wildenburg bei Reifferscheid, aber auch die Wildenburg bei Treis an der Mosel war in ihrem Besitz.
  19. Von den Burgmannen der Herren v. Reifferscheid hat nur eine Familie deren Wappen angenommen: die Holdenart v. Reifferscheid, so 1390 Johann H. v. R., nur legten sie einen Rechtsschrägbalken über das. Schild und Turnierkragen ) (siehe Wappen XXVI).
  20. Die Herren v. Malberg. Das 1. Geschlecht der Herren v. Malberg stammt wie das der Herren V. Finstingen ) von Ravengar v. Malberg ab 1008, ) und führten deshalb beide Familien den einfachen Querbalken in ihrem Wappen (siehe Wappen XXVII), so Johann Herr v. Malberg, Sohn Cunos Herrn v. Vinstingen 1270. ) An der Urkunde 1280 Jan. 16. ) zeigt das Siegel Johanns, armiger domini de Vinstingen, die Umschrift Johannis de Malberg und das Siegel Hugos v. Finstingen die Umschrift S. ,domini Hugonis de Malberg et de Vinstingen. Nach dieser Urkunde verkauften die Herren v. Finstingen ihren Anteil an Malberg an den Erzbischof von Trier. Der Teil der in Malberg verbliebenen Verwandten der Finstingen, welche sich auch weiterhin Herren v. Malberg nannten, war durch Heirat an Rudolf v. Bürresheim 1186 und an Theoderich Grafen von Are 1204 und nach dessen kinderlosem Tode 1240 an Rudolf v. Malberg (Bürresheim) ) gekommen. Durch Heirat mit Rudolf’s v. Malberg Enkelin Anna † 1274 ) kam dann Friedrich V. Reifferscheid (vgl. Anmerk. 63) 1273 in den Besitz von Malberg. Die Reifferscheid blieben nun im Besitz von Malberg und der dort herrschende Zweig nahm davon den Namen an, so Johann, Sohn Friedrichs, 1281 Juli 24.; ) auch das Stammwappen, rotes Schildchen im silbernen Felde, führten sie, jedoch; ohne den Turnierkragen ; sie starben aus mit Bernhard (Linie zu Aducht) 1579, Claudius (zu Ouren und Aducht) 1556, und Gerhard (Linie zu Hamm und Ouren) 1584.
    Johann Domicell v: Malberg 1292 ) siegelt mit dem Schildchen im Schild, ebenso Johann gen. Brunchen 1347 unter Beifügung eines Sterns in der rechten obern Ecke ; Johann v. Malberg, -Herr zu Aducht, führt 1404 das rote Schildchen im silb. Feld und als Helmzier 2 Elephantenrüssel, links rot, rechts silb. zwischen denselben das Wappenschild.
  21. Von den Burgmännern zu Malberg findet sich nur eine Familie, die das Wappen der Herren v. Reifferscheid-Malberg angenommen hat. Johann v. Malberg genannt Kop, Diener von Johann Herrn v. Malberg 1406 ) hat im Schild einen Rechtsschrägbalken und darüber gelegt das kleine Mittelschild ; er komm noch 1423 vor ) siehe Wappen XXVIII).
  22. Die Erdorf (bei Kyllburg) führen als Burgmänner in Malberg (so. Gobelin v. E. 1320) ebenso wie die Boyart, Burgmänner in Malberg (so Heinrich B. 1357), 3 silberne Schildchen 2, 1, in rotem Felde (siehe Wappen XXIX), denen die v Erdorf noch einen 5latzigen schwarzen Turnierkragen hinzufügen.
    Da die Erdorf mit den Schildchen nach der Besitznahme von Malberg durch die v. Reifferscheid dort vorkommen, haben sie die 3 Schildchen als Burgmänner der Reifferscheid, ähnlich wie die Schöneckener Burgmänner von den Herren v. Schönecken, angenommen.
    Eine andere Familie v. Erdorf führt im Wappen 3 Ringe 2, 1, 2.
