Arbeiten zur besseren Quellenangabe

Um mein Versprechen vom 15. November halten zu können habe ich mit den dort erwähnten Arbeiten (Bearbeiten einer grossen Textdatei und Aufbohren des Lexikons) angefangen und bin schon weit damit fortgeschritten.

Der Leser bekommt das freilich nur mit, wenn er eins der neulich erst hochgeladenen Wappen konsultiert. Zum besseren Verständnis hier zwei ausgesuchte Beispiele erst neulich hochgeladener Wappen:

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1 Picture Description
1 Colette, dit Lamormainy

Colette, dit Lamormainy

Zusätzlich zur Familie Colette, dit Lamormainy gibt Loutsch noch an:
Le même auteur (Abry) et Limbourg donnent à une famille Colette:

Armes:

Parti au I coupé d’argent au lion de sable et d’or à la quintefeuille de gueules, au II d’argent à trois fasces de sable, au franc-quartier d’or au sautoir de gueules.

Sources du Dr. Loutsch

Voir Bruck: Bourses d’Études.

Zitiert nach (Quelle): A.L. Seite 295

Diese Familie muss nichts mit Luxemburg zu tun haben, wird aber zitiert weil ihr Wappen dem der Colette, dit Lamormainy ähnelt. Siehe auch de Lamormainy.

Mediatags:argent, Armorial Loutsch, Armorial Loutsch 295, Coupé, fasces, franc-quartier, gueules, lion, or, Parti, quintefeuille, sable, sautoir, wappen,

2 de Custine de Wiltz - variante

de Custine de Wiltz – variante

Armes

Écartelé: aux I et IV de Custine qui est d’argent à la bande coticée de sable, aux II et III de Lombut qui est de sable semé de fleurs de lis d’argent, sur le tout de Wiltz qui est d’or au chef de gueules

Loutsch handelt das Wappen etwas kürzer ab, weil er zuvor die Wappen der einzelnen Herrschaften schon beschreiben hatte:

écartelé de Custine et de Lombut, sur le tout de Wiltz.

Sources du Dr. Loutsch:

(N./S.A.R. IV, P. 255.) Branche de la famille de Custine à qui échut par mariage la baronie de Wiltz, érigée en comté depuis 1629. Éteinte dans les Vassinhac d’Imécourt.

Zitiert nach (Quelle): A.L. Seite 310

Mediatags:argent, Armorial Loutsch, Armorial Loutsch 310, bande coticée, chef, écartelé, fleur de lis, gueules, or, sable, semé de fleurs de lis, sur le tout, variante, wappen,

Denn zwischenzeitlich sind in meiner Datenbank 3.048 Wappen, davon werden mindestens 2.587 bei Loutsch erwähnt. Um die Informationen nachzutragen muss ich im Prinzip jeden Eintrag einmal editieren. Nicht nur wird das viel Zeit in Anspruch nehmen, schlimmer noch ist dass mir dauernd neue Ideen kommen welche Informationen man noch verlinken oder taggen könnte. So z.B. welche Familie Herrin von welcher Seigneurie war, oder wer war Schöffe (Echevin), wer ist verwandt mit wem? Loutsch bietet hier ungeheuer reichhaltige Informationen.

Eine erste Vorarbeit ist inzwischen aber schon abgeschlossen: Damit die Links zu den Quellen nicht ins Leere laufen wurden in die HTML “Datei” unter /heraldik/quellen/armorial-loutsch/sources/ die Anker eingezogen damit seiteninterne Links funktionieren. Klickt man nun bei den Quellenangaben z.B. auf H.L.T. kommt man direkt zum zitierten Werk:

Jean-Claude Loutsch: Complément à l’Armorial des Duché de Luxembourg et comté de Chiny. Tiré a part du vol. LXXXI des Publications de la Section Historique de l’Institut Grand-Ducal, Luxembourg 1966.

Übrigens habe ich mir neulich ein Exemplar dieser Vorarbeit des Dr. gekauft.

