Zwischenstand: Grammaire héraldique von Henri Gourdon de Genouillac

Meine Arbeiten zur Digitalisierung der “Grammaire héraldique” des Henri Gourdon de Genouillac aus dem Jahre 1853 sind soweit abgeschlossen:

  • Sein heraldisches Wörterbuch ist hochgeladen und steht bereit. Ich habe darauf verzichtet die einzelnen Begriffe mit meinem zu verlinken, es ist nicht besonders gut und wird wohl nur zu Zwecken der Kuriosität von mir benutzt werden.
  • Die Tafeln 1,2,3,4 sind eingerichtet, die Zeichnungen alle erstellt, hochgeladen und beschriftet.
  • Die Zeichnungen sind im Haupttext verlinkt, genauso wie die Links auf die wichtigsten heraldischen Begriffe zu meinem Heraldiklexikon eingezogen.

Voilà, hier also der Haupttext:

Henri Gourdon de Genouillac (1826-1898) : Grammaire héraldique (1853)

Bei letzterer Übung wurden doch noch einige Schreibfehler gefunden, so dass jetzt ein insgesamt lesbarer Text bereit steht.
Die Frage ob er auch lesenswert ist, ist mittlerweile aber gestellt! Einige Ungereimtheiten kann ich jetzt schon festhalten:
Die Zeichnungen sind nicht immer allzu geschickt ausgewählt.Z.B auf Planche 4, Figure 16:


Die für den Schwarz-weiss Druck viel zu fein Figur “Dornenkrone” ist auf dem Original gar nicht zu erkennen, die Nägel schon gar nicht. Dann ist es auch noch ein Beispiel mit krassem Verstoss gegen die heraldischen Farbregeln: die grüne Dornenkrone und die schwarzen Nägel auf dem roten Kreuz, das muss nicht sein, auch wenn man gerade das Wort “cousu” durchnimmt, welches auf einen bewussten Farbregelverstoss hinweist.
Dann nimmt er die Illustrationen nicht der Reihe nach durch, was schon verwirrt wenn er dauernd hin und her springt. Schlimmer noch, Gourdon Genouillac bringt die Spezialfälle, bevor er den Regelfall vorgestellt hat.
Auch ist der Text viel zu kurz, um seinem Anspruch gerecht zu werden:

C’est une grammaire proprement dite, simple, concise, à l’aide de laquelle toute personne complétement étrangère à la science héraldique peut, après l’avoir lue, blasonner toute espèce d’armoiries peintes ou gravées, en distinguer la valeur, et reconnaître celles établies contrairement aux règles du blason.

Mich hat er nicht überzeugt!

Warum ich ihn ausgewählt hatte, war die Beschäftigung mit den Attributen. Aber auch hier, ausser dass er sie gruppiert und in Tafeln gefasst hat, er stiftet mehr Verwirrung als er ordnet.
Andererseits bin ich erstaunt, wie schnell es mir gelungen ist, den Text zu digitalisieren (und nebenher noch am Lexikon zu arbeiten und am zweiten Teil von OTVHs Handbuch!). Ich habe wohl inzwischen etwas Übung darin 🙂

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