  23. Die Herren v. Schönberg zu Oberwesel am Rhein zerfallen in 3 Stämme : a) mit dem einfachen kleinen schwarze Schildchen im silbernen Schild ; b) mit dem kleinen weissen Schildchen und aufgelegtem goldenen Lilienzepterkreuz im roten Schild; c) mit 6 silb. Schildchen 3, 2, 1, im roten Schild. Dar Familie unter a) gehören die Herren v. Schönberg zu Erenburg an der Mosel, von denen Johann von Schönberg ) 1367 durch seine Heirat mit Agnes v. Erenberg diese Herrschaft erhielt. Mit seinem Sohn Johann 1396-1426 starb diese Familie aus. Die Herren v. Schönberg (bei St. Vith) gehören einer andern Familie an, sie führten (siehe Wappen XXX) den schrägen roten Zickzackbalken im goldenen Feld und sind eines Geschlechts mit den Burggrafen von Cochem und den Herren v. Pirmont. ) Ein Johann v. Schönberg mit schwarzem Schildchen im silb. Felde, Burgmann in Cochem 1362, wird im Balduineum als v. Schönberg in Eiflia bezeichnet, vielleicht gehört er auch zu den Erenburger Schönberg, da bei den Schönberg in der Eifel ) keine Schönberg mit Schildchen im Schild nachweisbar sind.
    Johann v. Schönberg, 1389 Burgmann zu Stolzenfels, führt das rote Schildchen im goldenen Feld; wahrscheinlich gehört er zu den Oberweseler Schönberg.
  24. Das silberne Schildchen im schwarzen Felde führen die v. Nattenheim. Heinrich v. Nattenheim (bei Bitburg) war 1298 Schulteiss in St. Maximin bei Trier. ) Die Familie war in der Eifel besonders in Hillesheim stark begütert und starb mit Clas v. Nattenheim 1467 aus. )
  25. Das gleiche Wappen wie die v. Nattenheim führen auch die Herrn v. Welchenhausen. Eine Verwandschaft zwischen diesen Familien lässt sich ebenso wenig wie mit der Familie v. Brandenburg nachweisen; ) die Farben und die Helmzier sind bei beiden Familien verschieden: bei Brandenburg, rotes Schildchen in silbernem Felde, Helmzier : Turnierhut mit Pfauenfederbusch ; bei den Welchenhausen über dem silbernen Schildchen im schwarzen Felde meist ein 3lätziger silberner Turnierkragen, so Heinrich v. Welchenhausen 1402; ) derselbe, führt als Helmzier eine Kugel mit Federbusch, während Diedrich v. W. 1359 einen Turnierhut mit 2 Kugeln an den Seiten, von denen jede einen Federbusch trägt, auf. seinem Helm zeigt. ) Diedrich V. W. und seine Kinder siegelten ohne den Turnierkragen. Die Welchenhausen kommen vor von 1347 Diedrich v. W., bis 1494 Ponce v. W., letzter der Familie. )
  26. Dasselbe Wappen wie die Welchenhausen führt der trierische Burgmann Guido von Waldrella in Grimburg. )
  27. Eigentümlich ist die Verbindung des Nattenheimer Wappens mit dem Wappen der v. Vlissheim (Fliessern bei Kyllburg in der Nähe von Nattenheim) bei Hermann von Vlissheim, der als Burgmann in Malberg ) vorkommt, aber auch Burglehen des Hartard v. Schönecken 1345 in Schwirzheim ) besass.
    Die v. Vlissheim führen gewöhnlich 5 silb. Ringe 2, 1, 2, im roten Feld (siehe Wappen XXXI); Hermann hat aber das Nattenheimer Wappen silb. Schildchen im schwarzen Feld und in ersterem wieder ein schwarzes Schildchen mit 5 goldenen Kugeln 2, 1, 2 (siehe Wappen XXXII).
  28. Die Lissingen gen. Gegen siegeln mit 3 Schildchen im Wappen 2, 1, rot in silb. Felde, als Helmzier 2 rote Flügel, über; dem Schildchen zuweilen ein 3lätz. Turnierkragen, so siegelt Johann Lissingen, der 1478 von Trier mit dem Hof zu «Burne uff der Suren» belehnt wurde; 1363 trug Diedrich v. L. Lehen von MaIberg zu Messerich, woraus sich vielleicht das Wappen erklärt. Katharine v. Lissingen, die dasselbe Wappen aber ohne Turnierkragen führt, brachte 1490 ihrem Gemahl Hermann v. d. Heyden die Burg zu Nieders Gegen an der Geybach bei Echternach zu. )