Versuch zur Verbesserung der Qualität bei Quellen und Links

Beim Bereitstellen des 3000. Wappen kündigte ich ja bereits an dass ich mir seit längerem Gedanken mache, wie ich nicht nur die Masse der hier vorgestellten Wappen vergrössern, sondern auch die Qualität des Dargebotenen verbessern könnte. Diese Gedanken treiben mich zwar seit längerem um, die Einzelaufgaben habe ich auch bereits als Projekte formuliert, wusste mir aber nie so recht die Zeit für die konkrete Umsetzung zu nehmen. In den letzten Tagen habe ich mir, angeregt durch ein Telefongespräch mit Michael Schroeder hierzu einige Gedanken gemacht, die ich den Lesern nun mitteilen will:

Um dem Leser langfristig mehr bieten zu können, als nur die Zeichnungen der Wappen aus dem “Armorial Loutsch” mit den Wappenbeschreibungen, sind ein paar zusätzliche Arbeiten erforderlich.
Die französischen Blasonierungen sind für den Laien schwer zu verstehen und ich bekomme öfter von Lesern zu hören, dass sie sich zwar für die Zeichnungen und die Geschichte die dahinter steckt begeistern können, die Fachsprache sie aber abschreckt sich mit der Heraldik zu beschäftigen. Genau das haben die standesbewussten Esoteriker die seit dem Ende des Mittelalters im Wappenwesen tonangebend waren vermutlich auch erreichen wollen. Doch auch wenn moderne Heraldiker versuchen den Wust an Fachausdrücken zurückzuschneiden, dessen Nichtbeherrschen einst wappenführende Emporkömmlinge entlarven sollte, ohne Blasonierung kommt die Heraldik in Luxemburg nicht aus. Damit es aber leichter wird diese Texte zu lesen schwebt mir als mein Beitrag zur Demokratisierung der Heraldik schon seit längerem vor, dass die Ausdrücke alle verlinkt wären: der Leser klickt bei einem Begriff in der Beschreibung einfach auf diesen und kommt auf eine Seite im Lexikon wo dieser dann erklärt wird.

Beim Hauptprojekt sind nun zwei sich ergänzende Arbeiten nötig:

  1. In einer großen Textdatei (nicht online!) sind mittels einem Texteditor alle Fachausdrücke mit Links zu versehen.
  2. Damit dadurch keine Links entstehen die ins Leere zeigen, müssen einzelne Artikel im Lexikon erst angelegt werden, z.B. der zu den marques de marchand.

Die erste Aufgabe erledige ich mit einem Texteditor, hierbei benutze ich schlicht das Feature “replace”1 grob gesagt, aus “D’or au lion d’azur, armé, lampassé et couronné de gueules.” mach “D’or au lion d’azur, armé, lampassé et couronné de gueules.“. Weil ohnehin diese Textdatei zu überarbeiten ist, will ich mich bei der Gelegenheit dran begeben bei jedem Bild die Quelle explizit anzugeben. Bislang behalf ich mich mit dem allgemeinen Hinweis unter /heraldik/quellen, dass wenn nichts anderes angegeben wäre, das Wappen dem Loutsch entnommen wäre. Da ich vermute dass die meisten Leser nicht über meine Startseite sondern via Suchmaschine direkt zu den Wappen kommen (ganz viele über Google images), bekommen sie das so aber nicht unbedingt mit! Es soll dadurch auch besser kenntlich werden, welche Texte von mir sind, und wo ich andere nur zitiere, indem Zitate in

Blockquotes

gesetzt werden. In dem Zusammenhang will ich auch darauf hinweisen, dass ich letzte Woche auch eine Seite für ein paar Angaben zu einer weiteren wichtigen Quelle, dem Armorial Communal du Grand-Duché bereitgestellt habe.

Zur zweiten Aufgabe ist zu sagen, dass mein Lexikon ursprünglich auf jenem Kurzaufriss heraldischer Begriffe basiserte den Dr. Loutsch seinem Armorial 1974 beigefügt hatte. Er hielt diesen erfreulich kurz, schliesslich bot er kein Handbuch zu Wappenkunde sondern eine Wappensammlung an, also nahm er nur jene Begriffe auf die in seinem Buch auch wirklich vorkamen und liess zudem jene weg, wo der Begriff in der Fachsprache auch nicht viel anders ist als in der französischen Alltagssprache. Was sollte er seinem frankophonen Publikum auch erklären was ein cerf (Hirsch) oder chien (Hund) wäre? Mein Anliegen ist etwas anders gelagert und daher bin ich nun dabei, das Lexikon mächtig aufzubohren! Denn:

  1. wende ich mich an ein Publikum, dem die deutsche Sprache leichter von den Lippen geht und
  2. eröffnet mir dieses Vorgehen die Möglichkeit eine zentrale Sammelstelle für Informationen zu dem betreffenden Begriff einzurichten, etwa statistischer Natur (wie oft kommt der Begriff vor), Literatur- und andere Verweise, oder eine Stelle um Hilfestellung beim Zeichnen zu geben.