  29. Ein spät. in Kyllburg auftretendes, Geschlecht, v. Kyllburg, siegelt auch mit den 3 Schildchen und einem Stern an der Herzstelle, so Wilhelm Pelzer v. Kilburg, Lehensmann daselbst, und Jakob Kyllburg, Schöffe zu Bitburg 1573. ) Die Familie v. Nerenhausen (bei Wittlich), welche einen aufrechten gekrönten Löwen 1491 im Wappen führte, verband, wahrscheinlich bei einer ehelichen Verbindung mit den Kyllburg, ihr Wappen mit dem der Kyllburg, indem sie den Löwen in die Mitte des Schildes setzte und oben in den beiden Schildecken und unten je ein Schildchen hinzufügte (siehe Wappen XXXIII). Dem Wilhelm Kilburger von Nerenhausen Dr. jur. zu Sierk wurde 1613, 23. Decemb. vom Herzog Heinrich von Lothringen der Familienadel bestätigt. ).
  30. Mit 3 Schildchen 2, 1, im Schild siegelt Gerhard der Hole 1344 und 1363, Burgmann zu Jünkerath der Gebrüder v. Schleiden, Herren zu Jünkerath; er legt einen Turnierkragen über die Schildchen. )
  31. Diederich Kolhase, Blankenheimischer Mann 1390 hat ebenfalls in seinem Siegel die 3 Schildchen ) 2, 1.
  32. Auch die Schaflützel v. Kerpen hatten die 3 Schildchen 2, 1, im Wappen, so Wirich 1396 mit einem 6spitzigen Stern an der Herzstelle und Johann 1488 mit einem 3lätzigen Turnierkragen; sie waren Burgmänner des Erzstifts Trier und der Herren v. Blankenheim, trugen aber auch von Vianden 1416 Renten von Dasburg zu Lehen. )
  33. Wirich v. Junkenroide siegelt 1396 (Wappen XXXIV) mit dem Schildchen im Schild, an dem Schildchen sind an den obern Ecken und der Spitze je ein Kleeblatt angebracht (Wappenbuch von Eltester). Die alten Herren v. Jünkerath führten ) 6 Seeblätter im Wappen und hatten dieses Wappen auch einzelne Burgmanngeschlechter angenommen, so die Nechtersheim, Jünkerath, Leuterath, welche zu einer Familie gehörten.
  34. 1411 siegeln Junker Clais und Ludwig v. Machern, Gebrüder, mit dem Schildchen im Schild und einem fliegenden Adler in der rechten obern Ecke als Beizeichen, sie waren Söhn von Louis v. Machern und Jutta v. Wasserbillig, welche in 2. Ehe den trier. Schöffen Jakob. Tristand 1385 – 1409 geheiratet hatte. )
    Eine zweite Familie v. Machern siegelte mit einem aufgerichteten Hirsch im Wappen, ) so Louis v. Machern 1374.
  35. Walter v. Ell Knappe führt 1337 das Schildchen im Schild mit einem übergelegten Schrägbalken als Wappen. ) Elle liegt an der Attert (Luxemburg) und sollen nach Blanchard (Manuscr. in sect. histor. zu Luxemburg) die Herren v. Elle von den Herren v. Sterpenich abstammen; was durch das Wappen nicht bewiesen wird. Conon v. Elle erscheint schon 1269; 1294 war Johann v. Ell Bürger in Trier. ) Der letzte scheint 1357-1364 Johann v. Ell, Propst von Arlon, gewesen zu sein.
    Das Wappen Schildchen im Schild ist übrigens in den Niederlanden so wie auf der rechten Rheinseite sehr stark verbreitet, man vergleiche die Aufzählung bei de Raadt, Sceaux armoriés I, S. 140, sowie Hauptmann, Jahrbuch der K. K. Gesellschaft Adler in Wien, 10. Bd. 1900 Mittelrh. Wappengruppen.

II. Das Wappen mit dem Hirschgeweih.

Die Familien mit diesem Wappen waren sehr zahlreich und sassen hauptsächlich an der obern Kyll und Ahr; eine Herkunft von einem Stamm lässt sich trotz aller Forschungen in den Urkunden nicht feststellen und muss man sie deshalb als zu einer Wappensippe gehörig bezeichnen. Da die Sitze dieser Familien nicht weit von einander entfernt waren, bildeten sich durch Heirat im Laufe der Zeit häufig verwandtschaftliche Beziehungen, durch welche auch der Güterbesitz mehrerer dieser Geschlechter an demselben Ort erklärt wird.

Es findet sich kein Edelherrngeschlecht mit dem Hirschgeweih in der Eifel, mit dem eine Verwandtschaft oder ein Dienstverhältnis die Führung dieses Wappens begründen konnte; alle Familien gehören dem niedern Adel an und kann -man nur annehmen. Dass dieses Wappen, ursprünglich von einem Geschlecht angenommen, auch den Beifall in der Nähe wohnender Familien fand und. deshalb in grösserern Umfang in derselben Gegend geführt wurde. Die betr. Familien waren fast alle Burgleute, oder Lehensleute der Herren V. Dollendorf-Kronenburg, Blankenheim und v. d. Ahre und mochte der Ursprung des Wappens vielleicht in Baasem bei Kronenburg zu suchen sein.

Wer die kleinen Dörfer in der Eifel kennt, in denen diese Ministerialen, wohnten, weiss, dass diese geringe Bedeutung hatten; die uns noch erhaltenen kleinen Hauser der Burgleute in der Kasselburg oder in Nieder-Manderscheid zeigen die ärmlichen Verhältnisse, in denen auch die meisten dieser Familien im 14. Jahrhundert lebten.

Nachstehende Geschlechter kommen in Frage, die alle das Hirschgeweih mit geringen Abweichungen in der Endenzahl oder Beizeichen führten. Die Farben sind nur bei den v. Mirbach (silbernes Geweih im schwarzen Felde) und bei den v. d. Ahre (rotes Geweih in silb. Felde mit zwischen gesetztem rotem 2 mal blau gebalktem Schildchen) bekannt :

  1. Die Familien zu Basenheim (Baasem) gehören zu den ältesten und verbreitetsten Ministerialgeschlechtern der Eifel; wir finden sie als Burgmannen und Lehensleute in den Herrschaften Kronenburg, Dollendorf, Neuerburg, die von ca. 1330 ab den Herren v. Rodemachern gehörten, aber auch als Lehensleute von Crichingen, Lothringen und dem Erzstift in Trier. Es kommen folgende Familien in Betracht :

    • a) die Herren v. Basenheim, von denen einzelne Zweige Beinamen angenommen haben, so die Basenheim genannt Gybel. (Gypel) und die Basenheim genannt Grutzie (Grutzgin) (siehe Wappen XXXV);
    • b) die Holzappel v. Basenheim, von denen ein Teil den Beinamen Bitsch führt (siehe Wappen XXXVI);
    • c) die v. Basenheim genannt Ulchin.

    Die unter a genannten Familien führen das Hirschgeweih, die unter b aufgeführten einen Wellenschrägbalken und bei den unter c genannten ist das Wappen unbekannt. )

    Eigentümlich ist es, dass bei den Holzappel v. B. und den «Bitsch» genannten mehrfach das Geweih als Helmzier angenommen ist, so bei Peter v. Basenheim gen. Bytsch 1486 und Johann v. B. gen. B. 1459. ).