Diese Arbeiten werden einige Zeit dauern, und natürlich die Gesamtumsetzung des Projektes verlangsamen. Dafür werden in den kommenden Wochen viele Seiten zum Lexikon dazu kommen und andere überarbeitet werden. Da man in WordPress den Pages nicht so leicht wie den Posts ansieht dass welche hinzugekommen sind, habe ich vorübergehend ein zusätzliches Widget “vor kurzem überarbeitet” der Sidebar angefügt.

  1. ich ersetze also z.b. den String ” fasce ” durch “<a href="/heraldik/lexikon/fasce">fasce>/a&glt; “. Schwierigkeit: es sind recht viele, und im französischen sind noch Mehrzahl und weibliche Form zu berücksichtigen. Ausserdem folgende Punkte, Kommas, Semikolons etc []

Erwerb von Klemens Stadler: deutsche Wappen

Über meinen Freund Jeannot habe ich die 8 Bände der Reihe “Deutsche Wappen” von Klemens Stadler bei einem Antiquitätenhändler aus Stuttgart besorgt. In diesen Wappenbüchern sind Abbildungen und vor allem einige Angaben wie deutsche Wappenbeschreibung, rechtliche Grundlage und Symbolik zu den deutschen Landkreis- und einigen Gemeindewappen. Damit wäre eine zuverlässigere Quellenangabe für mein Projekt Gemeindewappen machbar, als dies bis jetzt der Fall ist. Im Augenblick bin ich auf Wikipedia angewiesen. Leider gibt es bereits jetzt einige Einschränkungen:

  1. Das Werk ist schon reichlich alt. Klemens Stadler gab die Reihe in den 60er Jahren raus, und baute auf eine von Otto Hupp auf, der vor dem zweiten Weltkrieg gewirkt hatte. Entsprechend sind die ostdeutschen Wappen nicht dabei, das macht aber nicht, ich beschränke mich eh nur auf die luxemburgnahen, also Rheinland-Pflalz, Saarland und evt. noch einige aus dem südlichen Nordrhein-Westfalen. Die einzelnen Bände in meinem Besitz kamen in folgenden Jahren raus:

    Band Thema Jahr
    1 Die Landkreiswappen 1964
    2 Rheinland-Pfalz, Saarland, Bremen, Hamburg und Westberlin 1966
    3 Hessen 1967
    4 Bayern 1965
    5 Niedersachsen, Schleswig-Holstein 1970
    6 Bayern 1968
    7 Nordrhein-Westfalen 1972
    8 Baden-Württenberg 1971

    Inzwischen haben einige Gemeinden fusioniert und die sogenannten Verbandsgemeinden kommen überhaupt nicht vor.

  2. Weiter hat Stadler keineswegs jede Gemeinde in seine Reihe aufgenommen, sondern hat eine Auswahl getroffen

Der Wert dieser Reihe, die in Luxemburg noch nicht mal mehr im Nationalarchiv vollständig verfügbar ist, ist also durchweg eingeschränkt. Aber, jetzt haben wir mal einen Ausgangspunkt, vielleicht treibe ich noch modernere Publikationen auf.

Nummer 3000

Mit dem der de Loncin, einer Familie aus Bohon (dem belgischem Luxemburg) wurde das 3000. Wappen in meine Datenbank aufgenommen. Wie schon bei den vorangegangenen Meilensteinen wollen wir diesen Augenblick kurz für die Gallery im Bild festhalten:

das 3000. Wappen: de Loncin

Abgesehen vom Wappen von Jean-Claude Hollerich, des neuen Bischofs von Luxemburg wurden in letzter Zeit fast nur Wappen aus dem “Armorial Loutsch” aufgenommen, die Umsetzung von dessen Digitalisierung geniesst immer noch Priorität, gleichwohl sie mit 66% nun schon weit fortgeschritten ist. Seit meiner letzten Wortmeldung zu dem Projekt wurden hauptsächlich Wappen mit Anfangsbuchstaben T (neu von 24% auf 79%) und Nacharbeiten zu H (75% auf 85%),K,N (71% auf 84%) und W (66% auf 83%).

Jean-Claude Hollerich - Erzbischof von Luxemburg 2011 -

Noch kaum angefangen sind die folgenden Anfangsbuchstaben:

– Seite Gesamt (Varianten) umgesetzt
L – 489 308 (83) 136 44%
M – 539 359 (72) 105 29%
R – 659 195 (44) 52 27%
S – 695 347 (69) 79 23%

Als nächstes Etappenziele visiere ich:

  • eine gesamt Umsetzung von 80% zu erreichen (das wären etwa noch 3741 *0.8 - 2467 = 525 Wappen zu zeichnen).
  • dann, alle Buchstaben zu 80% umzusetzen

Damit wären dann alle leicht zu zeichnenden Wappen eingegeben, und meine Datenbank hinreichend gefüllt dann man sich Gedanken machen müssen, ihre Funktionalität zu verbessern. Was fehlt sind z.B.

  • Suchfunktionen; die Seite “Datenbank” wird langsam unhandlich.
  • Statistiken, usw.

Dazu müsste ich dann noch etwas Energie bei der Eingabe der mediatags aufwenden, denn nur wenn die Wappen durchgängig getaggt sind, kann man aussagekräftige Statistiken erstellen.

Luxemburger Wappen mit Greifen

Die Figur des Greifen (frz. griffon) ist nicht so häufig in Luxemburg. Das Fabelwesen ist eine Kombination aus einem Adler und einem Löwen, beides recht aufwendig zu zeichnende Figuren. Dank der Umsetzungstabelle liess sich aber ein rascher Überblick verschaffen, dass das Tier aber eher selten, und wenn dann zumeist die immer gleichen Felder belegend vorkommt:

  • Das ganze Schild
  • Felder des écartelé
  • eine Hälfte des parti

Weitere Beobachtung: überraschend viele halten was in der Hand und nur einer (der des Abtes Roberti) ist “passant”, alle anderen defaultmässig “rampant”.
Diese Monotonie hat natürlich einen Grund: der Greif war das traditionnelle Wappentier der Schöffen von Remich, viele Träger der Greifswappen waren solche.

Es lag all dies bedenkend nahe, sie beim Zeichnen vorzuziehen:

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Neugestaltung Kapitel “Wappenkunst”

Gestern habe ich mit der Neugestaltung des Kapitels Wappenkunst begonnen, und zwar erst mal mit einem Kahlschlag! Auf jenen Unterseiten beschäftige ich mich hauptsächlich mit der Frage, wie Wappen erstellt werden und in der augenblicklichen Phase verstehe ich darunter noch weniger, wie Wappen neu zu entwerfen wären, sondern möchte eine Grundlage schaffen für mein Projekt “Wappen selber zeichnen mit GIMP1

Als erstes habe ich die meisten Vorlagen gelöscht, welche ich 2008 hochlud, als ich den Schwerpunkt dieses Auftrittes zur Heraldik hin verschob. Seither habe ich einige Fortschritte gemacht und gehe inzwischen auch etwas anders beim Zeichnen vor, wie ich es damals skizziert habe. Die alten Schablonen sollen Platz machen für meine neuen, ich werde in nächster Zeit hierzu ein paar Worte formulieren.

Als weiteres, wurde der einleitende Text unter “Wappenkunst” angepasst. Er ist noch nicht fertig und wird in den kommenden Tagen ebenfalls überarbeitet werden.

  1. GIMP ist eine freie Zeichensoftware die ich benutze. []

Bilder wiederhergestellt.

Meine Anfrage beim Support von OVH vom Freitag, als plötzlich alle hochgeladenen Dateien verschwunden waren, war erfolgreich. Am Montag teilte mir ein gewisser Paul mit, dass der Nutzer sogar selber ein Backup einspielen kann! Tolles Feature von OVH! Wäre ich von der Woche nicht so erschöpft gewesen, vielleicht hätte ich mal selber unter den FAQ nachgeschaut und mir ein wenig Arbeit erspart. So musste ich auf das Backup vom vorigen Sonntag zurückgreifen, da fehlten noch einige Bilder. Das macht aber nicht wirklich was, die existieren ja noch auf meinem PC und konnte sie wieder hochladen, 33 an der Zahl:

Armorial Loutsch zu 60% umgesetzt

Als Halbzeit war, hab ich dies dem Leser nicht mitgeteilt, obwohl es mich zuvor so stark frustriert hatte, dass ich offenbar nicht so leicht an die magische Grenze herankomme. Am Sonntag aber habe ich die 60% Grenze geknackt!
Die meisten der in den letzten Wochen gezeichneten Wappen haben den Anfangsbuchstaben H. Gezeichnet wurde auch das Wappen der Herneupont aus Grevenmacher, nach dem mich schon ein Leser gefragt hatte. Hier eine Auswahl.