    • Zu a. Schon 1171 war Godefrid v. Basenheim Zeuge in einer Urkunde der Abtei Prüm als Ministerial der Abtei. ) Er wird derselbe sein, welcher als Ritter Godefrid Koivo geboren zu Basenheim sein Gut zu Langenmacher bei Kerpen der Abtei Prüm verkauft hat. ) 1347 war Ritter Garsilius v. B. Zeuge in einer Urkunde von Diedrich v. Dollendorf. )

      1373 erscheint der Edelknecht Philipp v. B., der in der Schlacht bei Basweiler 1374 unter dem Banner des Herrn v. Kronenburg kämpfte und gefangen genommen wurde, er siegelt mit dem Hirschgeweih und einem Leopardskopf zwischen den beiden Stangen. ) Friedrich v. B. war in derselben Schlacht getötet worden. )

      Ein Zweig siedelte nach Neuerburg bei Bitburg über, wo 1424 Wilhelm, 1439 Lorenz, und 1505 Johann v. B. wohnten. ) 1498 und 1506 besass noch Johann v. B. Lehen zu Neuerburg. )

      Ein anderer Teil der Familie war an der Mosel begütert, so war Ailff v. B. 1395-1430 Amtmann zu Wittlich, ) wahrscheinlich ist es derselbe Ailff, der 1400 Burggraf in Kronenburg war ; ) sein Sohn Arnold erwarb durch seine Heirat mit Katarina v. Kuntzig Haus und Burg zu Föhren, Haus und Veste zu Brück zwischen den Türmen bei der Stadtmauer zu Trier, einen Hof zu Wittlich u.s.w. ) Arnold und seine Söhne Alf, Cuno und Ludwig veräusserten sehr bald ihren Besitz an der Mosel und im Luxemburgischen. ) 1445 wurden der Besitz zu Wittlich, 1448 die Güter zu Machern und Weckringen, ) 1449 die Güter zu Birtringen und Merrem ) und 1452 der Rest des Besitzes im Lande Luxemburg verkauft. ) Es scheint der Familie nur das Lehen zu Vetz (Fötz) verblieben zu sein, mit dem 1505 Johann v. B. vom Herzog v. Lothringen und 1565 Hermann Bürger zu Luxemburg belehnt wurden. Margarete v. B. und ihr Gemahl Adrian Endres zu Lux. verkauften 1571 ihre Rechte zu Foetz und Udange an Heinrich Musset zu Arlon. ) Hiernach war war (-sic-) wohl Margarete die letzte der Familie.

      Von den Basenheim gen. Gybel berichten nur wenige Urkunden; sie scheinen in Baasem geblieben zu sein :

      1349 erscheint Heinrich Knappe mit seiner Frau Lorette, sein Vater Johann war zu dieser Zeit bereits tot. ) Peter V. B. g. G. siegelt 1395 mit. dem Hirschgeweih ) ; 1445 ist Clais v. B, g. G.. im Besitz des Federbuschhofs zu Baasem ); 1466 wird Peter V. B. g. G. als Amtmann, zu Kronenburg genannt ). Der Ietzte war wohl Adam 1493 ).

      Mit dem Beinamen Grutzie (Grutzgin) kommt nur Johann v. B. vor, der von 1411 bis 1439 Schöffe in Diedenhofen war ) ; er gehört wahrscheinlich zum luxemburgischen Zweige der Familie v. Basenheim.

    • b. Die Holzappel v. Basenheim sowie die H. v. B. gen. Bitsch siegelten mit dem Schrägwellenbalken und bleiben deshalb hier ausser Betracht; Die Holzappel besassen ein Gut in Hallschlag 1340-1537 und starben in letztgenannten Jahre aus.
    • c. Das Wappen der v. Basenheim gen. Ulchin ist mir unbekannt .
  2. Unter den Burgmannsfamilien zu Kronenburg. erscheint auch ein Geschlecht des Namens, welches mit dem Hirschgeweih siegelt; so siegelt 1360 Johann. v. Cronenberg mit seinen Kindern Gobel, Agnes, Else und Jutta ); er besass Zehnten zu Hillesheim, die er 1366 an Richart Hurt v. Schönecken verkauft ).
    1367 bekennt Clays v. Cronenberg «dat alsoliche vurdine, alss lier hatte, uff die heirschaff von Schoneck, von tiellen wegen von Wieseben sins swiegerherrn (die Wiesbaum waren auch Verwandte der v. Mirbach) dass yme herr Burchart (v. Vinstingen) der vur genuch gedaen haet, als von syme deille und daum geben XXVij gulden», besiegelt «mit sins bruder peters sigel von sinen beden». ) Dieser Peter v. Cronenberçh war 1374 in der Schlacht bei Baesweiler gefangen worden, er siegelte auch mit dem Hirschgeweih, zwischen die Stangen hatte er einen Stern gesetzt ).
    Zu derselben Familie scheint Kathrine v. Cronenburch zu gehören, die. 1461 mit Jakob Schaiffe von Diedenhofen verheiratet war; die Eheleute verpfänden ihren Besitz zu Keille, Tetyngen an Johann von Bolchen, so wie es ihre Schwiegereltern, Elter und ihr Ohm Peter selig mit seiner Frau Sara besessen haben; in ihrem Wappen trägt das Schild 5 Balken, aber im rechte Freiquartier haben sie das Geweih hinzugefügt ) (siehe Wappen XXXVII). Auch die v. Mirbach hatten einen Hof zu Kronenburg, mit dem 1634 Johann v. d. Düssel vom Grafen Manderscheid-Blankenheim belehnt wurde.
    Eine 2. Familie v. Cronenberg siegelt wie die Holzappel. v. Basenheim mit dem Schrägwellenbalken (siehe vor unter 1b) ); sie gehören wohl derselben Familie an.
  3. Nach dem Burgfrieden von Kronenburg von 1350 ) Iag zwischen Kronenburg und Baasem ein Ort oder Hof Godinroit, von dem auch ein Geschlecht mit dem Hirschgeweih im Wappen den Namen annahm. 1374 wurde Heinrich v. Godenrot ) in der Schlacht bei Baesweiler unter dem Banner von Peter Herrn v. Kronenburg gefangen. Poiswin v. Godenroit wird 1415 ) unter den Burgleuten zu Schönecken genannt; er siegelt ) mit dem Hirschgeweih. Dasselbe Wappen führt Else v. Godenroit, 1430 Witwe von Johann Münch ; ) 1431 verzichtet Johann v. Wildenburg gen. v. Deyffenbach als nächster Erbe auf das von Else v. Goidenrait sel. und ihrem Sohne Johann v. Esch seinem Bruder Philipp sel. um 150 Flor. verpfändete Burglehen zu Schönecken. ) Es wird also um diese Zeit die Familie v. Godenroit ausgestorben sein.
  4. Dalmescheid, nördlich von Kronenburg, war schon 1327 Dollendorfscher Besitz und wird 1395 in einer Urkunde Friedrichs v. Dollendorf Heinrich v. Dalmescheid als Burgmann zu Dollendorf genannt; ) er siegelt mit dem Hirschgeweih.
  5. Schnorrenberg, nordwestlich von Kronenburg, liegt in der Nähe von Dalmescheid. 1425 hängt Johann v. Snorrenberg genannt Schmittscheid, Burgmann zu Reifferscheid, sein Siegel (Hirschgeweih) an eine Urkunde von Wilh. v. Dalbenden. ). 1466 stellt Johann Burggraf v. Salm, ältester Sohn zu Reifferscheid für eine Schuld den Diederich v. Snorrenberg aus Reifferscheid als Bürgen. )