Vervollständigt wurden die mit Z und I (100% Umsetzung!), so dass sich uns folgendes Bild ergibt:

– Seite Gesamt (Varianten) umgesetzt
A – 181 122 (30) 115 94%  
B – 201 427 (79) 346 81%  
C – 275 238 (72) 165 69%  
D – 311 129 (21) 111 86%  
E – 333 87 (12) 72 83%  
F – 349 156 (27) 122 78%  
G – 377 160 (28) 129 81%  
H – 403 322 (62) 238 74%  
I – 455 18 (6) 18 100%  
J – 458 50 (8) 45 90%  
K – 467 119 (19) 85 71%  
L – 489 308 (83) 116 38%  
M – 539 359 (72) 103 29%  
N – 601 112 (23) 79 71%  
O – 621 69 (23) 62 90%  
P – 632 164 (32) 137 84%  
Q – 658 1 () 1 100%  
R – 659 195 (44) 48 25%  
S – 695 347 (69) 53 15%  
T – 755 120 (32) 29 24%  
U – 775 23 (7) 19 83%  
V – 797 6 () 6 100%  
W – 799 174 (24) 115 66%  
X – 832 7 (1) 7 100%  
Y – 833 2 () 2 100%  
Z – 834 25 (10) 25 100%  
Summe 3740 (784) 2248 60%

Wappen der Unterorganisationen des Staates

Wiesel.lu will sich der Heraldik Luxemburgs widmen und weil das Wappenwesen vor allem vor der französischen Revolution in Blüte stand, als der Raum “Luxemburg” auch Gebiete umfasste, die heute nicht zum Großherzogtum gehören, lag der Gedanke nahe, das Gebiet mit dessen Wappen sich dieser Auftritt beschäftigen will auf Luxemburgnahe Grenzregionen der Nachbarländer auszudehnen. Hinzu kommt, dass ich seit 2007 nun selber Grenzgänger bin, mein Lebensmittelpunkt ist aber nach wie vor Luxemburg. Doch wo zieht man die Grenze? Betrachten wir doch erst mal, wie die Luxemburg umgebenden Staaten organisiert sind:

Bei den Wappen der Staaten, ihrer Gliederungen und Verwaltungen interessieren in erster Linie natürlich die Wappen der Gemeinden, der kleinsten Unterteilung des Staates. Die Liste der Gemeinden des Grossherzogtums war sogar einer der ersten Beiträge auf wiesel.lu. Bezieht man die anderen Staaten mit ein, wird alles komplizierter, denn diese sind grösser und entsprechend in ihrer Struktur komplexer. Jetzt ergibt sich die Frage, ob die Unterseiten auf wiesel.lu zu dem Thema diese Struktur nachbilden sollen, und wenn ja, wie? Ich habe daher einige jetzt ordnende (und zum Grossteil noch leere) Unterseiten eingerichtet, deren Struktur aber noch ändern kann.

Das Gebiet des ehemaligen Herzogtums Luxemburg ist heute auf die folgenden Staaten aufgeteilt: Luxemburg, Belgien (1839), Deutschland (1815) und Frankreich (1659).

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Die Abtretung der Gebiete an Belgien ist dabei am rezentesten, jene Frankreich am längsten schon Geschichte, was aber nicht heisst, dass die Gemeinden die auf dem Gebiet der französischen Republik liegen für diese Betrachtung am unwesentlichsten sein sollen: Gerade in französischen Gemeinden leben viele Grenzgänger die ihren Unterhalt in Luxemburg erwerben, gar hier ihren eigentlichen Lebensmittelpunkt haben. Leider habe ich aber gerade hierzu noch nichts erstellt.

Die folgende Tabelle versucht, die Ebenen staatlicher Gliederungen vergleichend darzustellen. Natürlich hat ein deutscher Bundesstaat ganz andere Kompetenzen, als etwa eine französische région, ist eine belgische Provinz nicht mit einem französischen Département gleichzusetzen. Es geht hier nur um eine Einteilung in Ebenen.