  6. Eine Burgmannsfamilie zu Dollendorf siegelte mit dem Hirschgeweih im Wappen. 1341 waren Heinrich und Philipp v. Dollendorf Vasallen der Herren v. Dollendorf; 1393 erscheint Heinrich v. Dollendorf und 1404 Heinsequin, der von den Bürgern von Metz gefangen wurde. ) Der letzte der Familie war vielleicht Johann, Sohn Winands, der 1511 von der Abtei Maximin mit den Gütern der v. Freilingen belehnt wurde.
  7. Clais und Heinchin v. Feustorff (Feusdorf bei Jünkerath), welche auch mit Hirschgeweih siegeln, waren 1373 Vasallen des Erzbischofs Cuno von Trier ). 1394 war Reynart V. Feustor Burggraf zu Gerolstein ). 1440 nennt Johann Hurt v. Schönecken den Ailf v. Feustorf seinen guten Freund und Diener ).
    1447 scheint die Familie ausgestorben zu sein, da Wilhelm v. Mirbach, der auch das Hirschgeweih im Wappen führt, vielleicht als Erbe der Feusdorf mit einem Hof zu Feusdorf von Herzog von Jülich belehnt wird. )
  8. Von Hungersdorf (Hunderstorf, Huonderstorf) bei Dollendorf führte ein Geschlecht den Namen, welches vielleicht zu den v. Mirbach verwandtschaftliche Beziehungen hatte. 1378 verpfändeten Heinz v. Hunnerstorp und Bela seine Frau ihren Hof zu Mirbach mit allein Zubehör dem Ritter Richard Hürte von Schönecken und dessen Frau Else mit Genehmigung von Goswin y Zievel, Herrn von Dollendorf, als Lehensherrn. ) Arnold v. Hunderstorf kommt 1386 vor ). Reymar v. Hunderstorf siegelt 1404 mit dem Hirschgeweih ).
    Peter Maier von Regensburg gibt an, dass die v. Hunderstorf 1401 castrenses in Schönberg gewesen seien.
  9. Zu den Familien die das Hirschgeweih führen, gehört auch das jetzt noch blühende Geschlecht der Herren v. Mirbach. Nach den Angaben der Familiengeschichte datiert die älteste Urkunde von 1250 und betrifft eine Stiftung für das Kloster Thomas an der Kyll durch Dietrich v. Mirbach, seine Gemahlin Judith und seinen Bruder Johann; ihre Nachkommen waren Vasallen der Grafen von Ahre, der Herzöge v. Jülich, der Grafen von Blankenheim-Manderscheid und vielfach deren Burgvögte und Burgmannen auf Gerolstein, Kasselburg, Blankenheim u.s.w. )
  10. Die Familie v. Lommersdorf (bei Freilingen) führte im Siegel (siehe Wappen XXXVIII) links eine Hirschgeweihstange, rechts begleiten den Schildrand 3 Gleven. ) 1455 am 15. Juni bekennt Friedrich v. Jünkerath dem Johann V. Lomersdorf und seiner Frau Alveraitz 10 am Hof Geyendall (1/4 Stunde östl. v. Blankenheim, jetzt verschwunden) haftende Gulden schuldig zu sein, die die Giäubiger der Kapelle zu Blankenheim vermacht haben ); diese Stiftung wurde 1478 von Johann v. Lommersdorf und seiner Frau Agnes v. Mirbach vollzogen ). 1638 wird zu Münstereifel noch eine Meßstiftung der Beatrice v. Lomerstorf erwähnt ).
  11. Auch bei Münstereifel finden wir Familien, die mit dem Hirschgeweih im Wappen siegeln: 1424 am 24. Juli bekennt Arnold v. Sassenroide (Sasserath bei Mudscheid), genannt v. lrnich, sich zu einer Schuld von 73 rhein. Gulden gegen Johann v. Sleichoilz gen. Hyckel, er siegelt mit einem Hirschgeweih von 8 Enden, dazwischen einem Stern ).