Ebene Luxemburg Belgien Deutschland Frankreich
1: Staat (sform) Großherzogtum Königreich Bundesrepublik Republik
2:Gliedstaat - communauté Bundesstaat région
3:Verwaltungsbezirk - Province Kreis Département
4:Großgemeinde [canton] - Verbandsgemeinde oder Großstadt -
5:Gemeinde Commune Commune Gemeinde Commune

Wählen wir die Gliedstaatsebene zur Abgrenzung, hätten wir die folgenden Regionen/Länder zu berücksichtigen:
In Belgien die Wallonie inklusive der deutschsprachigen Gemeinschaft, in Deutschland Rheinland-Pfalz und das Saarland, sowie in Frankreich Lothringen. Das entspräche dann der Großregion, also einem Raum der sich fast von Lille bis Wiesbaden und von

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Aachen bis Basel erstrecken würde. Das ist definitiv zu groß gedacht und würde meinen überschaubaren Rahmen sprengen.

Verlegen wir uns daher erst mal auf die Bezirksebene und erhalten damit folgendes Bild: Wir berücksichtigen nur:

  1. in Belgien die Provinzen Luxemburg und Lüttich
  2. in Deutschland die angrenzenden Kreise Trier-Saarburg, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Merzig Wadern (SL) und die etwas entfernteren aber historisch doch eng verbundenen Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich
  3. in Frankreich die départements Meuse, Meurthe et Moselle und Moselle

Bei Frankreich ergibt sich dann das Problem, dass wir doch die gesamte Lorraine berücksichtigen müssten. Allerdings habe ich mit den Arbeiten zu Frankreich noch nicht begonnen und werde ohnehin diejenigen vorziehen, welche nördlich von Metz liegen.

Ausbau der Umsetzungstabelle zur und das 2500. Wappen

In den vergangenen Tagen führte ich ein paar wichtige Arbeiten zur Wappensammlung auf wiesel.lu durch:

  1. Die am 10. Mai vorgestellte Tabelle zum Fortschritt bei der Umsetzung des Projektes Armorial Loutsch online wurde um ein paar wichtige Informationen erweitert.
  2. und das 2500. Wappen wurde in die Datenbank aufgenommen


Die Tabelle enthält nun nicht nur, wie ursprünglich vorgesehen den Namen der Familie und den Verweis auf die erstellte Zeichnung, sondern jetzt auch:

  • die Wappenbeschreibungen und (nicht sichtbar) die vorgesehenen Mediatags. Damit kann sich der kundige Leser auch schon von Wappen, die noch nicht gezeichnet wurden ein Bild machen. Die Tabelle war ursprünglich auch deshalb angelegt worden, weil ich die Zeichnungen nicht stur in alphabetischer Reihenfolge erstellen, sondern z.B. um kompliziertere einen Bogen mache. Mit Hilfe der Wappenbeschreibung kann man bei einigen ahnen, warum ich ausgerechnet dieses ausließ, und bislang übersehene fallen besser auf.
  • Weiter wurde, schon Ende Mai die Seitenzahl eingefügt. Das ist nicht nur eine Erleichterung für mich bei der genauen Angabe der Quelle, Besitzer des Buches können damit auch leichter einsehen, auf welcher Seite sie den kostbaren Wälzer aufschlagen müssen. Erinnern wir daran, dass das Buch von 1974 nicht im Handel erhältlich ist und dass nach dem Tod von Dr. Loutsch erst mal nicht mit einer Neuauflage zu rechnen sein dürfte.
  • Varianten sind der Tabelle als solche kenntlich gemacht, so dass dass sie leichter gezählt werden können. A propos: die im Buch erwähnten Varianten habe ich mit Sicherheit noch nicht alle entdeckt!

Vor allem wird die Erledigung dieser Arbeit es mir in Zukunft leichter machen, die Informationen wie Wappenbeschreibung und Mediatags inklusive der Seitenzahl einzugeben, weil sie ja jetzt schon in elektronischer Form vorliegen und online sind. Vielleicht kann ich diese Arbeit sogar bald schon einem Skript überlassen?

Dies sehe ich als einen (psychologisch) wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung, denn die Statistik sagt mir, dass die magische 50% Hürde nun genommen ist. Zum Vergleich:

am Gesamtzahl Varianten Umgesetzt in %
29. Juni 3726 (773) 1958 53%
10. Mai 3658 k.a. 1675 46,00%
23. April 3561 k.a. 1639 46,00%

als 2500. Wappen in der Datenbank habe ich dann das der de Gorcy festgelegt.

Damit hebe ich auch hervor, dass ich in letzter Zeit vor allem Wappen unter “G” bearbeitet habe, von denen inzwischen 73% gezeichnet sind.