  12. Johann. Rode v. Kerpen oder von Niederehe ist 1354 Mitsiegler einer Urkunde Diedrichs Schaflützel v. Kerpen ; er führte das Hirschgeweih im Siegel ). Mit ihm verwandt ist höchstwahrscheinlich Walrave v. Kerpen, der mit seiner Ehefrau Niesgin Kuyks von Köln in einer Urkunde von 1450 vorkommt ); er führt in seinem Siegel auf der rechten Seite eine 4endige Geweihstange , auf der linken Seite eine umgedrehte 4endige Stange, an der Herzstelle zwischen beiden eine durchlochte Raute (siehe Wappen XXXIX).
  13. Die v. Lissendorf (bei Jünkerath) gehören zu den ältesten Familien der Eifel: 1102 machte sich die Edle, jedoch von Angehörigen der Abtei Prüm stammende Hildegardis, Tochter Mathildens v. Lissendorf, welche von Münstereifel nach Köln verzogen, sich und ihre 5 Kinder der Abtei Prüm wachszinspflichtig ). 1294 Febr. 19 entbindet der Abt Heinrich von Prüm den Herrn v. Schleiden und die andern Bürgen ihrer für Lambekin V. Lissendorf geleisteten Dienste, da er denselben aus der Haft entlassen hat ). 1368 war der Knappe Lambert v. L., Vasall der Abtei Prüm, er siegelt mit dem Hirschgeweih ). 1391 finden wir Leinkin v. L. als Burggrafen zu Welchbillig ), wo er einen Hof besass. Johann v. L. kommt 1502 vor ). Auch im Luxemburgischen waren sie begütert, 1500 erwarben Hilger v. L. und seine Frau Marie v. Wormeringen ) den Hof Weckeringen. Da im Jahre 1457 die v. Mirbach einen Hof zu Lissendorf zur Hälfte besassen ), weist dieser Besitz vielleicht auf eine Verwandtschaft mit den Lissendorf hin.
  14. Schwirzheim (bei der Ruine Hartelstein).
    Das Geschlecht, welches von dort den Namen hat, kommt bereits 1279 vor ). 1370 siegelt Loidwych von. Swirtzheym mi dem Hirschgeweih. Ludwig v. S. ist 1480 Statthalter des Manngerichts zu Prüm ); er wird schon 1477 als Lehensmann de Abtei Prüm genannt ). Zuletzt treten die Schwirzheim 1517-1544 auf dem Schollenhof bei Wichterich auf ). Hans van Swirtzem wohnte 1511 an der Ottenbach bei Münstereifel ).
    Eine zweite Familie v. Schwirzheim, welche Lehen von Blankenheim zu Casselburg trug, so Thomas v. Sch. 1360, ) führte im Siegel 3 2zehige Tierfüsse 2, 1. Ob die vielfach in luxemburg. Urkunden genannten v. Schwirzheim ) der 1. oder 2. Familie angehören, ist nicht festzustellen, da die Siegel nicht beschrieben sind.
  15. Die Herren von der Are führten, wie bereits erwähnt, (siehe Wappen XL) im silb. Schild ein rotes Hirschgeweih, zwischen dessen Stangen ein kleines gold. Schildchen mit 2 blauen Balken. ) Bärsch in seinen Bemerkungen zur Eifl ill. im Staats- Arch. Cobl. gibt an, dass Bartholomäus de Are, welcher in dem Ehevertrag zwischen Gerhard V. Landskron und. Beatrice v. Hammerstein 1298 ) genannt wird, zu diesem Geschlecht gehört. 1418 war Johann v. d. Ahre Vasall von Prüm, 1446 Burgmann zu Schönecken. 1478 belehnte der Abt von Prüm den Johann V. der Ahre mit einem Hause zu Hersdorf (bei Schönecken) und zu Winterspelt, Weingärten zu Schweich, Gütern zu Rommersheim u.s.w. Die letzten Belehnungen mit diesen Gütern fanden statt für Niklas v. d. A. 1561-1583; seine älteste Tochter Engel war mit Hans Heinrich v. Frankenstein und die jüngere Anna Maria mit Hans Carl v. Boitzheim verheiratet; beide empfingen die Belehnung mit den genannten Gütern 1597 ), gleichzeitig mit der Belehnung über ein Burglehen zu Gerolstein. Ein Diederich von der Aetre war 1548 justicier zu Bitburg. ) Vielleicht war Johann v. d. Are Burgmann zu Aremberg, der irr der Schenkungsurkunde 1478 des Johann v. Lommersdorf genannt wird (vgl. unter 10), ein Verwandter dieser Familie.